Hermetisch abgedichtetes Motor-Pumpen-Aggregat Die Erfindung betrifft ein hermetisch abgedich tetes Motor-Pumpen-Aggregat.
Motor-Pumpen-Aggregate werden häufig abge dichtet ausgeführt, wobei ein von der Pumpe zu för derndes, auf hoher Temperatur befindliches Medium auch zum Schmieren der Lager des der Pumpe zuge ordneten Antriebsmotors und zur Abfuhr von elek trischen Verlustleistungen verwendet wird, die in dem Motorteil auftreten können. Das verwendete Medium ist häufig ein schlechtes Schmiermittel, beispielsweise Wasser. Ausserdem müssen die Lager in vielen Fällen auf eine Temperatur gekühlt werden, die beträchtlich unter der Temperatur des Mediums liegt, das durch das Pumpengehäuse der Motorpumpe umgewälzt wird.
Ferner sollte es möglich sein, das Motor-Pumpen- Aggregat innerhalb kürzester Zeit und mit geringsten Kosten hermetisch abzudichten.
Im Betrieb eines vertikal stehenden Motor-Pum- pen-Aggregats bewirkt die Drehung des Laufrades gewöhnlich einen Abwärtsschub auf die Läuferwelle. Häufig kommt es jedoch vor, dass der Aussendruck ansteigt, so dass es erwünscht ist, Mittel zur Verhin derung oder zur Aufnahme eines auf- oder abwärts gerichteten Axialschubs auf die Läuferwelle vorzu sehen.
Auch sind Mittel erwünscht, die einen relativ leichten Ausbau der Ständeranordnung aus dem Motor-Pumpen-Aggregat zum Zweck der Reparatur oder des Austausches ermöglichen.
Die Erfindung bezweckt daher die Schaffung eines mit gutem Wirkungsgrad arbeitenden, elektrisch angetriebenen, hermetisch abgedichteten Motor- Pumpen-Aggregats, das besonders zur Förderung von auf erhöhten Temperaturen befindlichen Medien ge eignet ist, wobei der elektrische Motor und die Pumpe zur Instandhaltung und Reparatur leicht zusammen gebaut und auseinandergenommen werden können.
Das erfindungsgemässe Motor-Pumpen-Aggregat ist hermetisch abgedichtet und gekennzeichnet durch einen Rotor mit einer drehbar in einer Ständerpatrone innerhalb eines rohrförmigen Motorgehäuses montier ten Welle und einem in einem Pumpengehäuse ange ordneten und an der Welle befestigten Pumpenlauf rad, wobei die Ständerpatrone einen Aussenmantel aufweist, einen Ständerkern mit Wicklungen, zwei im Abstand von dem Mantel angeordnete und mit je einem Ende des Ständerkerns verbundene Hülsen, zwei Endringe, die an den Enden des Mantels und der Hülsen angebracht sind, um die Patrone abzudichten,
und einen an einem der Endringe ausgebildeten auf wärtsgerichteten Flansch, der das benachbarte Ende des rohrförmigen Motorgehäuses übergreift, durch zwei zusammenwirkende Anschläge, die an dem ent gegengesetzten Ende des Motorgehäuses und dem anderen Endring befestigt sind und so nebeneinander liegen, dass sie die Ständerpatrone in dem Motor gehäuse festhalten, wobei die Anschläge einen sol chen Abstand voneinander haben, dass sie eine Längs ausdehnung der Patrone gegenüber dem Motor gehäuse gestatten, ehe die Anschläge aneinandergrei- fen, und durch Mittel zum Festklemmen dieses Endes des Motorgehäuses an dem Pumpengehäuse, wobei die Ständerpatrone mittels des genannten Flansches,
der zwischen dem genannten Ende des Motorgehäuses und dem Pumpengehäuse angeordnet ist, in ihrer Lage festgehalten wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes ist in der Zeichnung veranschaulicht und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht, teilweise einen Schnitt eines Motor-Pumpen-Aggregats, Fig.2 in der Draufsicht einen Teil des Motor- Pumpen-Aggregats nach Fig. 1 und Fig.3A und 3B das Motor-Pumpen-Aggregat nach Fig. 1 in einer isometrischen Darstellung, wobei Teile geschnitten und andere Teile weggebrochen sind.
Die Zeichnung zeigt ein Motor-Pumpen-Aggregat 20, das ein Motorgehäuse 22 und ein Pumpengehäuse 24 besitzt. In dem Motorgehäuse 22 ist auf zwei nachstehend beschriebenen Querlagern 28 und 30 eine Antriebswelle 26 gelagert, auf der zwischen den Lagern 28 und 30 ein Läufer 32 drehfest angeordnet ist. Das in Fig. 1 untere Ende der Antriebswelle er streckt sich abwärts in das Pumpengehäuse 24. An diesem Ende ist innerhalb des Pumpengehäuses 24 ein Pumpenlaufrad 34 drehfest angeordnet.
Das Innere des Pumpengehäuses 24 bildet einen spiralförmigen Druckkanal 36, der in dieser Anord nung an zwei Druckstutzen 38 und 40 (Fig. 3) ange schlossen ist. Dieser Druckkanal 36 wird auch als Spiralgehäuse bezeichnet. Ferner ist das Pumpen gehäuse 24 mit einer Saugöffnung 42 versehen, die mit dem Einlauf 44 des Laufrades 34 in Verbindung steht. Eine allgemein mit 46 bezeichnete Labyrinth dichtung üblicher Ausbildung ist in dem Pumpen gehäuse 24 im Bereich des Einlaufs 44 des Laufrades angeordnet und verhindert einen Rückfluss des unter hohem Druck befindlichen Mediums aus dem Spiral- gehäuse 36 zur Saugöffnung 42.
Das Laufrad 34 ist in üblicher Weise mit mehreren Schaufeln 48 verse hen, die das Medium aus der Saugöffnung 42 in das Spiralgehäuse 36 treiben.
Der Läufer 42 ist innerhalb einer allgemein rohr- förmigen Ständerpatrone 50 angeordnet. Die Ständer patrone 50 enthält einen hohlen Ständerkern 52, der in bekannter Weise mit Wicklungen versehen ist, deren Endwindungen mit 54 und 56 bezeichnet sind. In diesem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Endwindungen 54 und 56 durch geschlitzte Endringe 58 und 60 und sind in einer Vergussmasse 62 einge bettet.
Die Vergussmasse ist in diesem Ausführungs beispiel ein mit einem Füllstoff versehenes, lösungs- mittelfreies Silikonharz, das zur Wärmeübertragung auf die benachbarten Bauteile der Ständerpatrone 50 und weiter auf das nachstehend beschriebene Kühl system für den Ständer und die Lager geeignet ist. Der Ständer 52 ist von einem Aussenmantel 64 umge ben, der an seinen Enden beispielsweise durch Schwei- ssung mit zwei Endringen 66 und 68 verbunden ist.
An beiden Enden des Ständerkerns 52 ist im Bereich der Bohrung 70 desselben eine Stützhülse 72 bzw. 74 mit der Bohrung 70 fluchtend angeordnet und greift an dem Endring 66 bzw. 68 an. Die äusse ren Enden der Hülsen 72 und 74 sind zweckmässig in abgesetzte Teile 76 eingesetzt, die an dem Innen umfang der Endringe 66 und 68 ausgebildet sind. Die Umfangsränder der bei 78 verjüngten inneren Enden der Stützhülsen 72 und 74 sind in den End- ringen 58 und 60 angeordnet, die dort eine komple- mentäre Verjüngung aufweisen.
Dadurch erhält die Ständerpatrone 50 eine durchgehende Innenfläche, die aus dem Innenumfang der Stützhülsen 72 und 74 und den benachbarten Teilen der Endringe 66 und 68 sowie der Bohrung 70 des Ständerkerns 52 besteht.
Der Ständerkern 52 ist in der Patrone 50 mittels einer Ständerbüchse 80 hermetisch abgedichtet. Die Ständerbüchse 80 ist zweckmässig aus korrosions beständigem Material, beispielsweise aus rostfreiem Stahl hergestellt, um ihre Dauerhaftigkeit zu gewähr leisten. Die Büchse ist an ihren Enden durch ring förmige Dichtschweissungen 82 und 84 hermetisch dicht mit den Endringen 66 und 68 verbunden.
Die zum Anschluss an die Ständerwicklungen die nenden Klemmen 69 und 71 für den Ständerkern 52 erstrecken sich in der Längsrichtung durch geeignete Ausnehmungen im oberen Endring 66. Die äusseren Enden der Klemmen 69 und 71 sind in einem An schlusskasten 73 angeordnet. Bei dieser Anordnung kann nach Entfernung des Kastens 73 zunächst das Gebäude 22 entfernt und dann die Ständerpatrone 50 von dem Läufer 32 abgenommen werden, worauf die Bauteile aus dem Inneren der Patrone 50 heraus genommen werden können, ohne dass ein Ausbau der Klemmen 69 und 71 erforderlich ist.
Ferner ermög licht der Ausbau der Ständerpatrone 50 und die Zer störung der Schweissung zwischen dem oberen Ende des Patronenmantels 64 und dem oberen Endring 66 bzw. zwischen dem Endring 66 und der Ständerbüchse 80 einen Austausch oder eine Raparatur der Klem men 69 und 71, ohne dass ein Ausbau der Ständer büchse 80 erforderlich ist. Ausserdem sind die Klem men 69 und 71 an den Stellen 75, an denen sie in die Endringe 66 eintreten, abgedichtet, um bei einem Bruch der Ständerbüchse 80 ein Lecken aus der Stän- derpatrone zu verhindern.
Daher können die Ständer klemmen 69 und 71 zusammen mit der Ständer patrone 50 ausgebaut werden, brauchen aber bis auf die Entfernung des Kastens 73 nicht herausgenommen zu werden, wenn die Ständerpatrone 50 von dem Motorgehäuse 22 entfernt werden soll.
Der Patronenmantel 64 sitzt relativ dicht passend in dem Motorgehäuse 22. Der obere Endring 66 der Ständerpatrone 50 kann dadurch festgehalten wer den, dass seine Ringschulter 86 an einer mit dem obe ren Ende des Motorgehäuses 22 einstöckigen Lippe 88 angreift. In der Praxis bleibt jedoch zwischen der Schulter 86 des Endringes und der Gehäuselippe 88 ein Spalt 90, der einen Ausgleich von Herstellungs toleranzen und einer unterschiedlichen Längsausdeh nung zwischen dem Patronenmantel 64 und dem be nachbarten Gehäuse ermöglicht.
Die Ständerpatrone 50 ist daher tatsächlich dadurch in dem Motorgehäuse 22 festgelegt, dass der zu diesem Zweck abgestuft ausgebildete untere Endring 68 an dem Befestigungs flansch 92 am unteren Ende des Gehäuses 22 angreift, sowie durch nachstehend beschriebene zusätzliche Mittel. Beim Betrieb der Pumpe mit einem unter Druck stehenden Medium übt das in dem Läuferhohl raum 97 befindliche Medium natürlich einen Radial- druck auf die Ständerpatrone 50 aus, so dass auf den oberen Endring 66 keine Längskraft einwirkt.
Zum leichteren Zusammenbau des Motor-Pum- pen-Aggregats 20 ist der untere Endring 68 der Stän- derpatrone zunächst mit mehreren Schrauben 93 am unteren Ende 92 des Gehäuses 22 befestigt. Der An griff zwischen dem unteren Endring 68 und dem Ge häuseflansch 92 wird nach dem Zusammenbau des Motor-Pumpen-Aggregats 20 durch mehrere Stift schrauben 95 und die ihnen zugeordneten, nachste hend beschriebenen Bauteile aufrechterhalten.
Im Falle eines Bruchs der Ständerbüchse 80 wirkt natür lich der in dem System herrschende Druck auf das Innere der Ständerpatrone ein, so dass in diesem Fall der obere Endring 66 gegen die Haltelippe 88 des Gehäuses 22 gedrückt wird.
Die wie vorstehend beschrieben zur Lagerung der Antriebswelle dienenden Querlager 28 und 30 werden von den Endringen 66 und 68 des Ständers getragen. Jedes der Lager 28 und 30 besitzt eine Lagerbuchse 94 bekannter Art, die zur Lagerung einer Lagerhülse 96 eingerichtet ist, die auf der An triebswelle 26 zweckmässig durch Aufschrumpfen be festigt und konzentrisch zu der Lagerbuchse 94 ange ordnet ist. Jede der Lagerbuchsen 94 ist in einem Ring 98 mittels Kopfzapfen 100 relativ lose montiert. Die Zapfen<B>100</B> durchsetzen den zugeordneten Ring 98 und werden von einem umgebogenen Flanschteil 102 festgehalten, der einen Teil des Befestigungs ringes 98 bildet, wie in Fig. 3A besser ersichtlich ist.
In der vorliegenden Anordnung werden zwei derartige Zapfen 100 verwendet, die in Einkerbungen 104 ein gesetzt sind, die in entsprechenden Abständen im Aussenumfang der Lagerbuchse 94 angeordnet sind.
Die Lagerbuchse ist, wie vorstehend erwähnt, lose auf den Zapfen 100 angeordnet und wird durch die Ringrippe 106 gehalten, die in der Umfangsrichtung auf dem Aussenumfang der Buchse 94 ausgebildet ist und an dem Befestigungsring 98 angreift. Die Rippe 106 gewährleistet ein Fluchten der Lager- Buchse 94 mit der Drehachse der Antriebswelle 26. Die Lagerbuchse kann jedoch etwas von dieser Stel lung abweichen, um ein einwandfreies Fluchten mit der Lagerhülse 96 der Welle zu gewährleisten, so dass Abnützungs- und Herstellungstoleranzen ausgeglichen werden.
Die Befestigungsringe 98 werden innerhalb der Patronenendringe 66 und 68 dadurch festgehal ten, dass sie an den Enden 108 und 110 der Ständer büchse 80 angreifen, sowie durch zwei Halteringe 112 und 114, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Die Halteringe 112 und 114 sind in Umfangsnuten eingesetzt, die im Bereich der äusseren Enden der Lagerhalteringe 98 in den Endringen 66 und 68 vorgesehen sind.
Beim Auseinandernehmen des Motor-Pumpen- Aggregats 20 zum Ausbau der Lager 28 und 30 braucht man nur die Halteringe 112 und 114 zu lösen. Der untere Haltering 114 wird zugänglich, wenn man die Befestigungsschrauben 95 lockert und das Motorgehäuse 22 und die daran befestigte Stän- derpatrone 50 etwas anhebt und ein geeignetes Werk- zeug zum Entfernen des Halteringes 114 einsetzt. Danach können der Ständerkern 52 und das Gehäuse 22 von dem Läufer 32 und den ihm zugeordneten Bauteilen abgehoben werden.
Das obere Lager 28 wird nach Entfernung der Ständerpatronenkappe 116 zugänglich, ohne dass das Motor-Pumpen-Aggregat auseinandergenommen zu werden braucht. Die Kappe 116 hat einen abgesetz ten Teil 118, mit dem sie in das offene Ende des oberen Endringes 66 der Ständerpatrone eingesetzt ist. In dieser Stellung wird die Kappe 116 von meh reren Befestigungsbolzen 120 gehalten. Die Fuge zwi schen der Ständerpatrone 50 und ihrer Kappe 116 ist mit einem Dichtungsring 122 abgedichtet, der in eine Ringnut 124 in einer der beiden einander gegenüber liegenden Flächen der Kappe 116 und der Ständer patrone 50 eingesetzt ist.
In dem vorliegenden Aus führungsbeispiel sind die Nut 124 und der Ring 122 an dem abgesetzten Teil 118 der Ständerpatronen- kappe vorgesehen. Bei dieser Anordnung ist der Läu ferhohlraum 97 in der Ständerpatrone 50 abgedichtet.
Wie nachstehend beschrieben, ist eine Verbindung zwischen dem Läuferhohlraum 97 und dem Inneren des Spiralgehäuses 36 der Pumpe durch ein unteres Radiallager 30, eine Wärmesperre 126 und die Labyrinthdichtungen 128 und 130 verhindert. Diese Teile sind nachstehend ausführlicher beschrieben.
Auf der Antriebswelle 26 ist der Bund<B>132</B> dreh fest angeordnet und mit einem Lagerring 134 ver sehen, der an der Spurplatte 136 angreift. Eine Dre hung zwischen dem Bund 132 und der Antriebswelle 26 wird mit Hilfe eines Nutenkeils oder einer Feder 137 (Fig. 3B) oder dergleichen verhindert. Der Bund 132 wird in dieser Stellung durch Angriff an der Schulter 138 der Welle mittels eines Halteringes 140 gehalten, der in eine auf der Welle ausgebildete Umfangsnut eingesetzt ist.
Zur Vermeidung von elektrischen Verlusten in dem Motor des Aggregats 20 und zum Schmieren und Kühlen der Lager desselben ist ein verbessertes Kühlsystem vorgesehen. Jener Teil des Kühlsystems, der, wie nachstehend beschrieben, in begrenzter Ver bindung mit dem Spiralgehäuse 36 der Pumpe steht, kann in dem Motor-Pumpen-Aggregat 20 hermetisch abgedichtet werden. Dieses Kühl- und Schmier system, das einen Teil des von der Pumpe geför derten Mediums durch den Läuferhohlraum 97 um wälzt, weist eine Wärmetausch-Rohrschlange 144 und eine Hilfspumpe 142 auf.
Die Rohrschlange 144 umgibt den Aussenumfang des Motorgehäuses 22 und steht an ihren Enden über einen Eintritts- bzw. Aus trittskanal 145 bzw. 146 mit dem oberen bzw. unte ren Teil des Hohlraumes 97 in Verbindung, wie in den Fig. 3A und 3B besser dargestellt ist.
In der vorliegenden Ausführungsform ist das obere Ende 148 der Rohrschlange an eine Verbin dungsleitung 150 angeschlossen, deren geflanschtes äusseres Ende 152 bei 154 durch einen Klemmring und Bolzen fluchtend mit dem Eintrittskanal 145 verbunden ist. Das untere Ende 156 der Rohrschlange erstreckt sich abwärts durch die Ausnehmung 158 des Befestigungsflansches 92, mit dem, wie vorstehend beschrieben, das Motorgehäuse 22 endet. Die Ausneh- mung 158 fluchtet mit dem vorgenannten Kanal 146; die Fuge zwischen ihnen ist mit einer Dichtung 162 abgedichtet, die in einer diese Fuge umgebenden Nut 164 sitzt.
Die Dichtung 162 wird durch den Angriff des unteren Endes 92 des Gehäuses an dem unteren Endring 68 der Ständerpatrone 50 zusammenge drückt.
Die Kühlschlange 144 ist in dieser Anordnung hermetisch dicht in einem Mantel 166 angeordnet, der den grössten Teil des Motorgehäuses 22 umgibt. Das untere Ende des Mantels 166 ist mit einer ring förmigen Konstruktions- und Dichtschweissung 168 an dem Befestigungsflansch 160 des Motorgehäuses befe stigt. Der Mantel 166 endet oben an einer Ringscheibe <B>170,</B> die durch Ringschweissungen 172 und 174 dicht mit dem Motorgehäuse 22 bzw. dem oberen Ende des Mantels 166 verbunden ist.
Die Rohrschlange 144 ist natürlich ununterbro chen, so dass keine direkte Verbindung zwischen der Rohrschlange 144 und dem Ringraum zwischen dem Mantel 166 und dem Motorgehäuse 22 vorhanden ist. Die einzelnen Windungen der Rohrschlange 144 sind relativ frei in dem Ringraum 176 angeordnet, so dass ein Wärmetauschmittel, gemäss Fig. 1 gesehen, auf- oder abwärts durch den Ringraum 176 strömen kann. Eine derartige Strömung eines Kühlmittels wird dadurch bewirkt, dass durch den Ein- bzw. Austritts kanal 178 und 180 des Mantels 166 ein geeignetes Kühlmittel, beispielsweise Wasser, strömen gelassen wird. Der Eintrittskanal 178 durchsetzt den Befesti gungsflansch<B>160</B> des Gehäuses 22 und steht dort mit dem unteren Ende des Ringraumes 176 in Ver bindung.
Der Austrittskanal 180 durchsetzt den obe ren Wandteil des Mantels 166. Um einen Anschluss des Kühlmantels 166 an ein aussen angeordnetes Kühlmittel-Umwälzsystem zu erleichtern, sind die äusseren Teile dieser Kanäle 178 und 180 zweck mässig mit einem Gewinde versehen. Der Mantel 166 und die zwischen dem Mantel und dem Motorgehäuse eingesetzte Rohrschlange 144 bilden also einen Wärmetauscher, in dem die innerhalb des Motors des Aggregats 20 erzeugte Wärme auf ein Kühlmittel übertragen wird, das in dem Ringraum 176 umge wälzt wird, der die Rohrschlange 144 umgibt.
Im Betrieb des Kühlsystems tritt das zu kühlende Kühl- und Lagerschmiermittel wie durch den Strö mungspfeil 182 angedeutet durch den Kanal 145 in das obere Ende des Läuferhohlraumes 97 und dann in die Eintrittsöffnung 184 ein, die zentral und in der Längsrichtung im oberen Ende der Antriebswelle 26 ausgebildet ist. Die Eintrittsöffnung 184 stellt die Saugöffnung für die Hilfs- oder Schmiermittelpumpe 142 dar und ist an mehrere radiale Kanäle 186 angeschlossen, die ebenfalls im Bereich des oberen Endes der Antriebswelle 26 ausgebildet sind.
In die ser Ausführungsform sind vier derartige Radialkanäle 186 vorgesehen, die mit ähnlichen Kanälen 188 in Verbindung stehen, die sich durch einen Flansch 190 erstrecken, der an der Antriebswelle 26 befestigt ist. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Flansch 190 zwischen der oberen Lagerhülse 96 und einer auf der Antriebswelle mit ihr einstückig ausge bildeten Schulter 192 festgeklemmt. Wenn die An triebswelle gedreht wird, bewirkt die Zentrifugalkraft eine Förderung des zugeführten Kühl- und Schmier mittels durch die fluchtenden Radialkanäle 188 und <B>186.</B>
Wie in Fig. 1 besser dargestellt ist, strömt ein Teil des von der Pumpe 142 abgegebenen Mediums durch das obere Lager 28 und kehrt, wie durch den Strömungspfeil 194 angedeutet, in die Saugöffnung 184 der Pumpe 142 zurück. Dieser Teil des Mediums dient zum Schmieren und Kühlen des oberen Lagers 28. Der Rest des Mediums strömt, wie durch die Strömungspfeile 198 angedeutet, durch den Luftspalt 196 des Motors abwärts, so dass elektrische Verlust leistungen des Ständers und Läufers und durch die Rotation des Läufers erzeugte Verlustleistungen ab geführt werden. Aus dem Luftspalt 196 des Motors wird das Medium, wie durch die Strömungspfeile 200 angedeutet, durch das untere Querlager 30 geführt.
Von dort wird ein Teil des Mediums, wie durch die Strömungspfeile 204 angedeutet, über mehrere in dem Bund 132 vorgesehene Queröffnungen 202 durch den Längslagerring 134 geführt. Das von dem Längs- lagerring 134 abströmende Medium und der Rest des aus dem unteren Querlager 30 austretenden Mediums werden, wie durch die Strömungspfeile 208 bzw. 210 angedeutet, einer benachbarten Ringkammer 206 zugeführt. Aus der Kammer 206 kehrt das Schmier mittel, wie durch den Strömungspfeil 212 in Fig. 3B angedeutet, über den Eintrittskanal 146, der, wie vor stehend beschrieben, in dem unteren Endring 68 der Ständerpatrone ausgebildet ist, in die Rohrschlange 144 zurück.
Dann fliesst das Schmier- und Kühlmittel durch die Rohrschlange 144, in der es durch das äussere Kühlmittel gekühlt wird, das durch den Ring raum 176 in dem Kühlmantel 136 umgewälzt wird.
Das äussere Kühlmittel dient auch zur Abfuhr von elektrischen Verlustleistungen in Form von Wärme von dem Ständerkern 52. Diese werden durch den Patronenmantel 64 und das Motorgehäuse 22 radial auswärts dem Medium in dem Ringraum 176 zuge führt. Zwar ist der Patronenmantel mit einer solchen Spielfreiheit ausgebildet, dass die Ständerpatrone 50 leicht in das Motorgehäuse 22 eingesetzt werden kann, doch dehnt sich der Patronenmantel 64 bei normalen Arbeitstemperaturen des im Betrieb stehenden Aggre gats so aus, dass er sich an den Innenumfang des Motorgehäuses 22 anlegt und dadurch die Wärme- übertragung zwischen dem Patronenmantel 64 und dem Gehäuse 22 stark vergrössert wird.
Diese Aus dehnung des Patronenmantels 64 gegenüber dem Motorgehäuse 22 ist auf mindenstens zwei Ursachen zurückzuführen. Erstens hat der dem Ständerkern 52 benachbarte Patronenmantel 64 eine etwas höhere Temperatur. Ausserdem ist das Motorgehäuse 22 in der Radialrichtung beträchtlich stärker als der Patro nenmantel 64, so dass das Gehäuse eine kleinere radiale Ausdehnung erfährt.
Wie vorstehend angedeutet, ist das Motor-Pum- pen-Aggregat 20 mit einer ringförmigen Wärmesperre <B>126</B> versehen, die allgemein in dem Wärmeleitweg zwischen dem Motor und der Pumpe des Aggregats vorgesehen ist. In der vorliegenden Ausführungsform besitzt die Wärmesperre 126 einen auswärtsgerich teten Flansch 214. Die Wärmesperre<B>126</B> wird zu nächst mit mehreren Maschinenschrauben 216 an der unteren Fläche des Endringes 68 der Ständer patrone befestigt und mittels einer Ringschulter 218, die auf der Oberseite der Wärmesperre ausgebildet ist, konzentrisch zu dem Endring 68 gehalten.
Auf diese Weise wird der Flansch 214 der Wärmesperre zwischen einem relativ starken abwärtsgerichteten Ringvorsprung 220 des unteren Endringes 68 und einem damit zusammenwirkenden Schulterteil 222 eingesetzt, der im Bereich des oberen Endes des Pumpengehäuses 24 ausgebildet ist. In dem zusam mengebauten Motor-Pumpen-Aggregat sitzt der Vor sprung 220 des unteren Endringes 68 passend in dem oberen Endteil des Pumpengehäuses 24, kann sich aber ein kurzes Stück abwärts bewegen.
In der vor liegenden Ausführungsform ist jede der einander ge genüberliegenden Flächen des Vorsprunges 220 des Endringes und der Schulter 222 des Pumpengehäuses mit einer relativ breiten Nut 224 bzw. 226 versehen und in jeder dieser Nuten ein Dichtungsring 228 ein gesetzt, wie in Fig. 3B besser zu erkennen ist. Die Dichtungen 228 und die Nuten 224 und 226 können natürlich auch an der oberen bzw. unteren Fläche des Flansches 214 der Wärmesperre vorgesehen sein.
Wie vorstehend erwähnt, ist der Gehäuseflansch 160 mit mehreren Stiftschrauben 95 am oberen Ende des Pumpengehäuses 24 befestigt. Diese Schrauben sind in Gewindelöcher 230 im oberen Ende des Ge häuses 24 eingeschraubt, stehen durch fluchtende Ausnehmungen 232 des Befestigungsflansches 160 vor und sind mit Muttern 234 versehen. Dies ist besser in Fig. 1 dargestellt.
Bei dieser Anordnung ist das Pumpengehäuse 24 an der Ständerpatrone 50 über die dazwischengeschalteten Dichtungen 228 und die Wärmesperre 126 dicht angeschlossen und ist der in der Ständerpatrone 50 ausgebildete Läuferhohl raum 97 an seinem oberen Ende durch die Kappe 116 der Ständerpatrone abgedichtet. Das untere Ende des Hohlraumes 97 ist durch die Wärmesperre 126 und die nachstehend ausführlicher beschriebenen Labyrinthdichtungen 128 und 130 genügend gegen das Spiralgehäuse 36 der Pumpe geschützt.
Die Ein- und Austrittsstutzen 38, 40 und 42 der mit dem ab gedichteten Motor versehenen Pumpe können gegebe nenfalls durch Schweissen oder auf andere Weise dicht mit dem System verbunden werden, in dem das Motor-Pumpen-Aggregat 20 verwendet wird. Da der Motor des Aggregats 20 in erster Linie durch die Ständerpatrone 50 abgedichtet wird, ist an der Fuge zwischen dem unteren Endring 68 des, Ständers und dem Gehäuseflansch 160 des Motors kein Dichtungs material erforderlich.
In der vorliegenden Ausführungsform ist jedoch der sich nach aussen erstreckende Endringflansch 236 nicht zwischen dem Gehäuseflansch 160 und dem benachbarten Ende des Pumpengehäuses 24 fest geklemmt, sondern dient nur dazu, den Endring 68 zunächst auf einfache Weise am Gehäuse 22 zu befestigen. Zwischen der Unterseite des Flansches 236 und der oberen Endfläche des Pumpengehäuses 24 ist ein Spalt 238 vorgesehen, so dass die volle Klemmkraft der festgezogenen Befestigungsschrauben 95 über den unteren Endring 68 und den vorstehen den Flansch 214 der Wärmesperre zwischen dem Befestigungsflansch 160 und dem oberen Ende des Pumpengehäuses 24 verteilt wird.
Auf diese Weise wird die gesamte den Motor und die Pumpe des Aggregats 20 zusammenhaltende Klemmkraft auf die der Wärmesperre 126 zugeordneten Dichtungen 228 (Fig. 3B) zur Einwirkung gebracht. Der vorgenannte Spalt 238 gewährleistet natürlich, dass der gesamte Lagerdruck von dem Endring 68 und dem oberen Ende des Pumpengehäuses 24 direkt auf den Flansch 214 der Wärmesperre und die Dichtungen 228 über tragen wird. Auf diese Weise wird ein Lecken von unter hohem Druck stehendem Medium aus dem Spiralgehäuse 36 der Pumpe heraus bzw. in den Motor durch die Wärmesperre 214 unbedingt ver hindert.
Der Spalt 238 vermindert auch weitestmög- lich die Fläche der direkten metallischen Berührung zwischen den Bestandteilen, die zwischen dem Motor und der Pumpe des Aggregats 20 angeordnet sind, so dass Wärmeleitwege zwischen Motor und Pumpe auf ein Minimum reduziert werden.
Die Wärmesperre 126 ist ferner mit einem ab wärtsgerichteten rohr- oder ringförmigen Vorsprung 240 versehen, der ein Lager zur Aufnahme eines etwa auf die Antriebswelle 26 ausgeübten Aufwärts schubes bildet. Normalerweise wird durch den von dem rotierenden Laufrad 34 erzeugten Sog der Druck auf die Antriebswelle 26 ein Abwärtsschub ausgeübt. Es kann jedoch beispielsweise durch einen Gegen druckanstieg in dem System, in dem das Aggregat verwendet wird, ein Aufwärtsschub erzeugt werden. In der vorliegenden Ausführungsform ist der Vor sprung 240 der Wärmesperre in der Nähe einer im Bereich der Laufradnabe 244 angeordneten Schulter 242 des Laufrades 34 vorgesehen. Bei einem Auf wärtsschub greift somit die Schulter 242 an der Unter seite des Vorsprunges 240 der Wärmesperre an.
Eine ähnliche Berührung erfolgt zwischen dem inneren Teil 245 der Laufradnabe 244 und der ihr benach barten Unterseite des Teiles 246 der Wärmesperre.
Der Vorsprung 240 ist am unteren von zwei ineinandergeifenden ringförmigen Teilen 246 und 248 der Wärmesperre 126 befestigt. Die dem Teil 248 gegenüberliegende Fläche des unteren Teils 246 ist mit zwei konzentrischen Nuten 250 und 252 ausge bildet. Die Teile 246 und 248 sind durch zwei ring- förmige Konstruktions- und Dichtungsschweissungen 254 und 256, die an dem Innen- bzw. Aussenumfang der Wärmesperre angeordnet sind, hermetisch dicht miteinander verbunden.
In den Nuten 250 und 252 befinden sich hermetisch dicht abgeschlossene ste hende Volumen, die somit in dem Wärmeleitweg zwischen dem Spiralgehäuse 36 der Pumpe und dem Motor des Motor-Pumpen-Aggregats, insbesondere der Spurplatte 136 zur Aufnahme des Abwärtsschubes angeordnet sind. Der obere Teil 248, an dem der Flansch 214 der Wärmesperre befestigt ist, besitzt eine Ringnut, in der die Tragteile der Spurplatte 136 angeordnet sind.
An seinem Innenumfang ist der untere Teil 246 der Wärmesperre mit der Labyrinthdichtung <B>128</B> versehen, welche eine Strömung des Mediums zwi schen der Wärmesperre 126 und dem benachbarten Teil der Antriebswelle 26 verhindert oder auf ein Minimum reduziert. Dabei kann die Wärmesperre 128 mit mehreren Umfangsnuten ausgebildet sein, die dicht nebeneinander und parallel zueinander auf der Innenfläche des unteren Teiles 246 der Wärme sperre angeordnet sind. Infolgedessen ist diese Fläche mit mehreren, relativ dünnen Rippen ausgebildet, die in der Nähe der Antriebswelle 26 angeordnet sind.
Diese Rippen stellen zusammen eine Sperre von hohem Widerstand gegen eine über sie hinweggehen zu trachtende Strömung dar, so dass im Betrieb des Motor-Pumpen-Aggregats 20 zwischen dem Motor und der Pumpe praktisch kein strömendes Medium ausgetauscht wird. Die Labyrinthdichtung 130 ist ähnlich ausgebildet, aber am Innenumfang des ring förmigen Vorsprunges 240 des unteren Teils 246 der Wärmesperre, das heisst in der Nähe der Nabe 244 des Laufrades 34 angeordnet. Infolge der An ordnung der Labyrinthdichtungen 128 und 130 be steht praktisch keine Strömungsverbindung zwischen dem Motor und der Pumpe des Motor-Pumpen- Aggregats.