Massageapparat mit Zusatzeinrichtung zur Messung der Pulswelleolaufzett ;
Die im Unteranspruch 4 des Hauptpa- tentes gekennzeichnete Ausführungsform des Massageapparates enthält eine Vorrichtung, welche erlaubt, die Zeit zwischen den steuern- den rhythmischen Herzimpulsen und dem Eintritt des Druckmediums, z. B. der Druckluft, in das Massageorgan zu verändern, das heisst, den Beginn des Massageimpulses gegenüber dem steuernden elektrischen Impuls des Herzens, gewohnlieh der R-Zaeke des Elektrokardiogrammes, zu verzögern.
Mit dieser Einsatzverzogerung wird bezweckt, da# der Massageimpuls frühestens dann einsetzt, wenn die einer R-Zacke zugeordnete, vom lIerzen nach der Peripherie eilende Pulswelle diejenigen Körperteile, an welchen die Massagemansehette appliziert ist, erreicht. Als Pulswellenlaufzeit wird diejenige Zeitdauer bezeichnet, welche verstreicht zwischen der Aussendung des der R-Zacke entsprechenden elektrischen Impulses und der Ankunft der Pulswelle an der Stelle, wo die Manschette angelegt ist.
Die Pulswellenlaufzeit ist abhängig von der Entfernung zwischen Herz und Mansehette sowie vom Zustand der Blut- g Die Bestiimmung der einzustellenden Einsatzverzogerung kann so erfolgen, dass man die Länge der Blutbahn vom Herz bis zur Stelle, wo die Manchette appliziert ist, schätzt und auf Grund einer wahrschein lichen, mittleren Wellengeschwindigkeit die Laufzeit erreehnet. Diese Methode ist aber sehr unsicher und kann, bei gewissen Krank heitsfällen, zu fehlerhaften Einstellungen der Einsatzverzogerung führen.
Die Einsatzverzögerung, darf unter keinen Umständen kürzer sein als die PulsweAlen- laufzeit, da sonst die Druekimpulse zirkulationshemmend wirken. Es ist einleuchtend und durch Versuche erwiesen, da# die zirkulationsfördernde Wirkung anm grö#ten ist, wenn die Einsatzverzögerung gleich der Puls wellenlaufzeit ist. Aus Schiererheitsgründen wird zweckmässigerweise die Einsatzverzögerung 5 bis 10 % länger eingestellt.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher einen Massageapparat nach Patentanspruch und Unteranspruch 4 des Hauptpatentes mit einer zusätzlichen Einrichtung, die an die Steuereinrichtung anschaltbar ist und mit welcher vor der Massagebehandlung die Pulswellenlaufzeit des Patienten gemessen werden kann, um die entsprechende Einsatz- verzögerung für die Massagebehandlung, z. B. an dem mit-einer Skala versehenen Knopf 22 des Beispiels nach Fig. l des Hauptpaten- tes, richtig einstellen zu können.
Diese Zusatzeinrichtung des Massage appa, rates naeh der Erfindung enthält mindestens eine Vorrichtung zur Messung einer Zeitdauer, wobei der Startkontakt der Vorrichtung durch einen elektrischen Impuls synchron mit dem der R-Zacke des Elektrokardiogrammes entsprechenden Impuls zu Beginn der Plllswellenlaufzeit betätigt vmd da dureh die Vorrichtung gestartet wird, und dass die Zusatzeinrichtung ferner mindestens einen Druekstosswandler aufweist, dem eine
Steuervorriehtung mit zwei über physikalische
Felder zusammenarbeitenden Teilen zuge ordnet ist und Welcher beim Empfang des Drucksto#es,
der in der Manchette und im Drucksto#wandler durch die entsprechende
Pulswelle am Ende der Pulswellenlaufzeit er- zeugt wird, einen elektrischen Schaltvorgang ausführt, durch welchen die Anzeige der Puls wellenlaufzeit herbeigeführt wird. Dabei kann der der R-Zacke entsprechende Impuls 4auch der
Herzaktion, der z. B. verwendet zur Steuerung des
Massagea. pparates dient, als Starimpuls für die Zeitmessvorrichtunig welcher werden.
Ein elektrischer Stoppimpuls ist nicht di rekt erhältliche daher ist der von der Puls welle erzeugte Druekstoss zunächst mindestens in einen Druckstosswandler geleitet, elastisch z. B. einen vom Druckstoss Drucksto#wandler defor mierbaren Teil mit elektrischer Induktions vorriehtung aufweist, welche Vorrichtung, wenn der Stromimpuls einen Druek stoss empfängt., einen Federrohr, abgibt.
Als Dmckstosswandler können z. B. in
Frage kommen : gewohnliche Manometer mit elastischer Membrane oder elastischem Element ein poermanenter mit deren Tauchspule
Magnet oder eine (Teil Drucksto# 26), wel- che Organe mit einer festen Induktionsspule (Teil 27) zusammenwirken, oder die eine
Platte eines Kondensators verbunden ist. Bei einem gnet wird der permanente Ma festen oder die Tauchspule in einer zweiten
Spule s zwerckmä#ig, eine Spannung indizieren, die bewegliche Kondensatorplatte die Kapazität eines Kondensators verändern, was ermög- lieht, ein Relais zu betätigen.
Unter Umstän- den ist es sto#wandler zwischen den Druek- veranschaulicht Ausfüh- und das Relais einen Verstärker bekannter Bauart zu schalten, was aber grundsätzlich nicht von Bedeutung ist.
Die Zeichnung elektro rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Ein solches Beispiel einer Zusatzeinrichtung, dessen Schema durch Fig. l veranschaulicht ist, besitzt ein Manometer mit einer Schlie#en magnetischen Induktionsvorrichtung und eine
Stoppuhr mit Dauerstrommagnet, die beim richtung für des Startstromkreises startet und beim Unterbrechen des Magnetstromkreises stoppt.
Die Fig. 2. stellt schematisch eine Ein-
1 rein elektrisehe Steuermg des die Pulswellenlaufzeit anzeigenden Instru mentes dar.
In dem durch die Fig. für gegebenen
Schema ist 19 eine Stoppuhr mit einem Elek- tromagneten 20 Magnetstromkreises. Dauerstrom, der in be kannter Weise den Zeiger der Uhr startet bei Sehliessung und stoppt bei Unterbrechung des
Haltekontakt 21 versehen. Der Magnet 20 ist mit einem innern
Im Augenblick der R-Zaeke wird der Kon takt 3 kurzzeitig geschlossen. Der Magnet 20 zieht an und der Zeiger startet ; der Magnet
20 bleibt wegen des Ha'ltekontakttes 21 ange- zogen, auch wenn der Kontakt 3 wieder unter brochen wird ; der Zeiger der Uhr läuft somit weiter, bis der Kontakt 22 im Haltestrom kreis geöffnet wird.
Durch die Ballonpumpe 23 werden die Manschette 6 und das Manometer 24 unter Druek gesetzt. Die Membran 25 hat einen Überdruck bis ungefähr 300 mm Hg auszuhalten. ltuf der Membran 25 ist der eine
Teil einer elektromagnetiseclen Induktions- vorriehtung 26/27 befestigt, die mit dem Re lais 28 verbunden ist, das den Ruhekontakt 22 betätigt. Sobald die Pulswelle ein plötz liche Drucksteigerung hervorruft., erzeugt die Induktionsvorrichtung eine Spannung, durch welche das Beiais 28 betätigt wird.
Dieses stoppt die Uhr 19 durch Öffnen des Kon- talites 22, so da# die Pulswellenlaufzeit ab gelesen werden kann.
Die Pulswellenlaufzeit kann statt mit t einer elektromechanisehen Stoppuhr auch mit rein elektrischen Hilfsmitteln gemessen werden. Ein Beispiel für eine solche Einrichtung veranschamlicht Fig. 2. In Fig. 2 stellt 29 eine
Gleichstromquelle, 30 einen Widerstand, 31 einen Kontakt, 32 einen Umsehatltkontakt, 33 einen Kondensator mit grosser Kapazität, 35 ein Voltmeter mit sehr hohem innerem Wider stand, zum Beispiel ein elektrostatisehes oder ein Rohrenvoltmeter, dar. Das Schema entspricht dem Zustand der Zusatzeinrichtung, kurz bevor die R-Zacke auftritt. Der Stromkreis 29-30-31-29 ist geschlossen, der Kon- densator 33 entladen.
Durch den von der R-Zacke ausgelösten Impul wird der Startkontakt 31 geöffnet, und eine nicht gezeichnete Haltevorrichtung hält den Kontakt vor läufig offen Der Kondensator 33 wird aufgeladen, und bei entsprechender Dimen- sionierung der einzelnen Elemente nimmt seine Spannung mit der Zeit ständig zu.
Am Ende der Pulswellenlaufzeit legt der in Fig. 2 nicht dargestellte Druckstosswandler den den Stoppkontakt bildenden Umsehalt- kontakt 32 kurzzeitig um und unterbrieht die nicht gezeichnete Haltevorrichtung des Kon- taktes 31, so dass dieser wieder sehliesst.
Durch Umlegen des Kontaktes 32 findet ein Spannungsausgleich zwischen den Kondensa- toren 33 und 34 statt, ohne dia, wegen der grossen Kapazitätsuntersehiede die Spannung am Kondensator 33 wesentlieh sinkt. Das Voltmeter 35 zeigt die Spannung des Kondensators 34 an, der seine Spannung weiter behalt, trozdem nach dem Druckstoss der Umschaltkontakt 32 wieder zurückgeht und der Kondensator 33 sieh entladet. Da die Pulswellenlaufzeit gleich der Aufladungsdauer des Kondensators 33 ist, kann das Volt- meter mit einer geeichten Skala in Zeitein- heiten versehen und an Stelle einer Stoppuhr verwendet werden.