CH313195A - Piezoelektrischer Druckgeber - Google Patents
Piezoelektrischer DruckgeberInfo
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Description
Piezoelektrischer Druckgeber
Die Erfindung bezieht sich auf die Isolation und Abdichtung eines piezoelektrischen I) ruekindikators, beispielsweise eines solchen zum Indizieren des Druckes von Brennkraft masehinen, bei welchem Indikator ein am äussern Gehäuseende befindlicher Isolierring sowohl zum Abdichten des Gehäuseinnem als auch zur elektrischen Isolation des die Messladungen weiterleitenden Kontaktstückes dient.
Bei piezoelektrischen Indikatoren werden bekanntlich die Druckkräfte in elektrisehe Grossen umgesetzt und vermittels eines VerstÏrkers auf ein Anzeigeinstrument übertragen. Die an den Quarzkorpern dabei erzeug- ten Ladungen sind ausserordentlich klein, und es ist deshalb notwendig, den vom Kristall nach dem Ende des Druckgebers führenden Leiter äusserst gut gegen das Gebergehäuse zu isolieren. Um zum Beispiel eine statisehe l) ruekeiehung eines Gebers richtig durchfiili- ren zu können, darf während der ganzen Zeitdauer der Eiehung nur ein kleiner Bruehteil der Ladung abfliessen. Dies erfordert Isolationswiderstände von wenigstens 1014 Ohm.
Bei bekannten Druckgebern wird die Isolation am Ende des Instrumentes vermittels eines Bernsteinringes vorgenommen, der nach Ait eines Pfropfens in die Íffnung des Gehäuses hineingepresst ist. Die Erfahrung zeigt, dass solehe Bernsteinisolatoren auf die Dauer der grossen Hitze, der sie beim Indizieren des Druckes von Brennkraftmaschinen ausgesetzt sind, nicht standhalten. Erhitzter Bernstein quillt nämlich etwas auf und wird dabei bedeutend weicher als bei Zimmertemperatur.
Da keine seitliehe Ausdehnungsmöglichkeit für den eingepressten Bernsteinring besteht, deformiert er sich plastisch, zieht sich nach dem Abk hlen wieder zusammen und kann dann einen feinen Spalt freigeben, der das Eindringen von Feuchtigkeit möglich maeht.
Dies hat aber zur Folge, dass sich eine feine Wasserhaut an allen Quarzoberfläehen bilden kann, die kleine Mengen von gelösten Stoffen, wie Kohlendioxyd, Schwefeldioxyd, Quarz usw., enthÏlt und deshalb elektrolytisch lei- tend wirkt, die elektrische Isolation also be einträehtigt.
Um diese Nachteile zu vermeiden, ist der Isolierring gemäss der Erfindung in axialer Richtung vermittels einer Feder zwischen jc eine'Schulter des Kontaktstüekes lmd eine in bezug auf das GehÏuse feste Schulter ge- presst, in radialer Richtung jedoch mit innerem und äusserem Spiel eingebaut.
Zweekmässi gerweise, wird dabei die Feder in bezug auf die gegenüber dem Gehause feste'Schulter auf der Innenseite des Gehäuses untergebracht, so dass die Aussenseite des Kon taktstüekes zur elektrischen Verbindung mit einem Anschlussstück freiliegt.
In der Zeichnwg ist ein Ausfiihrmgsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt.
Der gezeichnete Druekgeber gehört zur Gattung der Hülsenindikatoren, indem die aus zwei Quarzstäben 1 und 2 bestehende KristallsÏule in eine druckseitig geschlossene Hülse 3 eingebaut ist. Die Stäbe werden durch den in die Hülse eingepressten Stahlzylinder4 vorgespannt. Die in das Gehäuse 5 eingewalzte Ringmembran 6 sch tzt dabei den Ringspalt 7 vor dem Eindringen von Druckgasen.
Bei Beanspruchung der Quarzsäule in der LÏngsrichtung entsteht auf der Mantelfläche des Quarzzylinders 1, 2 eine positive Ladung, die dureh die Hülse 3 und das Gehäuse 5 geerdet wird. Die an den Trennebenen der Halbzylinder entstehende Gegenladung wird hingegen durch ein dünnes Kupferblech 8 aufgenommen und vermittels des Leiters 9 dureh das isolierende Quarzrohr 10 hindurch dem metallisehen Kontaktstüek 11 zugeführt, in welehem der Leiter 9 dureh einen Stift 12 festgeklemmt ist.
Der Isolierring 13 ist vermittels der Sehraubenfeder 14 und der Iso liermansehette 15 zwisehen die Sehulter 16 6 des Kontaktstiiekes 11 und die Schulter 17 der in das Gehäuseende eingebrachten Stahlhülse 18 gepresst. Er bewirkt in dieser Weise gleich- zeitig die elektrische Isolation des Kontaktst kkes 11 gegenüber dem geerdeten Gehäuse 5 und einen hermetischen Abschluss des Gehäuseinnern von der Umgebung. Mit der Mutter 19 kann die Spannung der Feder eingestellt werden.
Der Isolierring kann sich zufolge des Vorhandenseins der Feder 14 und von ra dialem Spiel sl, Sa allseitig frei ausdehnen, wenn sieh das Instrument beim Gebraueh am hei¯en Verbrennungsmotor erwärmt, ohne dabei die elektrische Isolation des Kontakt- st ckes oder den luftdichten Abschluss zu beeinträehtigen. Plastische Eigendeformationen des Isolierringes sind somit ausgeschlossen.
In dem zwischen dem Hülsenende und dem Stahlzylinder 4 befindlichen Hohlraum ist Trockensubstanz 20 eingebracht, mit welcher aus den einleitend genannten Gründen bezweekt wird, auch kleinste'Spuren von Feuchtigkeit zu binden, die vom Zusammenbau zur ckgeblieben sind oder eventuell naehträglieh durch feine Ritzen eingedr mgen sein können.
Die Anpressfeder 14 könnte auell ausser- halb anstatt innerhalb der Hülse 18 angeordnet sein. In diesem Fall w rde sie aber das Anbringen eines zum Stromleitungskabel gehörenden Ansehlussst. ückes an die Aussen- seite des Kontaktstückes 11 erschweren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Piezoelektrischer Druekindikator, bei dem 7week Isolation und Abdichtung ein am äussern Gehäuseende befindlicher Isolierring sowohl zur Abdichtung des Gehäuseinnern als auch zur elektrischen Isolation des die Messladungen weiterleitenden Kontaktstüekes dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Iso lierring (13) in axialer Riehtung vermittels einer Feder (14) zwisehen je eine Schulter (16) des Kontaktst ckes (11) und eine in bezug auf das Gehäuse (5) feste Sehulter (17) gepresst, in radialer Richtung jedoch mit innerem und äusserem Spiel (sl, S2 eingebaut ist.UNTERANSPRUCH Indikator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (14) in bezug auf die gegenüber dem GehÏuse feste Schulter (17) auf der Innenseite des Gehäuses (5) eingebaut ist, so dass die Au¯enseite des Kontaktstiiekes (11) zur elektrischen Verbindung mit einem Anschlussstück freiliegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH313195T | 1953-07-20 |
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ID=4495100
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| CH313195D CH313195A (de) | 1953-07-20 | 1953-07-20 | Piezoelektrischer Druckgeber |
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| CH (1) | CH313195A (de) |
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1953
- 1953-07-20 CH CH313195D patent/CH313195A/de unknown
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