CH280660A - Für elektrische Zwecke, insbesondere für Kondensatoren geeignete Folie. - Google Patents

Für elektrische Zwecke, insbesondere für Kondensatoren geeignete Folie.

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CH280660A
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Bayer Farbenfabriken
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Bayer Ag
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01G4/00Fixed capacitors; Processes of their manufacture
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Description


  Für elektrische Zwecke, insbesondere für Kondensatoren geeignete Folie.    Die Erfindung betrifft eine für elektri  sche Zwecke, insbesondere für Kondensato  ren geeignete Folie mit einer als Träger  dienenden Metallfolie, die mindestens einsei  tig mit einer festhaftenden     dielektrisehen          Kunststoffsehicht    versehen ist, wobei die       dielektrisehe    Kunststoffschicht. erfindungsge  mäss     mindestens        teilweise    aus     Umsetzungs-          produkten    von polyfunktionellen     Isocyanaten     und     Poly        oxyverbindungen    besteht.  



  Erfindungsgegenstand ist ferner ein Ver  fahren zur Herstellung solcher Folien, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass polyfunk  tionelle     Isocyanate    und     Polyoxyverbindungen          mindestens    einseitig auf eine Metallfolie auf  getragen und dort kondensiert. werden.  



  Zur Erzeugung einer     dielektrisch    einwand  freien dünnen Lackschicht. sind die Umset  zungsprodukte von polyfunktionellen     Iso-          cyanaten    mit     Polyoxyverbindungen    deshalb  hervorragend geeignet, weil diese neben einer  hohen     Dielektrizitätskonstante    eine gute Haft  festigkeit auf der Metallfolie     aufweisen.    Als  polyfunktionelle     Isocyanate    kommen beispiels  weise     zweiwertige        Isocyanate,

      wie     Toluylen-          diisocyanat    oder dreiwertige     Isoeyanate    wie       Triphenylmethantriisocyanat    in Frage. Als  dreiwertiges     Isocyanat    kann man auch     das     Umsetzungsprodukt. von einem     Mol    eines drei  wertigen Alkohols mit 3 Molen eines zwei  wertigen     Isoeyanats    verwenden.

   Als     Polyoxy-          verbindungen    kommen     vorzugsweise    hydro-         xylgruppenhaltige    verzweigte Polyester in  Frage, wie sie durch Polykondensation von  zweibasischen Säuren, wie     Adipinsäure    oder       Phthalsäure    mit drei- bzw.     höherwertigen     Alkoholen wie Glycerin oder Gemischen der-   selben mit, zweiwertigen Alkoholen erhältlich  sind.

   Bei der Herstellung dieser     hydroxyl-          gruppenbaltigen    verzweigten Polyester wer  den die     Hydroxylgruppen    vorzugsweise in  einem geringen     überschuss    über die     Carboxyl-          gruppen    angewandt, damit die Gewähr dafür  gegeben ist, dass die Endgruppen in erster  Linie aus     Hydroxylgruppen    bestehen. Die  verzweigten     hydroxylgruppenhaltigen    Poly  ester stellen in der Regel ölige Substanzen  bzw.     niedrigschmelzende    Wachse dar.

   Als       Polyoxyverbindungen    kommen ferner     hydro-          xylgruppenhaltige    filmbildende Kunststoffe,  wie     Zelluloseacetat    oder     Misclipolymerisate     von     Vinylchlorid    mit.     Vinylalkohol    in Frage.  In allen Fällen hat die Umsetzung dieser       Poly        oxyverbindungen    mit polyfunktionellen       Isoeyanaten    zur Folge, das unter Ausbildung  von     Urethangruppen    eine Molekülvergrösse  rung und Vernetzung eintritt. Den Grad der  Vernetzung und Molekülvergrösserung kann  man hierbei durch die Mengenverhältnisse  steuern.

   Die Molekülvergrösserung ist am  stärksten, wenn auf eine OH-Gruppe eine       Isoeyanatgruppe    kommt. Will man eine ge  ringere Molekülgrösse haben, so wendet man  zweckmässig weniger     Isoeyanatgruppen    an.      Zur Herstellung von Folien gemäss der  Erfindung kann z. B. folgendermassen ver  fahren werden:       lIetall-,    z. B. Aluminiumfolien von z. B.

    5 .bis 6     ,u    Dicke werden am laufenden Band  mit einer     dielektrisch    einwandfreien Lösung,  die polyfunktionelle     Isocyanate    und     Polyoxy-          verbindungen    enthält, nach dem Tauchver  fahren oder aber nach einem .der bekannten  Auftragsverfahren ein- oder mehrmals lackiert  und die homogene Lackschicht in einem     Heiz-          kanal    bei Temperaturen von z. B. 100 bis  200  kondensiert.

   Auf die     ein-    oder beidseitig  mit einem homogenen Kunststoffstrich ver  sehene     hfetallfolie        bringt    man durch ein be  liebiges chemisches oder physikalisches Auf  tragsverfahren ebenfalls vorzugsweise am  laufenden Band, z. B. durch     Bedampfung     mit Metall im Hochvakuum, durch     Katho-          denzerstäubung,    durch Ausspritzen bzw.  durch     Abscheidung    eines Metallspiegels auf  chemischem oder elektrochemischem Wege  ein- oder beidseitig eine dünne     Metallschicht     von z. B. 0,2 bis 1     ,a    Dicke unter Aussparung  eines     Folienseitenrandes    auf.  



  Eine derart beidseitig behandelte Metall  kunststoffolie lässt sich z. B. zur Herstellung  von Kondensatoren verwenden, was in fol  gender Weise geschehen kann:  Die Folie wird auf einen Metalldorn von  z. B. 3 bis 5 mm Dicke so gewickelt, dass  zwischen der Metallfolie und dem Dorn, der  z. B. als Pluspol des Kondensators dient,  Kontakt geschaffen wird. Die aufgebrach  ten     Metallkontaktflächen    liegen bei der  Wicklung übereinander. Der Minuspol des  Kondensators wird durch Einlegen von  einem oder mehreren     Kontg.ktmetallfähn-          chen    in der bekannten Art herausge  führt. Eine solche aufgewickelte Folie  stellt also zwei     Kondensatorsysteme    dar, wo  bei die Metallfolie den gemeinsamen Pluspol  darstellt. Hat man z.

   B. eine 5     ,a    Aluminium  folie beidseitig mit je einem 5     ,a    Lackschicht  mit einer D. K. von 4 versehen und hierauf  beidseitig je eine 0,25     ,cc        Zinkmetall-Elektrode     abgedampft, dann erhält man pro 1     cm2     Folie mit einer Gesamtdicke von 15,5     jr    eine    Kapazität von 708 X ? = 1416     pF.    1 Mikro  farad sind auf 706     em2    Folie enthalten, die  einen Raum von 1,09     ein-'    einnehmen.

   Folien  der beschriebenen Art sind nicht nur homo  gener, technisch einfach herzustellen und zu  wickeln, sondern erlauben auch unter Vor  aussetzung gleicher Bedingungen bei gleicher  Kapazität die Herstellung eines     Kondensa-          tors    mit einem Raumgewinn von über 300     1!o     gegenüber den     handelsüblichen    statischen  Kondensatoren.  



  Mit den metallisierten Folien gemäss der  Erfindung lässt sieh weiter der bekannte  technische Effekt der Regenerierung der  Fehlerstellen von bedampften Folien bei der       Kondensatorfertigung    voll ausnützen. Jede  Folie enthält eine Anzahl Fehlerstellen, die  bei     wesentlich    geringerer     Spannung    durch  schlagen, als es dem Kunststofftyp zu ent  sprechen braucht.

   Setzt man eine Folie der       vorbeschriebenen    Art kurze Zeit der Einwir  kung einer hohen 'Spannung aus, so brennen  die Fehlerstellen durch Verdampfung der  dünnen Metallschichten     aus    und die Span  nungsbelastbarkeit ist dann nicht mehr durch  eine Stelle kleinster Belastbarkeit gegeben,  sondern nähert sich der     Durchschlagsfesti,-,          keit    des reinen Kunststoffes. Damit wird es  möglich, bei gleicher Durchschlagsfestigkeit  die     Foliendicke    gegenüber den bekannten  Kondensatoren ganz beträchtlich z. B. um  mindestens 50 % herabzusetzen.  



  Bisher war die Dicke der     dielektrischen          Abstandshalter    durch die technischen Her  stellungsmöglichkeiten begrenzt. Bei Papier  lag die untere Grenze bei 6     y,    und bei Kunst  stoffolien darüber. Je dünner diese Abstands  halter aber waren, um so grösser war im all  gemeinen die Fehlerzahl. Man musste daher  in der Technik jeweils zwei oder mehr Lagen  zu einer Schicht von z. B. 14 bis 22     ,u    mit  allen wirtschaftlichen und     dielektrischen     Nachteilen dieser Arbeitsmethode kombinie  ren.

   Demgegenüber gelingt es durch die  Verwendung von Umsetzungsprodukten von  polyfunktionellen     Isocyanaten    und     Polyoxy-          verbindun.gen    homogene Schichten fast belie  biger Dicke auf Metallfolien     aufzutragen.    Da      man in einem     Arbeits;

  @aiig@    eine Metallfolie  zwei- und mehrfach mit Kunststoffschichten  beliebiger Dicke übereinander versehen kann,  indem man nach dem ersten Überzug das  Band in weitere Bäder führt, erhält. man  Folien sehr kleiner Fehlerzahl und nahezu       belielii--er    Dicke bis zu 0,5     , < t    und darunter  bei der maximal     möglichen        Durchschlags-          festirikeit.Man    erreicht so eine Herabsetzung  des Volumens gegenüber dem Papierkonden  sator bei gleicher Kapazität und Betriebs  spannung auf etwa 1/5 bis     1/3a    und darunter,  und kommt somit.

   in die Grössenordnung so  wohl der glatten als auch der     aufgerauhten          Elektrolyt-Kondensatoren    für das     Nieder-          spannungs-    und Hochspannungsgebiet, wie  nachstehende Aufstellung zeigt:

    
EMI0003.0012     
  
    Dicke <SEP> der
<tb>  dielektrischen <SEP> cm2-Folie <SEP> Volumen <SEP> des
<tb>  Schicht <SEP> für <SEP> 40 <SEP> ,.tF- <SEP> 40 <SEP> u. <SEP> F-Kon  (einseitig) <SEP> Kondensator <SEP> densators
<tb>  1 <SEP> u <SEP> 5600 <SEP> 6,8 <SEP> cm3
<tb>  2 <SEP> It <SEP> 11400 <SEP> 14,0 <SEP> em3
<tb>  <B>311,</B> <SEP> 17000 <SEP> 23,5 <SEP> cm3
<tb>  4 <SEP> ,cc <SEP> 22600 <SEP> 35,0 <SEP> cm3
<tb>  28200 <SEP> 48;

  5 <SEP> cin3
<tb>  6 <SEP> st <SEP> 34000 <SEP> 65,0 <SEP> ein  <B>7</B> <SEP> , <SEP> t. <SEP> -10000 <SEP> 85,0 <SEP> cin3
<tb>  8 <SEP> ,st <SEP> 45500 <SEP> 110,0 <SEP> em3            I)ie    modernsten     Elektrolyt-Kondensatoren     mit.     aufgerauhter    Aluminiumoberfläche von  40     ,ttF    und 360 V     Betriebsspannung    bean  spruchen ein Volumen von 48,5     em3.       hie Bedeutung von statischen Kondensato  ren angenähert gleicher Grösse wie     Elektro-          lyt-hondensatoren    ist ohne weiteres verständ  lich.     Elektralyt-Kondensat.oren    haben unter  anderem den Nachteil der hohen Verluste  von z.

   B.     tg        ö    = 0,1 bis 0,5 gegenüber 0,003       bis    0,012 bei Kondensatoren der     neubeschrie-          benen    Art.     Elektrolyt-Kondensatoren    sind       weiter    nicht für Wechselstrom geeignet, wo  gegen die statischen Kondensatoren für alle  Stromarten     zti        gebrauchen    sind.

      Entsprechend den Erfahrungen der Pra  xis, in der jeweils zwei Lagen Kondensator-    Papier zu einer     dielektrischen        Zwisehen-          sehicht    kombiniert werden, lässt sich auch bei  den Folien gemäss der Erfindung die Durch  sehlagsfestigkeit dadurch erhöhen, dass man  die Metallfolie zwei- oder mehrfach überzieht.  Während eine einmal lackierte Metallfolie  von z. B. 7 bis 8     ,u    eine 'Durchschlagsfestig  keit von z. B. 500 V zeigt, besitzt eine Folie  gleicher Dicke, die durch     zweimaliges    Tau  chen (2 X 4     /t-Schicht)    hergestellt ist, eine  Durchschlagsfestigkeit von im Mittel 700 V  und darüber.

   Eine dreifach lackierte Folie       zeigt    eine Durchschlagsfestigkeit von 750 V  und darüber. Die Zahl der Fehlerstellen, die  bei deren Regenerierung ausgeschaltet wer  den soll, geht bei den zwei- und mehrfach  lackierten Folien ebenfalls sehr stark, z. B.  auf weniger als     1/3    zurück.  



  Die auf die Metallfolie aufgebrachten di  elektrischen Einzelschichten können aus einem  oder auch verschiedenen Kunststoffen auf  gebaut sein.  



  Die Temperaturführung bei der Kondensa  tion des Lackes wird     zweckmässigerweise    so ge  leitet, dass die Lösemittel Poren- und blasen  frei verdampfen und die Kondensation span  nungsfrei und homogen über die ganze  Fläche verläuft. Die     Folienbildung    kann vor  teilhaft zur Erzielung höherer     Laufgeschwin-          keit.en    auch unter     Verwendung    von Infrarot  heizung oder     dielektrischer    Heizung erfolgen.  Man führt das Band daher     zweckmässig    bei  langsam ansteigenden Temperaturen von  z. B. 50 auf 200  während einer Zeitdauer  von z.

   B. 1 bis 2 Minuten durch einen     Heiz-          kanal.     



  Ein Kondensator soll bis zu möglichst  hohen Temperaturen Konstanz der Kapazität  und des Verlustfaktors zeigen. Man erreicht  dies z. B. .durch Verwendung von Polyoxy  d     erbindungen    mit einem Gehalt von mehr als       ss         /o        OH-iCTruppen    bzw. durch Verwendung  von z. B.     1-Chlor=2,4-phenylendiisocyanat    bei  der     Folienherstellung.     



  Durch Ausreifung     Temperung    und     Hocli-          vakuumnachbehandlung    lassen sich die     di-          elektrischen    Werte der Folien verbessern;  so gelingt. es, eine Folie mit einem           t-        a    = 126 .     10-4    auf einen Wert von 27 .     10-4     (800 Hz) zu bringen.  



  Um auch Folien grösserer Dicken mit aus  reichender Haftfestigkeit zu erzielen, kann  man diese in und nach dem Herauslaufen  aus dem Heizkanal unter Druck bei einer  Temperatur von     z:    B. 80 bis 140 , bei der  die Folien plastisch sind, durch     Kalander-          walzen    laufen lassen.  



  Da die     Polyurethanfolien    getragen durch  die Metallfolien hohe Festigkeit. haben, ist  es gemäss einer weiteren Ausführungsform  der     Erfindung    auch möglich, die     dielektri-          schen    Schichten mit hohen Gehalten an     di-          elektrisch    geeigneten Füllstoffen zu verwen  den. Folien dieser Art sind universell für  alle     Frequenzgebiete    des     Kondensatorbaues     verwendbar. Der Einfluss des Füllfaktors ist  hierbei sehr gross.

   Füllfaktoren über 0,3 sind  nur unter     Verwendung    von     Metallträ.ger-          folien    gemäss der Erfindung für den techni  schen Gebrauch zu verwirklichen, da Folien  dieser Art. ohne einen Träger zu brüchig sind.  Ein Kunststoff mit einer D. K. von 4 mit  30     Volumprozent        R.util    zu Folien verarbeitet,  ergibt     eine        Misch-D.    K. von 8,8, während man  mit 50     Volumprozent    Füllstoff     ein        a",    von 15  und bei 60     Volumpr        ozent    ein an, von 18 er  reicht.  



       Rutil        (s",    = 80 bis 120),     Calciumtitanat          (s        N    160),     Strontiumtitanat        (±    N 340) und       Bariumtitanat        (E    N800 bis 12000) zeigen  neben den bekannten technischen Werkstof  fen hoher D. K., z. B. auf der Basis     magne-          siumtitanathaltiger    Massen, Eigenschaften,  die sie als Füllstoffe für die Herstellung  gefüllter Folien besonders geeignet machen.

    Die Auswahl erfolgt nach dem     Gesichtspunkt     der grössten Durchschlagsfestigkeit und der  kleinsten     dielektrischen    Verluste.     Barium-          titanat    mit der höchsten D. K. zeigt z. B.  einen kleineren Verlustwinkel als dies mit       Calcium-    oder     Strontiumtitanat    zu erreichen  ist.  



  Eine weitere Ausführungsform der Erfin  dung besteht darin, dass auf die Metallfolie  zunächst eine Schicht anorganischer Natur  und erst hierauf die Kunststoffschicht auf-    gebracht wird. Diese Ausführungsform kann  z. B. in der Form verwirklicht werden, dass  man auf den Metallfolien auf     kataphoreti-          schem,        elektrophoretisehem    oder elektrolyti  schem Weg Oxyd-,     Carbonatschichten    und  dergleichen erzeugt. Beispielsweise kann man  auf Aluminiumfolien in bekannter Weise  Schichten von     A1.03    erzeugen, welche sich  durch eine hohe D. K. von 7,1 und eine maxi  male     Durehsehlagsspannung    von 4000     KVJem     und darüber auszeichnen.

   Da, diese anorgani  schen     dielektrischen    Schichten erfahrungsge  mäss Fehlerstellen besitzen, kommen diese  durch     Aufbringung    einer Kunststoffschicht  nicht mehr zur Auswirkung. Dies bedeutet,  dass man auf diese Weise die hohe D. K. und  hohe     Durehschlagsspannurig    der     dielektri-          schen    Schichten auf Basis von Metalloxyd,       -carbonat    und dergleichen für die Folie für  elektrische     Zwecke    ausnutzen kann.  



  In beiliegender Zeichnung sind einige  Ausführungsarten der Erfindung beispiels  weise dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Metallfolie 1 mit. einer  Kunststoffschicht 2,     auf    der eine Metall  schicht     3'    aufgetragen ist.  



       Fig.    2 zeigt. eine     31etallfolie    1 mit     einer     Kunststoffschicht 2 auf beiden Seiten, auf der  wiederum Metallschichten 3 angebracht sind.  



       Fig.    3 zeigt eine Metallfolie 1 mit einer  Schicht 4 einer anorganischen Verbindung auf  beiden Seiten, auf der Kunststoffschichten 2  mit Metallschichten 3 aufgetragen sind.  



       Fig.    4 zeigt eine Metallfolie 1 mit einer  Kunststoffschicht 2b. Auf der letzteren ist  eine     zweite    Kunststoffschicht 2a aufgetragen.  3 ist eine Metallschicht.  



       Fig.    5 zeigt im Grundriss eine perforierte  Metallfolie.  



       Fig.    6     zeigt    einen Querschnitt nach der  Linie     a-b    der     Fig.    5 in Form einer perfo  rierten Metallfolie mit Kunststoffschichten 2,  die auf beiden Seiten aufgetragen sind. 3 ist.  eine Metallschicht. Die Metallschicht 3 ist auf  beiden Seiten aufgetragen.  



       Fig.    7     zeigt    eine Metallfolie 1 mit einer  chemisch oder elektrochemisch     aufgerauhten         Oberfläche, auf der eine Kunststoffschicht 2  aufgetragen ist. Auf dieser Kunststoffschicht  ist eine Metallschicht 3 aufgetragen.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Man bereitet. eine Lösung aus 100 g einer  wasserfreien     Polyoxyverbindung,    die durch  Kondensation aus 3     Mol        Adipinsäure    und  4     lIol        Hexantriol    gewonnen wurde, und 75 g  eines Gemisches aus 3     Mol        2,4-Toliiylendiiso-          cyanat    und 1     Mol        Hexantriol    in 650     en13    eines  Gemisches aus     Essigsärireäthylester,    Chlorben  zol,     Toluol    und     Methylenchlorid    in gleichen  Teilen.

   Durch diese Lösung lässt man eine Alu  rniniumfolie von 5 A Dicke laufen und     führt.     sie dann durch einen senkrechten Trocken  kanal, der von 30 auf 180  C langsam anstei  gend geheizt ist, wobei die Polykondensation  zum     Kunststoff    erfolgt. Diese     Tauchung    und       Polykondensation    wird dreimal wiederholt.  Man erhält eine Folie mit einer Gesamtdicke  von 17     ,u.    Die     Dielektrizitätskonstante    beträgt  4,0, der     dielektrische    Verlustfaktor 0,0062. Die  Durchschlagsfestigkeit liegt bei 1000 V.  



  Nach dem Aufdampfen einer 0,5     ,u    dicken  Zinkschicht im Vakuum auf beide Folien  seiten von 40 mm Breite, wobei ein     Rand.    von  3 mm Breite ausgespart wird, kann man zur  Herstellung eines     Kondensators    1 m Folie auf  einen Metalldorn von 4 mm Durchmesser  wickeln, wobei der Dorn mit der Aluminium  folie kontaktiert wird und zur     Herausführung     des zweiten Kontaktes     Metallanschlussfähn-          chen    auf die aufgedampfte Metallschicht gelegt  werden.

   Der so erhaltene Kondensator hat       rraclrstehende    Kennzahlen:     Kapazität    0,47     ic    F,       t3        b    - 0,068.  



  <I>Beispiel 2:</I>  200 g     gereinigter        Rutil    werden mit 60 g       des    Umsetzungsproduktes aus 3     Mol        Adipin-          säure        +    4     Mol        Hexantriol    mit 125     cm3    Chlor  benzol und 125     em3        Methylenchlorid    in einer       Scliwingniülrle    24 Stunden gemahlen und       liorrrogenisiert.    Man setzt nun 60 g eines     Ge-          misches    aus ,

  3     lIol        2,4-Toluy        leridiisöcyanat    und  1     Mol.        Ilexantriol    7.11, mischt 15 Minuten,       streieht    diese Lösung beidseitig auf eine 6     ,u.     dicke     Aluminiumträgerfolie    und kondensiert    bei 120 bis 150  in einem     senkrechten        ileiz-          kanal    während 1 Minute. Auf den erzielten       dielektrischen        Abstandshalter    von etwa 9     ,u     Dicke mit einer D.

   K. von 11 dampft man eine  0,5     ,cc    dicke Kupferschicht auf. Man erhält so  einen     Kondensator    mit einer Durchschlags  festigkeit von grösser     als    400 Volt (nach der       Regenerierung)    und einem     Verlustwinkel    von  kleiner als 100.     10-4.        An    Volumen benötigt  der neue Kondensator bei gleicher     Leistung     weniger     als        1(1o        eines        Papierkondensators     gleicher     Betriebsspannung.    Der Herstellungs  preis ist wesentlich geringer.  



  <I>Beispiel 3:</I>  550 g     Bariumtitanat    werden     mit    100 g  eines     Gemisches    aus 3     Mol        Adipinsäure,    4     Mol          Trimethylolpropan,    225     cn13    Chlorbenzol     und     225 ein?,     Methylenchlorid    36 Stunden in der       Schwingmühle    gemahlen und nach Zusatz von  100 g eines Gemisches aus 3     Mol        2,

  4-Toluylen-          diisocyanat    und 1     Mol        Hexantriol    auf eine       Aluminiumfolie    von 5     ,u    Dicke aufgetragen.  Die Folie besitzt eine D. K. von 18,6 und einen       tg        b    von<B>78.</B>     10-4.     



  Die     Polienstrichdicke    kann durch Verdün  nen mit     Lösemittel    bis auf 5 bis 6     ,u    herabge  setzt werden. Folien dieser Art sind mit Vor  teil     für    Mittel- und Niederspannungskonden  satoren     einzusetzen.    Man gelangt damit in die       Grössenordnung    von     Elektrolyt-Kondensatoren     und darunter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Für elektrische Zwecke, insbesondere für Kondensatoren geeignete Folie mit einer als Träger dienenden Metallfolie, die mindestens einseitig mit einer festhaftenden dielektri- schen Kunststoffschicht versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrisehe Kiuist- stoffschicht mindestens teilweise aus Umset zungsprodukten von polyfunktionellen Iso- cyanaten und Polyoxyverbindiutgen besteht.
    II. Verfahren zur Herstellung von Folien nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass polyfunktionelle Isocyanate und Polyoxyverbindungen mindestens einseitig auf eine Metallfolie aufgetragen und dort konden siert werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Folie nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Trägerschicht aus Alu minium. ?. Folie nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine auf die Kunststoffschicht aufgebrachte weitere Metallschicht. 3.
    Folie nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf der als Träger dienenden Metallfolie eine anorganische di- elektrische Schicht und darüber die Kunst stoffschicht aufgebracht ist. 4. Folie nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische Kunst st.offsehicht aus mehreren Lagen besteht. 5. Folie nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische Kunst stoffschicht Füllstoffe enthält. 6. Folie nach Patentanspruch I und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffschicht als Füllstoff Titanverbin- clungen enthält. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, da.ss auf die Metallfolie eine dielektrische Schicht anorganischer Natur und darüber die Kunststoffschicht aufge bracht wird. B. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine als Träger dienende Aluminiumfolie oberflächlich oxydiert und auf die Oxyd schiebt die Kunststoffschicht aufgebracht wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass Polyoxyverbindun- gen mit einem Gehalt von mehr als 9 % OH-Gruppen im Molekül verwendet werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass 1-Chlor-2,4-pheny- lencliisocyanat verwendet wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die auskondensierte Kunststoffschicht in einem Temperaturbe reich, in welchem sie plastisch ist, unter Druel; kalandriert wird.
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