Verfahren zur Herstellung von Hartgummi. Die Herstellung von Hartgummi erfolgte in der Regel in der Weise, dass man eine Mi schung aus Naturkautschuk mit Füllstoffen, vor allem Hartgummistau'o, sowie mit dem für die Vulkanisation ex'forderlichen Schwe fel herstellte und vulkanisierte. Bei einer ein fachen Übertragung dieser Mischungs vorschriften auf synthetischen Kautschuk, also z.
B. auf solchen Hartgummi, der aus Butadien - Styrol - Mischpolymerisaten und Hartgummistaub aus synthetischem Kaut schuk hergestellt wird, erhält man jedoch sehr niedrige Werte für die Biege- und Schlagbiegefestigkeit, die besonders niedrig werden, wenn mit den für Hartgummi aus Naturkautschuk üblichen organischen Be schleunigern gearbeitet wird.
Während bei spielsweise die Werte für die Biege- und Schlagbiegefestigkeit bei Naturkautschuk 1000 kg/cm' bezw. 15 emlkg/em' betragen, er reichen sie bei gleich aufgebauten Kunst kautschukmischungen 600 kg/cm= bezw. 6 cmkg/cm' bei nahezu beschleunigerfreien und sogar nur 400 kg/cm' bezw. 4 cmkg/cm' bei beschleunigerhaltigen Mischungen.
Es wurde nun festgestellt, dass Kunst kautschuk, z. B. Butadien-Styrol-Mischpoly- merisate enthaltende Mischungen, ohne Staub zusatz wesentlich bessere mechanische Werte ergeben als dieselben Mischungen mit Zusatz von Staub aus Butadien-Styrol-Mischpoly- inerisaten. Diese Feststellung ist durchaus überraschend, denn bei Naturkautschuk sind keine wesentlichen Festigkeitsunterschiede zwischen staubfreien und staubhaltigen Mi schungen feststellbar.
Die unter Verwendung von synthetischem Kautschuk hergestellten staubfreien Hartgummimischungen, die also, abgesehen von Schwefel und Beschleunigern, keinen weiteren Zusatz enthalten, lassen sieh aber auf Kalander und Spritzmaschine nicht. einwandfrei verarbeiten, so dass ihre prak tische Verwendung ausgeschlossen ist.
Es gelang, diese Schwierigkeiten durch Zusatz eines Weichmachers zu beheben, wobei zweckmässig ein solcher gewählt wird, wel cher bei möglichst geringem Zusatz - in Höhe von etwa 10 bis höchstens 20 Teilen auf 100 Teile Kunstkautschuk - schon eine beträchtliche Wirkung erzielt. Als Weich macher haben sich für diesen Zweck flüssige Butadienpolymerisate, Cyklohexylamide der höheren Fettsäuren oder fettsaure Salze ali- phatischer Amine besonders gut bewährt.
Das Verfahren zur Herstellung von Hartgummi von hoher mechanischer Festigkeit aus syn thetischem Kautschuk besteht also erfin dungsgemäss darin, dass dem Kautschuk ein Weichmacher in Höhe von etwa 10 bis höch stens 20 Teilen auf 100 Teile Kunstkautschuk sowie Schwefel, dagegen kein Hartgummi staub und keine andern Füllstoffe beigegeben werden.
Butadien-Styrol-Mischpolymerisate wer den zweckmässig in urabgebautem Zustande verarbeitet, weil bei der allgemein üblichen Verwendung von stark abgebautem Kunst kautschuk die Mischung bei der Vulkanisa- tion zur Porenbildung neigt.
Bei diesen Hartgummimischungen, die unter Verzicht auf Staubzusätze hergestellt werden, kommen die Unterschiede in den me chanischen Werten zwischen beschleunigten und unbeschleunigten Mischungen, wie man sie bei staubhaltigen Mischungen aus Buta- dien-Mischpolymerisaten, insbesondere mit Styrol, beobachtet hat, völlig in Fortfall.
Die nach der Erfindung hergestellten Hartgummimischungen lassen sich überall da verwenden, wo besonders hohe Anforde rungen an ihre mechanische Festigkeit ge stellt werden und wo ein Zusatz von Natur kautschuk vermieden werden soll oder nicht möglich ist. Bei Versuchsplatten, die mit diesem Material hergestellt waren, wurde beispielsweise eine Biegefestigkeit von 900 kg/cm' und eine Schlagbiegefestigkeit von 14 emkg/cm2 festgestellt.
Gegenüber den eingangs erwähnten Wer ten für Hartgummimischungen aus syntheti schem Kautschuk mit Zusatz von Kunst kautschukstaub ergibt sich somit ein erheb licher Fortschritt.
Process for the production of hard rubber. Hard rubber was usually produced in such a way that a mixture of natural rubber with fillers, especially hard rubber rope, and with the sulfur required for vulcanization was produced and vulcanized. In a one-fold transfer of these mixing rules to synthetic rubber, so z.
B. on such hard rubber, which is made of butadiene - styrene copolymers and hard rubber dust from synthetic rubber, but one obtains very low values for the flexural and impact resistance, which are particularly low when with the usual organic loading for hard rubber made of natural rubber work is accelerated.
While, for example, the values for the flexural and impact resistance in natural rubber 1000 kg / cm 'respectively. 15 emlkg / em ', they reach 600 kg / cm = respectively 600 kg / cm with the same synthetic rubber mixtures. 6 cmkg / cm 'with almost no accelerator and even only 400 kg / cm' respectively. 4 cmkg / cm 'for mixtures containing accelerators.
It has now been found that art rubber, e.g. B. mixtures containing butadiene-styrene copolymers, without the addition of dust, give significantly better mechanical values than the same mixtures with the addition of dust from butadiene-styrene copolymers. This finding is quite surprising, because in natural rubber no significant differences in strength between dust-free and dust-containing mixtures can be determined.
The dust-free hard rubber compounds produced using synthetic rubber, which therefore contain no other additives apart from sulfur and accelerators, cannot be used on calenders and injection molding machines. process perfectly so that their practical use is impossible.
It was possible to overcome these difficulties by adding a plasticizer, where it is expedient to choose one which, with the lowest possible addition - in the amount of about 10 to a maximum of 20 parts per 100 parts of synthetic rubber - already achieved a considerable effect. Liquid butadiene polymers, cyclohexylamides of the higher fatty acids or fatty acid salts of aliphatic amines have proven particularly effective as plasticizers for this purpose.
The process for the production of hard rubber of high mechanical strength from synthetic rubber consists in accordance with the inven tion that the rubber contains a plasticizer of about 10 to at most 20 parts per 100 parts of synthetic rubber and sulfur, but no hard rubber dust and no other fillers be added.
Butadiene-styrene copolymers are expediently processed in their fully degraded state, because when strongly degraded synthetic rubber is generally used, the mixture tends to form pores during vulcanization.
With these hard rubber mixtures, which are produced without adding dust, the differences in the mechanical values between accelerated and non-accelerated mixtures, as observed with dusty mixtures of butadiene copolymers, especially with styrene, are completely eliminated.
The hard rubber mixtures produced according to the invention can be used wherever particularly high demands are placed on their mechanical strength and where the addition of natural rubber should be avoided or not possible. In the case of test panels made with this material, a flexural strength of 900 kg / cm 'and an impact flexural strength of 14 emkg / cm2 were found, for example.
Compared to the aforementioned Wer th for hard rubber mixtures made of synthetic rubber with the addition of synthetic rubber dust, there is thus a considerable progress.