CH239018A - Papierbeutel, Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben. - Google Patents
Papierbeutel, Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben.Info
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Description
Papierbeutel, Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben. Vorliegende Erfindung des Herrn Henrik Demeter in Zürich betrifft einen Papierbeu tel sowie ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung desselben.
Alle bisher zur Verpackung von Tief kühlkonserven verwendeten Papierbeutel be standen aus einer oder mehreren Papierlagen mit einer Längsfalzverbindung. Dieser Längs falz bildete eine schwache Stelle, da durch die in den Konserven enthaltene Flüssigkeit der Klebstoff des Falzes aufgelöst und beim Gefrieren der Falz dann leicht gesprengt wurde, so dass beim Auftauen wiederum Flüssigkeit austrat.
Dieser Nachteil wird beim Papierbeutel gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass derselbe aus einem Stück einer Papierbahn gebildet ist, das in mehreren Lagen zu einem Schlauch aufbnwickelt ist, welche Lagen an ihren Flächen mittels eines thermoplastischen Imprägnierungsmittels miteinander verklebt sind.
Dank dieser Ausbildung ergibt sich eine ringsum dicht und dauerhaft geschlossene Hülle, da selbst bei nur zwei Papierlagen die in den Konserven enthaltene Flüssigkeit die über den ganzen Umfang sich erstreckende Verschweissung der beiden Papierlagen durch dringen müsste, um nach aussen treten zu kön nen, was indessen völlig ausgeschlossen ist, insbesondere wenn zur Imprägnierung des Papiers Paraffin verwendet wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird ein solcher Papierbeutel hergestellt, in dem man die Papierbahn zu einem aus meh reren koaxialen Lagen bestehenden Schlauch wickelt und die einzelnen Lagen mittels eines thermoplastischen, durch Erwärmung er- weichten. Imprägnierungsmittels an ihren Flächen miteinander verklebt und das letz tere durch sofortige Kühlung härtet.
Es kann hierbei bereits, zum Beispiel mit Paraffin, vorimprägniertes Papier verwendet werden, oder die Imprägnierung des Papier bandes kann unmittelbar vor dem Wickeln erfolgen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass einem erwärmten Wickel dorn zum Aufwickeln der Papierbahn eine auf den Wickel aufgepresste, abhebbare Wärmerolle zugeordnet ist, und Mittel vorge sehen sind, um den Wickel vom Wickeldorn abzuziehen, zwischen zwei angetriebene Kühlrollen zu bringen und von diesen abzu nehmen.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungs gemässen Papierbeutels sowie der erfindiuigs- ge:mässen Einrichtung zur Herstellung des selben ist in der Zeichnung dargestellt, und ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens sei im Zusammenhang mit der Wirkungsweise der Einrichtung beschrieben.
In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 einen schematischen Längsaufriss und Fig. 2 eine Teilqueransicht der Einrich tung; Fig. 3 zeigt einen Beutelschlauch in An sicht und teilweisem Schnitt und Fig. 4 im Querschnitt.
Der in Fig. 3 und 4 dargestellte Beutel- schlauch B besteht aus zwei unterbrechungs los aufeinandergewickelten, koaxialen Lagen imprägnierten Papieres, vorzugsweise mit Paraffinimprägnierung, wobei beide Lagen miteinander verklebt sind. Durch Falzen wird .der Schlauch B prismatiseh geformt und an beiden Enden mit V erschlussfalzen versehen. Infolge der besonderen Ausbildung des Wickeldornes der Einrichtung zur Her stellung des Beutels ist. der erbaltene Beutel schlauch nicht genau zylindrisch, sondern schwach konisch, und dementsprechend wird auch der fertige Beutel schwach konvergent.
Es ist indessen keinerlei Nachteil hiermit verbunden, sondern dies erleichtert im Gegen teil das Einsetzen in Formen für die Tief kühlung des Beutelinhaltes und das Heraus nehmen aus der Gefrierform.
Ein solcher Beutelschlauch kann zum Bei spiel in der Weis,-, hergestellt werden, dass eine paraffinimprägnierte Papierbahn un unterbrochen in zwei oder mehr koaxialen Lagen auf einen schwach konischen tempe rierten Wickeldorn aufgewickelt, die Lagen mittels einer angepressten Wärmewalze mit einander verklebt werden und dann der Wickel vom Wickeldorn abgestreift wird, worauf unmittelbar zwischen Kühlwalzen eine Abkühlung des geflossenen Paraffins, somit eine sofortige Erhärtung desselben und eine gute Bindung der einzelnen Lagen unter sich herbeigeführt wird.
Die hierzu verwendete, in Fig. 1 und dargestellte Einrichtung weist eine im Ma- schinengestell G gelagerte Vorratsrolle Z' auf, auf welcher das paraffinierte Papier band P aufgerollt ist, dessen Breite der Länge des zu erzielenden Beutelschlauches B entspricht.
Von dieser Vorratsrolle läuft das Papierband P über eine Umleitrolle 1 zwischen einem kontinuierlich angetriebenen Förderwalzenpaar \_? hindurch zu einem zwei ten, intermittierend angetriebenen Förderwal- zenpaar 3, und zwischen diesen beiden bildet das Papierband P eine durch die Laufwalze 13 gestraffte freie Sehlaufe<B>S</B>.
Beim Förder- wa.lzenpaar 3 ist eine Unterlage 4 mit einer darüberliegenden Papierführung 5 angeord net. welch letztere einen über die ganze Breite des Pa.pierhandes P sich erstreckenden Quer schlitz zum Durchtritt des Absehneidmessers G hat.
Neben der Unterlab 4 ist der Wickeldorn 7 angeordnet, welcher fliegend an einem im 3fa.schinengestell G gelagerten Schwenkarm 8 gelagert ist, der sich in der linken Grenz- lage an einem Anschlag 9 abstützt. Der Wik- keldorn 7 wird mittels einer einsgebauten. elektrischen. Heizvorrichtung mässig erwärmt und mittels einer nicht dargestellten An triebsvorrichtung in Richtung des
gezeichne ten Pfeils in Umdrehung versetzt. In den Wickeldorn 7 sind in einer Reihe liegende Saugnäpfe. 11 eingesetzt, und darüber ist eine auf und ab bewegliche Anpressleiste 10 an geordnet. Die Saugnäpfe 11 sind in bekannter Weise an eine Vakuumleitung über ein Steuerventil angeschlossen, welch letzteres beim Abnehmen des Wickels das Vakuum unterbricht.
Neben dem Wickeldorn 7 sitzt eine fe dernd gegen denselben gepresste, angetriebene Wärmewalze 12, deren Tragrahmen 14 auf und ab bewegbar ist, so dass die Wärmewalze in die strichpunktiert gezeichnete Lage ge hoben werden kann, wenn der Wickeldorn seitlich verschwenkt werden soll.
Axial gegen den Wickeldorn 7 versetzt ist ein Kühlwalzenpaar 15/16 angeordnet, und zwar so, dass die Berührungslinie beider Kühl walzen in. der verlängerten obern Mantellinie des in die rechte Grenzlage geschwenkten Wickeldornes liegt, und zwischen ,dem freien Ende des letzteren, und:
den Enden der Kühl walzen 15 und 16 gerade noch genügend: Spiel für -die Schwenkbewegung .des Wickeldornes verbleibt. Beide Kühlwalzen sind angetrieben und werden mittels eines Kühlmittels gekühlt. Die obere Kühlwalze 16 ist fliegend gelagert und ihr Lager sitzt ab gefedert an einer Hubstange 17, so dass die obere Walze von der untern abgehoben wer den kann.
Die untere Walze 15 ist ebenfalls fliegend um eine Querachse 18 verschwenkbar gelagert, und an einem Verlängerungsarm 19 der Walzenachse greift eine Schubstange 20 an. Sämtliche Schub- und Hubstangen sowie das Abschneidmesser 6 werden mittels eines nicht gezeichneten Kurvenscheibengetriebes über ein Gestänge betätigt.
Seitlich vom Kühlwalzenpaar 15/16 ist am Maschinengestell eine senkrechte Abstreif- walze 21 so gelagert, dass der Wickeldorn 7 in seiner rechten Schwenkstellung (in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnet) mit seinem freien Ende an derselben, anliegt, so dass die Ab streifwadze, welche federnd gelagert ist und angetrieben wird, tangential .den Wickel be rührt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Ein- richtung bei der Herstellung eines Beutel- schlauehes B ist folgende:
Das von der Vorratsrolle V ablaufende, paraffinimprägnierte Papierband P wird über die Umleitrolle 1 und zwischen den ziehenden Förderwalzen 2 hindurch kontinuierlich lang- !#am abgezogen und" um die Laufwalze 13 durch die Förderwalzen <B>3</B> hindurch, welche intermittierend gedreht werden,
zwischen der Unterlage 4 und der Führung 5 geführt dem Wickeldorn 7 zugeführt. Dort wird der vor dere Rand der Papierbahn P ,durch :die An- pressleis:te 10 auf die Saugnäpfe 11 des still stehenden Wickeldornes 7 gepresst und durch Vakuum festgehalten.
Nun dreht sich der Wiekeldorn 7 zweimal und wickelt zwei La gen des Papierbandes auf, wobei das Paraffin durch die Wärmedes Dornes und -der Wärme walze 12 zum Pliessen erweicht wird.
Dann ,schneidet das Messer 6 den Wickel ab, die Förderwalzen 3 kommen zum Stillstand und die Wärmewalze 12 wird hochgezogen. Nun verschwenkt sich' der Arm 8 in die strich- punktiert angedeutete Stellung nach rechts,
wo der Wickeldorn 7 mit dem darauf befind- lichen: Papierwickel, dessen Lagen nun mit einander verklebt sind, zum Anliegen an die Abstreifwalze 21 kommt. Die Kühlwalze 16 wird! hierbei hochgehoben. Durch die Dreh bewegung der Abstreifwalze 21 wird der Wickel B, der sich infolge der gonizität leicht vom Wickeldorn löst, auf die untere Kühl walze 15 überführt und die obere Kühlwalze 16 darauf gesenkt.
Der sich zwischen den bei den Kühlwalzen drehende Wickel wird rasch gekühlt und seine Paraffinimprägnierung wie der verhärtet, wodurch eine bleibende Ver- schweissun:
g .der beiden Papierlagen erzielt wird. Nun verschwenkt die hochgehende Schubstange 20 die untere Kühlwalze 15 in die in Fig. 2 strichpunktiert eingezeichnete Sichwenkstellung, wodurch der Beutelschlauch B nach unten rutscht und herabfällt, worauf die Kühlwalze 15 wieder in ihre horizontale Arbeitsstellung zurückgeschwenkt wird.
In- zwischen ist der Schwenkarm 8 nach Abgabe .des Wickels B wieder in die linke Wickel- stelJung zurückgeschwenkt worden, die För- derwalzen 3 führen den vordarn Papierrand wieder über den Wickeldorn 7, wo er festge saugt wird, und das Spiel beginnt von neuem.
Die periodische Abnahme einer Papier bahn wird gegenüber der kontinuierlichen Papierzuführung durch die Förderwalzen 2 in der freien Sehlaufe S jeweils ausgeglichen, wobei sich die Laufwalze 13 ständig hebt und senkt. Anstatt einer Vorratsrolle mit imprägnier tem Papier könnte auch eine solche- mit un- imprägniertem Papier und zwischen ihr und der Wickeleinrichtung eine Imprägnierver richtung vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Papierbeutel, dadurch gekennzeichnet, dass ,derselbe aus einem Stück einer Papier bahn gebildet ist, das in mehreren Lagen zu einem Schlauch aufgewickelt ist, welche La gen au ihren Flächen mittels eines thermo plastischen Imprägnierungsmittels miteinan der verklebt sind'.II. Verfahren zur Herstellung des Papier beutels nach Patentanspruch I, -dadurch ge kennzeichnet, dass die Papierbahn zu einem aus mehreren koaxialen Lagen bestehenden Schlauch gewickelt wird, die einzelnen Lagen mittels eines thermoplastischen, durch Erwär mung erweichten Imprägnierun.gsmittels an ihren Flächen miteinander verklebt werden und das letztere durch sofortige Kühlung ge- härtet wird. HI.Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass einem erwärmten Wickel dorn zum Aufwickeln der Papierbahn eine auf den Wickel aufpressbare, abhebbare Wärmewalze zugeordnet ist, und Mittel vor gesehen sind, um den Papierwickel vom Wickeldorn seitlich abzuziehen, zwischen zwei angetriebene Kühlwalzen zu bringen und von diesen abzunehmen. UNTERANTSPRüCHE 1.Papierbeutel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel schlauch eine Konizität besitzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung paraffinimprägniertes Papier verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Papier un mittelbar vor -dem Wickeln mit Paraffin im- prägniert wird.4. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe einen Träger für eine Papierband-Vorratsrolle auf weist, von welcher .das Papierband durch ein kontinuierlich angetriebenes Förderwalzen- paar zu einem intermittierend angetriebenen Förderwalzenpaar läuft, welches das vordere Papierende zwischen einer Unterlage,die als Gegenlage für ein AbschneJidmesser dient, und einer Führung dem Wickeldorn zuführt, wobei das Papierband zwischen den beiden Förderwalzenpaaren eine durch eine Lauf walze belastete freie Schlaufe bildet, um einen Ausgleich zwischen der kontinuierlichen und der intermittierenden Förderbewegung der beiden Walzenpaare zu erzielen. 5.Einrichtung nach Patentanspruch III und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass der konisch ausgebildete Wickeldorn an einem Schwenkarm fliegend so gelagert ist, da.ss er aus der einen Grenzstellung, in welcher das Aufwickeln des Papieres erfolgt, in eine andere Grenzstellung verschwenkt werden kann, in welcher das Abstreifen des Wickels erfolgt. 6.Einrichtung nach Patentanspruch III und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass sich .der Wickeldorn ko nisch gegen das freie Ende hin verjüngt und eine Reihe Saugnäpfe aufweist, auf welche der Papierrand mittels einer Anpressleiste auf gepresst und mittels Vakuum festgehalten wird. 7.Einrichtung nach Patentanspruch III und Unteransprüchen 4-6, dadurch gekenn zeichnet, dass die seitlich gegen den Wickel dorn angepresste 'Wärmewalze federnd ge lagert ist und senkrecht hochgehoben werden kann. B.Einrichtung nach Patentanspruch M und Unteransprüchen 4-7, dadurch gekenn zeichnet, da.ss dem Wickeldorn ein axial dazu versetztes Kühlwalzenpaar mit fliegend ge lagerten Kühlwalzen zugeordnet ist,derart. dass seine Walzenberührungslinie mit der ver- länzerten obern Mantellinie des in Abstreif- stellun!Z befindlichen Wickeldornes zusam menfällt und die obere Kühlwalze abhebbar gelagert ist, während die untere Kühlwalze nach unten vexschwenkbar ist.9. Einrichtung nach Patentanspruch III und Unteransprüchen 4-8, .dadurch gekenn zeichnet, @dass im Maschinengestell eine ange triebene Abstreifwalze senkrecht zum Wickel dorn gefedert gelagert ist, derart, dass sie in EMI0005.0014 der <SEP> Abstrei.fstellung <SEP> :des <SEP> 'Wickeldornes <SEP> tan gential <SEP> am <SEP> vordern <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Wickels <SEP> anliegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH239018T | 1943-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH239018A true CH239018A (de) | 1945-09-15 |
Family
ID=4460970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH239018D CH239018A (de) | 1943-12-16 | 1943-12-16 | Papierbeutel, Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH239018A (de) |
-
1943
- 1943-12-16 CH CH239018D patent/CH239018A/de unknown
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