CH228751A - Einrichtung zur Begrenzung der Oberwellenströme in Leitungen, insbesondere Kabeln von Kraftübertragungsanlagen. - Google Patents
Einrichtung zur Begrenzung der Oberwellenströme in Leitungen, insbesondere Kabeln von Kraftübertragungsanlagen.Info
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Description
Einrichtung zur Begrenzung der berwellenstr me in Zeitungen, insbesondere Nabeln von Kraftübertragungsanlagen. Zur Übertragung grosser und grösster elek trischer Leistungen eignet sich besonders bei grossen Entfernungen der Gleichstrom besser als der bisher übliche Wechsel- oder Dreh strom. Besonders deutlich werden die Vor teile, wenn man statt oberirdischer Leitungen Kabel verwendet, weil Gleichstromkabel bei gleichem Materialaufwand für eine viel höhere Spannung benutzt werden können als Wechselstromkabel.
Die Übertragung geht dabei bekanntlich in der Weise vor sich, dass man beispiels weise an ein Drehstromnetz eine Gleich richteranlage anschliesst und von hier aus über Leitungen, z. B. Freileitungen oder Kabel, den hochgespannten Gleichstrom zu der am andern Ende der Leitungen befind lichen Wechselrichteranlage leitet, wo er wiederum in Drehstrom umgeformt wird.
Derartige Gleichrichteranlagen erzeugen aber nicht nur eine Gleichspannung, sondern auch noch Oberwellen, deren Frequenz von der Netzfrequenz des zugeführten Wechsel stromes und der Phasenzahl abhängt. Bei sechsphasigen Gleichrichtern. erhält man be kanntlich bei der Netzfrequenz 50 Hz die Oberwellen 300, 600, 900, 1200 Hz usw., deren Effektivwert ausser von der Betriebs spannung noch vom Aussteuerungsgrad des Gleichrichters bestimmt ist.
Bei voll aus gesteuertem Gleichrichter erreicht der Effelk- tivwert der grössten Oberwelle mit der Fre quenz von 300 Hz den Betrag von etwa 6 der Gleichspannung, der bei geringerer Aus steuerung bis auf mehr als 20 % der bei voller Aussteuerung auftretenden Gleich spannung zunehmen kann. Da nun längere Freileitungen und vor allen Dingen aber Kabelanlagen über beträchtliche Kapazitäten verfügen, so müssen von ihnen bedeutende Oberwellenladeströme aufgenommen werden, wenn hiergegen keine Massnahmen getroffen werden.
Rechnet man bei einem einphasigen Hoch spannungskabel für 225 kV mit einer Kapa zität von 0,25 ,ciF/km, so nimmt bei einer Gleichspannung von 225 kV und der bei sechsphasiger Schaltung vorhandenen 300-Hz- Oberwellenspannung ein 150 km langes Kabel einen Oberwellenstrom von etwa 4011 a auf.
Wenn ein solches Kabel für einen nor malen Betriebsgleichstrom von beispielsweise 200 A gebaut ist, so bedeutet dies eine völlig unzulässige zusätzliche Belastung. plan muss daher bestrebt sein, die Oberwellenstromauf- nahme der Leitungen möglichst zu begren zen.
Dies erfolgt erfindungsgemäss in der Weise, dass vor den Leitungen Drosselspulen geeigneter Grösse liegen. Da die Leitrungen, insbesondere die Kabel, im wesentlichen für die Oberwellenströme Kapazitäten darstellen, muss die Induktivität der Drosseln so ge wählt sein, dass die Eigenfrequenz der Reihenschaltung Drosselspulen-Leitungen stets tiefer liegt als die tiefste Frequenz der zu begrenzenden Oberwellenströme. Im an dern Falle würde man unter Umständen Resonanzen zwischen Drosseln und Leitun gen bekommen, wodurch die Stromaufnahme der Kabel statt verkleinert noch vergrössert würde.
Zweckmässigerweise sind des weiteren Querglieder aus Kondensatoren oder Reso nanzkreisen vor den Drosselspulen an die Be triebsgleichspannung gelegt. Zwischen den Quergliedern und den Gleich- oder Wechsel richtern können ausserdem noch im Zuge der Gleichstromleitung weitere Drosselspulen lie gen. Häufig wird aber die Induktivität der Gleich- oder Wechselrichtertransformatoren ausreichend sein, so dass diese letzteren Dros selspulen entbehrt werden können.
In den Fig. 1 bezw. 2 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer Einrichtung gemäss der Erfindung für erdfreien bezw. im Nullpunkt geerdeten Betrieb dargestellt. In beiden Figuren sind gleiche bezw. ent sprechende Elemente mit denselben Bezugs zeichen versehen. 1 ist eine an ein Drehstromnetz an geschlossene Gleichriehteranlage. Der von ihr erzeugte hochgespannte Gleichstrom wird über zwei Kabel 2 einer Wec.hselriehter- anla.ge 3 zugeführt und hier wiederum in Drehstrom umgeformt. Vor die Kabel 2 sind Drosseln 5 eingeschaltet.
In Verbindung hier mit sind ausserdem noch weitere Drosseln 4 und Querglieder eingeschaltet, die in Form von Reihenresonanzkreisen 6, 7 bezw. 8, 9 ausgebildet und auf die hauptsächlichen Oberwellen abgestimmt sind.
Die Bemessung der Drosseln und Quer glieder ist dabei folgendermassen: Der sich aus der Reihenschaltung der Drosseln 5 und der Kabel 2 ergebende Scheinwiderstand muss bei den Frequenzen der zu begrenzenden Oberwellens.tröme min- mestens den doppelten Wert des resultieren den Scheinwiderstandes der Querglieder 6, 7 und 8, 9 besitzen.
Der Scheinwiderstand der Drosseln 4 muss bei den Frequenzen der zu begrenzenden Oberflä,chenwellenströme mindestens den dop pelten Wert des: resultierenden Scheinwider standes der Querglieder 6, 7 und 8, 9 be sitzen.
Statt der Einschaltung der Drossel 4 kann die Induktivität der Gleichrichter- bezw. ZVechselriehtertransformatoren so hoch gewählt erden, da.ss sie die Wirkung der genannten Drosseln (4) mit übernimmt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Begrenzung der Ober- wellenströme in Leitungen, insbesondere Kabeln von Kraftübertragungsanlagen, die mit hochbespanntem Gleichstrom betrieben werden, dadurch gekennzeichnet, da.ss vor den Leitungen (2) Drosselspulen (5) solcher Grösse liegen, dass die Eigenfrequenz der Reihenschaltung Drosselspulen (5)-Leitun- gen (2) stets tiefer liegt als die tiefste Fre quenz der zu begrenzenden Oberwellenströme. UNTER AN SPRt\CHR: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der sich aus der Reihenschaltung Drosselspulen (5)-Leitun- gen (2) ergebende Scheinwiderstand bei den Frequenzen der zu begrenzenden Oberwellen- ströme mindestens den doppelten Wert des resultierenden Scheinwiderstandes erreicht, den Querglieder (6, 7 und 8, 9) haben, die vor den Drosseln (5) an der Betriebsgleich spannung liegen. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Gleich- bezw. Wechsel richtern und den Quergliedern im Zuge der Gleichstromleitung (2) Drosselspulen (4) lie gen, deren Scheinwiderstand bei den Fre quenzen der zu begrenzenden Oberwellen ströme mindestens den doppelten Wert des resultierenden Scheinwiderstandes der Quer glieder (6, 7 und 8, 9) besitzt. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Induktivität der Gleich- bezw. Wechselriohtertransformatoren so hoch ge wählt ist, dass ihr Scheinwiderstand bei den Frequenzen der zu begrenzenden Oberwellen ströme mindestens den doppelten Wert des resultierenden Scheinwiderstandes der Quer glieder (6, 7 und 8, 9) besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228751X | 1941-10-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH228751A true CH228751A (de) | 1943-09-15 |
Family
ID=5867389
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228751D CH228751A (de) | 1941-10-21 | 1942-09-08 | Einrichtung zur Begrenzung der Oberwellenströme in Leitungen, insbesondere Kabeln von Kraftübertragungsanlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228751A (de) |
-
1942
- 1942-09-08 CH CH228751D patent/CH228751A/de unknown
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