CH217555A - Verfahren zur Herstellung von Boilern. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Boilern.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Boilern. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Boi lern mit innerem, korrosionsfestem Blechfut ter und äusserem Verstärkungsmantel aus Eisenblech.
Da die bekannten Eisenboiler meistens mehr oder weniger der Verrostung unter liegen, auch wenn sie verzinkt sind, ist man schon seit langem dazu übergegangen, die Wasserbehälter aus korrosionsfestem Mate rial herzustellen. In erster Linie kommt hier für Kupferblech in Betracht. Des hohen Materialpreises wegen können aber nur rela tiv dünne Kupferbleche in Frage kommen, was zur Folge hat, dass die Festigkeit solcher Boiler viel geringer ist als bei Eisenboilern und sie sich deshalb für -den Anschluss an Druckwasser nicht so gut eignen wie diese letzteren.
Man hat auch schon versucht, Kupfer boiler dadurch zu verstärken, dass z. B. über den zylindrischen Boilerteil und die Böden Eisenbandagen aufgezogen werden, oder dass die fertigen Kupferboiler mit einer Eisen mantelung versehen werden.
Die erste Ausführungsart hat den Nach teil, dass die Kupferbehälter an den frei liegenden Stellen zwischen den Bandagen bei Druckstössen im Wasserleitungsnetz oder bei höheren Betriebsdrücken der Deformation unterliegen, oder dass die Löt- oder Schweiss stellen schadhaft werden.
Die zweite Bauart erfordert ein peinlich genaues Zusammenpassen .des Kupferbehälters und der Eisenmantelung, wodurch die Serien herstellung umständlich wird und .die Her- stellungskosten erhöht werden.
Bei beiden Methoden muss die Wandstärke der Kupferbehälter übrigens verhältnismässig gross sein, damit sie an den nicht an .den Verstärkungsteilen anliegenden Stellen der Beanspruchung standhalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Boilern der eingangs er wähnten Art kennzeichnet sich dadurch, dass man den zylindrischen Boilerkörper und die Boilerböden getrennt herstellt und die Ver- bindung dieser Boilerelemente an ihrem ring förmigen, Rand derart bewerkstelligt, dass man bei jedem Boilerelement das Futterblech am Rand zum Übergreifen des zugehörigen Randes des Mantelbleches vorstehen lässt,
die Futterbleche derart formt und die Boiler elemente so zusammenfügt, dass an der Ver bindungsstelle Futterblech an Futterblech zu liegen kommt, und schliesslich die Boiler elemente aussen mittels je einer Saumnaht dicht und fest verbindet. Diese Verbindung kann durch Hartlöten oder Verschweissen er folgen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein nach einem Durchführungsbeispiel des Ver fahrens gemäss der Erfindung hergestellter Boiler veranschaulicht. Fig. 1 ist ein verti kaler Längsschnitt und Fig. 2 ein horizonta ler Querschnitt durch den Boiler .
Der in Fig. 1 im Vertikalschnitt darge stellte Boiler besteht aus dem zylindrischen Eisenblechmantel 1', -der innen.- mit einem Kupferblechfutter 1" versehen ist, ferner aus den beiden Eisenblechböden 2' und 3', welche mit Kupferblechschalen 2" und 3" ausge füttert sind. Die Verbindung der drei Boiler elemente (Boilerkörper und Boilerböden) er folgt durch Hartlötung. Die linke Boiler hälfte zeigt die Elemente vor der Hartlötung und die rechte Boilerhälfte zeigt die gleichen Teile nach der Hartlötung an den Lötstel len 4.
Die Herstellung des Boilerkörpers erfolgt. in der Weise, dass das Eisenblech l.' und das Kupferblech 1" gesondert .auf einer Rund maschine gemundet werden, oder es können beide Bleche zusammen zu einem zylindri schen Körper geformt werden. Nach der For mung wird das Kupferblech, das man an den Stosskanten und an der Längskante über das Eisenblech etwas vorstehen lässt, um die Rän der desselben umgelappt, so dass sowohl in der Längsnaht als auch in den beiden Ring nähten die Umlappung 1"' entsteht, welche die entsprechenden Eisenblechränder über deckt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, verbindet die Hartlötung einerseits die Kup- ferblechränder wasserdicht miteinander und bildet anderseits eine feste Brücke zwischen den benachbarten Eisenblechrändern an der Fugenstelle. Die Kupfer- und die Eisenblech teile bilden mit der Hartlötung ein Gefüge von hoher Festigkeit, das einer Schweissver bindung bei Eisenboilern kaum nachsteht.
Die Herstellung der beiden Boilerböden kann auf verschiedene Art erfolgen: Beispielsweise kann der Eisenteil 2' bezw.
3' und der Kupferteil 2" bezw. 3" der Boiler böden gesondert fertig ineinanderpassend ge formt und der Kupferteil dann in den Eisen teil eingelegt werden.
Oder aber es kann der eine der beiden Blechteile fertig geformt werden, während der andere nur vorgeformt wird. Der Kupfer teil wird alsdann in den Eisenteil eingelegt. und der vorgeformte Teil wird unter Pres sung oder Drücken dem fertig geformten Teil angepasst.
Schliesslich können beide Teile nur vor geformt, dann so ineinandergelegt werden, dass der Kupferteil innen zu liegen kommt, worauf sie zusammen unter Pressung oder Drücken in die fertige Form gebracht wer den.
In allen Fällen ist der vorstehende Kup ferblechrand über den Eisenblechrand umzu- lappen, wodurch die Überlappung 2"' bezw. 3"' entsteht.
Die Umlappungen 1"', 2"', 3"' bieten Ge währ dafür, dass nach der Hartlötung die Flüssigkeit im Boilerinnern nicht durch poröse Stellen zu den Eisenblechteilen ge langen und Aälass zu einer Korrosion geben kann.
Die Umlappungen sollen zweckmässig mindestens die Dicke der Eisenbleche an deren Rändern überdecken; zweckmässig ist. es aber, diese U-förmig ganz zu überlappen, wie in d(,r Zeichnung dargestellt ist.
Die Verbindung der Boilerelemente könnte auch an.f andere Weise erfolgen, und zwar derart. dass die vorstehenden bezw. umge lappten Kupferränder der Elemente mitein ander hartverlötet oder autogen verschweisst werden, und dass über die so gebildeten Nähte ein Eisenblechstreifen gelegt und die ser seinen beiden Längskanten entlang mit den Eisenblechteilen der Boilerelemente auto gen verschweisst wird.
Statt die Boilerelemente stumpf aneinan- derzufügen, könnten auch entweder die Boilerböden den zylindrischen Boilerkörper oder dieser die Boilerböden übergreifen. und die Löt- oder Schweissverbindung in bereits beschriebener Weise vorgenommen werden. Hierbei müsste aber ebenfalls dafür Sorge ge tragen werden, dass die vorstehenden Kupfer blechteile der Boilerelemente zur Überschir mung der Eisenblechränder geformt und etwa durch Hartlöten in einer Naht zusammenge schlossen werden, wobei man wiederum zur Verbindung der Eisenblechteile einen naht überbrückenden Eisenblechstreifen verwen den könnte, der an seinen Längskanten mit den Eisenblechteilen der Elemente ver schweisst würde.
Der obere Boilerboden ist mit .einem Rohr anschluss versehen. Aus der Fig. 1 ist ersicht lich, dass das Kupferblech an dieser Stelle durch eine Öffnung der Eisenblechhülle durchgezogen und aussen U-förmig umgebör- delt ist. Durch die so gebildete Öffnung ist ein Kupferrohrstutzen 8 hindurchgeführt, welcher innen umgebördelt ist und der so wohl innen mit :dem Kupferfutter des Boiler bodens, als auch aussen mit dem Eisenblech teil desselben durch Hartlötung fest verbun den ist.
Beim untern Boilerboden ist der Heiz körpergegenflansch 6 mit,dem Eisenblechhals des Boilerbodens verschweisst und das Kup ferblech durch den Hals hindurchgezogen und über den Flansch 6 bei 7 umgebördelt. Die Umbördelung 7 bildet die Abdichtungs fläche gegen den Heizkörperflansch.
Die beschriebene Boilerkonstruktion hat gegenüber den bekannten Kupferboilern mit äusserer Eisenverstärkung den grossen Vor teil, dass das Kupferblech allseitig an der Eisenummantelung gut anliegt, dass es, weil es keiner Zug- oder Druckbeanspruchung un terworfen ist, sehr dünn gewählt werden kann, und dass der Preis solcher Boiler nicht höher zu ,stehen kommt als für verzinkte Eisenboiler.
Bezüglich der Festigkeit können diese Boiler den verzinkten Eisenboilern gleichge stellt werden und bezüglich ,der Korrosions sicherheit den Kupferboilern, wodurch wirt schaftlich ein grosser Fortschritt erreicht wird.
Es sei noch bemerkt, dass nach den vor stehenden Angaben. sowohl kleine als, auch grosse Boiler hergestellt werden können.
Statt Kupfer für das innere Futterblech liesse sich auch irgendein anderes korrosions festes Metall, z. B. Monelmetall, eine Kupfer nickellegierung usw. verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Boilern mit innerem, korrosionsfestem Blechfutter und äusserem Verstärkungsmantel aus Eisenblech, dadurch gekennzeichnet, dass mann den zylin drischen Boilerkörper und die Boilerböden getrennt herstellt und die Verbindung dieser Boilerelemente an ihrem ringförmigen Rand derart bewerkstelligt, dass man bei jedem Boilerelement das Futterblech am Rand zum Übergreifen des zugehörigen Randes des Mantelbleches vorstehen lässt, die Futter bleche derart formt und die Boilerelemente so zusammenfügt,dass an der Verbindungs stelle Futterblech an Futterblech zu liegen kommt und schliesslich die Boilerelemente aussen mittels je einer Saumnaht dicht und fest verbindet. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Saum nähte auf dem Wege des Hartlötens herstellt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Saum nähte auf dem Wege des Schweissens her stellt. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man bei den Boi- lerelementen ,an deren ringförmigen Stossstel len die Futterbleche über die Ränder der zu gehörigen Eisenbleche umlappt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Herstel lung des zylindrischen Boilerkörpers nach Formung der Futter- und Eisenbleche des selben auf der Rundmaschine das in das ge rundete Eisenblech eng anliegend eingelegte gerundete Futterblech an den Längskanten über die zugehörigen Kanten des Eisen bleches umlappt und die an den umgelappten Futterblechteilen zusammenstossenden Stoss. ränder des Boilerkörpers mittels einer Saum naht dicht und fest verbindet. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Herstel lung der Boilerböden das Futterblech und das Eisenblech derselben gesondert durch Pressen in die endgültige Form bringt, die so erhaltene Futterblechschale in die Eisen blechschale einlegt und den vorstehenden Futterblechrand um den Rand des Eisen bleches umlappt. 6.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Herstel- lung der Boilerböden von den beiden dazu zu verwendenden Blechen das eine vorformt und das andere fertigformt, wonach man das Futterblech in das Eisenblech einlegt, dann beide Teile zusammenpresst, um auch das vor geformte Blech in die definitive Form zu bringen, und das vorstehende Futterblech um den Rand des Eisenbleches umlappt. 7.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man zur Herstel lung -der Boilerböden die dazu zu verwenden- den Bleche gesondert vorformt, wonach man den Kupferblechteil in den Eisenblechteil einlegt, dann beide Teile zusammen durch Pressen in die definitive Form bringt und das vorstehende Futterblech um :den Rand des Eisenbleches umlappt. B.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die zusam mengefügten Boilerelemente an umgelappten Stossteilen der Futterbleche hart verlötet, der art, dass das Hartlot die Futterbleche unter sich und mit den Eisenblechen und auch diese letzteren miteinander dicht verbindet. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die zusam mengefügten Boilerelemente an umgelappten Stossteilen der Futterbleche miteinander ver lötet, nachher über die Stossnähte der Boiler elemente einen Blechstreifen legt und diesen seinen beiden Längskanten entlang mit den Eisenblechen verschweisst. 10.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Boiler böden den zylindrischen Boilerkörper über greifen lässt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den zylin drischen Boilerkörper die Boilerböden über- greifen lässt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH217555T | 1939-06-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH217555A true CH217555A (de) | 1941-10-31 |
Family
ID=4450180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH217555D CH217555A (de) | 1939-06-29 | 1939-03-03 | Verfahren zur Herstellung von Boilern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH217555A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1244659B (de) * | 1961-07-03 | 1967-07-13 | Tankbau Weilheim Ag | Doppelwandiger geschweisster Lagerbehaelter |
| FR2590550A1 (fr) * | 1985-11-26 | 1987-05-29 | Atochem | Recipients composites metalloplastiques assembles par soudure et leur procede de fabrication |
-
1939
- 1939-03-03 CH CH217555D patent/CH217555A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1244659B (de) * | 1961-07-03 | 1967-07-13 | Tankbau Weilheim Ag | Doppelwandiger geschweisster Lagerbehaelter |
| FR2590550A1 (fr) * | 1985-11-26 | 1987-05-29 | Atochem | Recipients composites metalloplastiques assembles par soudure et leur procede de fabrication |
| EP0227525A1 (de) * | 1985-11-26 | 1987-07-01 | Elf Atochem S.A. | Durch Schweissung zusammengesetzter Behälter aus Metall-Plastikverbundwerkstoff |
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