Lichtdurchlässiger Spiegel für optische Zwecke. Bei zahlreichen optischen Instrumenten und Anordnungen tritt die Aufgabe auf, ein Lichtstrahlenbündel in zwei Teilbündel zu spalten oder zwei Lichtstrahlenbündel zu ver einigen, das heisst die Aufgabe, die unter der Bezeichnung als physikalische Strahlentei lung oder Strahlenvereinigung bekannt ist. Zur Lösung dieser Aufgabe bedient man sich der bekannten Spiegel, die aus einem licht durchlässigen Spiegelträger und einem dar auf angebrachten Spiegelbelag bestehen, der so gewählt ist, dass er einen Teil der auffal lenden Strahlen reflektiert, während der Rest, vermindert um die unvermeidlich ein tretenden Absorptionsverluste, hindurchgeht. Aus leicht ersichtlichen Gründen ist es dabei in der Regel erwünscht, dass eine möglichst hohe Lichtausbeute erzielt wird.
Die zur Verwendung kommenden Stoffe waren bisher verschiedene Metalle und ge legentlich auch Zinksulfid, die man auf einen Spiegelträger aus Glas, Quarz, Zell- horn oder dergleichen anbrachte. Die Licht- ausbeute, also die Summe des reflektierten und des durchgehenden Teils ist bei Anwen dung der genannten Stoffe immer wesentlich kleiner als die auffallende Lichtmenge und beträgt in dem praktisch sehr wichtigen Falle, bei dem die Reflexion an dem Spiegel belag gleich der Durchlässigkeit dieses Be lages ist, höchstens etwa 65 %. Von dem auffallenden Lichte werden also nur etwa 32,5 % reflektiert und ebensoviel hindurch gelassen, während der Rest von 35 % ver loren geht.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein lichtdurchlässiger Spiegel der genannten Art, der sich dadurch auszeichnet, dass er für das Verhältnis Reflexion : Durchlässigkeit = 1 : 1 im Vergleich mit bekannten Spiegeln ausser ordentlich geringe Absorptionsverluste er gibt und auch mit Vorteil zu verwenden ist, wenn das Verhältnis andere Werte, beispiels weise 1 : 2, 1 : 3, 1 : 4 usw. haben soll. Die- sen Vorteil kann man durch Anwendung eines Spiegels erzielen, dessen Spiegelbelag erfindungsgemäss aus einer Schicht von Anti- montrisulfid (Sb2S,) besteht.
Beispielsweise 'besitzt eine Schicht aus Antimontrisulfid, deren Dicke so gewählt ist, dass die Reflexion gleich der Durchläs sigkeit ist, eine Reflexion von 47,5% und eine Durchlässigkeit von 47,5%. Die Aus beute beträgt also<B>95%</B> des auffallenden Lichtes, und der Absorptionsverlust nur 5 %. Dies bedeutet im Vergleich mit der bei be kannten derartigen Spiegeln erzielten Licht ausbeute einen Gewinn von etwa 30 % des einfallenden Lichtes oder von etwa 46 % der Lichtausbeute. Die beiden mit den Teilbün deln in einem optischen Gerät erzeugten Bil der sind also wesentlich heller als die bei Verwendung bekannter Teilungsspiegel er zeugten Bilder.
Der neue Spiegel kann des halb auch mit besonderem Vorteil zur Stei- gerung der Helligkeit von Interferenzerschei- nungen angewandt werden.
Ist das Verhältnis der Reflexion zur Durchlässigkeit ein anderes, dann ergibt sich auch ein anderer Wert für die Lichtausbeute. Es ist ersichtlich, dass die Lichtausbeute zu nimmt, wenn die Durchlässigkeit wächst, weil die Schichten zu diesem Zwecke dünner gemacht werden müssen, also weniger absor bieren. Für das Verhältnis 1 : 3,55 erhält man beispielsweise eine Reflexion von 21,6% und eine Durchlässigkeit von 77 %. Die Aus beute beträgt demnach in diesem Falle über 98%.
Translucent mirror for optical use. In numerous optical instruments and arrangements, the task occurs to split a light beam into two partial bundles or to agree two light beams, that is, the task that is known under the designation as physical Strahlentei development or beam union. To solve this problem one uses the known mirrors, which consist of a translucent mirror carrier and a mirror coating attached to it, which is chosen so that it reflects part of the incident rays, while the rest, reduced by the inevitable stepping Absorption losses, passes through. For reasons that are easily apparent, it is generally desirable that the highest possible light yield is achieved.
The materials used were previously various metals and occasionally also zinc sulfide, which were attached to a mirror support made of glass, quartz, cell horn or the like. The light yield, i.e. the sum of the reflected and the continuous part, is always significantly smaller than the amount of incident light when using the substances mentioned and in the practically very important case in which the reflection on the mirror coating is equal to the permeability of this Be lages is, at most about 65%. So only about 32.5% of the incident light is reflected and just as much is let through, while the remainder of 35% is lost.
The object of the invention is a translucent mirror of the type mentioned, which is characterized by the fact that it gives, for the ratio of reflection: transmittance = 1: 1 in comparison with known mirrors, exceptionally low absorption losses and can also be used with advantage if that Ratio other values, for example 1: 2, 1: 3, 1: 4, etc. should have. This advantage can be achieved by using a mirror whose mirror coating, according to the invention, consists of a layer of antimony trisulfide (Sb2S).
For example, a layer of antimony trisulfide, the thickness of which is selected so that the reflection is equal to the transmission, has a reflection of 47.5% and a transmission of 47.5%. The yield is <B> 95% </B> of the incident light and the absorption loss is only 5%. In comparison with the light yield achieved with known mirrors of this type, this means a gain of about 30% of the incident light or of about 46% of the light yield. The two with the Teilbün deln in an optical device generated Bil are so much brighter than the images he generated using known splitting mirrors.
The new mirror can therefore also be used with particular advantage to increase the brightness of interference phenomena.
If the ratio of reflection to transmission is different, then there is also a different value for the light output. It can be seen that the light yield increases when the permeability increases, because the layers have to be made thinner for this purpose, that is to say less absorbed. For the ratio 1: 3.55, for example, a reflection of 21.6% and a transmission of 77% are obtained. The yield in this case is therefore over 98%.