CH157992A - Verfahren und Einrichtung zum Bestimmen von Farbabweichungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Bestimmen von Farbabweichungen.

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CH157992A
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    • G01J3/00Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
    • G01J3/46Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters
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Description


  Verfahren und Einrichtung zum Bestimmen von     Farbabweichungen.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren und  eine Einrichtung zum Bestimmen von Farb  abweichungen mittelst einer strahlungsemp  findlichen Vorrichtung, zum Beispiel einer  Photozelle oder einer andern gleichwertigen  Vorrichtung.  



  Bei dem Verfahren wird ein durch die  zu untersuchende Farbe beeinflusster, in  einem     bestimmten    Rhythmus schwankender  Lichtstrahl einer strahlungsempfindlichen  Vorrichtung zugeführt, wodurch in dieser ein  Wechselstrom erzeugt wird, und die Farb  abweichung wird durch Messen dieses Wech  selstromes bestimmt. Die Erfindung be  zweckt, Fehlerquellen beim Bestimmen der  Farbabweichungen nach Möglichkeit auszu  schalten und     ein    Verfahren und eine Vor  richtung zu schaffen, welche ein zuverlässi  ges Anzeigen von Farbabweichungen gestat  ten. Die Erfindung nützt die Tatsache aus,  dass strahlungsempfindliche Vorrichtungen  ein Maximum der Empfindlichkeit nur bei  einer bestimmten Wellenlänge -des auftreffen  den Lichtes zeigen.

   Gemäss der Erfindung    wird daher das Verfahren in der Weise  durchgeführt, dass man den von einer Licht  quelle ausgehenden Lichtstrahl monochroma  tisch macht von der Wellenlänge, für welche  die     strahlungsempfindliche    Vorrichtung am  empfindlichsten ist.  



  Die Einrichtung zur Ausführung des  Verfahrens weist eine Lichtquelle auf, wel  che so mit Bezug auf die strahlungsempfind  liche Vorrichtung angeordnet ist, dass ein von  der Lichtquelle ausgehender Lichtstrahl nach  Beeinflussung durch die Farbe zu der strah  lungsempfindlichen Vorrichtung gelangen  kann, sowie ferner Mittel zum Messen des in  der strahlungsempfindlichen Vorrichtung er  zeugten     Weehselstromes.    Gemäss der Erfin  dung ist ein Lichtfilter vorgesehen, durch  welchen der auf die strahlungsempfindliche  Vorrichtung gelangende Lichtstrahl mono  chromatisch gemacht wird.  



  Die     Einrichtung    gemäss der Erfindung  ist auf der Zeichnung durch mehrere Aus  führungsbeispiele     schematisch    veranschau  licht.      Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    1  wird der von der Beleuchtungslampe L aus  gehende     in    einem bestimmten Rhythmus zer  hackte Lichtstrahl     S'    durch den Glasfarb  filter F und durch den, mit der zu unter  suchenden Farbe bedruckten Papierbogen Z  hindurch von der Photozelle P aufgefangen.  Dieser modulierte Lichtstrahl verursacht nun  in der Photozelle eine Wechselspannung, die  umso grösser sein wird, je kleiner die Ab  sorption des Lichtstrahles durch den Papier  bogen ist.

   Durch Messen dieses Wechsel  stromes     mittelst    eines Voltmeters oder einer  andern dazu geeigneten Vorrichtung kann der  Absorptionskoeffizient des verwendeten Far  benmaterials ermittelt und sichtbar gemacht  -werden. Auf diese Weise kann die Abwei  chung der zu untersuchenden Farbe von einer  bestimmten andern Farbe ermittelt werden.  Die Einrichtung nützt, wie erwähnt, die Tat  sache aus, dass photoelektrische Zellen ein  Maximum der Empfindlichkeit nur bei einer  bestimmten Wellenlänge des     aufzutreffenden     Lichtes zeigen. Diese Lichtempfindlichkeit  hängt vom verwendeten Kathodenmaterial  ab.

   Der von der Lichtquelle L ausgehende  Lichtstrahl     S\    wird durch den Glasfarbfilter  F monochromatisch gemacht von der Wellen  länge, für welche die Photozelle P am emp  findlichsten ist.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten Ausfüh  rungsform wird, um Intensitätsschwankun  gen des Photostromes in der Photozelle zu er  halten, die Photozelle P durch Licht von ge  eigneter Wellenlänge bestrahlt, welches von  der konstanten Lichtquelle     L    ausgeht,     mit-          telst    einer Lochscheibe im Rhythmus der ge  wünschten Frequenz unterbrochen wird und  durch ein passendes Linsensystem 0 tritt.  Der von der Lichtquelle L ausgehende Licht  strahl S wird durch den Glasfarbfilter F       monochromatisch    gemacht von der Wellen  länge, für welche die Photozelle P am emp  findlichsten ist.

   Eine Zelle mit     Edelgasfül-          lung,    deren lichtempfindliche Schicht aus  Kalium besteht, zeigt zum Beispiel für  blaues Licht die grösste Empfindlichkeit. In  diesem Falle kommt ein blaues Filterglas zur    Anwendung. Dieser einfarbige Strahl wird  nun von der gedruckten     Kontrollinie    auf dem  Druckbogen Z bei B reflektiert. Wäre diese  Stelle beispielsweise     weiss,    so würde dieser Far  benstrahl normal reflektiert und in der licht  empfindlichen Vorrichtung ein Wechselstrom  mit maximaler Amplitude erzeugt.

   Ist nun  diese Stelle mit einer Farbe     bedruckt,    deren  Farbstoff eine Wellenlänge hat, die stark  verschieden ist von der Wellenlänge, für     v#el-          che    die Zelle am empfindlichsten ist, in die  sem Fall zum Beispiel rot, dann gelangt  praktisch kein Licht in die Photozelle. Durch  Messen des Wechselstromes bei einer be  stimmten Intensität. dieser, als Beispiel an  geführten roten Farbe, kann der     Anteil    der  roten Farbe als Funktion des Wechselstromes  mittelst geeigneten elektrischen     Messinstru-          menten,    wie Voltmeter oder dergleichen  quantitativ bestimmt werden.  



  Das in     Fig.    8 dargestellte weitere Aus  führungsbeispiel verwendet statt einer  gleichmässigen Farbenlinie eine solche, die       aus    einer grossen Anzahl senkrecht zur Lauf  richtung der Kontrollinie aufgedruckten  feinen Linien besteht. Bei dieser Anordnung  wird der aus einer konstanten Lichtquelle  stammende, durch einen nicht dargestellten  Farbfilter monochromatisch gemachte Licht  strahl A durch Reflexion auf der aufge  druckten     sogenannten    Tonlinie Z (helle und  dunkle Streifen) einer Photozelle bei B zu  geführt. Dieser, aus hellen und dunklen  Linien bestehende Tonstreifen erzeugt eine  Wechselspannung in der Photozelle. Die Am  plitude dieses Wechselstromes ist umso  grösser, je grösser der Kontrast zwischen hel  len und dunklen Linien auf der Tonspur ist.

    Durch Messen der Wechselspannung kann  die Abweichung der     verwendeten    von einer  bestimmten andern Farbe wiederum be  stimmt werden. Bei dieser Anordnung wer  den nur dann     genaue    Resultate erzielt, wenn  die Kontrollinie mit gleichförmiger Ge  schwindigkeit vor der     Abtaststelle    vorbei  geführt wird. Zu diesem Zweck wird zum  Beispiel der Kontrollapparat so an die Rota  tionsdruckmaschine montiert, dass das Papier      sofort nach Verlassen der Druckwalze durch  die Prüfanordnung geführt wird.  



  Die in     Fig.    4 dargestellte weitere Aus  führungsform verwendet statt einer einzigen  Photozelle noch eine sogenannte Kompensa  tionszelle. Die Arbeitsweise dieser Vorrich  tung ist folgende: Der gleiche, durch die  Lochscheibe     LS    zerhackte, durch den Farb  filter     I'    monochromatisch gemachte Licht  strahl, der die Kompensationszellen<I>KP</I>  trifft, wird auch zur     Abtastung    des auf dem  Papier Z gedruckten Farbstreifens verwen  det. Da. beide Photozellen in einer Differen  tial- oder Brückenschaltung arbeiten, können  in der Kompensationszelle<I>KP</I> Wechselspan  nungen erzeugt werden, die jene der     Abtast-          photozelle    P bei ungedrucktem weissen Pa  pier gerade aufheben.

   Wird nun statt weisses  Papier eine Druckfarbe     bestrahlt,    so liefert  die     Abtastphotozelle    P eine     Modulations-          spannung    an die Verstärker- und     Messeinrich-          tungen.    Sollen zwei bestimmte     Farbenmuster     miteinander verglichen werden, so     wird    der  auf die Kompensationszelle auffallende  Lichtstrahl durch das Vergleichsmuster  reflektiert, während das zu untersuchende  Muster Z vor der     Abtastzelle    gehalten wird.  Sind beide     Farbmuster    gleich, so wird keine  Wechselspannung im Eingangsstromkreis des  Verstärkers erzeugt.  



  Es können auch besondere Streifen für  sich allein gedruckt werden und zwecks Be  stimmung der Farbenschwankungen durch  eines der angegebenen Verfahren verglichen  werden.  



  In sämtlichen hier beschriebenen An  ordnungen können statt einer Lochscheibe  zur Erzeugung eines in einem     bestimmten     Rhythmus unterbrochenen Lichtstrahls auch  andere elektrische oder mechanische Vor  richtungen verwendet werden, die zum sel  ben Ziele führen. Die Beleuchtungslampe  kann beispielsweise aus einer Metalldraht  lampe bestehen, welche     mittelst    Wechsel  strom einer bestimmten Frequenz     gespiesen     wird. Dabei eignen sich besonders solche  Glühlampen, welche eine geringe thermische    Trägheit ihres Heizfadens besitzen. Dieser  Wechselstrom kann einem passenden Um  former entnommen werden, oder es kann  durch     Frequenzvervielfachung    auch der nor  male, dem Lichtnetz entnommene Wechsel  strom, verwendet werden.  



       Fig.    5 stellt ein Ausführungsbeispiel  einer     Verstärkerschaltung    mit den dazu ge  hörigen     Messanordnungen    dar. Die Photo  zelle P     wird    mittelst Batteriestrom     g        espiesen.     Die durch den Anpassungswiderstand der  Photozelle erzeugte Wechselspannung wird  über den Kondensator C dem Gitter der     Ver-          stärkerröhre        R        aufgedrückt.    Die     anodenseitig     verstärkte Wechselspannung wird über den       Übertrager        Tr    dem  <RTI  

   ID="0003.0034">   Messinstrument    M zuge  führt. An den Klemmen 1 und 2 können noch  weitere     Messinstrumente    angeschlossen werden.  Der in dem Ausgangstransformator     Tr    indu  zierte Wechselstrom wird entweder mittelst  eines Voltmeters gemessen oder in Serie mit  einem Belastungswiderstand einem     Milli-          a.mpAremeter    zugeführt. Die Einstellung die  ses     Messapparates    erfolgt derart, dass für  einen bestimmten Farbwert das     Messinstru-          ment    einen mittleren Ausschlag zeigt. Wird  nun die Farbe dunkler oder heller, so ändert  sich entsprechend der Ausschlag am Instru  ment.

   Die Skala dieses     Hessinstrumentes     kann,     wenn    es sich um eine bestimmte Far  benmischung handelt, bei welcher ein Lö  sungsmittel der Farbe zugesetzt ist, so erfol  gen, dass diese Skala direkt in Prozente Farb  stoff beziehungsweise Lösungsmittel einge  teilt wird. Um auch bei beabsichtigter Än  derung der Farbe Abweichungen sofort fest  stellen zu können, können Regulierorgane so  in die Apparate eingebaut werden, dass eine  nachträgliche Änderung des Ausschlages des       Kontrollinstrumentes    zu jeder Zeit möglich  ist.

   Als solche Regulierorgane können bei  spielsweise Blenden (B in     Fig.    2 und 4) zur  Regulierung der auffallenden Lichtmengen  verwendet werden, oder es können in die  Stromspeiseleitungen der Beleuchtungslampe  Regulierwiderstände eingebaut werden. An  dererseits können auch weitere Regulier  organe in die     Verstärkerapparate    vorgesehen      werden. Solche Regulierorgane sind zum  Beispiel Widerstände, die in die Anoden  leitungen der     Verstärkerröhren    eingeschaltet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Bestimmen von Farbab weichungen, bei welchen ein durch die zu untersuchende Farbe beeinflusster, in einem bestimmten Rhythmus schwan kender Lichtstrahl einer strahlungsemp findlichen Vorrichtung zugeführt wird, wodurch in dieser ein Wechselstrom er zeugt wird, und die Farbabweichung durch Messen dieses Wechselstromes be stimmt wird, dadurch gekennzeichnet; dass man den von einer Lichtquelle aus gehenden Lichtstrahl monochromatisch macht von der Wellenlänge, für welche die strahlungsempfindliche Vorrichtung am empfindlichsten ist.
    II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bei wel cher die Lichtquelle so mit Bezug auf die strahlungsempfindliche Vorrichtung angeordnet ist, dass ein von der Licht quelle ausgehender Lichtstrahl nach Be einflussung durch die Farbe zu der strahlungsempfindlichen Vorrichtung ge langen kann, und mit Mitteln zum Mes- sen des in der lichtempfindlichen Vor richtung erzeugten Wechselstromes, ge kennzeichnet durch einen Lichtfilter, durch welchen der auf. die strahlungs empfindliche Vorrichtung gelangende Lichtstrahl monochromatisch gemacht wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Lichtstrahl auf eine aus feinen Quer streifen bestehende Tonspur auftreffen lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man den Lichtstrahl auf einen mit gleichmässiger Geschwindigkeit be wegten, die Tonspur tragenden Papier streifen auffallen lässt, nachdem dieser eine Druckwalze einer Rotationsdruck maschine verlassen hat. 3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass als strah lungsempfindliche Vorrichtung eine sol che dient, die eine in Brückenschaltung arbeitende Kompensationszelle aufweist.
CH157992D 1931-04-30 1931-04-30 Verfahren und Einrichtung zum Bestimmen von Farbabweichungen. CH157992A (de)

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