CH146984A - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung hoher Gleichspannung aus Wechselstrom. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung hoher Gleichspannung aus Wechselstrom.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung hoher Gleichspannung aus Wechselstrom. Es sind bereits Einrichtungen bekannt, durch die eine Wechselspannung mittelst elektrischer Ventile und Kondensatoren in konstante (äleichspannung verwandelt werden kann, und zwar erhält man je nach der An ordnung Gleichspannung im doppelten oder in beliebig vielfachem Betrage der benutzten Wechselspannung. Jede solche Einrichtung besitzt zwei Anschlussstellen für den Ein phasenwechselstrom und zwei Gleichstrom-. pole, die sich nun wie die Pole einer Bat terie verhalten.
Gegenstarid der Erfindung ist ein Ver fahren, das erlaubt, zur Erzielung hoher Spannungen die Gleichstrompole beliebiger solcher Aggregate hintereinander zu schalten und dabei alle Aggregate durch eine und dieselbe Wechselstromquelle zu speisen. Es ist klar, dass dies nicht ohne weiteres mög lich ist.
Denn legt man die Wechselstrom seiten zweier Aggregate an dieselbe Strom quelle und verbindet gleichzeitig zwecks Hintereinanderschaltung derGleichspannungen etwa den negativer) Pol des einen Aggre- gates mit dem positiven des andern, so ent steht Kurzschluss, und man erhält daher an den zwei freibleibenden Gleichstrompolen nicht die Summe der Gleichspannungen beider Aggregate.
Eine solche Hintereinanderscbaltung ist jedoch möglich, wenn man Hilfskondensatoren zwischen die Wechselstromquelle und die Gleichrichter schaltet.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele von Einrichtungen zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfin dung.
In dem Schema der Fig. 1 bedeuten K, K' die Pole der Wechselstromquelle, <I>A , A',</I> A2, <I>A-',</I> A-2 die einzelnen Gleich richteraggregate, von denen A direkt an die Pole K, K' angelegt ist, mit denen die übrigen Aggregate über Kondensatoren C', C2, C-', C-2 verbunden sind, die den Aus gleich der Gleichspannung der einzelnen Aggregate untereinander über die Wechsel stromseiten verhindern,
aber anderseits die Speisung der Aggregate mit Wechselstrom aus K, K' ermöglichen. P, P' sind die freien Gleichstrompole.
Die endgültige Gleichspannung an den Aggregaten wird nicht sofort nach Einschal ten des Wechselstromes erreicht, sondern sie bildet sich, wie dies in bezug auf Einzel aggregate bekannt ist, erst im Verlaufe einer Reihe von Perioden aus. Ist die Endspan nung einmal erreicht, dann wirken die Kon densatoren C1, C2, C-1, C-2 usw. als reine Blockkondensatoren; während der Auflade- periode hingegen wirken sie gleichzeitig als kapazitive Wechselstromwiderstände, durch welche hindurch die einzelnen Aggregate mit Wechselstrom gespeist werden.
Diese zwei fache Wirkung ist auch vorhanden, wenn an den Gleichstrompolen P, ±D' Strom. entnom men wird. Durch die Kapazitäten C1; 01, C-1, C-2 wird dann entsprechend der Gleich stromentnahme Wechselstrom an die ein zelnen Aggregate nachgeliefert.
Während nach dem Schaltungsschema der Fig. 1 die Aggregate A1, A-1 durch je einen Blockkondensator, dieAggregateA2, A.- 2 durch je zwei Blockkondensatoren mit den Wechselstrompolen K, K' verbunden sind, können, wie in Fig. 2 dargestellt, mit der selben Wirkung auch alle Aggregate nur durch je einen Blockkondensator mit K und K' verbunden werden.
Die eine Seite der Kondensatoren bleibt dann wie in Fig. 1 mit den Aggregaten verbunden, die andere Seite aber wird direkt mit K bezw. K' verbunden. Dies hat zwar den Nachteil, dass die Kon densatoren höherer Nummern fortlaufend höhere Spannungen auszuhalten haben, ein Nachteil, der sich durch den Ersatz der ein zelnen Kondensatoren durch mehrar-e hinter einandergeschaltete nur teilweise beheben lässt; man erzielt aber immerhin den Vorteil, dass durch die unmittelbare Verbindung aller Blockkondensatoren mit der Stromquelle eine intensivere Speisung der Aggregate höherer Nummern eintritt und dementsprechend an den Gleichstrompolen P, P' intensiveren Gleichstrom abgenommen werden kann.
Bei der Schaltung von Fig. 1 werden die Aggregate höherer Nummern durch entspre- chend viele hintereinandergeschaltete Kon densatoren C1, C-1, C2, C-2 usw. gespeist. Der Wechselstromwiderstand dieser Serien schaltung wächst mit der Anzahl der Kon densatoren. Demzufolge werden die äusseren Aggregate schwächer gespeist. Der entnehm- bare Gleichstrom ist also kleiner bei vielen Aggregaten als bei wenigen. Hingegen hat diese Anlage den Vorteil, dass alle Block kondensatoren gleichmässig auf Spannung be ansprucht werden.
Es ist ersichtlich, dass man die Aggre gate mit negativem Index weglassen kann, ohne die Wirkung der Aggregate mit posi tivem Index zu beeinflussen. Es ist aber zweckmässig, zu beiden Seiten von<B>A</B> gleich mässig Aggregate anzugliedern. Denn würden zum Beispiel die Aggregate t1-1, A-2 rechts anstatt links vors A angeschlossen, so wäre ihre Speisung aus dem eben genannten Grunde eine viel schwächere. Zugleich hat aber die symmetrische Anordnung der Fig. 1 auch den Vorteil, dass beide Halbwellen des Wech selstromes ausgenutzt werden.
Irn übrigen brauchen die Aggregate nicht gleichartige zu sein. Es lassen sich solche mit verschieden hoher Gleichspannung nach Fig. l zusammenschalten. Ein Ausführungs beispiel für die Zusammensetzung aus Aggre gaten, die einzeln Gleichspannung von dop peltem Betrage der Wechselstromspannung liefern, ist in Fig. 3 gegeben.
Die Schaltung der Fig. 4 unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 3 ebenso wie die der Fig.2 von derjenigen der Fig. 1, indem nur je ein Blockkondensator zwischen die Pole der Wechseistrornquelle und die einzelnen Aggregate gelegt ist.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 dienen die Arbeitskondensatoren .B der Bat terie zugleich als Blockkondensatoren, so dass die mit dieser Batterieseite verbundenen Blockkondensatoren nebst Verbindungslei tungen in Fortfall kommen konnten und nur die Zellensr;ite der Batterie mit Blockkon densatoren verbunden ist.
Das beschriebene Verfahren kann auf alle Arten von Weclrselstrom-Gleichstrom- Umformern, Elektrolyt-, Quecksilber-, Glüh- kathodenröhren-Gleichrichter angewandt wer den; nur liegt die Grenze der technischen Verwendbarkeit dort, wo die Blockkonden satoren bei der nötigen Spannungsgrenze noch die genügende Kapazität besitzen, um den Durchfluss des nötigen Wechselstromes zu ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Erzeugung hoher Gleich spannung aus Wechselspannung, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrompole mehrerer mit Kondensatoren zusammen arbeitender Gleichrichter in Serie ge schaltet und die Wechselstrompole unter Zwischenschaltung von Blockkondensa toren mit einer und derselben Wechsel stromquelle verbunden werden. II. Einrichtung zur Ausführung -des Ver fahrens gemäss Patentansprucb I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere mit Kon densatoren zusammenarbeitende Gleich richter gleichstromseitig hintereinander geschaltet sind, während ihre Wechsel strompole mindestens zum Teil über Blockkondensatoren mit einer Wechsel stromquelle verbunden sind.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Arbeits- kondensatoren der Gleichrichter zugleich als Blockkondensatoren benutzt werden und nur die Zellenseite der Gleicbrichter mit besonderen Blockkondensatoren ver bunden wird. 2. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass je ein Block kondensator zwischen zwei Wechselstrom pole zweier aufeinanderfolgender Gleich richter eingeschaltet und an irgend einen der Gleichricbter die Wechselstromquelle direkt angelegt ist. 3.Einrichtung gemäss Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass alle Blockkon densatoren einerseits mit den Wechsel . strompolen der Gleichrichter, anderseits direkt mit der Wechselstromquelle ver bunden sind und einer der Gleichrichter ohne Blockkondensatoren direkt an die Wechselstromquelle angelegt ist. 4.Einrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Wechsel stromquelle ohne Blockkondensatoren an den mittleren Gleichrichter angeschlossen ist und symmetrisch unter Zwischenschal tung von Blockkondensatoren die übrigen Gleichrichter angeschlossen sind, zum Zwecke, beide Wechselstromwellen aus zunutzen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH146984T | 1930-06-26 |
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| CH146984A true CH146984A (de) | 1931-05-15 |
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ID=4403104
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|---|---|---|---|
| CH146984D CH146984A (de) | 1930-06-26 | 1930-06-26 | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung hoher Gleichspannung aus Wechselstrom. |
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| CH (1) | CH146984A (de) |
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1930
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