Verfahren zum Zusammenbau von plattenförmigen Elektroden zu galvanischen Elementen bezw. Batterien. Die Erfordernisse der Praxis bei dem Zusammenbau von plattenförmigen Elektro den zu Zellen für Stromerzeugung bezw. zu Batterien sind bei der. bisher vorgeschlagenen Verfahren wenig berücksichtigt. Die zu stel lenden Bedingungen müssen .nicht nur be helfsmässig erfüllt werden, sondern das Ver fahren muss so ausgestaltet sein, dass es un ter Aufwand geringsten Lohnes, unter Ver meidung platzsperrender Zubehörteile eine feste und exakte Verbindung der Zellen ge währleistet. Das Verfahren nach der Erfin dung erfüllt diese Bedingungen einwandfrei.
Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass die Plattanelektroden und Zwischenrahmen in einer Form überein ander geschichtet unter Druck gesetzt wer den und durch Vergiessen züi einem fest zu sammenhaftenden elektrolytdichten Element bezw. Batterie vereinigt werden. Die Form kann -aus einer- festen Pressform mit be- weglichem Stempel bestehen. Es kann je doch auch eine Form verwendet werden, welche aus elastischem Material besteht. Eine solche Form wäre beispielsweise ein normaler Batteriekarton.
Die Abbildungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens gemäss der Erfindung.
Fig. 1 stellt eine Endplatte in Vorder- und Seitenansicht, Fig. 2 einen Zwischen rahmen zur Bildung der Elektrolyträume in der Montage- bezw. Vergussform, Fig. 3 ei nen.
derartigen Zwischenrahmen in Seitenan sicht, Fig. 4 einen etwas anders ausgebil deten Zwischenrahmen, Fig. ä, eine Verguss- vorrichtung in Draufsicht und Fig. 6 die Anordnung einer Metallelektrode bei einer Einzelzelle dar.
Zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung kann folgendermassen vorgegangen werden Die Montage erfolgt .dergestalt, dass auf den Boden 111 der aufrecht stehenden Ver- gussform eine Endplatte 2 aus irgend einem steifen Material, zum Beispiel Pappe, gelegt wird, und zwar dergestalt, dass die umgebo genen Ecken 3 nach oben zu liegen kommen, während die Eckchen 4 führend an die In nenseite der Wände .1b und 1 der Form grenzen. Auf diese Endplatte kommt eine Depolarisationsmasseplatte 5, deren Lage sich zwangsläufig durch die eingebogenen Ecken 3 der Endplatte 2 in der in Fig. 1 punktierten Art ergibt.
Auf die Depolarisa- tionsmasseplatte5 wird der Zwischenrahmen 6, der den Elektrolytraum bildet, gelegt. Die ser Zwischenrahmen hat Nasen 7 (Fig. 2), die sich wiederum führend' an die Kanten 1b und 1e der Vergussform legen. Ausserdem hat der Rahmen angebogene Eckchen 8 (Fig. 3,) die nach oben zu liegen kommen und der nun folgenden Metallelektrode 9. so wohl wieder auf diese montierten Depolari- sationsmasseplatte 5a die richtige Lage an weisen.
In den Innenraum des Zwischenrah men 6 wird ein Mittelstück 10 (Fig. 4) ge legt, das eventl. mit dem Zwischenrahmen 6 in der in Fig. 4 punktiert dargestellten Art verbunden sein kann. Dieses Mittelstück hat den Zweck, ein Durchdrücken und Berühren der Elektroden 5 und 9 zu verhindern. Diese Aufgabe könnte eventuell auch dadurch er füllt werden, dass die zum Schutz des De- polarisators übliche Leinwand oder die Me tallelektrode kleine Erhöhungen aus isolieren dem Material in der Stärke des Rahmens 6 erhält.
Auf die Depolarisationsmasseplatte 5a kommt wieder ein Zwischenrahmen 6a zu liegen, .dann eine Metallelektrode 9a und dann eventuell weitere Platten und Zwi schenrahmen der beschriebenen Form bis zur gewünschten Zellenzahl. Auf die letzte Elek- trodenplatte wird eine Endplatte 2 montiert, deren Ecken nach unten zeigen. Auf die letzte Endplatte kommt eine genau in die Vergussform passende Metallplatte 11 zu lie gen, welche für die eventuell nun kommende Batterie als Boden dient.
Die Beschreibung des Aufbaues der auf die Metallplatte 11 zu montierenden weiteren Batterie erübrigt sich, da sie vollkommen mit der geschilder ten Art übereinstimmt. Auch zeichnerisch ist in Fig. 5 nur eine Batterie von 3 Zellen dargestellt und der Raum, den die zweite Batterie zwischen Metallplatte 11 und 12 einnimmt, freigelassen. Mittelst Gewinde spindel 13 werden die zwischen der Me- tallpfatte 12 und dem Boden 1 liegen den Platten und Zwischenrahmen fest zu sammengepresst, die Vergussform wird um gelegt, so dass die Seite 1e nach unten zu liegen kommt,.
in beziehungsweise auf die Öffnungen 14 der- Zwischenrahmen. 6 wird ein Deckel gelegt. Nunmehr wird zwischen Boden 1a und Platte 11 beziehungsweise zwischen. Platte .11 und Platte 12 eine ge eignete Vergussmasse gegossen, die natürlich die Räume 15 zwischen der Vergussform und den Elektroden bezw. den Zwischenrahmen aus füllt.
Wird nach Erkalten der Vergussmasse der Pressdruck aufgehoben, so sind in dem beschriebenen Fall zwei Batterien entstanden, deren äussere Torm dein Innenraum der Ver- gussform entspricht und die äusserst fest zu sammenhalten, weil die eingebogenen Ecken 3 der Endplatten 2 in die Vergussmasse ebenso hineinragen, wie die Ecken 8 der Rahmen 6.
Bei einer einzigen Zelle kann man, wie in Fig. 6 dargestellt, die Metallelektrode kürzer machen wie die Depolarisationsmasse- platten, damit das Einfüllen des Elektrolyten erleichtert ist.
Das geschilderte - Verfahren unter Ver wendung von Endplatten aus steifem Ma terial erscheint technisch am zuverlässigsten. Es ist aber auch eine Art des Verfahrens anwendbar, bei der die Formgebung des Vergussmaterials an den Aussenkanten nicht durch eine feste Hilfsform erfolgt, sondern durch Verwendnug einer Umhüllung (etwa ähnlich der beute üblichen Normal-Batterie- Kartons), die mit den darin befindlichen Elektroden und Zwischenrahmen zusammen gedrückt werden kann, und die seitlich und unten Raum für die dichtende Vergussmasse bietet.
In diesem Falle ist nur eine Vorrich- tung zum Zusammendrücken der Platten und Zwischenrahmen während des Vergiessens nötig, da die äussere Formgebung der Ver- gussmasse durch. den Karton erfolgt.
Bei Plattenbatterien spielt es zur Ver ringerung des innern Widerstandes nicht nur eine Rolle, dass die Metallelektroden bei bi polarer Ausgestaltung fest an den Kohlen elektroden liegen, sondern dass auch die Stromentnahmkontakte möglichst innige Ver bindung mit den entsprechenden Elektroden haben. Bei den Metallelektroden ist dies ein fach dadurch erreichbar, dass Teile der Me tallelektrode selbst infolge ihrer Formgebung als Kontakt dienen. Bei der Kohlerielektrode muss ein besonderer Kontakt angeordnet werden. Um dessen sichere Lage an gewoll ter Stelle zu gewährleisten, empfiehlt es sich, ihn an beziehungsweise in der Umhüllung zu befestigen, beispielsweise so, wie es in Fig. 1 bei einer Endplatte aus steifem Ma terial dargestellt ist.
Platte 2 hat zwei Schlitze, durch die der Kontakt 16 von aussen nach innen oder umgekehrt geführt wird. Die Befestigung der Kontakteinrichtung kann natürlich auch so eingerichtet werden (zum Beispiel Nietung), dass sie dauernd fe dernd bleibt, also ausser ihrer Kontaktwir kung einen Druck auf die Konstruktionsteile der Batterie ausübt.