CH123783A - Selbsttätige Reibungskupplung. - Google Patents

Selbsttätige Reibungskupplung.

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CH123783A
CH123783A CH123783DA CH123783A CH 123783 A CH123783 A CH 123783A CH 123783D A CH123783D A CH 123783DA CH 123783 A CH123783 A CH 123783A
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Karl Kaisser
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Karl Kaisser
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  Selbsttätige     Reibungskupplung.       Unter den verschiedenen bekannten Rei  bungskupplungen nehmen die sogenannten       Spreizringreibungskupplungen,    deren Kupp  lungsring durch zwei oder mehr einander  gegenüberliegende     Pressglieder    radial und       tangential    auseinander gepresst wird, einen  hervorragenden Platz ein. Sie haben den  Nachteil, dass die Kupplung und     Entkupp-          lung    zwischen dem treibenden und dem ge  triebenen Teil nicht selbsttätig erfolgt, son  dern durch Hebel oder andere     Vorrichtungen     von aussen betätigt werden müssen.  



  Ausser den angeführten     Spreizringkupp-          lungen    sind selbsttätig wirkende Reibungs  kupplungen bekannt, bei denen die Kupplung  dadurch selbsttätig vor sich geht, dass die  Kupplungselemente (zu Schleifbacken ausge  bildete Blöcke oder dergleichen) durch die       Fliehkraftwirkung    direkt an den zu treiben  den Teil     angepresst    werden, um ihn mitzu  nehmen. Der Nachteil- dieser Kupplungen ist,  dass die     Anpressung    der Kupplungselemente  genau in dem Verhältnis steigt oder sinkt,  wie die Umdrehungszahl des     treibenden    Teils  zu- oder abnimmt.

   Dadurch kommt es häufig    vor, dass die Einkupplung entweder zu früh  erfolgt und beim     Abstellen    die Kupplungs  elemente kleben bleiben oder aber, dass, wenn  die Schleifbacken von     entsprechenden    Fe  dern im Anfang zurückgehalten werden, um  ein verfrühtes Einkuppeln zu vermeiden,  schon bei geringer Überlastung oder bei wenig  verminderter Umdrehungszahl des - rotieren  den Teils, leicht ein Gleiten eintreten kann.  



  Für viele Zwecke wirken diese angeführ  ten Nachteile störend, weshalb von dem Ein  bau einer selbsttätigen Kupplung Abstand  genommen     wind,    obwohl     siel    von     wesent-          lichenVorteilwäre.    So ist es     beispielsweise    zum       stromstosslosen    Anlassen von Elektromotoren  besonders     Drehstrommotoren    mit     Kurzschluss-          anker)    erforderlich, dass die     Kupplung    nicht  eher voll     wirksam    werden kann,

   als der     Sta-          tor    die ganze Netzspannung erhält und da  mit sein volles Drehmoment entwickelt.  



  Es ist     fern8r    von grosser     Wichtigkeit,    dass  nach erfolgter Kupplung jedes Gleiten zwi  schen den treibenden und dem     getriebenen     Teil unmöglich ist, und dass eine Entkupplung  keinesfalls bei einem gewöhnlichen Nachlas-      sen der Umdrehungszahl, wie es in ,jedem Be  triebe häufig vorkommt, eintreten kann, son  dern erst dann, wenn die Umdrehungszahl  beträchtlich unter Normal gesunken ist und  damit ein Entkuppeln wünschenswert ist.  



       Gegenstand,der    Erfindung ist .eine selbst  tätige Reibungskupplung, mit welcher diese  Kupplungsweise einwandfrei dadurch ermög  licht wird, dass mindestens ein Kupplungsele  ment von gesonderten, einer Hilfskraft unter  stellten Fliehkörpern, mittelbar oder un  mittelbar, derart beeinflusst wird, dass ;las  Kupplungselement für sich selbst zunächst  nur eine Art     Vorkupplung    bewirken kann  und die endgültige Kupplung, mit Hilfe der  Fliehkörper, erst dann erfolgt, wenn der trei  bende Teil eine vorher festgesetzte, das heisst  seine Normalumdrehungszahl erreicht hat,  während das Entkuppeln erst dann eintritt,  wenn die Umdrehungszahl     beträchtlich    unter  die Normale gesunken ist.  



       Zw    eckmässig enthält die Kupplung noch  mindestens ein     Verrie.gelungsorgan,    welches  von gesonderten Fliehkörpern     beeinflusst     wird und jedes Gleiten des     gekuppelten    Teils  im Kupplungszustand verhindert.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgegenstan  des in Gestalt einer     Spreizringkupplung    dar  gestellt, jedoch kann selbstverständlich auch  eine andere Reibungskupplung gemäss der  Erfindung ausgebildet werden.  



       Abb.    1 ist ein Längsschnitt nach der  Linie     q-B    der     Abb.    2;       Abb.    2 ist ein Querschnitt nach der Linie       C"-D    in     Abb.    1;       Abb.    3 zeigt einen Längsschnitt nach der  Linie     E-F    in     Abb.    2, und       Abb.    4 ist ein Querschnitt nach der Linie       G-H    in     Abb.    1.  



  Hierbei ist a eine Riemenscheibe, gegen       deren    Innenmantel der     gesprengte    Kupp  lungsring b anliegt, welcher in bekannter       Weise    durch zwei einander gegenüberliegende       Pressglieder    c, d     auseinandergespreizt    und da  mit gegen die Riemenscheibe     angepresst    wird.  Auf der antreibenden Welle e sitzt     aufge-          keilt    ein     Gusskörper    f, der gegenüber der    Kupplungsfläche ein     Kreiizstüeli        g    bildet.

    In zwei einander     gegenüberliegenden    Armen  dieses     Iireuzstüclzes    sind die     Pressglieder    c.  d radial verschiebbar angeordnet. Sie     liegen     auf das Kreuzstück in der Achsrichtung  durchsetzenden     doppelhebelartigen    Fliehkör  pern, -die um Bolzen     h    drehbar sind     und     deren längerer Arm i. am Ende zu den schwe  ren Fliehgewichten 1 ausgestaltet ist, wäh  rend .der kürzere Arm 1 mit seinem abgerun  deten Ende gegen einen     federbeeinflussten    auf  dem Körper     f        achsial    verschiebbaren Feder  teller in anliegt.

   Der Federteller steht unter  dem Einfluss einer starken     Schraubenfeder        jt.     welche ihn fest gegen die,     Fliehgewichtshebel          i.,    1     anpresst.     



  In den beiden andern, einander gegen  überliegenden Armen des Kreuzstückes g  sind die Dorne o radial verschiebbar gelagert,  die seitlich zwischen dem     Kupplungsring    und  den Fliehgewichten     7,:    angeordnet sind. Die  zur Verriegelung dienenden Dorne stehen mit  leichteren Fliehkörpern in     gelenkigerVerbin-          dung,    die um Bolzen     ir    drehbar sind und deren  längerer Arm q zu leichteren Fliehgewichten  r ausgebildet: ist, während der kürzere Arm s  mit seinem     abgerundeten    Ende gleichfalls  gegen den Federteller in anliegt.

   Bei hoher       Umdreliuiigszalilkann    die stirnseitige     Drucl@-          fläche    des Federtellers     m.    wie im Ausfüh  rungsbeispiel angegeben, vorteilhaft als     eiere     zweifach gebrochene     Kegelfläche    ausgestal  tet sein, in der     )Äleise,    dass der äussere Teil  als steilere Kegelfläche t, der innere Teil als  flachere Kegelfläche     tt.    ausgestattet ist.

   Die  Innenseite der     Riemenscheibe        a    ist gegenüber  den     Verriebelurigsdornen    o mit. mehreren  zahnartigen Ausschnitten     .v        versehen.     



  Die Wirkungsweise der Kupplung ist fol  gende:  Bei Leerlauf dreht sich der innere Kupp  lungsteil lose innerhalb der feststehenden       Rieinenseheibe        R.    wobei die schweren Flieh  gewichte     i.,        k,    1 die in     Abb.    1 gestrichelt ein  gezeichnete Stellung einnehmen, in welcher  die steilere Kegelfläche     t    des Federtellers     iu     gegen die Arme 1 und s der     Fliehge@vichte     drückt.

   Hierbei schleift der zufolge seiner      eigenen     Fliehkra.ftwirkung    und derjenigen  der     Pressglieder    c und d gespreizte Kupp  lungsring bereits bremsend auf der     Riemen-          scheibe,    wodurch eine     Vorkupplung    bewirkt  wird, ohne aber die volle Kupplung herzu  stellen.

   Solange die Umdrehungszahl des  treibenden Teils die     gewünschte    Grenze nicht       e        rreie        i        ht        hat,        genügt        die        von        den        Fliehgewich-          ten    k entwickelte Fliehkraft nicht, um den  Federteller     mz    entgegengesetzt der Feder     "i,     vorzuschieben, so dass während dieser ganzen  Zeit.

   die     Kupplungsfliehgewichte    k in kei  ner     Weise    auf den Kupplungsring einwirken  können.     Erstwenn,die    Normalumdrehungszahl  erreicht ist, steigert sich die     Fliehkra-ftwir-          kung    in dem Masse,     da.ss    die Fliehgewichte k  langsam den Gegendruck des Federtellers in  überwinden und nunmehr in die in     Abb.    1  volleingezeichnete Stellung kommen, in wel  cher sie einerseits gegen die flachere ;Kegel  fläche     ac    des Federtellers anliegen und ander  seits die     P'ressglied.er    c, d in den Kupplungs  ring ,drücken.

   Damit arbeitet der Gegendruck  des Federtellers     uc    nur noch in sehr verrin  gertem Masse den Fliehgewichten k entgegen,  weil ein grosser Teil dieses Gegendruckes  durch die Bolzen     1z    aufgefangen     wird    und  der ;Kupplungsring kommt fest zum Anlie  gen an die Riemenscheibe a, womit die volle  Kupplung .des getriebenen Teils bewirkt wird.  



  Beim Kuppeln sinkt naturgemäss durch  die Antriebslast die     LTm.drehungszahl,    um  nach kurzer Zeit wieder auf die volle Höhe  zu gelangen. Sowie dies der Fall ist,     können     die leichteren, vom Spreizring b unabhängi  gen Fliehkörper weiter ausschwingen, wodurch  sie einerseits die Dorne o unter weiterem Vor  schieben des Federtellers m in die Zähne v  pressen und damit die Kupplung verriegeln,  so dass ein Gleiten des     gekuppelten    Teils un  möglich ist und anderseits die     Kupplungs-          fliehgewichte   <I>i, k,</I>     l    von dem Gegendruck der  Schraubenfeder     "z        nunm-ehr    vollständig entla  sten.  



  Bei nicht zu stark sinkender Tourenzahl  wird die Kupplung samt .der Verriegelung  keinesfalls wieder aufgehoben, da wie erläu  tert der Gegendruck der     Schraubenfeder        a       ausschliesslich nur auf die beiden leichteren       Fliehkrafthebel    q,     r,    s wirkt und deren Win  kelgrad im Verhältnis zur Auflagefläche am       Federteller        m    in d er Endstellung (wenn ver  riegelt) derart ist, dass die Bolzen p beinahe  den ganzen nicht unbedeutenden     Druck    der  Feder     na    auffangen.  



  Sinkt jedoch die Umdrehungszahl in unzu  lässiger Weise,     *    so lässt die Wirkung der  leichten Fliehkörper q,     r,    s derart nach, dass  nunmehr die     Seder    n zur Wirkung kommt  und den Federteller in zurückdrückt, wo  durch zuerst die Verriegelung und hiernach  der angetriebene Teil vom treibenden Teil  entkuppelt wird.  



  Infolgedessen erfolgen Kupplung     und     Entkupplung vollständig selbsttätig, und  zwar erstere in jenem Augenblick, in wel  chem der treibende Teil die normale Um  drehungszahl erreicht, während das     Entkup-          peln    erst dann stattfindet, wenn die Um  drehungszahl ganz bedeutend, zum Beispiel  auf '/"der normalen gesunken ist.  



  Erwähnt sei, dass an Stelle des gestuften  Federtellers     in    auch bei nicht zu hoher     Em-          drehungszahl    oder leichterem Fliehgewichte  für nur schwach belastete Kupplungen ein  Federteller Verwendung finden kann, der  keine gebrochene, sondern eine glatte Kegel  fläche besitzt, deren     Winkelgrad    derjenigen  Tourenzahl des antreibenden Teils angepasst  sein muss, bei der die Kupplung stattfinden  soll. Eventuell können auch zwei Federteller  oder ähnliche federbelastete, bewegliche Or  gane zur Bestimmung der Ein- und     Auskupp-          lungs-,    sowie     Verriegelungsmomente    vorge  sehen sein.

   Ferner ist es auch ohne weiteres  möglich, au Stelle der zwei     Verriegelungs-          dorne    o nur einen einzigen     Verriegelungsdorn     vorzusehen, oder     anstatt    nur einen Kupp  lungsring und ein vierteiliges Kreuzstück  zwei entweder zusammen oder nacheinander  in Wirkung tretende     Spreizringe    mit einem  sechsteiligen Kreuzstück zu verwenden.  



  Für besondere Fälle kann auch der Feder  teller     m.    mit einer     gesondert    und von aussen  zu     betätigenden    Vorrichtung versehen sein,  um durch Festhalten oder Freigeben des Fe-           dertellers    die Wirkung der selbsttätigen  Kupplung nach Belieben zu verhindern oder  zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Reibungskupplung, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kupp lungselement derart unter dem Einfluss von gesonderten, einer Hilfskraft unterstellten Fliehkörpern steht, dass das Kupplungsele ment für sieh selbst zunächst nur eine Art Vorkupplung bewirken und die endgültige Kupplung mit Hilfe der Fliehkörper erst er folgen kann, wenn der treibende Teil seine festgesetzte Umdrehungszahl erreicht hat, das Entkuppeln dagegen vom Kupplungsele ment erst dann vera.nlasst wird, wenn die Um drehungszahl des antreibenden Teils beträcht lich unter die Normale gesunken ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein von gesonderten Flieh körpern beeinflusstes Verriegelungsorgan enthält, welches im Kupplungszustand das Gleiten des gekuppelten Teils verhütet. ?. Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass sie mindesten ein unter Federeinfluss stehendes beweg lichos Organ enthält, das eine sehrä,ge Druckfläche hat zur Bestimmung der Ein und Auskupplungs-, sowie Verriege- lungsmomente. 3.
    Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und ?, gekennzeichnet durch als Doppelhebel (i., 7c, <I>l)</I> ausgestaltete Fliehkörper, die Pressglieder (c, d) eines Kupplungsringes beeinflussen und mit ihrem einen Arm. (1) gegen das federbeeinflusste, beweglielii- Organ anliegen.
    Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa- tenta.nsprueh und Unteransprüchen 1 und ?, gekennzeichnet durch den Einbau von Doppelhebel (q, r, s) bildenden leichteren Fliehkörpern, .die auf radial verstellbare Dorne (o) einwirken, gegen das federbeein- flusste bewegliche Organ anliegen und auf radial verstellbare Dorne (o) einwirken, welche in zahnartige Ausschnitte (r) des gekuppelten '.teils (a_)
    eingreifen und dir- sen damit verriegeln. 5. Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen I, ?, :; und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fliehgewichtshebel mit bogenförmiger Fläche gegen die schräge Druekflä.che des federbeeinflussten, beweglichen Organes anliegen, um eine stossfreie geräuschlos(# und durchaus zuverlässige Kupplung zu erreichen.
    Selbsttätige Reibungskupplung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und ?, dadurch gelzennzeichnet, dass das zur Bestimmung der Ein- und Auskupplungs- sowie V erriegelungsmomente dienende, be wegliche Organ mittelst einer von aussen betätigbaren Vorrichtung festgehalten oder freigegeben werden kann. um die Wirkung der selbsttätigen Kupplung zu verhindern oder zu ermöglichen.
CH123783D 1925-11-26 1926-10-11 Selbsttätige Reibungskupplung. CH123783A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1183320B (de) * 1955-07-18 1964-12-10 Renault Fliehkraftkupplung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1183320B (de) * 1955-07-18 1964-12-10 Renault Fliehkraftkupplung

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