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Schaufelrad zur Ausnutzung der Energie strömender Flüssigkeiten.
Gegenstand der, Erfindung ist ein Schaufelrad zur Ausnutzung der Energie strömender Flüssig- keiten, das aus einer Scheibe besteht, die zu beiden Seiten je einen Schaufelkranz trägt. Von bereits bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende Erfindung darin, dass jeder der beiden Kränze aus an dem Umfang des Rades befestigten, derart gewölbten Schaufeln besteht, dass der von der einen oder andern Seite parallel zur Radachse eintretende Flüssigkeitsstrom radial austritt, wobei in dem der Stromrichtung abgekehrten Seha, ufelkranz Gegenströmungen ausgenutzt werden. Es wird also der schädliche Einfluss von Gegenströmungen nicht nur vermieden, sondern die Gegenströmungen
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Flüssigkeitsströmung stets im selben Sinne umläuft.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 ein Längsschnitt, Fig. 3 die Ansicht einer Stirnfläche des Rades.
Eine Scheibe 1 ist auf einer sie zentral durchsetzenden Welle 2 festgekeilt. An dem Umfang der
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Betracht. Die Welle kann stark oder durch Anwendung beliebiger Mittel biegsam ausgebildet sein.
Um das spezifische Gewicht der Vorrichtung dem Wasser gegenüber verändern zu können, werden entweder Schwimmer oder ein Ballast vorgesehen, zu dessen Unterbringung in der Scheibe geeignete Hohlräume angeordnet werden.
Wird die durch entsprechende Einstellung ihres spezifischen Gewichtes schwimmfähig gemachte Vorrichtung in einer Flüssigkeitsströmung mit der Achse in der Stromrichtung verankert, so rotiert die
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verhält sie sich genau wie bei wagrechten Strömungen. Durch Kuppeln der Ach3en mehrerer gleichartiger Elemente gemäss der Erfindung können Aggregate beliebiger Länge und entspechender Leistung gebaut werden.
Die Scheibe kann voll oder hohl ausgebildet und zwecks Erhöhung des Wirkungsgrades, bequemer Anordnung oder Herstellung eine abweichende Form erhalten, z. B. die einer Linse, eines Zylinders, Doppelkegels oder Rotationsdoppelparaboloides. Die Hohlräume in der Scheibe können zur Unter- bringung von Maschinen Beliebiger Art, z. B. elektrischer Generatoren, verwendet werden.
Die Vorrichtung kann an Brückenpfeilern, Inseln, Felsen, natürlichen oder künstlichen Riffen mittels schwimmender Ketten angeordnet werden. M 1n kann sie ferner an den wechselnden Wasser-
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des Meeres und auch die dausrnden oder wechselnden Strömungen in den Gebieten ausnutzen, welche die Meere miteinander verbinden. Schliesslich knn mm die Vorrichtung auch in Kanälen, die Seen
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anwenden. Auch die Energie lotrechter, mit dem Meer verbundener Kanäle oder Brunnen, deren Wassersäule Schwingungen ausführt, kann man mit der Vorrichtung gemäss der Erfindung ausnutzen.
Die Vorrichtung kann auf Schwimmern, Pontons und Schiffen aller Art angeordnet werden. Je nachdem Strömungen oder Schwingungen des Wassers auszunutzen sind, dienen diese Schwimmkörper nur als Anbindeplätze für die mittels schwimmender Ketten befestigten Aggregate oder als Stützen für die Aggregate selbst. Hiebei setzt sich die geringste Welle, jede Schwingung, jedes Schlingen und Schwanken des Schwimmers im Rade sofort in mechanische Energie um.
Veraltete und ausser Dienst gesetzte Schiffe beliebiger Art können durch die Vorrichtung gemäss der Erfindung in schwimmende Kraftzentralen oder Werkstätten umgewandelt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaufelrad zur Ausnutzung der Energie strömender Flüssigkeiten, bei dem je ein Schaufelkrauz beiderseits einer Scheibe angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Kränze aus an dem Umfang des Rades befestigten, derart gewölbten Schaufeln besteht, dass der von der einen oder andern Seite parallel zur Radachse eintretende Flüssigkeitsstrom radial austritt, wobei in dem der Stromrichtung abgekehrten Schaufelkranz Gegenströmungen ausgenutzt werden.