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Anordnung zur Messung sehr kleiner Gleichströme oder Gleichspannungen mit
Gitterelektronenrohr.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Elektronenröhren mit Gitter, die zu quantitativen Messungen benutzt werden, insbesondere solche, bei denen eine zu messende Spannung zwLchen Gitter und Kathode angelegt wiid,'um sie mit einem Stromzeiger im Anodenkreis zu messen. Derartige Elektronen öhren
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die Röhre und den Stromzeiger gebildeten Spannungsmessers möglichst gering zu halten, sehr klein sein.
Ferner muss das Verhältnis zwischen der zu messenden Spannung oder, was dasselbe ist, zwischen dem Gitterstrom einerseits und dem Anodenstrom anderseits unveränderlich sein. Bei den bisherigen An- wendungsweioen der Elektronenröhren kam es auf die genaue Einhaltung dieser beiden Bedingungen nicht an.
Den beiden genannten Bedingungen, die bei der bisherigen Betriebsweise der Elektronenröhre nicht erfüllt waren, wird zunächst dadurch genügt, dass die Gitterspannung so weit negativ gewählt wird, dass kein merklicher Elektronenstrom zum Gitter gelangt. Dann ist aber immer noch die Möglichkeit eines positiven lonenstromes gegeben. Dieser wird um so kleiner sein, je besser das Rohr entlüftet ist.
Bei vollkommenem Vakuum wild kein positiver Ionenstrom mehr auftreten. Ein solches Vakuum ist aber nicht erzielbar. Ferner ist auch eine solche Luftleere, bei der der positive Ionenstrom so gering ist, dass er für den Betrieb der Röhre nicht in Betracht kommt, bei der Reihenherstellung von Röhren nicht mehr mit der verlangten Güte herstellbar.
Diesem Nachteil wird gemäss der Erfindung dadurch begegnet, dass man die Anodenspannung unterhalb der Ionisierungsspannung hält, die für die betreffenden Restgase in Betracht kommt. In einem Rohr wird in der Regel eine Mi3chung verschiedener Gase vorliegen, daher wird man als Grenze für die Ionisierungsspannung etwa 7 Volt annehmen. Bei einem nicht besonders gut gepumptem Rohr wurde für eine Anodenspannung von 7 Volt ein positiver Gitterstrom von 2-3. 10-12 Ampere gemessen, bei einer Anodenspannung von 7-5 Volt ein Strom von 10, 10-12 Ampere, dagegen bei einer Anodenspannung von 15 Volt bereits ein Strom von 1170. 10-12 Ampere.
Der positive Gitterstrom kann also in der Tat bei Wahl einer genügend kleinen Anodenspannung gegenüber den zu messenden Ionisations- stlömen vernachlässigt werden.
Bei Verwendung der niedrigen Anodenspannungen ist eine Röhre mit grossen Gittermaschen
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Auf der Zeichnung ist ein Ausfüh'ungsbeispiel der neuen Messanordnung in schematischer Weise dargestellt, u. zw. zeigt dieses die Messanordnung für die Bestimmung, beispielsweise eines Ionisations-
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Die Strahlung der Röntgenröhre i trifft eine Ionisationskammer i. Diese besteht aus einem für Röntgenstrahlen durchdtinglichen Gehäuse und einem in dessen Innern angeordneten, hochi30lierten Stift p. Das Kammergehäuse ist an eine Batterie bol von zweckmässig 24 Volt angeschlossen, deren anderer Pol mit der Erde e verbunden ist.
Der Stift p ist dagegen mit einer Anschlussklemme t1 eines hochohmigen Widerstandes o und gleichzeitig auch mit dem Steuergitter g eines Verstarkerrohres t verbunden. Das
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andere Ende t2 des Widerstandes o ist an den negativen Pol einer Batterie b2 von 3-4 Volt angeschlossen, deren anderer Pol mit der Kathode o der Röhre verbunden ist. Die Kathode e whd durcheinen Glühfaden gebildet, der aus einer kleinen Batterie bs den Heizstrom empfängt. Auch die Kathode ist mit Erde e verbunden.
An die Anode a und die Kathode esindin Reihe ein Strommesserm und eine Batterie angeschlossen.
Diese Batterie hat eine Spannung von 7 Volt. Zweckmässig kann man auch zwischen der Kathode c und dem Steuergitter g ein zweites, sogenanntes Raumladungsgitter g1 einschalten, das an den Pluspol der Batterie b4 angeschlossen ist und das eine erhebliche Steilheit der Charakteristik und damit grosse Empfindlichkeit der Messjnordnungbewiikt.
Die Anzeigen des Messgerätes ? sind abhängig von der Spannung an dem hochohmigen Widerstand o.
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diese bedingenden Eigenschaften der Röntgenstrahlung geeicht werden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte Beispiel, vielmehr kann die Messanordnung in allen Fällen gebraucht werden, wo es sich um die Feststellung dem angegebenen Verwendungszweck ähnlicher Werte handelt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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rohr, dessen Gittervorspannung negativ ist, wobei der Anodenstrom als Mass der an das Gitter angelegten zumessenden Spannung oder der diese Spannung bedingenden Stromstärke dient, dadurch gekennzeichnet. dass die Hilfsspannung am Gitter so weit negativ gewählt ist, dass kein merklicher Elektronenstrom zum
Gitter gelangt und dass die Anodenspannung unterhalb der Ionisierungspannung der im Rohr enthaltenen
Restgase, im allgemeinen bei 7 Volt, liegt.
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