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Walzenstreckwerk für Baumwolle.
Den Gegenstand des Stammpatentes bildet ein Walzen streckwerk für Baumwolle, bei welchem dem Verzugswalzenpaar ein Walzenpaar vorgelagert ist, dessen Druckstelle von der Streckwalzendruckstelle wesentlich geringer entfernt ist, als die durchschnittliche Stapellänge beträgt, und welches unter Verwendung einer entsprechend leichten Oberwalze nur einen derartig schwachen Druck (z. B. 60 bis 100 g) auf das Fasergut ausübt, dass die Fasern sich, ohne zu zerreissen, hindurchziehen lassen, so dass man über das übliche Mass hinausgehend (beispielsweise 10- bis 50fach und mehr) verziehen kann.
Durch Versuche wurde nun festgestellt, dass die Oberwalze des dem Verzugswalzenpaar vorgelagerten Walzenpaares während der Arbeit der Maschine nicht umzulaufen braucht und auch durch ein anderes nicht zylinderförmiges Druckorgan ersetzt werden kann. Vermeidet man das Umlaufen dieses Druckorgans, dann erzielt man dadurch den Vorteil, dass es, ohne die günstige Wirkung zu beeinträchtigen, noch etwas leichter als die umlaufende Oberwalze sein kann. Der Grund hierfür liegt darin, dass, wie sich bei den Versuchen herausgestellt hat, ein nicht umlaufendes Druckorgan das Fasergut in stärkerem Masse als ein umlaufendes zurückhält. Das Druckorgan muss selbstverständlich die Möglichkeit haben, sich frei auf und ab zu bewegen, um ein ordnungsmässiges Durchziehen des Fasergutes zu gestatten.
Wie aus Fig. i der Zeichnung, die in Fig. I bis 5 einige Beispiele für die geänderte Oberwalze bzw. ihren Ersatz darstellt, ersichtlich, behält die Walze 2a die Möglichkeit bei, sich frei nach auf-und abwärts zu bewegen, ohne aber an der Drehung der Unterwalze 2 teilzunehmen. Damit wird bei gleicher Druckwirkung eine stärkere Zurückhaltung auf das Fasergut ausgeübt, als wenn die Oberwalze von der Unterwalze durch Drehung mitgenommen wird. Infolgedessen kann eine nicht drehbare Oberwalze noch kleiner gehalten und noch näher an das vordere Walzenpaar herangebracht werden, als es bei ei. ner drehbaren Oberwalze möglich ist.
Statt der wie bisher üblichen zylindrischen Lagerzapfen sind nach Fig. I prismatische Lagerzapfen 2b verwendet, die sich in entsprechenden Führungen geradlinig auf und ab bewegen lassen und eine Drehung des Zylinders verhindern. Die Gradführung der Oberwalze 2a kann natürlich auch in jeder anderen geeigneten Weise bewirkt werden.
In Fig. 2 ist die Walze 2a durch einen halbzylinderförmigen Körper 2a ersetzt, der auch nur eine linienförmige Druckstelle mit der Unterwalze 2 bildet und in ähnlicher Weise
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Da es im wesentlichen darauf ankommt, in entsprechend geringer Entfernung vor dem Verzugswalzenpaar das Fasergut unter eine gleitende Reibungsklemmung zu bringen, ist es auch möglich, dass das gleiche Ziel durch Umkehrung der Klemmorgane erreicht wird, indem man die umlaufende Walze oben anordnet, während man darunter eine an der
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in diesem. Falle, da er von unten wirken soll, mittels Gewichts-oder Federbelastung herbeigeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Walzenstreckwerk für Spinnmaschinen nach Patent Nr. 83543, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwalze (2a) des dem Verzugswalzenpaar vorgelagerten Walzenpaares an der Drehung der Unterwalze (2) nicht teilnimmt.
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Roller draw frame for cotton.
The subject of the parent patent is a roller drafting system for cotton, in which the drafting roller pair is preceded by a roller pair, the pressure point of which is far less from the drafting roller pressure point than the average pile length, and which, using a correspondingly light top roller, only generates such a weak pressure e.g. 60 to 100 g) exerts on the fiber material that the fibers can be pulled through without tearing, so that one can warp beyond the usual amount (e.g. 10 to 50 times and more).
Tests have now shown that the top roller of the roller pair upstream of the drafting roller pair does not need to rotate while the machine is working and can also be replaced by another non-cylindrical pressure element. If one avoids the revolving of this pressure element, then one achieves the advantage that it can be somewhat lighter than the revolving top roller without impairing the favorable effect. The reason for this is that, as has been shown in the tests, a non-rotating pressure element retains the fiber material to a greater extent than a rotating one. The pressure element must of course be able to move freely up and down in order to allow the fiber material to be pulled through properly.
As can be seen from FIG. 1 of the drawing, which shows some examples of the modified upper roller or its replacement in FIGS. 1 to 5, the roller 2a retains the ability to move freely up and down, but without stopping the rotation of the lower roller 2 to participate. Thus, with the same pressure effect, a stronger restraint is exerted on the fiber material than if the upper roller is driven by the lower roller by rotation. As a result, a non-rotatable top roller can be kept even smaller and brought even closer to the front roller pair than is the case with ei. ner rotatable top roller is possible.
Instead of the previously usual cylindrical bearing journals, prismatic bearing journals 2b are used according to FIG. I, which can be moved up and down in a straight line in corresponding guides and prevent rotation of the cylinder. The degree of guidance of the top roller 2a can of course also be effected in any other suitable manner.
In Fig. 2, the roller 2a is replaced by a semi-cylindrical body 2a, which also forms only a line-shaped pressure point with the lower roller 2 and in a similar manner
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Since it is essentially a matter of bringing the fiber material under a sliding friction clamp at a correspondingly short distance in front of the drafting roller pair, it is also possible that the same goal can be achieved by reversing the clamping elements by arranging the rotating roller at the top while one below one at the
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in this. Trap, since it should work from below, can be brought about by means of weight or spring loading.
PATENT CLAIMS:
1. Roller drafting system for spinning machines according to patent no. 83543, characterized in that the upper roller (2a) of the roller pair upstream of the drafting roller pair does not participate in the rotation of the lower roller (2).