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Verbrennungskraftmaschine mit kreisenden, paarweise ständig und unmittelbar ineinandergreifenden
Zahnrädern oder-walzen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbrennungskraftmaschine jener Art, bei der in einem
Gehäuse zwei oder mehrere kreisende Kolben in der Form von ineinandergreifenden gezahnten
Rädern oder Walzen angeordnet sind. Das Neue besteht darin, dass Luft oder ein brennbares
Gemisch durch die ineinandergreifenden Zähne, zwischen denen die Ladung eine Verdichtung erfährt, einer oder mehreren Verbrennungskammern zugeführt wird.
Diese verhältnismässig gross gehaltenen Verbrennungskammern werden durch einen oder mehrere Räume gebildet, die zwischen den Zahnrädern und einem Teil des Gehäuses liegen. Die
Verbrennung findet dabei dauernd oder zeitweilig statt. Die expandierten Gase wirken auf die
Zähne der Räder, die die Maschine antreiben, während die Auspuffgase durch die Räume zwischen den die Eingriffsstelle verlassenden Zähnen und dem diesen benachbarten Gehäuse strömen, welche Räume von der Verbrennungskammer stets durch die Zähne abgesperrt sind, wodurch eine unmittelbare Verbindung zwischen. Verbrennungskammer und Auslass verhindert wird.
Die ineinandergreifenden Zahnräder der Maschine können auf der der Verbrennungskammer gegenüberliegenden Seite frei liegen oder durch entsprechende Gestaltung des Gehäuses zu einer
Zutrittskammer eingeschlossen sein, wodurch sich zwischen den Gehäusewänden und den Zähnen eine Vorverdichtung der Luft oder des brennbaren Gemisches ergibt. Die Zähne der Räder nehmen einen gewissen Betrag von Luft oder Gemisch auf ; aber in dem Masse, wie sie sich einander beim Eingreifen nähern, stossen sie eine gewisse Menge davon wieder aus und bewirken, dass ein Überdruck vor den gegeneinanderlaufenden Zähnen entsteht.
In dieser Kammer (Verdichtungsraum) herrscht daher ein grösserer als Atmosphärendruck. Die Ladung befindet sich also schon unter Druck, bevor sie zwischen den gegeneinanderlaufenden Zähnen zusammengepresst und dem Verbrennungsraume zugeführt wird. Dieser Überdruck kann jedoch aufgehoben werden, wenn die Maschine mit zwei oder entsprechend mehreren Paaren von ineinandergreifenden Rädern innerhalb eines Gehäuses ausgeführt und mit einem mittleren Verdichtungsraum versehen wird.
Bei der Ausführungsform als Verbundmaschine werden die in dem ersten Teil der Maschine erzeugten Gase in der Weise ausgenutzt, dass sie in dem zweiten Teil als Antriebsmittel dienen.
Ein Teil der Luft oder des brennbaren Gemisches, das in dem Verdichtungsraum des zweiten Teiles der Maschine erhalten wird, geht dabei durch eine oder mehrere Leitungen zu dem Raum zwischen den Zähnen des ersten Teiles, von hier durch den Verdichtungsraum und dann zu dem Verbrennungsraum des ersten Teiles, während der andere Teil der Luft oder des Gemisches in den Verdichtungsraum des zweiten Teiles und von dort aus zur Verbrennungskammer des zweiten Teiles überströmt.
Nach einer anderen Ausführungsform sind zwei oder mehrere voneinander getrennte, im Eingriff stehende Zahnräderpaare mit einer gemeinsamen mittleren Verbrennungskammer ausgestattet. Gemäss einer anderen Ausführungsform wirkt ein im Maschinenmittel angeordnetes Zahnrad mit einer Reihe von Zahnrädern zusammen, die um das mittlere Rad herum angeordnet
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kammer in Verbindung steht, wodurch der Verbrennungsdruck die Zahneingriffsstelle dort erreichen kann, wo sie den kleinsten Querschnitt hat.
Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass die Räume zwischen den Zahnkränzen und dem Gehäuse auf der Verbrennungsseite der Maschine durch eine dünne Wasserschicht zum Zwecke der Abdichtung unter Druck gehalten werden. Ausserdem können auch dünne Luft-oder Wasser-
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Rad erfolgen, das mit dem als Arbeitskolben dienenden Zahnrad im Eingriff steht und in der Nähe des Auspuffes angeordnet ist.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulich.-
Fig. i ist ein- Querschnitt durch die Ausführungsform einer Verbrennungskraftmaschine ohne Gehäuse, an der Einlass- und Verdichtungsstelle, Fig. 2 ein Längsschnitt hiezu, Fig. 3 ein Querschnitt durch eine Ausführungsform mit einem Gehäuse an der Einlass-und Verdichtungsstelle, Fig. 4 ein Querschnitt durch eine Ausführungsform mit symmetrisch zur Achsenebene ausgebildeten Gehäuseteilen ; Fig. 5 ein Längsschnitt, der die Anordnung von Hohlräumen oder Vertiefungen in den Stirnwänden der Maschine zeigt ; Fig. 6 ein Querschnitt einer Verbundmaschine ; Fig. 7 ein Querschnitt einer Maschine mit vier Zahnkolben ;
Fig. 8 ein Querschnitt einer Ausführungsform mit voneinander unabhängig in einem Gehäuse angeordneten Räderpaaren, Fig. 9 ein Längsschnitt einer Maschine mit sechs ineinand ergreifenden Treibrädern ; Fig. I0 ein Schnitt nach der Linie X-X und Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 9 ; Fig. 12 ein Querschnitt einer Maschine mit einem grossen Mittelrade und in dieses eingreifenden kleineren Rädern ; Fig. 13 eine Stirnansicht eines Wendegetriebe für die getriebene Welle ; Fig. 14 ein Längsschnitt einer Maschine mit innerer Kühlung der Räder ; Fig. 15 ein Querschnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14 ;
Fig. 16 ein Querschnitt einer Maschine, bei der die Räume zwischen den Zahnkränzen und der inneren Gehäusewand von dünnen Wasserstrahlen bestrichen werden und Fig. 17 ein Querschnitt, der das Ausspülen der Auspuffgase aus den Zähnen veranschaulicht.
Die Maschine nach den Fig. i und 2 hat ein Gehäuse a, worin die Wellen b, b zweier in-
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Sprühregen von Wasser gekühlt, der durch geschlitzte oder gelochte Rohre r austritt ; in ähnlicher Weise kann Luft zum Ausspülen durch Rohre s eingelassen werden. Platten oder Wände t verhüten, dass das von den Zähnen infolge der Fliehkraft abgeschleuderte Wasser sich mit der bei e eingelassenen Luft oder den bei g ausströmenden Auspuffgasen mischt. Ferner kann zwecks
Bildung des brennbaren Gemisches Luft auch durch Rohre u eingelassen werden, die mit dem durch o eintretenden Brennstoff gemischt wird.
Die Umlaufsrichtung dieser Maschine kann um- gesteuert werden, indem die im unteren Gehäuseteil a den Brennstoffrohren o entsprechenden
Rohre und gegebenenfalls die Luftrohre K benützt werden, und die Verdichtungskammer q als
Verbrennungskammer, die Verbrennungskammer 1-dagegen als Verdichtungskammer benutzt wird. Die verdichtete Luft wird je nach der Drehrichtung durch die einen oder anderen der Luftrohre s zugeführt.
Damit die in der Verbrennungskammer brennenden Gase zu jener Stelle der Zahnräder oder-walzen gelangen, wo die Zähne im engsten Eingriff stehen, sind bei der Ausführungsform nach Fig. 5 die Ausnehmungen v in den Stirnwänden : p vorgesehen. Jedoch darf keiner dieser Nebenkanäle oder Hohlräume in den Stirnwänden w über die Eingriffslinie hinausreichen, da sonst die Verbrennungskammer in unmittelbarer Verbindung mit der Druckkammer stehen würde. Wenn diese Maschine umsteuerbar gemacht werden soll, müssen die Nebenkanäle absperrbar sein, damit eine Verdichtung der von den zusammenlaufenden Zähnen erfassten Gase stattfinden kann, oder die Kanäle müssen auf jeder Seite der Eingriffsstelle angeordnet sein, und zwar so, dass je nach dem Drehsinne der Maschine das eine oder andere Paar der Kanäle geschlossen wird.
Bei der Verbundanordnung nach Fig. 6 wird in die untere Maschine an beiden Seiten, wie durch Pfeile gezeigt, Luft eingelassen, die in q verdichtet wird. Ein Teil dieser Luft tritt in die Verbrennungskammer y über und der Rest strömt durch die Rohre j in das Gehäuse der oberen Maschine. Die Zwischenräume zwischen den Zähnen in dieser Maschine sind schon mit Luft von atmosphärischer Spannung erfüllt, die dort eintritt, wo die Pfeilspitzen hinweisen, und diese Zwischenräume erhalten nach und nach eine zusätzliche Ladung verdichteter Luft durch die Öffnungen in dem oberen Gehäuse an den Enden der Rohre j, so dass Luft von einem viel höheren Druck nachf gelangt, als die nach y von der unteren Maschine übertretende Luft besitzt.
Selbstverständlich schliesst die Bezeichnung "Luft" auch ein brennbares Gemisch in sich oder auch, dass Luft selbsttätig eintreten und Brennstoff gesondert eingelassen werden kann, wie dies z. B. in Fig. 4 der Fall ist. Das brennbare Gemisch in der Verdichtungskammer der oberen Maschine wird hier weiter verdichtet, weil die aufeinanderfolgenden Ladungen den Druck steigern und es werden die Teilmengen der Luft oder des brennbaren Gemisches nach und nach abwärts zwischen die ineinandergreifenden Räder geführt und in. f entzündet. Die brennenden Gase puffen aus f aus und entweichen hauptsächlich durch die Rohre x in die Verbrennungskammer y der unteren Maschine, in der die noch brennenden Gase sich mit den schon in der unteren Verbrennungskammer y brennenden Gasen mischen und verbrennen.
Fig. 7 zeigt eine Maschine mit im Inneren symmetrischen oberen und unteren Gehäuseschalen z und 1, oberer Verbrennungskammer 2 und unterer Verbrennungskammer 3, einem Paar oberer Zahnwalzen , o und im Eingriff damit stehender und ineinandergreifender unterer Zahnwalzen 6,/'. In der Mitte zwischen diesen vier Zahnwalzen bleibt ein Raum 8, der nur durch Zähne und seitlich durch die Stirnplatten oder Deckel 9 begrenzt wird, die die Lager der Zahnwalzen 'tragen. Der zentralen Kammer o wird Luft oder Gemisch bei 10 zugeführt. Die Ladung wird zunächst in die Kammer 8 befördert, von wo sie durch die ineinandergreifenden Zähne der
Walzen 4.
J und 6, 7 in die Verbrennungskammern : 2 und 3 geführt wird. wobei weder eine Ver- dünnung noch eine Verdichtung des Inhaltes der Kammer 8 erfolgt, in der vielmehr immer genau oder doch annähernd atmosphärischer Druck herrschen wird. Angenommen, die Luft sei bei 10 eingetreten und die vier Räder würden in der Richtung der Pfeile gedreht. Die Luft trifft auf ihrem Wege gegen die Eingriffsstellen w und x auf einen gewissen Widerstand, weil die in jedem
Zwischenraum zwischen zwei Zähnen jedes Rades enthaltene Luft zusammengedrückt wird ; dieser Druck wird zunehmen, weil der Inhalt eines jeden Zwischenraumes solange kleiner wird, bis die tatsächlichen Eingriffspunkt w und x erreicht sind.
Wenn aber diese Stelle überschritten ist, hört diese Wirkung auf und der Druck der Luft. der in den durch die ineinandergreifenden Zähne der Räderpaare gebildeten Zwischenräume wirkt, wird die Räder 4,6 und 5, 7 in der Richtung der Pfeile treiben. weil die Luft in der Kammer 8 ungefähr Atmosphärendruck besitzt. Ist andrerseits Druck in der Kammer , so wird die Luft aus dieser Kammer nach 2 und 3 ebenso schnell als sie eintritt wieder abgeführt und jeder Widerstand wird. bis die Luft tatsächlich die Eingriffspunkt y und y* erreicht, durch den Druck ausgeglichen, der in der Kammer bei w und x ausgeübt wird, um die Räderpaare 4, 6 und 5, 7 zu treiben. Die Verdichtung der zuzuführenden Luft kann durch eine andere Maschine oder sonst auf irgendeine Weise erfolgen.
Eine solche Maschine ist entweder eine doppeltwirkende, wenn sie mit Luft und Brennstoff oder brennbarem Gemisch durch die Zähne der Räder 4. 6 und J, 'gespeist wird, oder aber eine Verbundmaschine,
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in welchem Falle die Gase, die in getrennten Ladungen aus der ersten Maschine austreten, in die Verbrennungskammer oder die Verbrennungskammern der zweiten Maschine eindringen. Natürlich können auch mehr als zwei Paare von Rädern, im Eingriff miteinander stehend, benutzt werden.
Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der ein Paar ineinandergreifender Räder 12, 13 über einem zweiten Paar solcher Räder 14, 15 so angeordnet ist, dass die übereinanderliegenden Räder nicht im Eingriff stehen und zwischen den Räderpaaren genügend Raum für eine beiden Räderpaaren gemeinsame bei 17 und 18 abgeschlossene Verbrennungskammer 16 verbleibt.
Jedes Räderpaar kann unabhängig von dem anderen und mit verschiedener Geschwindigkeit Arbeit leisten oder aber beide Paare können durch Vorgelege aussen miteinander verbunden sein.
Bei der in den Fig. 9 bis rr dargestellten Maschine ist der mittlere Raum 21 seitlich offen und die Räderpaare 22 und 2. 3, 24 und 25 sowie 26 und 27 sind von einem Gehäuse 28 abgedeckt, das Öffnungen 29, 30, 31 hat, durch die Luft oder Gemisch aus dem inneren Raum zu den ineinandergreifenden Zähnen zusammengehöriger Räder gelangt, von wo die Ladung zu den Eingriffsstellen geführt wird ;
hierauf wird das Gemisch oder die Luft in die zugehörigen
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dieser Ausführungsform sind an den Enden jeder Welle gehärtete Rollen 38 angebracht (Fig. 9 und rr), die, aufeinander abrollend, den axialen Druck ganz oder teilweise aufheben, der sonst auf die Lager ausgeübt werden würde, und es können daher die eigentlichen Lager sehr einfach ausgebildet sein und nur zur Verhütung von Schwingungen dienen. Die gehärteten Rollen werden fast ohne Reibung laufen und können in eine Ölkammer eingebaut sein, die an jedem Ende des Gehäuses bei 39 und 40 ausgebildet ist.
Die in Fig. 12 dargestellte Maschine hat ein mittleres Zahnrad 41 und zwei, drei, vier oder mehr rings um dieses Rad angeordnete und in dasselbe eingreifende Räder 42, 43,44, 45. Ist, wie dargestellt, auf jeder Seite eines jeden äusseren Rades eine durch das Gehäuse abgedeckte Kammer 46, 47 vorhanden, so ist für jedes Nebenrad und das mittlere Hauptrad eine Verdichtungskammer 46 und eine Verbrennungskammer 47 verfügbar und Luft oder Brennstoff treten allein oder im Gemisch miteinander in einzelnen Ladungen zwischen die Zähne des Mittel-und des äusseren Rades in der Richtung der nach innen zeigenden Pfeile : der Auspuff erfolgt teilweise durch Öffnungen 49 und teilweise durch Öffnungen g in der Richtung der nach aussen zeigenden Pfeile. Diese Maschine kann aber auch ohne Verdichtungskammern ausgeführt werden.
Bei der Maschine nach der Erfindung können Vorkehrungen getroffen sein, um die Drehrichtung der Antriebswelle umzusteuern, indem, wie Fig. 13 zeigt, die Welle 50 eines Treibrades, das z. B. dem Rad d in Fig. i entspricht, mit einem Zahnrad 51 und die Welle < ? eines zweiten
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räder (d und c Fig. i) mit seiner Welle gekuppelt-werden kann. Bei der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform würde die Welle 50 einer der vier Wellen 42, 43, 44 oder 45 entsprechen, die Welle 52 dagegen der Welle des grossen Rades 41. Beide Zahnräder greifen in ein auf einer Hauptwelle 57 sitzendes Zahnrad 56. Sur jenes Zahnrad, das mit seiner Welle gekuppelt ist, treibt, wogegen das andere leer läuft.
Indem das treibende Rad einen Augenblick vor dem Einrücken des Leerlaufrades ausgekuppelt wird, kann man die Drehrichtung der Antriebswelle umkehren, ohne die Antriebsmaschine selbst umsteuern zu müssen. Falls die Maschinen selbst umsteuerbar sind, ist es leicht, das Gehäuse so zu bauen, dass es an den in Frage kommenden Stellen eine Kammer bildet, die als Verbrennungskammer beim Umsteuern der Maschine dienen kann. In Fällen, wo ein nicht auszugleichender Widerstand der Ladungsreste verbleibt, dienen diese Kammern bei der anderen Drehrichtung als Verdichtungskammern ; dort aber, wo ein solcher Restdruck nicht entstehen soll, müssen diese Kammern durch Abblashähne oder in anderer Weise nach aussen geöffnet werden, bis sie wieder als Verbrennungskammern benutzt werden können.
Der durch die zusammengreifenden Zähne in die Verbrennungskammer beförderte Brennstoff verbrennt ohne Unterbrechung, und dieses fortdauernde Feuer wird beständig genährt, ohne irgendeinen Widerstand, wie er bei durch Pumpen gespeisten Feuerungen auftritt, zu verursachen ; die Übertragung des Feuers (siehe z. B. Fig. 4) aus einer Verbrennungskammer. f nach der anderen q im Falle der Umsteuerung durch ein ausserhalb der Kammern liegendes, mit eines Absperrorgan versehenes Rohr bietet ein bequemes Mittel zur Zündung der Füllungen der anderen Kammer, die auf diese Weise zur Verbrennungskammer wird und das Umsteuern der Maschine bewirkt. Ist in der Kammer q, in die das Feuer übertritt, ein Druck von Ladungsresten vorhanden, so wird dieser das Umsteuern kräftig unterstützen.
Wenn nämlich die Verbrennung in der Kamrwr, f vor sich geht, drehen sich die Räder in der Pfeilrichtung zufolge des durch die Ver- brennungsgase ausgeübten Druckes. Gleichzeitig herrscht in der Kammer q ein kleinerer Druck, der das Bestreben hat, die Räder in entgegengesetzter Richtung zu bewegen. Hört dite
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brennung in der Kammer, f auf und herrscht in der Kammer q noch Druck, so wird das verdichtete Gemisch in dieser Kammer die Räder in einer zur Pfeilrichtung entgegengesetzten Richtung zu treiben suchen. Falls er zu stark ist, kann er durch einen gleichzeitig zu öffnenden Hahn oder ein nur zeitweilig in Wirkung tretendes Sicherheitsventil entlastet werden.
Ist jedoch in der Kammer q, in die das Feuer gelangt, kein Restdiuck vorhanden, also bei Kammern, die offene Verbindung nach aussen durch Hähne haben, so sollte der bei der Umsteuerung eintretende Druck genügend sein, die Räder in entgegengesetzter Richtung zu treiben ; ist das nicht der Fall, so kann ein wenig Brennstoff oder etwas leichter verdampfbarer Brennstoff zusätzlich eingespritzt
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kammern müssen beim Schliessen der Nehenkanäle geöffnet werden.
Die kreisenden Zahnräder oder-walzen können, wie die Fig. 14 und 15 zeigen, innen gekühlt werden, indem Wasser durch Kanäle- ? der Achsen eingeführt und durch radiale Kanäle 39 auf Kammern 60 verteilt wird, die durch ringförmige Nuten rings um das Rad gebildet und durch eine äussere Schale 61, die mit den Zähnen besetzt ist, abgedeckt sind. In den Enden der Räder befinden sich Löcher 62, die in die Kammer 60 führen und durch die, sobald sie an einer kleinen Ausnehmung in den Stirnwänden vorbeilaufen, das durch die Fliehkraft durch die radialen Kanäle auswärtsgetriebene Kühlwasser austreten wird.
Eine innere Kühlung und Abdichtung kann ferner dadurch erzielt werden, dass, wie Fig. 16 zeigt, die Zähne durch dünne Strahlen von Wasser gekühlt werden, die aus Röhren 63 oder anderen in der Nähe der Verbrennungskammer f angeordneten Öffnungen austreten. Es werden auf diese Weise feine Strahlen oder ein dünnes Band von Wasser gegen den sehr kleinen Raum gerichtet, der zwischen den Enden der aus dem Gehäuse austretenden Zähne und dem Gehäuse vorhanden ist.
Das dünne Wasserbad wird die Innenseite des Gehäuses überziehen, bis es an den Auslass kommt, wo es mit den Auspuffgasen austritt. Dieses einen gewissen Abschluss bildende Wasser muss natürlich mit einem Druck ausgespritzt werden, der den in der Verbrennungskammer herrschenden Druck etwas übersteigt ; da jedoch die verbrauchte Wassermenge verhältnismässig sehr klein ist, so genügt eine kleine Druckpumpe. Beim Umsteuern der Maschine kann dieses Wasser gleichzeitig in Rohre abgelenkt werden, die in die beim Umsteuern zeitweilig zur Verbrennung benutzte Kammer münden.
Fig. 17 zeigt, wie die Auspuffgase aus den Räumen zwischen den Räderzähnen ausgetriehen werden können, und zwar mittels eines kleinen Zahnrades 64 oder mehrerer solcher Räder an jedem Ende der Maschine. Die Zähne dieser in die Triebräder c, d eingreifenden Räder 64 treiben das Gas aus den Zahnlücken und tragen, indem sie ein Vakuum schaffen, wenn ein Zahn eines Rades den Raum zwischen den Zähnen des anderen Rades verlässt, dazu hei. der Maschine Frischluft zuzuführen.
Jene Maschinen, die die oben erwähnten Ahhlashähne haben, können in weiten Grenzen geregelt werden, indem man die Hähne mehr oder weniger schliesst und dadurch einen mehr oder weniger hohen Druck von Ladungsresten belässt, der natürlich das Volumen und die Leistung der Maschine proportional erhöht.
Wenn der Brennstoff es gestattet, ihn in die zwischen den Zähnen befindlichen Luftladungen einzuführen, so sollte man dies vorteilhaft tun ; das ist jedoch dann nicht möglich, wenn die Zahn-
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die mehr oder weniger durch nicht gezeichnete Abblasehähne geöffnet sind, so sollte man den Brennstoff so einführen, wenn er nicht so flüchtig ist, dass ein Teil davon durch die Hähne verloren geht. Ist aber so flüchtiger Brennstoff vorhanden, so muss er unmittelbar in die Verbrennungskammer eingespritzt werden, um dort auf die Luft zu treffen, die in allen Fällen durch die ineinandergreifenden Zähne in die Verbrennungskammer gefördert wird.
Bei Maschinen nach den Fig. i und 2, wo die Verbrennungskammer unterhalb der Eingriffsstelle liegt und die von oben nach unten laufenden Zähne nicht abgedeckt sind, können Öl und andere Brennstoffe, die nicht zu flüchtig sind, einfach auf die ineinandergreifenden Zähne getropft werden, oder, falls die Verbrennungskammer oben liegt, kann der Brennstoff nach oben gegen die Zähne gespritzt werden ; in beiden Fällen geht er mit der Luft durch die ineinandergreifenden Zähne zum Feuer.
Ausser den oben beschriebenen Mitteln zum Umsteuern solcher Maschinen, die auch zum Anlassen benutzt werden können, kann man auch andere bekannte Mittel zum Anlassen verwenden, beispielsweise aufgespeicherte Pressluft oder elektrische Zünder, Glührohre, Glühdrähte usw.
Falls man mehr als ein Feuer in einer Maschine oder in einer Maschinenreihe brennen lässt, kann man sie so verbinden, dass gewünschtenfalls der Verbrennungsdruck überall gleich ist, oder so, dass die Flamme von dem einen Feuer nach den benachbarten Verbrennungsräumen überspringen kann.
In derartigen Maschinen können natürlich verschiedene brennbare Gase, Leuchtgas, Generatorgas usw., ebenso gut wie Petroleum. Alkohol. Rohöl und ähnliche flüssige Brennstoffe verwertet werden.
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Die bei diesen Maschinen schnell gegeneinanderlaufenden Zahnlücken werden, auch wenn sie nicht durch Gehäuse überdeckt sind, infolge ihrer Fliehkraft Luft mitreissen, indem das eine Rad die Luft in die Lücken des benachbarten Rades schleudert, wo sie abgefangen wird und nicht
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Luftführungen vorgesehen sein.
Wo ein Umsteuern nicht in Frage kommt, jedoch ein Ladungsrestdruck zurückbleibt, kann das Gehäuse auf der Verdichtungsseite in Form eines Winkels gegen die Zahneingriffsstelle vorstehen, wie Fig. 3 zeigt.
Kuppelt man solche Maschinen axial hintereinander, so können die Zähne der einen gegen die der benachbarten versetzt sein, um in der Maschinenreihe einen stufenweisen Antrieb zu erhalten.
Brennöle dienen gleichzeitig zur Schmierung der Zähne und zum Abschliessen der Zahneingriffsstellen. Auch Graphit u. dgl. ist bekanntlich bei kreisenden Maschinen mit Vorteil zu verwenden und kann gelegentlich in die Maschine eingeführt werden, um als innerer überzug zu dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verbrennungskraftmaschine mit kreisenden. paarweise ständig und unmittelbar in-
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brennungskammer enthält, die durch die Rückwände oder Stirnplatten des Gehäuses, die Seitenwandung des Gehäuses und durch Teile des Umfanges der ineinandergreifenden Zahnräder gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft oder das brennbare Gemisch durch die gegen- einanderla. ufenden ineinandergreifenden Zähne zu einem ständig oder nicht ständig unterhaltenen Feuer in der Verbrennungskammer gefördert wird.