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Vakuummeser, beruhend auf der abstossenden Wirkung zweier Flächen, von denen die eine erhitzt Ist.
Niedrige Gasdrucke können gemessen werden durch die abstossende Kraft, die eine erhitzte Fläcke auf eine in ihrer Nähe befindliche Fläche ausübt. Die abstossende Kraft ist abhängig von der Temperatur der erhitzten Fläche, von dem gegenseitigen Abstand der beiden Flächen, von ihrer Grösse und ferner von dem Gasdruck. Kennt man alle anderen Werte und misst die abstossende Kraft, so kann man daraus den Gasdruck berechnen. Man kann Geräte bauen, die unter Voraussetzung einer bestimmten Temperatur der erhitzten Fläche unmittelbar auf einer Skala den Gasdruck abzulesen gestatten.
Gemäss der Erfindung wird nun die Anordnung eines Messgeräten, das besonders für genaue Messungen und für sehr niedrige Drucke sehr geeignet. ist, derart getroffen, dass zwei Flächensysteme einander gegenüberstehend, koaxial zueinander angeordnet werden, so dass das eine Flächensystem, wenn es erhitzt wird, auf das andere abstossend wirken kann in dem Sinne, dass ein Drehmoment entsteht, das die beiden Flächensysteme in entgegengesetztem Sinne zu drehen strebt. Mindestens eines der beiden Flächensysteme ist dabei drehbar um die Achse gelagert. Es wird sich also beim Auftreten des Drehmomentes um die Achse bewegen.
Wirkt auf die Achse gleichzeitig eine bekannte Gegenkraft, deren Grösse von dem Grade der Verdrehung des beweglichen Systemes abhängt, so kann aus dem Grade der Verdrehung unmittelbar die Grösse des wirkenden Drehmomentes entnommen werden, die dann das Mass für den Gasdruck abgibt.
Um aber die Grosse des Drehmomentes von der jeweiligen Drehlage des beweglichen Systems
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teilung zu ermöglichen, wird eines der beiden Wirksamen Flächensysteme so gleichmässig um die Achse herum verteilt, dass das Drehmoment unter sonst gleichen Verhältnissen in jeder beliebigen Drehlage möglichst genau dasselbe ist. Hiedurch wird zugleich der Vorteil erzielt, dass man keine Nullage desbewegliohenSystemes hat. Man kann von jeder Lage des beweglichen Systemes ausgehend den Ausschlag messen und findet unter sonst gleichen Verhältnissen immer für gleiche Ausschläge gleiche-Werte des Drehmomentes.
Als Gegenkraft für das bewegliche System, die zur Messung des Drehmomentes durch die Grösse des Ausschlages dienen soll, kann man jede der bekannten Anordnungen benutzen, z. B.
Federkraft oder Biiuarauihängung oder Torsionsfäden-oder-bänder. Letztere haben den Vor- zug, dass man eine sehr einfache Abhängigkeit der Grösse des Ausschlages von dem Drehmoment bekommt und ferner, d--man Ausschläge von mehreren vollen Umdrehungen des beweglichen
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ausgleichen.
Unzulässig wäre beispielsweise eine Anordnung, wie sie in Fig. 5 dargesteillt ist, wobei sowohl in dem beweglichen wie in dem ruhenden System nur je zwei wirksame Flächen verwendet sind. Hier würde z. B. bei einer Drehlage des Systemes, wie dies punktiert in Fig. 5 dargestellt ist, das Drehmoment fast ganz verschwinden. Dagegen wäre es bei gleichmässiger Verteilung von Flächen b, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist, möglich, als bewegliches System lediglich eine einfache Platte zu verwenden, die etwa einer Schnittechene des in Fig. 3 dargestellten Zylinders a entsprechen würde.
Es ist selbstverständlich nicht notwendig, die koaxiale Anordnung der wirksamen Flächen
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ordnungen denkbar, z. B. die Anordnung der wirksamen Fläche in zwei zur Drehachse senkrechten Ebenen. Eine Anordnung dieser Art ist in Fig. 7 dargestellt, worin b die Fläche des ruhenden Systemes, d die'Fläche des beweglichen Systemes und c den Torsionsiaden bedeutet.
Es ist an und für sich gleichgiltig, ob die Flächen des ruhenden oder die des beweglichen Systemes erhitzt werden. Vorteilhafter aber ist es, aus baulichen Gründen die Flächen des ruhenden Systemes als geheizte Flächen ausbilden. Die Rückseite der geheizten Flächen wird zweckmässig durch wärmeisolierende Stoffe oder in anderer Weise an der Wärmeausstrahlung behindert.
Die Heizung geschieht am besten elektrisch, Weil sie dann am genauesten in ihrer Stärke und in ihrer räumlichen Verteilung geregelt werden kann und ausserdem die Zuführung der
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noch eine Kühlung des ganzen Apparates vorzusehen, um die besonders für längere Messungen notwendigen genau definierten Temperaturverhältuisse in allen Teilen des Apparates zu erhalten.
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Zum Messen der Ausschläge wird beispielsweise mit dem Zylinder a ein Zeiger verbunden, der auf einer kreisförmigen ruhenden Skala spielt.
Der ganze Apparat wird zweckmässig in ein Glasgefäss eingeschlossen, das durch Anschlusshähne mit dem Raum in Verbindung gesetzt werden kann, dessen Gasdruck zu messen ist.
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herrscht.
Für die Erhitzung des einen Flächensystems kann ausser der elektrischen Erhitzung unter.
Umständen mit grossem Vorteil auch eine Erhitzung durch Bestrahlung eingeführt werden. Man erspart dann vor allen Dingen die Stromzuführungen und kann durch Verwendung gut regelbarer Wärmestrahlungsquellen sehr genau definierte Verhältnisse bekommen.
In den Fällen, in denen eine Wirkung der erhitzten Flächen nach einer bestimmten Richtung hin störend wirken würde, wird man die Fläche nach diesen Richtungen. hin abdecken, set es
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