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ssM das Patent Nr. 59442 ist eine nachgiebige Werkstückunterlage für Vorrichtungen zum Anpressen der mittels Klebstoff zu befestigenden Sohlen an den Leisten unter Schutz gestellt, wetche Werkstückunterlage & na einem mittels einer elastischen Membrane abgedeckten und X it pulverförmigem oder körnigem Material gefüllten Behälter besteht.
Solche nachgiebige tterkstückunterlagen können aber trotz der Nachgiebigkeit ihrer Oberfläche nur innerhalb enger A rennen für verschiedene Sohlenformen, also für Leisten verschiedener "Sprengung" verwendet werden, da eine Werkstückunterlage, die für Leisten kleiner Sprengung bestimmt ist, bei Leisten grösserer Sprengung, insbesondere an der Spitze des Schuhes, entweder nicht mehr genügenden
Andruck gewährleistet oder aber gar keinen Andruck auszuüben vermag.
Beiläufig sei bemerkt, dass man unter der Sprengung eines Leistens jene Höhe versteht, um die die Spitze von jener Ebene absteht, die als Tangierungsebene an die Ferse und den Ballen des Leistens gelegt ist. Wenn man also einen Leisten auf eine horizontale Ebene aufstellt, derart, dass seine Ferse und sein Ballen auf dieser Ebene aufruhen, so ragt die Spitze des Leistens nach aufwärts und die Entfernung der Spitze von der horizontalen Ebene ist das Mass der Sprengung.
Diese Sprengung muss um so grösser sein, je höher der Schuhabsatz gewählt werden soll. Bei niedrigen Absätzen beträgt die Sprengung gewöhnlich 11/2 bis 2 ciM, bei höheren Absätzen, wie sie für Damenschuhe gefordeit werden, kann die Sprenung bis zu 6 cn betragen.
Um nun die nachgiebige Werkstückunterlage für alle in Betracht kommenden Sprengunpn brauchbar zu machen, wird der Kasten der nachgiebigen Werkstückunterlage gemäss der vor- liegenden Erfindung durch Querteilung in zwei oder mehrere gelenkig miteinander verbundene und gegeneinander verschwenkbare und feststellbare Teile geteilt, die von einem alle ihre
Ränder überdeckenden biegsamen und widerstandsfähigen Stoff oben abgeschlossen sind, wo- durch die Oberfläche der Werkstückunterlage durch entsprechende Verstellung ihrer einzelnen
Teile gegeneinander jeder Sohlenform genau angepasst werden kann.
Damit die aus einem körnigen, flüssigen oder gasförmigen Material bestehende Füllung der Werkstückunterlage trotz der Verstellbarkeit dicht eingeschlossen bleibe, können die Fugen zwischen den einzelnen Teilen des Kastens der Werkstückunterlage durch fest angeschlossene balgartige, biegsame und wider- standsfähige Stoffe überbrückt werden.
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verstellbar gelagert ist.
Die mit dem Klebstoff versehene Sohle wird auf die nachgiebige Werkstückunterlage b, p aufgelegt, nachdem diese der Sprengung des Leistens entsprechend eingestellt worden ist und der den Schuhoberteil tragende Leisten darauf gestellt. Die Träger d, d'werden dann der Längenausdehnung des Leistens entsprechend auf ihre Führung m eingestellt und die Widerlager f, f' auf den Leisten bzw. die Spitze des Schuhes aufgesetzt und fixiert. Die Anpressung der Sohle gegen den Leisten wird dann durch Einlassen eines gasförmigen oder flüssigen Druckmittels
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Selbstverständlich kann die nachgiebige und verstellbare Werkstackunterlage auch bel anders wirkenden Pressen Verwendung finden.
Die Fig. 5 stellt einen Längsschnitt durch eine nachgiebige Werkstückunterlage dar, welche dazu dient, eine entsprechend gebogene Sohle nicht bloss an der Unterseite des Oberteiles sondern auch an der Vorderseite des Absatzes festzukleben. Die Werkstückunterlage ist dann so aus-
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oder von dieser ausgeübte Druck nicht zu wirken vermöchte, so ist noch ein besonderes wagerecht verschiebbares Druckorgan k vorgesehen, das etwa mittels einer Schraube I gegen die Rückseite
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dem Druckorgan k gebracht und dieses dann gegen den Absatz gepresst, wodurch die Sohle an die Vorderseite des Absatzes angeklebt wird. Hierauf kann das Ankleben der Sohle an den Schuhoberteil, wie früher dargestellt, folgen. Das Druckorgan k wird vorzugsweise gleichfalls nachgiebig ausgestaltet.
Selbstverständlich kann man alle die geschilderten Einrichtungen auch zum Formen der Sohlen allein benutzen. Hiezu braucht bei der in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Presse nur an Stelle der oberen Widerlager f, J'eine Widerlagerplatte gesetzt zu werden, die der Sohlenform entspricht. Desgleichen kann auch die Ausführungsform der nachgiebigen Unterlage nach Fig. 5 zur Vorformung der umgebogenen Sohle verwendet werden.
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Presse mit nachgiebiger Werkstückunterlage zum Andrucken der Sohle an den Schuhoberteil beim Klebeverfahren oder zum Formen von Schuhsohlen nach Patent Nr. 59442, dadurch gekennzeichnet, dass der Kasten der nachgiebigen Werkstückunterlage durch Querteilung m zwei oder mehrere gelenkig miteinander verbundene und gegeneinander verschwenkbare und feststellbare Teile geteilt ist, die von einem alle ihre Ränder überdeckenden biegsamen und wider- standsfähigen Stoff oben abgeschlossen sind. wodurch die Oberfläche der Werkstünkunterlage durch entsprechende Verstellung ihrer einzelnen Teile gegeneinander jeder Sohlenform genau angepasst werden kann.