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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung einer über ein Telekommunikationsnetz übertragenen Textnachricht auf einer optischen Ausgabeeinheit eines Telekommunikations- endgeräts.
Weiters betrifft die Erfindung ein Telekommunikationssystem, welches dazu eingerichtet ist, über ein Telekommunikationsnetz übertragene Textnachrichten auf einer optischen Ausga- beeinheit eines Telekommunikationsendgerätes darzustellen.
Das Versenden von Textnachrichten über Telekommunikationsnetze hat durch den fast flächendeckenden Ausbau von Mobilfunknetzen und des Internets weite Verbreitung ge- funden.
Mit zunehmendem Ausbau von Telekommunikationsnetzen und Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeiten und Bandbreiten stellt es für Netzbetreiber aus wirtschaftlichen Gründen ein dringendes Bedürfnis dar, neben dem Verschicken von Textnachrichten neue Dienste anzubieten und zu verkaufen. Da die Kundenakzeptanz steigt, wenn zur Benutzung eines neuartigen Dienstes keine neuen Fertigkeiten erlernt werden müssen, sollte ein neues Leistungsmerkmal auf bereits bekannten Elementen aufbauen.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen neuen Dienst für ein Telekommunikationsnetz zu schaffen, der auf eine grosse Kundenakzeptanz stösst.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zumindest einem Zeichen oder zumindest einem Wort oder zumindest einer Wortfolge der Textnachricht zumindest ein Bild oder eine Filmsequenz zugeordnet wird, wobei das zumindest eine der Textnachricht zugeordnete Bild oder die zumindest eine Filmsequenz auf der Ausgabeeinheit dargestellt werden.
Die erfindungsgemässe Lösung erlaubt die Erstellung einer Textnachricht, beispielsweise einer SMS-Nachricht auf eine an sich bekannte Weise, wobei die Textnachricht auf einem Telekommunikationsendgerät eines Empfängers als Bildabfolge bzw. als Film dargestellt wird.
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Günstigerweise sind die Filmsequenzen in einer Datenbank abgelegt sind, in welcher jeder
Filmsequenz zumindest ein Buchstabe oder zumindest ein Wort oder zumindest eine Wort- folge zugeordnet ist.
In einer bevorzugten Variante der Erfindung wird die Textnachricht an einen Bildserver übertragen, der anhand der Datenbank der Textnachricht zumindest eine Filmsequenz zuordnet.
Vorteilhafterweise werden über ein erstes Telekommunikationsendgerät die Textnachricht und eine Rufnummer oder die Adresse eines zweiten Telekommunikationsendgeräts in dem
Telekommunikationsnetz eingegeben und an den Bildserver übertragen, wobei der Bildser- ver die der Textnachricht zugeordnete zumindest eine Filmsequenz anhand der Rufnummer bzw. Adresse an das zweite Telekommunikationsendgerät übermittelt.
Weiters kann die Reihenfolge, in welcher die Bildfolgen oder Filmsequenzen auf der Ausgabeeinheit dargestellt werden, in Abhängigkeit von der Buchstabenfolge der Textnachricht festgelegt werden.
Eine in sich konsistente Handlung des aus einzelnen Filmsequenzen bestehenden Films lässt sich dadurch gewährleisten, dass jede Filmsequenz einem Hauptdarsteller zugeordnet ist, wobei nach einer vorgebbaren Anzahl von Filmsequenzen zumindest eine Zwischenfilmsequenz auf der Ausgabeeinheit dargestellt wird, welche dem Hauptdarsteller zugeordnet ist, dem die meisten der vorhergegangenen Filmsequenzen zugeordnet sind. Darüber hinaus kann der Textnachricht eine Schlussfilmsequenz zugeordnet werden, welche dem Hauptdarsteller zugeordnet ist, dem die meisten der vorhergegangenen Filmsequenzen zugeordnet sind.
In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist das Telekommunikationsnetz ein Funknetz, beispielsweise ein UMTS- oder GSM-Netz.
Weiters kann das Telekommunikationsnetz das Internet sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Textnachricht eine SMSNachricht.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens eignet sich insbesondere ein Telekommunikationssystem der eingangs genannten Art, welches dazu eingerichtet ist, zumindest einzelnen Zeichen oder einzelnen Worten und/oder Wortfolgen der Textnachricht je
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zumindest ein Bild oder eine Filmsequenz zuzuordnen, und das zumindest eine der Text- nachricht zugeordnete Bild oder die zumindest eine Filmsequenz auf der Ausgabeeinheit darzustellen.
Weiters kann das Telekommunikationssystem eine Datenbank aufweisen, in welcher jeder
Filmsequenz zumindest ein Buchstabe oder zumindest ein Wort oder zumindest eine Wort- folge zugeordnet ist.
Vorteilhafterweise kann das Telekommunikationssystem dazu eingerichtet sein, die Text- nachricht an einen Bildserver zu übertragen, welcher dazu eingerichtet sein kann, unter Verwendung der Datenbank der Textnachricht zumindest eine Filmsequenz zuzuordnen.
Darüber hinaus kann das Telekommunikationssystem dazu eingerichtet sein, über ein erstes
Telekommunikationsendgerät die Textnachricht und eine Rufnummer oder die Adresse eines zweiten Telekommunikationsendgeräts in dem Telekommunikationsnetz eingegeben und an den Bildserver übertragen werden, wobei der Bildserver die der Textnachricht zugeordnete, zumindest eine Filmsequenz oder das zumindest eine Bild anhand der Rufnummer bzw. Adresse an das zweite Telekommunikationsendgerät übermittelt.
Weitere Vorteile lassen sich dadurch erzielen, dass das Telekommunikationssystem dazu eingerichtet ist, die Reihenfolge, in welcher Bildfolgen oder Filmsequenzen auf der Ausgabeeinheit dargestellt werden, in Abhängigkeit von der Buchstabenfolge der Textnachricht festzulegen.
Jede Filmsequenz kann einem Hauptdarsteller zugeordnet sein, wobei das Telekommunikationssystem dazu eingerichtet sein kann, nach einer vorgebbaren Anzahl von Filmsequenzen zumindest eine Zwischenfilmsequenz darzustellen, welche dem Darsteller zugeordnet ist, dem die meisten der vorhergegangenen Filmsequenzen zugeordnet sind.
Günstigerweise ist das Telekommunikationsnetz ein Funknetz, beispielsweise ein UMTSoder GSM-Netz.
Das Telekommunikationsnetz kann aber beispielsweise auch das Internet sein.
In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist die Textnachricht eine SMS-Nachricht.
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Die Erfindung samt weiterer Vorteile wird im Folgenden anhand einiger nicht einschrän- kender Ausführungsbeispiele näher erläutert, welche in der Zeichnung dargestellt sind. In dieser zeigen schematisch :
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Telekommunikationssystem ;
Fig. 2 eine Datenbank, in welcher einzelnen Filmsequenzen Buchstaben, Worte oder Wort- folgen zugeordnet sind, und
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemässen Verfahrens ;
Gemäss Fig. 1 weist ein erfindungsgemässes Telekommunikationssystem SYS ein Telekom- munikationsnetz NET, welches zum Übertragen von Nachrichten in Text und Bildform eingerichtet ist auf, beispielsweise ein Funknetz wie das UMTS- oder GSM-Netz.
Bei dem Übertragungsnetz NET kann es sich aber auch um das Internet handeln.
Über ein erstes Telekommunikationsendgerät TE1 kann in auf sich bekannte Weise eine
Textnachricht TNA beispielsweise in Form einer SMS-Nachricht und eine Rufnummer bzw. eine Adresse eines Empfängers der Nachricht eingegeben und an einen Bildserver BIS des
Telekommunikationssystems SYS übermittelt werden. Hierzu kann das versendende Tele- kommunikationsendgerät dazu eingerichtet sein, nach Eingabe der Textnachricht das versenden der Nachricht als Film anzubieten. Wird beispielsweise in einem auf einer Ausgabeeinheit dieses Telekommunikationsendgerätes dargestellten Menü dieses Leistungsmerkmal gewählt, so kann die Textnachricht TNA an eine in dem Telekommunikationsendgerät TE1 voreingestellte Adresse ADR des Bildservers BIS übermittelt werden.
Dieser Bildserver BIS kann auf die im Folgenden genauer beschriebene Weise der Textnachricht TNA ein Bild oder mehrere Bilder BIL bzw. Filmsequenzen FIL zuordnen und nach der Umwandlung der Textnachricht TNA in einen Film diesen an das durch die Rufnummer RUF bzw. Adresse ADR, beispielsweise einer IP-Adresse identifizierte Telekommunikationsendgerät TE2, wie einen Computer oder ein Mobilfunkendgerät, eines Empfängers übermitteln.
Zur Umwandlung der Textnachricht TNA in einen Film kann der Bildserver BIS eine Steuerung STR, beispielsweise einen entsprechend programmierten Mikroprozessor, aufweisen, welche auf eine Datenbank DAT zugreifen kann (Fig. 3). In dieser Datenbank DAT können gemäss Fig. 2 einzelnen Zeichen ZE1, ZE2, ZE3, beispielsweise Buchstaben, Wörtern oder Wortfolgen je eine oder mehrere Filmsequenzen FI1, FI2, FI3 und/oder einzelne, aus verschiedenen Filmsequenzen bestehende Szenen SZ1, SZ2, SZ3 bzw. ein oder mehrere Bilder BI1, BI2, BI3 zugeordnet sein. Durch Vergleich der Zeichen ZE1, ZE2, ZE3 bzw. Wörter der
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Textnachricht TNA mit den in der Datenbank DAT gespeicherten Wörtern bzw. Zeichen
ZE1, ZE2, ZE3 und ersetzen der Wörter bzw. Buchstaben durch Bilder bzw.
Filmsequenzen kann die Textnachricht TNA von der Steuerung STR in einen Film FIM umgewandelt wer- den. Der Bildserver BIS kann anhand der mitübertragenen Rufnummer RUF bzw. Adresse
ADR des als Empfänger vorgesehenen Telekommunikationsendgeräts TE2 die in einen Film
FIM bzw. in eine Bildfolge umgewandelte Textnachricht TNA an das Telekommunikations- endgerät TE2 über das Telekommunikationsnetz NET übermitteln. Auf einer Ausgabeeinheit
AUS des empfangenden Telekommunikationsendgeräts TE2 kann dann der Film FIM darge- stellt werden.
Natürlich ist es auch möglich, dass die Textnachricht TNA in einem Textformat an das empfangende Telekommunikationsendgerät TE2 zugestellt wird und erst lokal auf diesem Endgerät, beispielsweise einem handelsüblichen Computer, in eine Bild- bzw. Filmnachricht umgewandelt wird. Ist das Telekommunikationsendgerät TE2 ein Computer, so kann die optische Ausgabeeinheit AUS als Bildschirm ausgeführt sein, im Fall eines Mobilfunktelefons kann die optische Ausgabeeinheit AUS ein Display sein.
Das erfindungsgemässe Verfahren soll im folgenden anhand eines Beispiels weiter verdeutlicht werden, in welchem Buchstaben des lateinischen Alphabets Filmszenen zugeordnet werden. Hierzu sollen jedoch noch einige Begriffe tiefergehend erläutert werden : 1. Der Filmsatz bzw. die Textnachricht TNA ist der Text, den der Sender über sein Telekom- munikationsendgerät eingibt, um die Szenenreihenfolge festzulegen. Der Sender und der
Empfänger müssen sich der genauen filmische Bedeutung und der Tragweite des Film- satzes bzw. der Textnachricht nicht bewusst sein.
2. Eine Filmsequenz FIL, FI1-FI3 ist die kleinste tauschbare Filmeinheit des Films.
Ein Film besteht demnach aus unterschiedlich zusammengesetzten Filmsequenzen. Die
Anzahl der Filmsequenzen eines Film kann beispielsweise einige hundert betragen. Jede
Filmsequenz kann einem bestimmten Darsteller zugeordnet sein. Dieser Darsteller muss entweder die Handlung dieses Filmteils massgeblich vorantreiben, die höchste Bildprä- senz aufweisen, oder im Mittelpunkt der Handlung stehen. Kurz gesagt, der Darsteller muss in "irgendeiner" Weise zentral für diesen Filmteil sein.
3. Eine Szene besteht aus unterschiedlichen Filmsequenzen und beschreibt eine bestimmte
Handlung an genau einem Ort zu einem festgelegten Zeitpunkt und kann von einem
Drehbuch vorgegebenen sein. Als Beispiel für ein derartiges Drehbuch siehe auch Georg Gschwend, "Warteräume" Studiengang für MultiMediaArt Eine vorgebbare Anzahl von
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Szenen kann zu einem Akt zusammengefasst ein, wobei jede Filmszene beispielsweise einem Buchstaben zugeordnet sein kann. An häufig auftretende Buchstaben wie bei- spielsweise das e in der deutschen Sprache, können auch keine Filmszenen vergeben werden.
4. Eine Variation ist eine bestimmte Sicht auf eine Szene. So kann beispielsweise für jeden
Akt eine bestimmte Variation einer Filmszene vorgesehen sein.
So kann es beispielsweise im ersten und dritten Akt eines Films jeweils drei Variationen, im zweiten Akt fünf Variationen jeder Szene vorgesehen sein. Eine einzelne Variation kann eine Filmsequenz für eine bestimmte Szene darstellen.
5. Ein Akt AI, A2 stellt die grösste Einheit des aus der Textnachricht generierten Films dar.
Bevorzugterweise gibt es aus dramaturgischen Gründen drei Akte : Exposition, Konfron- tation und Auflösung. Der erste und dritte Akt, also Einführung und Schluss (Exposition und Auflösung) nehmen günstiger weise ungefähr ein Drittel der Filmdauer ein, während der zweite Akt, der Hauptteil, die restlichen zwei Drittel einnimmt. Innerhalb eines Aktes können dessen Filmsequenzen frei angeordnet werden. Es wird jedoch bevorzugterweise ausgeschlossen, eine Filmsequenz eines Aktes in einen anderen Akt einzubauen, um die grundlegende Filmdramaturgie beizubehalten.
Zur Bestimmung der Anzahl der Buchsta- ben, welche einem Akt zugeordnet werden kann beispielsweise die Anzahl der Buchsta- ben der Textnachricht durch drei dividiert werden, wobei ca. zwei Drittel dem Hauptteil, d. h. dem Hauptakt zugeordnet werden und das restliche Drittel der Buchstaben auf die beiden Nebenakte verteilt wird.
6. Eine Zwischenszene ZS1, ZS2 im folgenden Plotpoint genannt ist eine Szene, die jeweils
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zweiten ZS2 (A2) Plotpoint. Ein Plotpoint ist eine Filmsequenz, dessen Stelle im Film schon im vorhinein genau festgelegt werden kann. Jeder Plotpoint kann einem Darsteller zugeordnet sein, wobei die Auswahl des Plotpoints in Abhängigkeit von den vorherge- henden Filmsequenzen bzw. Szenen erfolgen kann. So kann zum Beispiel der Plotpoint eines Aktes dem Darsteller zugeordnet sein, dem die meisten der vorhergegangenen
Filmsequenzen bzw. Szenen zugeordnet sind 7. Die Schlussszene SSZ1, SSZ2, SSZ3, SSZ4 ist dem Plotpoint sehr ähnlich. Es gibt für jeden möglichen Hauptdarsteller eine Schlussszene. Sie ist der letzte Filmteil, der an den Film angehängt wird.
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8.
Der gültige Protagonist ist derjenige Darsteller, dessen Filmsequenzen im ersten Akt von der Steuerung STR aus den möglichen Protagonisten am häufigsten gewählt wurden.
Für jeden der vorzugsweise drei Akte werden Szenen gedreht und auf dem Bildserver abgelegt. Die Szenen, die häufigen Buchstaben zugeordnet werden, bekommen jeweils bis zu fünf Variationen, weniger häufige Buchstaben entsprechend weniger. Im ersten Akt kann für jeden Buchstaben eine zufällige Variation gewählt werden, wodurch man manche Darsteller öfter sieht als andere. Einige Darsteller agieren als sogenannte "mögliche Protagonisten", für die es jeweils eigene Enden, eigene Plotpoints und den Grossteil der Szenenpräsenz gibt. Der mögliche Protagonist, der im ersten Akt am öftesten zu sehen sein wird, gilt ab dem ersten Plotpoint als gültiger Protagonist. Im zweiten und dritten Akt werden jeweils die Variationen gewählt, die dem gültige Protagonisten zugeordnet sind. Der Film endet mit der speziellen Endszene für diesen Protagonisten.
Dem Buchstaben "E" wird keine eigene Szene zugeordnet, stattdessen werden an den E -Stellen im l. Akt zufällige Szenen und Variationen und im 2. und 3. Akt Szenen und Variationen des gültigen Protagonisten gewählt.
Jeder Szene kann, wie bereits oben erwähnt, ein Buchstabe zugeordnet werden. Die Reihenfolge der Buchstaben des Filmsatzes bzw. der Textnachricht ergibt die Reihenfolge der Szenen in dem übertragenen Film. Es können aber auch einzelnen Szenen Wörter oder auch Wortfolgen zugeordnet sein.
Für einen Empfänger erscheint der Film wie ein üblicher, fertiger Film, dessen Szenenreihenfolge wohl durchdacht ist.