AT59851B - Einrichtung zur Bindung des aus verwesendem Drünger freiwerdenden Ammoniaks. - Google Patents

Einrichtung zur Bindung des aus verwesendem Drünger freiwerdenden Ammoniaks.

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AT59851B
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Giuseppe Dr Beccari
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 die sich oberhalb der   Düngerobernache   befinden, während man in den eingebrachten Dünger durch die in dessen Höhe liegenden Öffnungen n die   Lüftungsrohre   t einführt und deshalb die in dem unteren, bereits verrotteten Dünger befindlichen Rohre herauszieht und für den frischen Dünger benutzt.

   Die aus den Rohren t, ebenso aus den Rinnen b von unten zutretende Luft veranlasst nun die   FermentiorUJ1g   des Düngers und steigt dessen Temperatur dabei bis zu etwa 600, welcher Wärmegrad der günstigste für die Entwicklung der das Stroh und die organischen Materien zerstörenden Bakterien ist, wogegen diese Temperatur den von Stickstoff lebenden Mikroben und Schimmelpilzen nicht zuträglich ist, diese vielmehr bei dieser Temperatur und namentlich in feuchter, derartig erhitzter Umgebung absterben. Der Feuchtigkeitsgehalt kann leicht dadurch geregelt werden, dass man die in der Grube m befindliche Jauche durch eine Pumpe oder sonst eine geeignete    Einrichtung-über   den Kammerinhalt führt.

   Bei der vorliegenden Einrichtung tritt jedoch eine zu grosse Austrocknung überhaupt nicht ein und erfolgt die Fermentierung durchaus gleichförmig in allen Teilen der Düngerschicht. Damit nun die sich bildenden flüchtigen Ammoniakverbindungen nicht entweichen, wie dies bei den sonstigen Dunggruben in hohem Grade der Fall ist, lässt man dieselben in den mit den Platten e ausgefüllten Turm treten ; diese Platten sind mit Pflanzenerde bedeckt, durch welche die   Nitri1ikationsbakterien   in Nitrate umgewandelt werden.

   Bei richtiger Feuchtigkeit der vorhandenen   günstigsten   Temperatur und durch das gebotene, zur Salpeterbildung geeignete Material vermehren sich die Bakterien ungemein rasch und verwandeln durch ihren Lebensprozess höchst   energisch   die   flüchtigen   Ammomakverbindungen zunächst in Nitrite und sodann in Nitrate ; wenn nun diese Salze mit den Nitrierfermenten in den Ackerboden gegeben werden, werden auch dessen organische, aus Pflanzen und Tierresten sich ergebenden Stickstoffbeimischungen in Salpetersäureverbindungen verwandelt, welche Umwandlung sonst für gewöhnlich, aus Mangel an Nitrifikationsbakterien, sehr langsam erfolgt.

   Selbst feste Ammoniaksalze lassen sich gemäss der Erfindung gewinnen, wenn man die Platten des Turmes mit saurem phosphorsaurem Kalk, Schwefel oder Salzsäure tränkt, so dass sich die entsprechenden Ammoniaksalze ergeben, die mit Vorteil als billiger Ersatz der sonst in anderer
Weise hergestellten Salze dienen können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Bindung des aus   verwesendem   Dünger freiwerdenden Ammoniaks, dadurch gekennzeichnet, dass der als Hochbau ausgeführte Düngerbehälter oben einen turm-   artigen   Aufsatz mit Platteneinsätzen hat. welche mit pflanzlicher, die Vermehrung von   NttnnkattonRbaktenen   begünstigender Erde bedeckt sind, über deren Fläche die aus dem Dünger 
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 Nitrate dargeboten werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Dunssbehälter seitliche. in den Dünger ragende Luftzuführungsrohre angeordnet sind.
AT59851D 1911-04-12 1912-04-02 Einrichtung zur Bindung des aus verwesendem Drünger freiwerdenden Ammoniaks. AT59851B (de)

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