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Hörapparat mit Membran zur Verstärkung schwacher Geräusche für Stethoskope,
Hörrohre oder dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Hörappa@ate und hat zum Zweck, durch ihre besondere Einrichtungsweise Geräusche aller Art dem Ohr des Horchenden klar zu übermitteln.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der hohle oder massive Schalleiter durch eine zentrale Durchbohrung der den Hörtrichter abschliessenden Membran hindurchgeht, so dass die Schallwellen einerseits unmittelbar durch den SchaHeiter, andererseits erst verstärkt durch den von der Membran bespannten ringförmigen Hohlraum des Hörtrichters zum Ohre gelangen.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Hörapparat in Oberansicht und
Fig. 2 denselben im Querschnitt, während
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werden.
In Fig. 1 zeigt a einen Ilörtrichter, b eine Membran, c einen kreisförmigen Ansatz, der mit seiner oberen Fläche den sogenannten Luftringraum gegen die Membran begrenzt ; d ist der Schalleiter, welcher in der bildlichen Darstellung hohl gedacht ist, aber auch massiv bzw. anderweitig ausgefüllt sein kann ; e bezeichnet die Mündung des Schalleiters d.
Fig. 2 stellt. wie schon erwähnt, dieselbe Ausführungsform im Querschnitt dar und zeigt bei f einen unter der Membran b durch diese und den kreisförmigen Ansatz c gebildeten Luftringraum, damit die Membran frei ausschwingen kann, sowie ferner bei 9 eine ringförmige Luftkammer, dio nach oben ebenfalls durch die Membran und im übrigen durch Flächen dos Hörtrichters von innen begrenzt wird.
Die Wirkungsweise dieses Hörapparates ist folgende :
Der Apparat wird mit seinen unteren Schalleiterende bei h auf den zu behorchenden Körper oder Gegenstand aufgesetzt und das andere Ende gegen das Ohr geführt, so dass die Membran sich gegen die Ohrmuschel legt und das Schalleiterende e in den Gehör-
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Der zu prüfende Schall dringt vom unteren Ende durch den Schalleiter teilweise direkt, teilweise durch die Membran b, welche samt Schalltrichter a und Luft in Kammer g in Schwingungen gl'r : it, in das Ohr. So entstehen zwei Gruppen von Schallschwingungen,
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übertragung bewirken.
Die Schallwirkung kann durch Auskleidung oder Imprägnierung der Membran und
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teilweise durch die Membran b, durch die in Schall schwingungen versetzte Luftkammer 9 und die ringförmige Spalte f gegen den Schalleiter, so dass wiederum zwei Gruppen von Schallschwingungen hervorgerufen werden, die sich gleichzeitig gegen das Ohr entladen und eine klare und unmittelbare Schallübertragung verursachen.
Wegen seiner ausserordentlichen achalleitenden Fähigkeit kann der Hörapparat entsprechend verlängert, ganz besonders zum Abhorchen der Geräusche von in Betrieb be- firidlichen Maschinen aller Art sowie zum Abhorchen der Geräusche von Wasser-und Gasleitungen Verwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Hörapparat mit Membran zur Verstärkung schwacher Geräusche für Stethoskope, Hörrohre oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der hohle oder massive Schalleiter (d) durch eine zentrale Durchbohrung der den Hörtrichter (a) abschliessenden Membran (b) hindurchgeht, so dass die Schallwellen einerseits durch den Schalleiter unmittelbar, andererseits erst verstärkt durch den von der Membran bespannten ringförmigen Hohlraum (g) des Hörtrichters (a) zum Ohre gelangen.