AT528552A1 - Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung einer Lackieranlage - Google Patents

Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung einer Lackieranlage

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AT528552A1
AT528552A1 ATA60140/2024A AT601402024A AT528552A1 AT 528552 A1 AT528552 A1 AT 528552A1 AT 601402024 A AT601402024 A AT 601402024A AT 528552 A1 AT528552 A1 AT 528552A1
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Pöchgraber Dipl -Ing Gernot
Singer Dipl -Ing Fabian
Bohaty Dipl -Ing Gerold
Atzmüller Klaus
Schmidt Michael
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Univ Wien Tech
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    • B01DSEPARATION
    • B01D25/00Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements
    • B01D25/02Filters formed by clamping together several filtering elements or parts of such elements in which the elements are pre-formed independent filtering units, e.g. modular systems
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B05BSPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
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    • B05B16/40Construction elements specially adapted therefor, e.g. floors, walls or ceilings
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Abstract

Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung, insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung, wobei die Durchströmungsvorrichtung Luftstrom-Öffnungen zum Durchströmen mit einem Luftstrom aufweist, wobei die Schutzvorrichtung eine erste Schicht aufweist, wobei die erste Schicht ein Flächengebilde, insbesondere ein folienartiges und/oder plattenartiges Flächengebilde, aufweist oder als Flächengebilde ausgebildet ist, wobei das Flächengebilde diskret ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms hindurch durch das Flächengebilde vorgesehen sind, und wobei die Schutzvorrichtung zum flächigen Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet ist, wobei die Schutzvorrichtung beim Aufliegen die Durchströmungsvorrichtung flächig überdeckt und wobei der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom- Ermöglichungs-Mitteln hin zu zumindest einigen bzw. hin durch zumindest einiger der Luftstrom-Öffnungen ermöglicht ist.

Description

Beschreibung
SCHUTZVORRICHTUNG ZUM SCHÜTZEN EINER DURCHSTRÖMUNGSVORRICHTUNG EINER LACKIERANLAGE ODER PULVERBESCHICHTUNGSANLAGE VOR VERSCHMUTZUNG UND VERWENDUNG EINER SCHUTZVORRICHTUNG.
BESCHREIBUNG
TECHNISCHES FELD
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung und Verwendung einer Schutzvorrichtung sowie ein erstes System und ein zweites System aufweisend die Schutzvorrichtung.
HINTERGRUND
[0002] Lackieranlagen bzw. Lackierkabinen weisen üblicherweise eine Absaugung auf, um die mit Farbpartikeln beladene Luft aus dem Arbeitsraum der Lackieranlagen bzw. Lackierkabinen abzusaugen. Hierbei strömt die Luft mit den Farbpartikeln an Durchströmungsvorrichtungen bzw. Strukturen bzw. Bestandteilen wie einem Gitterrost, einem Lochraster usw. hindurch und/oder vorbei. Die Farbpartikel setzen sich hierbei an den Strukturen an und bilden eine mit der Zeit immer dicker werdende Farbschicht. Uber längere Betriebszeiten hinweg wird der Luftstrom durch die anwachsende Farbschicht zunehmend blockiert. So verschließen sich bei Gitterrosten oder Lochrastern beispielsweise die Öffnungen immer mehr, bis keine ausreichende Absaugung mehr gewährt ist. Die Strukturen lassen sich beispielsweise mittels Hochdruckreinigung oder Druckluftstrahlen reinigen, also von der Farbschicht befreien. Dies ist jedoch sehr zeitintensiv, sodass es je nach Marktsituation (z.B. aktueller Metallpreis, Lohnkosten usw.) beispielsweise wirtschaftlicher sein kann, neue Gitterroste anzuschaffen, anstatt die Verschmutzten zu beseitigen.
[0003] Die EP 2 594 338 A1 offenbart eine Beschichtung die als Opferschicht ausgebildet ist, welche von dem Gitterrost gemeinsam mit den (Farb-)Partikeln lagenweise lösbar ist. Die Beschichtung weist spröde Eigenschaften auf und dient als Opferschicht zum Schutz des darunter angeordneten Materials vor Verschmutzungen. Eine durch Farbpartikel verschmutzte Beschichtung wird durch mechanische Bearbeitungsverfahren an ihrer Oberfläche, beispielsweise durch Abkratzen, Abklopfen und/oder Bürsten, beispielsweise mittels einer Stahlbürste oder einem Besen gereinigt, indem ein unbestimmter Schichtanteil von der Oberfläche der Beschichtung gelöst wird.
[0004] Dies hat sich als nachteilig erwiesen, weil die Reinigung und die erneute Beschichtung des Gitterrosts weiterhin sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig sind. Während der Reinigung können auch keine Lackierarbeiten in der Lackierkabine vorgenommen werden, sodass es zu einem unerwünschten Stillstand kommt. Ein solcher Stillstand geht weiters mit Opportunitätskosten einher. Auch hat es sich als nachteilig erwiesen, dass die Lackschicht zusammen mit der Beschichtung beim Abtragen als Klumpen abgetrennt werden. Diese Klumpen können einerseits die dem Gitterrost in Strömungsrichtung nachgeschaltete Vorrichtungen, beispielsweise einen Filter und/oder eine Turbine, blockieren und/oder beschädigen. Andererseits können sich diese Klumpen, wenn sie beispielsweise durch die Stahlbürste oder einen Besen aufgewirbelt werden, auf lackierten Oberflächen oder auf zu lackierenden Oberflächen absetzen. Dies kann dazu führen, dass Schadstellen im Lack entstehen.
[0005] Aus der DE9311190U1 ist weiters eine Schutzabdeckung für Gitterroste, bestehend aus Abdeckflächen an den oberen Schmalseiten von Gitterrost-Stegen und an den verstärkten Randholmen sowie Seitenflächen an den Stegen und Randholmen bekannt. Eine solche Schutzabdeckung ist jeweils an einen bestimmten Gitterrost angepasst und beispielsweise nicht für Gitterroste mit einer anderen Maschenweite geeignet. Das Austauschen der Schutzabdeckung ist weiters mit einem Arbeitsaufwand verbunden.
[0006] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung, insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung und eine Verwendung einer Schutzvorrichtung sowie ein erstes System und ein zweites System aufweisend die Schutzvorrichtung bereitzustellen, wobei die zuvor genannten Probleme überwunden sind, insbesondere wobei die Schutzvorrichtung einen Schutz für die Durchströmungsvorrichtung bereitstellt und sich einfach und rasch austauschen lässt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Schutzvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Der Gegenstand der Erfindung ist daher eine Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung, insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung, wobei die Durchströmungsvorrichtung Luftstrom-Offnungen zum Durchströmen mit einem Luftstrom aufweist, wobei die Schutzvorrichtung eine erste Schicht aufweist, wobei die erste Schicht ein Flächengebilde, insbesondere ein folienartiges und/oder plattenartiges Flächengebilde, aufweist oder als Flächengebilde ausgebildet ist, wobei das Flächengebilde diskret ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms hindurch durch das Flächengebilde vorgesehen sind, und wobei die Schutzvorrichtung zum flächigen Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet ist, wobei die Schutzvorrichtung beim Aufliegen die Durchströmungsvorrichtung flächig überdeckt und wobei der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln hin zu zumindest einigen bzw. hin durch zumindest einiger der Luftstrom-Offnungen ermöglicht ist.
[0008] Diese Aufgabe wird weiters durch ein erstes System gemäß dem Anspruch 13 gelöst. Die Erfindung betrifft daher ein erstes System aufweisend die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung und die Durchströmungsvorrichtung, wobei die Schutzvorrichtung auf der Durchströmungsvorrichtung aufliegt, wobei die Durchströmungsvorrichtung unabhängig von der Form und/oder der Position der Luftstrom-Offnungen die Durchströmungsvorrichtung derart flächig bedeckt, dass der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln hin zu einigen der Luftstrom-Öffnungen bzw. hin durch zumindest einige der Luftstrom-Öffnungen ermöglicht ist.
[0009] Diese Aufgabe wird weiter durch ein zweites System gemäß dem Anspruch 14 gelöst. Die Erfindung betrifft daher ein zweites System aufweisend die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung und eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen der Schutzvorrichtung, insbesondere zum Befestigen der Schutzvorrichtung an einem Element der Lackieranlage, insbesondere an der Durchströmungsvorrichtung.
[0010] Diese Aufgabe wird weiters durch eine Verwendung einer Schutzvorrichtung gemäß dem Anspruch 15 gelöst. Die Erfindung betrifft daher eine Verwendung einer Schutzvorrichtung zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung, insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung, wobei die Durchströmungsvorrichtung Luftstrom-Offnungen zum Durchströmen mit einem Luftstrom aufweist, wobei die Schutzvorrichtung eine erste Schicht aufweist, wobei die erste Schicht ein Flächengebilde, insbesondere ein folienartiges und/oder plattenartiges Flächengebilde, aufweist oder als Flächengebilde ausgebildet ist, wobei das Flächengebilde, insbesondere diskret ausgebildete, erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms hindurch durch das Flächengebilde vorgesehen sind, und wobei die Schutzvorrichtung zum flächigen Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet ist, wobei die Schutzvorrichtung beim Aufliegen die Durchströmungsvorrichtung flächig überdeckt und wobei der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln hin zu zumindest einigen bzw. hin durch zumindest einiger der Luftstrom-Offnungen ermöglicht ist.
[0011] Die Schutzvorrichtung ist dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrichtung unabhängig von der Position, insbesondere von der Form und der Position, der Luftstrom-Offnungen derart flächig zu bedecken, dass der Luftstrom von zumindest einem, bevorzugt zumindest einigen, der
Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln hin zu zumindest einer, bevorzugt zu zumindest einigen, der Luftstrom-Offnungen bzw. hin durch zumindest eine, insbesondere einige, der Luftstrom-Offnungen ermöglicht ist.
[0012] Die Schutzvorrichtung lässt sich auf die Durchströmungsvorrichtung auflegen, ohne dass auf die Form und/oder die Position der Luftstrom-Offnungen, beispielsweise auf eine Maschenweite Rücksicht genommen werden muss. Es ist somit nicht erforderlich, die Schutzvorrichtung in einer bestimmten Ausrichtung oder unter Berücksichtigung einer bestimmten Rasterweite zu platzieren, um die Durchströmungsvorrichtung schützend zu bedecken. Das Platzieren bzw. Positionieren der Schutzvorrichtung auf der Durchströmungsvorrichtung lässt sich somit schnell und einfach realisieren. Anders als beispielsweise die aus der DE9311190U1 bekannte Schutzabdeckung lässt sich die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung für eine Durchströmungsvorrichtung mit einer beliebigen Maschenweite der Luftstrom-Offnungen und einer beliebigen Form der verteilten Luftstrom-Offnungen anwenden. Auch lässt sich die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung ohne weitere Rücksichtnahem auf die Struktur der Durchströmungsvorrichtung — z.B. durch einfaches, auch zur Seite hingerichtetes Abziehen von der Durchströmungsvorrichtung - wieder von der Durchströmungsvorrichtung entfernen.
[0013] Auch kann auf die aus der EP 2 594 338 A1 bekannte Opferschicht vollständig verzichtet werden.
[0014] Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen geht also der Vorteil einher, dass die Schutzvorrichtung ohne großen Arbeitsaufwand rasch auf der Durchströmungsvorrichtung angebracht werden kann, um einen Schutz vor Verschmutzung bereitzustellen, wobei die Schutzvorrichtung weiters rasch und ohne großen Arbeitsaufwand wieder von der Durchströmungsvorrichtung entfernbar ist. Die Handhabung der Schutzvorrichtung wie auch die während der Handhabung erforderliche Stillstandszeit der betreffenden Anlage sind demnach optimiert.
[0015] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung.
[0016] Die Schutzvorrichtung ist zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung einer Lackieranlage, insbesondere einer Spritzkabine, einer Pulverbeschichtungsanlage oder ähnlichem vorgesehen. Die Lackieranlage kann einen offenen oder geschlossenen Arbeitsraum aufweisen, in dem die Lackierarbeiten stattfinden können. Bevorzugt ist eine Absaugvorrichtung vorgesehen, die Luft aus dem Arbeitsraum, insbesondere durch die Durchströmungsvorrichtung, absaugt. Auch kann eine Luftbereitstellungsvorrichtung vorgesehen sein, die den Arbeitsraum mit Zuluft versorgt. Auch die Zuluft kann durch eine Durchströmungsvorrichtung geführt sein.
[0017] Die Durchströmungsvorrichtung ist eine Vorrichtung, die dazu vorgesehen ist, dass Luft durch sie hindurchströmt.
[0018] Die Durchströmungsvorrichtung kann dafür vorgesehen sein, den Arbeitsraum abzugrenzen, beispielsweise um den Arbeitsraum von der Absaugvorrichtung abzugrenzen. Die Durchströmungsvorrichtung kann auch als Bodenbelag ausgebildet sein. So kann die Durchströmungsvorrichtung beispielsweise dafür vorgesehen sein, von Menschen begangen zu werden und/oder von Fahrzeugen, beispielsweise von Kraftfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 t oder gar von Kraftfahrzeugen über 3,5 t, beispielsweise bis 7,5 t oder bis 18 t oder bis 40 t, also von Lastkraftfahrzeugen, befahren zu werden.
[0019] Die Durchströmungsvorrichtung weist typischerweise diskret ausgebildete Luftstrom-Öffnungen auf.
[0020] Die Durchströmungsvorrichtung kann beispielsweise eine Lammelenstruktur und/oder eine Gitterstruktur aufweisen.
[0021] Zwischen den Luftstrom-Öffnungen weist die Gitterstruktur Stege auf.
[0022] Die Durchströmungsvorrichtung kann beispielsweise Rundlöcher als Luftstrom-Öffnungen aufweisen.
[0023] Bevorzugt ist die Durchströmungsvorrichtung als Gitterrost ausgebildet. Die Stege sind beim Gitterrost typischerweise, vollständig oder teilweise, als Stäbe ausgebildet. Ein Gitterrost weist meist Randstäbe, Tragstäbe und Querstäbe auf. Der Gitterrost kann beispielsweise als ein Schweißpressrost, ein Pressrost oder ein Steckrost ausgebildet sein.
[0024] Als Maschenteilung bezeichnet man das Maß von Mitte Tragstab bis Mitte Tragstab bzw. von Mitte Querstab bis Mitte Querstab. Die (lichte) Maschenweite ergibt sich aus der Maschenteilung und der eingesetzten Materialstärken und beschreibt die freien OÖffnungsmaße. Jene Maschenteilung bzw. Maschenweite zwischen den Tragstäben und jene zwischen den Querstäben können sich voneinander unterscheiden.
[0025] Die Maschenteilung und die Maschenweite definieren die Form und Position der Luftstrom-Offnungen von Durchströmungsvorrichtungen wie Gitterrosten.
[0026] Diskret ausgebildete Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie definierte Abgrenzungen aufweisen. So können sie beispielsweise Öffnungen in einem Flächengebilde darstellen oder Kanäle mit definierten Abgrenzungen wie Wänden bilden. Im Gegensatz dazu sind Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel, die ausschließlich unsystematische Durchströmungspfades bereitstellen, die von Luft durchströmbar sind, wie dies beispielsweise bei Vliesfiltern der Fall ist, nicht diskret ausgebildet. Die Vorrichtung kann jedoch innerhalb diskret ausgebildete Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel Elemente oder Strukturen aufweisen, die selbst nicht diskret ausgebildet sind. So können beispielsweise in diskret ausgebildete Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln, wie beispielsweise Rohren, Filtermaterialien und/oder Filterstrukturen, wie beispielsweise Filtervlies, vorgesehen sein. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel können jedoch auch frei von unsystematische Durchströmungspfade bereitstellenden Strukturen bzw. Elementen ausgebildet sein.
[0027] Ein Flächengebilde ist ein Gebilde oder Element oder Erzeugnis, dessen erste Ausdehnung in einer ersten Richtung gegenüber den beiden Ausdehnungen in die normal auf die erste Richtung stehenden Ausdehnungen sehr dünn ist. Es handelt sich also um ein Erzeugnis, das sich im Wesentlichen zweidimensional erstreckt. Ein Flächengebilde kann beispielsweise eine Folie oder eine Platte sein. Bevorzugt findet ein homogenes Flächengebilde Anwendung.
[0028] Das Flächengebilde ist dazu ausgebildet, die Luftstrom-Öffnungen flächig und/oder flach zu überdecken und/oder zu überspannen.
[0029] Das Flächengebilde kann eine homogene Struktur aufweisen, wie es beispielsweise bei Folien, z.B. Kunststofffolien oder Metallfolien der Fall ist. Das Flächengebilde kann jedoch auch eine inhomogene Struktur aufweisen, wie es beispielsweise bei textilen Flächengebilden der Fall ist. Bevorzugt ist das Flächengebilde der ersten Schicht aufweisend eine homogene Struktur ausgebildet. Es kann jedoch auch aufweisend eine inhomogene Struktur ausgebildet sein.
[0030] Die erste Schicht weist bevorzugt eine flache Form auf. Das Flächengebilde kann beispielsweise bahnartig oder bandartig oder folienartig oder folienhaft oder als Folie, insbesondere als Naturstofffolie und/oder Kunststofffolie und/oder Polymerfolie und/oder Kunststofffilm und/oder Polymerfilm und/oder Metallfolie und/oder Latex- bzw. Gummi-Folie ausgebildet sein.
[0031] Eine Schicht bezieht sich im Kontext dieser Erfindung beispielsweise auf einen Satz bzw. eine Anzahl von Lagen bzw. Sub-Schichten, die einen strukturell oder funktionell zusammenhängenden Aufbau aufweisen. Eine Schicht kann also mehrere Lagen aufweisen, die beispielsweise gleich oder ähnlich aufgebaut sind. Die Schicht kann somit also Sub-Schichten aufweisen.
[0032] Eine Schicht zeichnet sich somit durch ihre strukturellen und/oder funktionellen Merkmale aus.
[0033] Die erste Schicht kann mehrlagig ausgebildet sein. Bevorzugt ist die erste Schicht einlagig ausgebildet.
[0034] Eine Schicht kann aus einem Material oder einer Materialgruppe oder aus unterschiedlichen Materialien oder unterschiedlichen Materialgruppen bestehen. Bevorzugt besteht die erste Schicht aus einer Materialgruppe, insbesondere aus einem Material.
[0035] Die erste Schicht, insbesondere das Flächengebilde der ersten Schicht, kann auch textileMaterialien wie Vlies aufweisen oder aus einem solchen Material bestehen. Die erste Schicht weist jedoch diskret ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel auf. Die Luft kann also durch klar unterschiedene, abgegrenzt ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel strömen.
[0036] Die erste Schicht, insbesondere das Flächengebilde der ersten Schicht, kann jedoch auch plattenartig oder plattenhaft oder als Platte ausgebildet sein. Die erste Schicht kann als Naturstoffplatte und/oder Kunststoffplatte und/oder Polymerplatte und/oder Metallplatte und/oder Latex- bzw. Gummi-Platte ausgebildet sein. Die erste Schicht ist besonders bevorzugt als Vliesfaserplatte ausgebildet oder weist eine Vliesfaserplatte auf.
[0037] Bevorzugt ist die erste Schicht, insbesondere das Flächengebilde der ersten Schicht, aus nichtmetallischen Werkstoffen hergestellt.
[0038] Bevorzugt ist die erste Schicht, insbesondere das Flächengebilde der ersten Schicht, als Polymerfolie und/oder Polymerplatte aus einem Kunststoff und/oder einem Naturstoff realisiert. Dies erlaubt eine kostengünstige Fertigung der ersten Schicht.
[0039] Die erste Schicht ist flach ausgebildet. Bevorzugt sind die Breitenausdehnung und die Längenausdehnung jeweils zumindest um das 40 fache, insbesondere das 50 fache, insbesondere das 100 fache, insbesondere das 500 fache, insbesondere das 1000 fache, größer als die Tiefenausdehnung bzw. Stärke der ersten Schicht. Wie nachfolgend erörtert, kann die erste Schicht Elemente aufweisen, die von der flächenhaften Form abstehen bzw. abhängen können. Die erste Schicht ist bevorzugt derart ausgebildet, dass sie sich reversibel auf eine Tiefenausdehnung (Dicke) zusammendrücken lässt, sodass die genannten Ausdehnungsverhältnisse eingehalten werden.
[0040] Die erste Schicht ist bevorzugt biegeschlaff ausgebildet. Bevorzugt ist die erste Schicht derart biegeschlaff ausgebildet, dass sich auf eine Ausdehnung von 1 mal 1 Meter der ersten Schicht bezogen, diese, wenn sie an einem Ende fest eingespannt ist, unter ihrem Eigengewicht zumindest so weit verbiegt, dass das gegenüberliegende Ende zumindest 1 cm, bevorzugt zumindest 10 cm, besonders bevorzugt zumindest 15 cm, insbesondere zumindest 20 cm, abgesenkt ist. Besonders bevorzugt ist die erste Schicht derart biegeschlaff ausgebildet, dass die erste Schicht unter den genannten Bedingungen im Wesentlichen senkrecht herabhängt. Somit passt sich die erste Schicht, wenn sie auf die Durchströmungsvorrichtung gelegt wird, automatisch an deren Oberfläche an. Somit wird ein Verrutschen der ersten Schicht gegenüber der Durchströmungsvorrichtung erschwert. Die Maßnahme erhöht somit die Sicherheit beim Begehen der Schutzvorrichtung. Die erste Schicht ist also bevorzugt schmiegsam und flexibel ausgebildet.
[0041] Bevorzugt ist die Schutzvorrichtung zum flachen und/oder platten Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet.
[0042] Die Schutzvorrichtung ist dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrichtung flächig zu überdecken. Dies ist zu unterscheiden von einem voluminösen Umgreifen oder Fassen von Teilen der Durchströmungsvorrichtung, insbesondere der Stege. Anders als beim voluminösen Umschließen oder Fassen liegt die Schutzvorrichtung auf der Durchströmungsvorrichtung auf und bedeckt diese. Die Form der Schutzvorrichtung ist also unabhängig von der Position und/oder der Form der Luftstrom-Offnungen. Es wird die Form der Schutzvorrichtung erst durch Kontaktierung mit der Durchströmungsvorrichtung durch diese beeinflusst. Es wird somit keine vorgeformte, an die Struktur der Durchströmungsvorrichtung angepasste Form benötigt. Insbesondere ist die Schutzvorrichtung frei von Negativ-Formen der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet. Die Schutzvorrichtung weist also keine Form auf, die im nicht mit der Durchströmungsvorrichtung kontaktieren Zustand eine Negativ-Form der Durchströmungsvorrichtung oder von Teilen der Durchströmungsvorrichtung bildet. Auch kann die Schutzvorrichtung die Durchströmungsvorrichtung flächig ummanteln oder umhüllen. Hierbei schmiegt sich die Schutzvorrichtung jedoch an die Kontur der Durchströmungsvorrichtung an, anstatt sie durch speziell an die Struktur der Durchströmungsvorrichtung bzw. der Luftstrom-Offnungen angepasst geformten Elementen
diese voluminös zu umschließen oder zu fassen.
[0043] Die Schutzvorrichtung bedeckt somit nur die oberen Seiten der Stege der Durchströmungsvorrichtung - bei Gitterrosten sind dies die oberen Schmalseiten - flächig, ohne jedoch die Seitenflächen der Stege flächig zu bedecken.
[0044] Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel der ersten Schicht sind diskret ausgebildet. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel sind also von der umliegenden Struktur unterscheidbar abgegrenzt. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel können beispielsweise, als eine Öffnung realisiert sein oder eine Öffnung aufweisen. De erste Schicht kann somit beispielsweise perforiert, insbesondere als eine perforierte Folie oder Platte, ausgebildet sein. Die diskreten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel unterscheiden sich somit beispielsweise von reinem Filtervlies, welches willkürlich ausgebildete Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche nicht diskret von der umliegenden Struktur abgegrenzt sind. So stellt das Filtervlies eine Vielzahl an Öffnungen bzw. Gängen bereit, die durch Luft durchströmbar sind und die sich über die gesamte Fläche des Filtervlies erstrecken.
[0045] Bevorzugt weist die erste Schicht zwischen den Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln gelegene, insbesondere flächenhafte, Luftstrom-Blockier-Zonen bzw. Luftstrom-Blockier-Mittel bzw. Luftstrom-Blockier-Strukturen auf, die zum Blockieren des Luftstroms vorgesehen sind.
[0046] Die Luftstrom-Blockier-Zonen schützen einerseits die darunterliegende Struktur, also bei Verwendung der Schutzvorrichtung zum Schützen der Durchströmungsvorrichtung eben diese, vor Verschmutzung durch die mit Farbpartikeln beladenen Luft. Gleichzeitig fängt die LuftstromBlockier-Zone die Farbpartikel auf und verhindert somit, dass diese zur Durchströmungsvorrichtung gelangen. Die Farbpartikel setzten sich somit auf der Luftstrom-Blockier-Zone ab, sodass diese nicht bis zur Durchströmungsvorrichtung gelangen. Es sei angemerkt, dass je nach Anwendung auch andere Partikel als Farbpartikel auftreten können, wobei das für Farbpartikel erörterte entsprechend gilt.
[0047] Die Schutzvorrichtung kann weitere Schichten aufweisen, die zwischen Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln gelegene, insbesondere flächenhafte, Luftstrom-Blockier-Zonen bzw. LuftstromBlockier-Mittel bzw. Luftstrom-Blockier-Strukturen aufweisen.
[0048] Bevorzugt ist die erste Schicht, insbesondere die gesamte Schutzvorrichtung, dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrichtung von deren Form ungebunden abzudecken. Bevorzugt ist die erste Schicht, insbesondere die gesamte Schutzvorrichtung, dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrichtung abzudecken, ohne dass die Schutzvorrichtung eine an die Durchströmungsvorrichtung spezifisch angepasste Struktur aufweist, die dazu vorgesehen ist, formschlüssig in die Durchströmungsvorrichtung, insbesondere zwischen die Stege und/oder um die Stege, zu greifen. Die Schutzvorrichtung ist also bevorzugt zum formschlussfeien Abdecken der Durchströmungsvorrichtung ausgebildet.
[0049] Die Befestigungsvorrichtung ist dazu ausgebildet, die Schutzvorrichtung an einer Struktur oder an einem Element der Lackieranlage zu befestigen. Bevorzugt ist die Befestigungsvorrichtung dazu ausgebildet eine Befestigung zwischen der Schutzvorrichtung und dem Steg der Durchströmungsvorrichtung bereitzustellen.
[0050] Die Befestigungsvorrichtung kann dazu ausgebildet sein, auf Basis einer Gewichtskraft und/oder einer Magnetkraft die Schutzvorrichtung an der Durchströmungsvorrichtung zu befestigen. Die Befestigungsvorrichtung kann hierzu einen Magneten aufweisen. Der Magnet erlaubt es, die Schutzvorrichtung, beispielsweise einen Gitterrost, der typischerweise aus Eisen bzw. Stahl besteht, zu befestigen.
[0051] Bevorzugt ist die Befestigungsvorrichtung dazu ausgebildet, die Schutzvorrichtung zu durchstechen und/oder zu durchschneiden. Die Befestigungsvorrichtung weist hierfür bevorzugt ein Durchstechelement und/oder Durchschneideelement auf. Dies ermöglicht ein rasches Befestigen, weil ein Loch zum Befestigen der Schutzvorrichtung direkt beim Anbringen der Befestigungsvorrichtung erzeugt wird.
[0052] Bevorzugt ist die Befestigungsvorrichtung dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrich-
tung, insbesondere den Steg, zu umgreifen, insbesondere zu hintergreifen und/oder zu untergreifen. Hierzu weist die Befestigungsvorrichtung bevorzugt Umgreif-Elemente bzw. HintergreifElemente die zum Umgreifen, insbesondere zum Hintergreifen und/oder Untergreifen, der Durchströmungsvorrichtung, insbesondere des Stegs, ausgebildet sind, auf. Die Umgreif-Elemente bzw. Hintergreif-Elemente können beispielsweise Kippflügel aufweisen oder als Kippflügel ausgebildet sein.
[0053] Die Befestigungsvorrichtung kann ein erstes Gewinde-Element und ein zweites GewindeElement aufweisen, wobei das erste Gewinde-Element gegenüber dem zweiten Gewinde-Element verschraubbar ist, wobei beim Verschrauben der Gewinde-Elemente die Befestigungsvorrichtung eine Greifbewegung durchführt, insbesondere eine Greifbewegung, um mittels UmgreifElemente bzw. Hintergreif-Element die Durchströmungsvorrichtung zu umgreifen bzw. zu hintergreifen.
[0054] Die Befestigungsvorrichtung kann auch anstatt dem ersten Gewinde und dem zweiten Gewinde oder zusätzlich dazu eine erste Verzahnung und eine zweite Verzahnung aufweisen, wobei beim Ausführen einer Relativbewegung der Verzahnungen die Befestigungsvorrichtung eine Greifbewegung durchführt, insbesondere eine Greifbewegung, um mittels Umgreif-Elemente bzw. Hintergreif-Element die Durchströmungsvorrichtung zu umgreifen bzw. zu hintergreifen. Hierzu kann die Verzahnung beispielsweise entsprechend einem Flügelkorkenzieher ausgebildet sein, sodass beim Bewegen der ersten Verzahnung, die mit dem Flügel verbundene zweite Verzahnung den Flügel bewegt. Der Flügel bildet hierbei das Umgreifelement bzw. Hintergreif-Element. Der Flügel drückt beispielsweise gegen den Steg und zieht somit die Schutzvorrichtung hin zur Durchströmungsvorrichtung und fixiert diese dort.
[0055] Die Befestigungsvorrichtung kann auch dazu ausgebildet sein, sich bereichsweise, elastisch und/oder plastisch, zu verformen, sodass die Verformung zu einer Fixierung der Befestigungsvorrichtung an der Durchströmungsvorrichtung führt.
[0056] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Befestigungsvorrichtung Fortsätze, insbesondere stabartige Fortsätze, aufweisen. Die Fortsätze sind dazu ausgebildet durch die Schutzvorrichtung und an der Durchströmungsvorrichtung vorbei geführt zu werden. Die Fortsätze weisen bevorzugt das Umgreif-Element bzw. Hintergreif-Element auf und sind dazu ausgebildet, sich elastisch zu verformen, um an einem zu umgreifenden bzw. zu hintergreifenden Gegenstand vorbeibewegt zu werden.
[0057] Besonders bevorzugt ist die Befestigungsvorrichtung derart ausgebildet, dass sich die Fortsätze im entspannten Zustand überkreuzen. Die Befestigungsvorrichtung ist derart ausgebildet, dass sich die Fortsätze mit einer Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung an den zu umgreifenden Gegenstand, beispielsweise dem Steg, vorbeibewegen lassen, wobei die Fortsätze, wenn sie an dem Gegenstand vorbeibewegt wurden, zufolge der Rückstellkraft wieder überkreuzen. Die überkreuzten Bereiche der Fortsätze bilden so die Umgreif-Elemente bzw. HintergreifElemente und stellen eine einfach zu installierende und einfach wieder zu entfernende Befestigung bereit. Zum Entfernen wird die Befestigungsvorrichtung vom Gegenstand weggezogen und in die entgegengesetzte Richtung gedreht.
[0058] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist die Schutzvorrichtung bevorzugt ein, insbesondere flächig ausgebildetes, Filterelement und/oder ein Filtermaterial, insbesondere einen Filtervlies, und/oder eine Filterstruktur, insbesondere eine Filtervliesstruktur, und/oder ein LabyrinthElement und/oder eine Labyrinth-Struktur, bevorzugt als Teil einer zweiten Schicht oder eine zweite Schicht bildend, auf.
[0059] Es hat sich in diesem Kontext als vorteilhaft erwiesen, dass die Schutzvorrichtung die zweite Schicht aufweist, wobei die zweite Schicht zweite Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms durch die zweite Schicht hindurch vorgesehen sind, wobei die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel mittels dem Filterelement und/oder dem Filtermaterial, und/oder einer Filterstruktur, und/oder einem Labyrinth-Element und/oder einer LabyrinthStruktur realisiert sind oder ein Filterelement und/oder ein Filtermaterial, und/oder eine Filterstruk-
tur, und/oder eine Labyrinth-Struktur aufweist.
[0060] Die zweite Schicht bildet bevorzugt ein Flächengebilde, bevorzugt ein textiles Flächengebilde, besonders bevorzugt aufweisend oder bestehend aus Vlies.
[0061] Die zweiten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel sind bevorzugt unsystematisch verteilt und unsystematisch geformt, also nicht diskret geformt, ausgebildet. Sie stellen bevorzugt eine Vielzahl an unsystematisch verteilten unsystematisch, also nicht diskret ausgebildeten Durchströmungspfaden bereit, die durch die Luft durchströmbar sind.
[0062] Das Filtermaterial bzw. die Filterstruktur bzw. das Filterelement stellt eine Vielzahl an unsystematisch verteilten unsystematisch, also nicht diskret ausgebildeten Durchströmungspfaden bereit, die durch die Luft durchströmbar sind. Durchströmt mit Farbpartikel beladene Luft diese Durchströmungspfade setzen sich die Farbpartikel an dem Filtermaterial bzw. der -struktur ab. Mit zunehmender Länge des Durchströmungspfades werden so mehr Farbpartikel durch die zweite Schicht aufgenommen und es kommen weniger Farbpartikel bei in Strömungsrichtung dahinter gelegenen Strukturen an.
[0063] Das Labyrinth-Element bzw. die Labyrinth-Struktur ist ein Element bzw. eine Struktur, mit dem ein verschlungenes Wegesystem für den Luftstrom bereitgestellt wird. Das Labyrinth-Element bzw. die Labyrinth-Struktur kann als unverzweigtes oder als verzweigtes Wegesystem ausgebildet sein.
[0064] Die zweite Schicht reduziert somit die Menge an Farbpartikel, die bei dahinter gelegenen Strukturen, also insbesondere bei der Durchströmungsvorrichtung, ankommen und verringert somit den Verschmutzungsgrad.
[0065] Zusammen mit der ersten Schicht ergibt sich weiterhin ein synergistischer Effekt. Da die erste Schicht die Luft nur durch die diskret ausgebildeten ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel passieren lässt und die zweite Schicht eine Schar an möglichen Durchströmungspfaden bereitstellt, entstehen längere Pfade, welche die Luft durchströmen muss, um die erste und zweite Schicht zu passieren. Diese längeren Pfade entstehen hierbei ohne, dass die Dicke der Schutzvorrichtung stark erhöht werden muss, weil die Luft nicht nur im Wesentlichen in Richtung normal zur zweiten Schicht durch diese hindurchströmt, sondern auch in Richtung parallel zur zweiten Schicht durch diese hindurchströmt. Somit können mehr Farbpartikel aufgenommen werden. Somit lasst sich auch eine recht dünne Schutzvorrichtung bereitstellen, die viele Farbpartikel aufnimmt.
[0066] Die Schutzvorrichtung aufweisend die erste Schicht und die zweite Schicht kann dazu ausgebildet sein und derart verwendet werden, dass die Luft zuerst durch die erste Schicht und anschließend durch die zweite Schicht strömt.
[0067] Bevorzugt ist die Schutzvorrichtung dazu ausgebildet und wird derart verwendet, dass die Luft zuerst durch die zweite Schicht und anschließend durch die erste Schicht strömt.
[0068] Bevorzugt weist die Schutzvorrichtung eine dritte Schicht auf die, insbesondere diskret ausgebildete, dritte Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms durch die dritte Schicht hindurch vorgesehen sind.
[0069] Die dritte Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel sind bevorzugt diskret ausgebildet. Die dritte Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel können Rohre und/oder Schläuche aufweisen. Die Rohre bzw. Schläuche verlängern zusätzlich den durch die Luft zu passierenden Pfad, womit mehr Farbpartikel durch die Schutzvorrichtung aufgenommen werden können.
[0070] Die Rohre bzw. Schläuche sind bevorzugt derart verortet und/oder gebogen, dass ein Ende in die zweite Schicht ragt. Bevorzugt ragt das Ende, zumindest komponentenweise, parallel zur Grundfläche der Schutzvorrichtung in die zweite Schicht hinein. So wird der Luftstrom zumindest komponentenweise in die Richtung parallel zur Grundfläche der Schutzvorrichtung gelenkt, sodass der Luftstrom flach durch die zweite Schicht gelenkt wird und mehr Farbpartikel durch die zweite Schicht aufgenommen werden können.
[0071] Bevorzugt weisen die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel diskret ausgebildete Öffnungen oder Löcher auf.
[0072] Bevorzugt weist die dritte Schicht zumindest eine als Flächengebilde ausgebildete Lage oder Sub-Schicht auf, welche die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufweist. Die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel können als diskret ausgebildete Löcher im Flächengebilde realisiert sein.
[0073] Die Schutzvorrichtung kann ganz allgemein die dritte Schicht ohne die zweite Schicht aufweisen. Bevorzugt weist die Schutzvorrichtung jedoch die zweite Schicht und die dritte Schicht auf.
[0074] Die Schutzvorrichtung aufweisend die erste Schicht, die zweite Schicht und die dritte Schicht hat sich als besonders effektiv beim Schutz der dahinterliegenden Struktur vor Verschmutzung erwiesen. Bevorzugt wird die Schutzvorrichtung derart verwendet, dass die Luft zuerst durch die dritte Schicht, anschließend durch die zweite Schicht und danach durch die erste Schicht strömt. An der dritten Schicht setzt sich so bereits ein großer Teil der Farbpartikel ab, sodass nur noch ein kleiner Teil an Farbpartikel durch die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel hin zur zweiten Schicht geraten. Zwischen den dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln und den ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln entsteht zumindest ein Pfad, insbesondere eine Schar an Pfaden. Die Luft die durch die Schutzvorrichtung strömt gibt somit zwischen den dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel und den ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln die Farbpartikel an die zweite Schicht ab. Bei der Verwendung einer Filterstruktur bzw. eines Filtermaterials, insbesondere eines Vlies, bevorzugt eines Filtervlies, oder einer verzweigten Labyrinth-Struktur werden hierbei jene Pfade, welche am wenigsten passierbar sind, zuerst mit Farbpartikel belegt und verschließen sich über die Zeit hinweg wegen der abgelagerten Farbe. Somit werden diese Pfade weniger leicht passierbar, sodass die Luft stattdessen benachbarte, und noch freie Pfade passiert. Somit lässt sich die zweite Schicht optimal ausnutzen, weil sie, bis sie vollständig mit Farbe beladen ist, über die Zeit hinweg gleichmäßig ausgelastet wird. Weitere Farbpartikel werden durch die erste Schicht aufgenommen. Somit gelangen nur noch sehr wenige oder gar keine Farbpartikel mehr zu der Durchströmungsvorrichtung.
[0075] Weiters hat es ich als vorteilhaft erwiesen, dass die dritte Schicht eine, insbesondere mehrlagige, Labyrinth-Struktur bzw. ein mehrlagiges Labyrinth-Element mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln aufweist.
[0076] Diese Maßnahme erlaubt es einerseits eine große Fläche bereitzustellen, die schwere Farbpartikel auffängt, die im Wesentlichen der Gravitation folgend direkt auf die dritte Schicht herabfallen Gleichzeitig wird wie im Kontext der Labyrinth-Struktur der zweiten Schicht eine Schar an Pfaden bereitgestellt, die durch die Luft durchströmbar ist, wobei sich die Farbpartikel absetzen und somit nicht zu dahintergelegenen Elementen gelangen.
[0077] Wie im Kontext der zweiten Schicht erörtert, kann die Labyrinth-Struktur als unverzweigtes oder als verzweigtes Wegesystem ausgebildet sein.
[0078] Bevorzugt ist die dritte Schicht als mehrlagige, Labyrinth-Struktur ausgebildet. Hierfür kann jede Lage bzw. Sub-Schicht als Flächengebilde mit diskret ausgebildeten dritten LuftstromErmöglichungs-Mitteln, insbesondere mit diskret ausgebildeten Öffnungen bzw. Löchern in dem Flächengebilde, ausgebildet sein.
[0079] Die einzelnen Lagen bzw. Sub-Schichten der dritten Schicht sind bevorzugt als Flächengebilde ausgebildet.
[0080] Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln, insbesondere die Öffnungen bzw. Löcher, der Lagen der dritten Schicht sind bevorzugt versetzt zueinander verortet. Die so angeordneten Lagen ergeben eine Labyrinth-Struktur, welche einen guten Durchfluss ermöglicht und gleichzeitig großflächig Farbpartikel aufnehmen kann. Somit können Farbpartikel über eine lange Betriebsdauer hinweg aufgenommen werden, ohne dass es zur Beeinträchtigung der Belüftung bzw. des Luftdurchsatzes kommt.
[0081] Bevorzugt sind die Lagen bzw. Sub-Schichten der dritten Schicht durch Distanzierungselemente voneinander distanziert. Dadurch werden die Lagen auseinandergehalten, sodass die Luft besser durch die Lagen hindurchströmen kann.
[0082] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln als Öffnungen oder Löcher ausgebildet sind, die durch Entfernen, beispielsweise Ausschneiden oder Ausstanzen, von Teilen der Lage bereitgestellt wurden, wobei die Distanzierungselemente eben jene entfernten Teile der Lage aufweisen. Somit lassen sich die Distanzierungselemente ressourcenschonend bereitstellen. Dies führt zu einer insgesamt ressourcenschonenden Schutzvorrichtung.
[0083] Gemäß einem weiteren Aspekt hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die dritte Schicht eine Labyrinth-Struktur mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln aufweist, wobei die dritte Schicht eine Filterstruktur, insbesondere eine Filtervliesstruktur, und/oder ein Filtermaterial, insbesondere ein Filtervlies, aufweist, welches innerhalb der Labyrinth-Struktur verortet ist. Die Labyrinth-Struktur schützt somit die Filterstruktur bzw. das Filtermaterial vor mechanischer Belastung. Die Filterstruktur bzw. das Filtermaterial wird somit weniger zusammengedrück. Die Filterstruktur bzw. das Filtermaterial kann somit locker und luftig in der LabyrinthStruktur verortet sein und erhöht die Oberfläche in der Labyrinth-Struktur an der sich die Farbpartikel absetzen können. Somit können durch die Schutzvorrichtung viele Farbpartikel aufgenommen werden, während die Schutzvorrichtung dünn ausgebildet sein kann.
[0084] Weist die dritte Schicht die Labyrinth-Struktur aufweisend die Filterstruktur bzw. das Filtermaterial auf, kann auch, wenn auf die zweite Schicht verzichtet wird, noch eine gute Filterung und somit ein guter Schutz bereitgestellt werden. Durch das Weglassen der zweiten Lage lässt sich eine dünnere und kompaktere Schutzvorrichtung bereitstellen.
[0085] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung hat es sich allgemein als vorteilhaft erwiesen, dass die erste Schicht und die dritte Schicht die zweite Schicht zumindest bereichsweise, bevorzugt vollständig, umschließen. Diese Maßnahme führt dazu, dass die Luft die ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel und die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel passieren müssen und somit die zweite Schicht durch zwischen den ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel und den dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel aufgespannten Pfaden passieren muss. Somit kann die zweite Schicht vollflächig genutzt werden, um Farbpartikel aus der Luft herauszufiltern. Die erste Schicht und die dritte Schicht umschließen die zweite Schicht bevorzugt flächig, sodass die zweite Schicht flächig zwischen der ersten Schicht und der dritten Schicht verläuft.
[0086] Die Schichten können trennbar ausgebildet sein. Dies erlaubt den Austausch einzelner Schichten, beispielsweise wenn eine Schicht verschmutzt ist, andere Schichten aber noch weiterverwendet werden können. Weil dies jedoch recht arbeitsintensiv ist, sind die Schichten bevorzugt miteinander verbunden und können somit im Verbund ausgetauscht werden.
[0087] Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen, dass zumindest die erste Schicht mit der zweiten Schicht stoffschlüssig verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt, ist.
[0088] Bevorzugt ist auch die zweite Schicht mit der dritten Schicht stoffschlüssig verbunden.
[0089] Ist keine zweite Schicht vorgesehen, kann die erste Schicht mit der dritten Schicht stoffschlüssig verbunden sein.
[0090] Die Schichten sind bevorzugt jeweils derart ausgebildet, dass ihre zu erwartende Lebensdauer der zu erwartende Lebensdauer bzw. Nutzungsdauer der anderen Schichten entspricht. Die Lebensdauer bzw. Nutzungsdauer betrifft hierbei die mechanische Belastung und/oder die Verschmutzung. So kann beispielsweise die zweite Schicht als Filtervlies ausgebildet sein, wobei das Filtervlies eine Dicke aufweist, die an die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel der ersten und/oder dritten Schicht angepasst ist, sodass die Schichten im üblichen Betrieb gleichzeitig ihre maximale Farbbeladung erreichen.
[0091] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Schutzvorrichtung, insbesondere die erste Schicht der Schutzvorrichtung, einen Verschluss-Mechanismus auf, welcher dazu ausgebildet ist, ein Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel der Schutzvorrichtung, insbesondere das erste
Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel der ersten Schicht, als Folge einer Kontaktierung der Schutzvorrichtung mit der Durchströmungsvorrichtung, insbesondere bereichsweise, zu verschließen.
[0092] Bevorzugt wird insbesondere der Bereich direkt bei der Kontaktierung und/oder benachbart zur Kontaktierung verschlossen.
[0093] Bevorzugt weisen die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel jeweils den Verschluss-Mechanismus auf oder sind als Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel ausgebildet oder sind zum Interagieren mit dem Verschluss-Mechanismus vorgesehen.
[0094] So kann beispielsweise das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel als flexibles Rohr oder als flexibler Schlauch ausgebildet sein, das/der zusammengedrückt wird, wenn es/er auf einen Körper der Durchströmungsvorrichtung, beispielsweise auf den Steg, gelegt wird. Somit wird der Luftstrom hin zum Körper bzw. Steg unterbunden, sodass keine Farbpartikel hinströmen können.
[0095] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass der Verschluss-Mechanismus ein laschenartiges und/oder zungenartiges und/oder streifenartiges und/oder klappenartiges Verschluss-Element oder Verschluss-Mittel aufweist, das zum, insbesondere bereichsweisen, Verschließen des Luftstrom-Ermöglichungs-Mittels, insbesondere einer Öffnung des Luftstrom-Ermöglichungs-Mittels, ausgebildet ist.
[0096] Das Verschluss-Element ist bevorzugt dazu ausgebildet, bei Kontakt mit der Struktur der Durchströmungsvorrichtung, insbesondere mit dem Steg, zu verschließen. Das Verschluss-Element wird beispielsweise bei Kontakt mit der Struktur der Durchströmungsvorrichtung, z.B. dem Steg, weg von dieser Struktur gedrückt und verschließt so die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel zumindest bereichsweise.
[0097] Bevorzugt weist die erste Schicht die Verschluss-Elemente auf, sodass diese bei Kontakt mit der Durchströmungsvorrichtung, insbesondere dessen Steg, die Verschluss-Elemente direkt von dieser bzw. dessen Steg am Ausklappen gehindert werden.
[0098] Das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel weist bevorzugt eine Öffnung, ausgebildet als Öffnung bzw. Loch in dem Flächengebilde auf. Das Verschluss-Element ist bevorzugt derart verortet, dass es bereichsweise auf der Öffnung aufliegt oder bereichsweise in der Öffnung liegt. Bereichsweise ist das Verschluss-Element bevorzugt mit dem Flächengebilde verbunden. Das Verschluss-Element kann also wie eine aufschlagende oder durchschlagende Zunge relativ zur Öffnung verortet sein. Das Verschluss-Element ist bevorzugt dazu ausgebildet die Öffnung ähnlich wie ein bei Zweitaktmotoren bekanntes Membranventil bzw. ein Zungenventil zu verschließen. Der so bereitgestellte Verschluss-Mechanismus hindert somit einerseits, wenn sich hinter dem Verschluss-Mechanismus beispielsweise der Steg befindet, den Luftstrom durch das LuftstromErmöglichungs-Mittel zumindest bereichsweise am Durchströmen und deckt den dahinterliegenden Steg, zumindest bereichsweise ab, sodass einer Verschmutzung entgegengewirkt ist. Andererseits ermöglicht der Verschluss-Mechanismus einen ungestörten Durchfluss der Luft durch das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel, wenn sich hinter dem Verschluss-Mechanismus ausschließlich die Luftstrom-Offnungen, also kein Steg, befindet.
[0099] Das Verschluss-Element kann als ein von dem Flächengebilde, insbesondere dem FIächengebilde der ersten Schicht, separates Element, insbesondere aus einem anderen Material gefertigt, ausgebildet sein. So kann beispielsweise das Verschluss-Element aus einem flexibleren Material des Flächengebildes ausgebildet sein. Das Verschluss-Element kann beispielsweise bereichsweise mit dem Flächengebilde verbunden, beispielsweise verklebt sein, um das klappenartige Verschluss-Element zu realisieren. Durch das flexiblere Material lässt sich das VerschlussElement leicht schließen und öffnen und sorgt somit einerseits für eine gute Abdeckung, wenn sich dahinter ein Steg befindet, und biegt sich leichter weg (öffnet sich), wenn kein Steg den Biege-Weg blockiert, sodass ein guter Luft-Durchfluss gewährt ist.
[00100] Bevorzugt ist das Verschluss-Element als ein Teil des Flächengebildes, insbesondere als ein Teil des Flächengebildes der ersten Schicht, insbesondere als ein Ausschnitt und/oder ein Segment des Flächengebildes, ausgebildet. Dies erlaubt eine einfache und damit rasche und kostengünstige Fertigung der Verschluss-Elemente. So können die Verschluss-Elemente bei-
spielsweise aus dem Flächengebilde herausgestanzt oder herausgeschnitten werden. Die Verschluss-Elemente können beispielsweise C-förmig oder U-förmig ausgebildet sein.
[00101] Die Verschluss-Elemente können beispielsweise mittels eines Stempels bzw. einer Matrize einer Stanzmaschine, insbesondere als Folge einer Hubbewegung, erzeugt werden.
[00102] Bevorzugt werden die Verschluss-Elemente mittels Rotationsstanzen erzeugt.
[00103] Das Flächengebilde aufweisend die Verschluss-Elemente kann mit den weiteren Schichten verbunden, beispielsweise verklebt, werden.
[00104] Bevorzugt ist das Flächengebilde, aus dem die Verschluss-Elemente gebildet sind, als Polymerfolie oder Polymerfilm, ausgebildet. Das Flächengebilde ist bevorzugt dünn ausgebildet, beispielsweise mit einer Materialstärke kleiner 3 mm, kleiner 2 mm, kleiner 1 mm, kleiner 0,5 mm, kleiner 0,4 mm, kleiner 0,3 mm, kleiner 0,2 mm, kleiner 0,15 mm.
[00105] Insbesondere weist das Flächengebilde eine Materialstärke kleiner oder gleich 0,3 mm auf.
[00106] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Luftstrom-Blockier-Zonen. Ein Vorteil der Verwendung des Flächengebildes besteht darin, dass sich Farbpartikel im wesentlich normal auf das Flächengebilde absetzen. Sind die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel als Löcher in dem FIächengebilde ausgebildet, setzen sich nur wenige Farbpartikel in den Löchern ab, da in diesem Fall nur eine kleine Mantelfläche existiert, wo sich die Farbpartikel absetzen können. Auch brechen in den Löchern abgesetzte Farbschichten bei Belastung der Schutzvorrichtung, beispielsweise wenn die Schutzvorrichtung begangen wird oder bei Verformung der Schutzvorrichtung beim Einschalten der Absaugung, ab. Somit setzt sich die Farbe lagenweise auf dem Flächengebilde ab, ohne dabei die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel zu verlegen. Je größer die Fläche der Flächengebilde ist, auf die sich die Farbpartikel absetzen können, umso weniger Farbpartikel geraten überhaupt erst zu dahintergelegenen Strukturen, also beispielsweise weiteren Schichten oder der Durchströmungsvorrichtung. Daher hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Luftstrom-Blockier-Zonen einen großen Teil der Fläche einnehmen bzw. dass die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel möglichst klein ausgebildet sind.
[00107] Bei Versuchen wurde ein Gitterrost einer Lackieranlage schrittweise mit einer nicht durchströmbaren Folie abgedeckt und der Druck im Absaugrohr hin zur Absaugvorrichtung sowie die dort herrschende Strömungsgeschwindigkeit gemessen. Die Versuche haben gezeigt, dass sowohl Druck als auch Strömungsgeschwindigkeit weitestgehend von der Abdeckung unbeeinflusst bleiben, bis der Gitterrost zu 91 % abgedeckt ist.
[00108] Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen, dass bei der Schutzvorrichtung zumindest eine Schicht der Schutzvorrichtung eine, insbesondere flach ausgebildeten, Luftstrom-BlockierZonen bzw. Luftstrom-Blockier-Mittel bzw. Luftstrom-Blockier-Strukturen aufweist, welche das Durchströmen von Luft blockieren, wobei die Luftstrom-Blockier-Zonen zwischen 30 % und 91 %, insbesondere zwischen 50 % und 91 %, insbesondere zwischen 60 % und 91 %, insbesondere zwischen 70 % und 91 %, insbesondere zwischen 80 % und 91 %, insbesondere zwischen 80 % und 90 %, der Aufspannungs-Fläche der Schicht einnimmt. Die Luftstrom-Blockier-Zonen können beispielsweise 40 %, 55 %, 60 %, 65 %, 75 % oder 85 % der Aufspannungs-Fläche der Schicht einnehmen. Je mehr Fläche die Luftstrom-Blockier-Zonen einnehmen, umso besserer schützen sie, indem die Farbpartikel flächenhaft aufgenommen werden.
[00109] Die zumindest eine Schicht der Schutzvorrichtung weist bevorzugt Luftstrom-BlockierMittel auf, die insgesamt einen Strömungsquerschnitt bereitstellen, der zumindest 9,0 %, insbesondere zumindest 9,3 %, bevorzugt zumindest 10,0 %, besonders bevorzugt zumindest 11,0 % der Aufspannungs-Fläche der Schicht einnimmt.
[00110] Die Aufspannungs-Fläche ist hierbei jene Fläche, welche die Schicht einnimmt, wenn sie flach aufgelegt wird.
[00111] Bevorzugt nimmt die Luftstrom-Blockier-Zone bzw. das Luftstrom-Blockier-Mittel bzw. die Luftstrom-Blockier-Struktur zumindest eine Kreisfläche der Schicht mit einem Radius von 0,2
mm, insbesondere 0,3 mm, bevorzugt 0,4 mm, ein, in dem sie flächig ausgebildet ist und das Durchströmen der Schicht blockiert. Die Luftstrom-Blockier-Zone muss hierfür nicht kreisförmig ausgebildet sein und kann beispielsweise über diese bevorzugte Mindestfläche hinausgehende Flächenelemente aufweisen. Die Mindestfläche erlaub eine besonders effiziente flächige Aufnahme der Farbpartikel, sodass eine normal zur Fläche wachsende Farbschicht entsteht.
[00112] Wird die Luftstrom-Blockier-Zone wie erörtert ausgelegt, führt dies zu einem flächigen Aufnehmen der Farbpartikel, ohne jedoch die Luft-Strömung zu stören. Die Schutzvorrichtung führt also zu einer ausreichend geringen Druckdifferenz, sodass es zu keiner Beeinträchtigung der Absaugung kommt. Die Druckdifferenz ist die Differenz des Drucks gemessen vor der Schutzvorrichtung und nach der Schutzvorrichtung bei aktiver Absaugung. Je nach Aufbau der Schutzvorrichtung, beispielsweise wenn weiters die Filtermaterialien wie Vlies vorgesehen sind, ist es vorteilhaft, den einen Strömungsquerschnitt durch die erste Schicht daran angepasst größer und die Luftstrom-Blockier-Zonen der ersten Schicht daran angepasst kleiner auszulegen. So kann die Luftstrom-Blockier-Zonen beispielsweise bis zu 80 % oder bis 85 % der Aufspannungs-Fläche der Schicht einnehmen.
[00113] Ganz allgemein hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Schutzvorrichtung derart ausgebildet ist, dass sie ohne Verschmutzung eine Druckdifferenz von maximal 390 Pa, bereitstellt. Bevorzugt ist die Schutzvorrichtung derart ausgebildet, dass sie ohne Verschmutzung eine Druckdifferenz von mindestens 30 Pa, bereitstellt. Die Schutzvorrichtung kann beispielsweise dazu ausgebildet sein, eine Druckdifferenz von 40 Pa, 50 Pa, 60 Pa, 70 Pa, 80 Pa, 90 Pa, 100 Pa, 110 Pa 120 Pa, 130 Pa, 150 Pa, 200 Pa, 300 Pa, 350 Pa oder 380 Pa bereitzustellen. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Schutzvorrichtung ohne Verschmutzung eine Druckdifferenz von 70 Pa bis 140 Pa bereitstellt. Die Druckdifferenz lässt sich beispielsweise durch die Wahl der Luftstrom-Blockier-Zonen, der Strömungsquerschnitte, durch die Wahl des Filtermaterials und/oder der Menge des Filtermaterials, der Dichte des Filtermaterials, der Dicke des Filtermaterials bzw. der Schicht aufweisend das Filtermaterial und durch die Gestaltung des Verschluss-Mechanismus beeinflussen bzw. einstellen. Durch die Wahl der Druckdifferenz wird eine Schutzvorrichtung bereitgestellt, die zu Beginn ihrer Lebensdauer eine Druckdifferenz aufweist, die jener einer leicht verlegten Filterschicht entspricht. Die Lackieranlage ist also genau für eine solche Druckdifferenz ausgelegt, sodass es zu keinen Einbußen kommt. Uber die Betriebsdauer hinweg erhöht sich die Druckdifferenz auf Grund der zuvor genannten Maßnahmen jedoch nur langsam. So sammeln sich beispielsweise die Farbpartikel flächig auf dem Flächengebilde der ersten Schicht und/oder dritten Schicht an, womit es zu keiner wesentlichen Verringerung der Druckdifferenz kommt. Die Maßnahme erlaubt es somit über eine lange Betriebszeit eine annähernd konstante Druckdifferenz bereitzustellen. Somit wird über die Betriebszeit hinweg eine optimale Filterleistung bereitgestellt.
[00114] Die Druckdifferenz kann durch Druckmessung vor und nach der Schutzvorrichtung bei aktiver Absaugung bestimmt werden. Aus den Drücken vor und nach der Schutzvorrichtung kann die Differenz der beiden Drücke, also die Druckdifferenz ermittelt werden. Auch kann die Druckdifferenz direkt, beispielsweise mittels U-Manometer, wobei die Druckdifferenz vor und nach der Schutzvorrichtung erfasst wird, bestimmt werden.
[00115] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann zumindest eine Schicht, bevorzugt die gesamte Schutzvorrichtung, statisch aufladbar, insbesondere aus statisch aufladbarem Material bestehend, ausgebildet sein. Somit werden einige Partikel durch das statische Material angezogen und somit besonders effizient gefangen. Beispielsweise kann als Filter ein ElektretFilter Anwendung finden.
[00116] Bevorzugt ist zumindest eine Schicht, bevorzugt die gesamte Schutzvorrichtung, antistatisch, insbesondere aus antistatischem Material bestehend, ausgebildet. Dies verringert das Risiko, dass Funken entstehen, was in bestimmten Situationen zu Verpuffung und/oder zu einem Brand führen kann. Diese Maßnahme erhöht somit die Sicherheit in der Lackieranlage.
[00117] Hierfür kann die Schutzvorrichtung ein Antistatik-Gerät (bekannt unter der englischen Bezeichnung „antistatic device“) bzw. eine antistatische Ausrüstung aufweisen oder dazu ausge-
bildet sein, mit einem Antistatik-Gerät verbunden zu werden. Beispielsweise kann die Schutzvorrichtung eine elektrisch leitende Leiterstruktur, beispielsweise Drähte, aufweisen. Die Leiterstruktur kann beispielsweise derart in der Schutzvorrichtung positioniert sein, dass sie als faradayscher Käfig wirkt. Somit lässt sich ungewünschte Funkenbildung vermeiden.
[00118] Bevorzugt besteht die Schutzvorrichtung aus antistatischen Materialien und/oder ist derart behandelt, dass sie antistatisch ist. Die Schutzvorrichtung weist bevorzugt Antistatika auf.
[00119] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Schutzvorrichtung eine Verbindungsstruktur und/oder Verbindungsmittel und/oder ein Verbindungselement zum Verbinden der Schutzvorrichtung mit einer weiteren Schutzvorrichtung auf. Das Verbindungsmittel kann beispielsweise einen Klettverschluss und/oder einen Klebestreifen aufweisen. Bevorzugt ist zumindest eine Schicht, bevorzugt eine Schicht aufweisend ein Flächengebilde, länger als die anderen Schichten ausgebildet, sodass ein Teil dieser Schicht die anderen Schichten überragt. Dieser Teil weist bevorzugt das Verbindungsmittel auf. Der Teil kann beispielsweise eine Lasche bilden, die über die benachbarte Schutzvorrichtung gelegt werden kann, um die beiden Schutzvorrichtungen zu verbinden.
[00120] Das Verbindungsmittel ist bevorzugt zum reversiblen Verbinden, beispielsweise mittels reversibler Klebeverbindung oder reversibler formschlüssiger Verbindung, beispielsweise mittels Klettverschluss, der Schutzvorrichtungen ausgebildet. Dies erlaubt ein einfaches Austauschen einzelner Schutzvorrichtungen, sodass stärker verschmutzte Schutzvorrichtungen beispielsweise getauscht werden können, ohne dass die noch weniger verschmutzen Schutzvorrichtungen entfernt werden müssen.
[00121] Die Schutzvorrichtungen können plattenartig auslegbar ausgebildet sein. So können diese beispielsweise auch zum formschlüssigen Verbinden ausgebildet sein. Dies kann beispielsweise mittels eines Klicksystems, wie es z.B. bei Laminatböden Anwendung findet, oder mittels einem Feder-Nut System realisiert sein. Die Verbindungsmittel können auch, z.B. puzzlestückartige, Einbuchtungen und/oder Ausbuchtungen zum Bereitstellen einer formschlüssigen Verbindung aufweisen.
[00122] Zusammenfassend ist die Schutzvorrichtung bevorzugt derart ausgebildet, dass sie unabhängig von der Form der Durchströmungsvorrichtung auf diese aufgelegt werden kann. Erst nach dem Auflegen passt sich die Schutzvorrichtung gegebenenfalls etwas, beispielsweise zu Folge der Schwerkraft und/oder einem Druckunterschied, beispielsweise durch die Absaugung, an die Form der Durchströmungsvorrichtung an. Die Durchströmungsvorrichtung ist also bevorzugt dazu ausgebildet, sich erst bei Kontakt mit der Durchströmungsvorrichtung an die Form dieser anzupassen.
[00123] Das Flächengebilde der ersten Schicht, der dritten Schicht oder einer der Lagen der dritten Schicht oder auch einer weiteren Schicht kann als Folie und/oder Platte ausgebildet sein. Das Flächengebilde kann wie eingangs erörtert eine Naturstoffolie und/oder Kunststofffolie und/oder Polymerfolie und/oder Kunststofffilm und/oder Polymerfilm und/oder Metallfolie und/oder Latex- bzw. Gummi-Folie aufweisen.
[00124] Das Flächengebilde kann Baumwoll- und/oder Synthetik- MischFasern aufweisen. Insbesondere kann das Flächengebilde einen Vliesstoff aufweisen, der derart ausgebildet ist, dass er die Luftstrom-Blockier-Zonen bildet. Um die Luftstrom-Blockier-Zonen bereitzustellen ist der Vliesstoff bevorzugt komprimiert ausgebildet. Auch kann das Flächengebilde einen mit einem Polymerfilm versehenen Vliesstoff aufweisen. Das Flächengebilde kann als Vliesfolie oder Vliesplatte ausgebildet sein.
[00125] Auch kann das Flächengebilde beispielsweise Karton und/oder Pappen und/oder Papier aufweisen oder aus Karton oder Pappe oder Papier bestehen.
[00126] Das Flächengebilde kann z.B. Polyester, Propylon, Polypropylen, Polyethylen, z.B. PoIyethylen mit hoher Dichte oder niedriger Dichte, und/oder Vinyl aufweisen.
[00127] Das Flächengebilde nimmt flach aufgelegt bevorzugt maximal eine Höhe von 3 cm oder
30 mm oder 25 mm oder 20 mm oder 18 mm oder 15 mm oder 12 mm oder 10 mm oder 8 mm oder 5 mm oder 4 mm ein.
[00128] Es sei angemerkt, dass auch die erste Schicht eine mehrlagige Labyrinth-Struktur mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln aufweisen kann.
[00129] Auch kann die zweite Schicht ein Distanzierungselement bzw. Distanzierungselemente aufweisen. So kann die zweite Schicht beispielsweise ein Filtervliesmaterial aufweisen, das stellenweise durch die Distanzierungselemente ersetzt ist. Somit kann das Filtervliesmaterial locker und luftig aufgelegt sein während die Distanzierungselemente bei mechanischer Belastung, beispielsweise wenn die Schutzvorrichtung begangen wird, die auf die Schutzvorrichtung einwirkende Kraft an dem Filtervliesmaterial vorbeilenken. Somit lässt sich ein von der Belastung unabhängiger Luft-Durchfluss gewähren.
[00130] Es lässt sich zusammenfassen, dass das Flächengebilde der Schutzvorrichtung, insbesondere die gesamte Schutzvorrichtung, mit ggf. Ausnahme des optionalen Verschluss-Mechanismus flächig, bevorzugt flach und/oder platt, ausgebildet ist. Dies erlaubt eine von der Luftstrom-Offnung ungebunde Platzierung der Schutzvorrichtung. Somit ist eine rasche Installation und Deinstallation der Schutzvorrichtung ermöglicht. Bevorzugt ist das Flächengebilde, insbesondere die gesamte Schutzvorrichtung, inklusive dem optionalen Verschluss-Mechanismus flächig ausgebildet. Dies führt zusätzlich zu dem genannten Vorteil zu einer besonders guten Begehbarkeit der Schutzvorrichtung, weil Unebenheiten vermieden werden.
[00131] Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass weitere Schichten, auch zwischen den erörterten Schichten, vorgesehen sein können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Es können Schichten auch mehrfach Anwendung finden, um die technischen Wirkungen, insbesondere die synergetisch durch zwei benachbarte Schichten erzeugten technischen Wirkungen, zu verstärken. So können beispielsweise zwei oder mehr Schichten aufweisend Filtermaterial, insbesondere Vlies, oder bestehend aus Filtermaterial, insbesondere Vlies, vorgesehen sein, die jeweils durch Schichten aufweisend Flächengebilde mit diskreten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln, insbesondere Öffnungen, voneinander getrennt sind.
[00132] Diese und weitere Aspekte der Erfindung ergeben sich durch die nachfolgend erörterten Figuren. FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[00133] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten mit identischen Bezugszeichen versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
[00134] Fig. 1A eine erste Durchströmungsvorrichtung, ausgebildet als Gitterrost; Fig. 1B eine zweite Durchströmungsvorrichtung, ausgebildet als Streckmetall-Gitter;
[00135] Fig. 2A eine Schnittdarstellung der ersten Durchströmungsvorrichtung; [00136] Fig. 2B eine Schnittdarstellung der zweiten Durchströmungsvorrichtung;
[00137] Fig. 3A ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schutzvorrichtung auf der ersten Durchströmungsvorrichtung;
[00138] Fig. 3B die Schutzvorrichtung auf der zweiten Durchströmungsvorrichtung;
[00139] Fig. 4A eine Schnittdarstellung der ersten Durchströmungsvorrichtung und der Schutzvorrichtung;
[00140] Fig. 4B eine Schnittdarstellung der zweiten Durchströmungsvorrichtung und der Schutzvorrichtung;
[00141] Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung; [00142] Fig. 6 die Schutzvorrichtung gemäß der Fig. 5 auf einer Durchströmungsvorrich
tung;
[00143] Fig. 7 eine Schnittdarstellung der ersten Durchströmungsvorrichtung und der Schutzvorrichtung gemäß der Fig. 5;
[00144] Fig. 8 ein drittes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung; [00145] Fig. 9 ein viertes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung; [00146] Fig. 10 eine Draufsicht auf eine mehrlagige Labyrinth-Struktur;
[00147] Fig. 11 ein fünftes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung auf Basis der Labyrinth-Struktur;
[00148] Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der im Aufbau befindlichen Labyrinth-Struktur;
[00149] Fig. 13 ein sechstes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung auf Basis der Labyrinth-Struktur;
[00150] Fig. 14 ein siebtes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung auf Basis der Labyrinth-Struktur;
[00151] Fig. 15 ein achtes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung auf Basis der Labyrinth-Struktur;
[00152] Fig. 16 ein neuntes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung; [00153] Fig. 17 ein zehntes Ausführungsbeispiel der Schutzvorrichtung;
[00154] Fig. 18 eine erste Ausführungsform einer Befestigungsvorrichtung, welche die Schutzvorrichtung befestigt;
[00155] Fig. 19 eine zweite Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung, welche die Schutzvorrichtung befestigt;
[00156] Fig. 20 eine dritte Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung, welche die Schutzvorrichtung befestigt.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[00157] Die Figur 1A zeigt eine erste Durchströmungsvorrichtung 2A ausgebildet als Gitterrost. Die erste Durchströmungsvorrichtung weist Stege 20 auf. Die Stege 20 sind als Tragstäbe 20A, Querstäbe 20B und Randstäbe 20C ausgebildet. Die Stege 20 spannen Luftstrom-Offnungen 21 zum Durchströmen mit einem Luftstrom auf. Aus Gründen der Ubersichtlichkeit sind die Bezugszeichen nur jeweils einmal eingezeichnet. Die Figur 1A zeigt die erste Durchströmungsvorrichtung 2A in Durchströmungsrichtung D. Die Durchströmungsrichtung D verläuft entgegen einer Normal-Richtung Z, die normal auf die durch die erste Durchströmungsvorrichtung 2A aufgespannte Ebene steht. Zusammen mit der ersten Parallel-Richtung X und der zweiten ParallelRichtung Y, die parallel zur durch die erste Durchströmungsvorrichtung 2A aufgespannte Ebene verlaufen bildet die Normal-Richtung Z ein rechtshändiges kartesisches Koordinatensystem K.
[00158] Die Figur 2A zeigt eine Schnittdarstellung der ersten Durchströmungsvorrichtung 2A. Die erste Durchströmungsvorrichtung 2A ist dafür vorgesehen, in der in der Figur 2A gezeigten Ausrichtung von oben nach unten durchströmt zu werden. Der Schnitt der Schnittdarstellung verläuft also parallel zur Durchströmungsrichtung D.
[00159] Hinter der Durchströmungsvorrichtung 2A, also in Durchströmungsrichtung D nach der Durchströmungsvorrichtung 2A herrscht ein niedrigerer Druck als vor der Durchströmungsvorrichtung 2A, sodass es zu einem Luftstrom in Durchströmungsrichtung D kommt.
[00160] Die Figur 1B zeigt eine zweite Durchströmungsvorrichtung 2B ausgebildet als Streckmetall-Gitter. Auch die zweite Durchströmungsvorrichtung 2B weist Stege 20 auf, welche die Luftstrom-Offnungen 21 aufspannen.
[00161] Die Figur 2B zeigt eine Schnittdarstellung der zweiten Durchströmungsvorrichtung 2B.
Wie bei der ersten Durchströmungsvorrichtung 2A strömt auch durch die Luftstrom-Öffnungen 21 der zweiten Durchströmungsvorrichtung 2B die Luft in Durchströmungsrichtung D.
[00162] Die Figur 3A zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel 1A einer Schutzvorrichtung 1, welche eine erste Schicht 3, ausgebildet als erstes Flächengebilde 4 aufweist. Das Flächengebilde 4 ist in diesem Beispiel als Folie, konkret als eine Polymerfolie, ausgebildet. Das Flächengebilde 4 weist diskret ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 auf, die als Öffnungen bzw. Löcher in dem Flächengebilde 4 ausgebildet sind. Zwischen den Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 befinden sich Luftstrom-Blockier-Zonen 6, welche den Luftstrom lokal blockieren und/oder zu den Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 umlenken.
[00163] Die Schutzvorrichtung 1 bedeckt in der Figur 3A die erste Durchströmungsvorrichtung 2A flächig. Die Luft kann zwischen zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 hin zu bzw. hin durch zumindest einigen der Luftstrom-Offnungen 21 strömen.
[00164] Die Schutzvorrichtung 1 und die Durchströmungsvorrichtung 2A bilden ein erstes System 101.
[00165] Die Figur 4A zeigt eine Schnittdarstellung der in der Figur 3A gezeigten ersten Durchströmungsvorrichtung 2A und der Schutzvorrichtung 1
[00166] Die Figur 3B zeigt die Schutzvorrichtung 1 der Figur 3A. In der Figur 3B bedeckt die Schutzvorrichtung 1 jedoch die zweite Durchströmungsvorrichtung 2B flächig.
[00167] Die Figur 4B zeigt eine Schnittdarstellung der in der Figur 3B gezeigten zweiten Durchströmungsvorrichtung 2B und der Schutzvorrichtung 1.
[00168] Die Schutzvorrichtung 1 überdeckt sowohl die erste Durchströmungsvorrichtung 2A als auch die zweite Durchströmungsvorrichtung 2B, wobei in beiden Fällen der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 hin zu bzw. hin durch zumindest einigen der Luftstrom-Offnungen 21 ermöglicht ist. Auch wenn die Schutzvorrichtung 1 entlang der ersten Parallel-Richtung X und/oder der zweiten Parallel-Richtung Y versetzt wäre und/oder um die Normal-Richtung Z rotiert platziert wäre, wäre der Luftstrom von zumindest einigen der LuftstromErmöglichungs-Mitteln 5 hin zu bzw. hin durch zumindest einigen der Luftstrom-Öffnungen 21 ermöglicht. Die Schutzvorrichtung 1 ist also dazu ausgebildet, die Durchströmungsvorrichtung unabhängig von der Form und der Position der Luftstrom-Offnungen derart flächig zu bedecken, dass der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 hin zu bzw. hin durch zumindest einigen der Luftstrom-Offnungen 21 ermöglicht ist.
[00169] Üblicherweise befinden sich in einer Lackieranlage mehrere der Durchströmungsvorrichtungen 2A und/oder 2B. Diese sind meist nebeneinander angeordnet. Die Schutzvorrichtung 1 kann eine Durchströmungsvorrichtung 2A oder 2B vollständig oder teilweise bedecken. Die Schutzvorrichtung 1 kann auch mehrere Durchströmungsvorrichtungen 2A und/oder 2B überdecken. Die Schutzvorrichtungen 1 können beispielsweise als Bodenbelag, unabhängig von der Anordnung der Durchströmungsvorrichtungen 2A und/oder 2B über diese aufgelegt werden.
[00170] Die Schutzvorrichtung 1 kann beispielsweise auf einer Rolle bereitgestellt sein. Diese kann z.B. an einem Ende der Lackieranlage aufgehängt sein, sodass die Schutzvorrichtung 1 abgezogen werden kann, um den Boden zu bedecken. Die Schutzvorrichtung 1 kann auch beispielsweise als Set aus mehreren Stücken vorliegen. Bevorzugt sind in diesem Set zumindest zwei Stück der Schutzvorrichtung 1 mit unterschiedlich angeordneten Luftstrom-ErmöglichungsMitteln 5 vorgesehen, um unterschiedliche Bereiche der Durchströmungsvorrichtung 2A bzw. 2B bei gleicher Positionierung zu bedecken.
[00171] Die Schutzvorrichtung 1 bedeckt in den Figuren 3A, 4A bzw. 3A und 4B somit einen Teil der Durchströmungsvorrichtung 2A bzw. 2B. Wird in Durchströmungsrichtung D vor der Schutzvorrichtung 1 nun lackiert, wird die Luft mit Farbpartikel beladen. Die Farbpartikel strömen und/oder fallen hin zur Schutzvorrichtung 1. Ein großer Teil der Farbpartikel setzt sich auf den Luftstrom-Blockier-Zonen 6 der Schutzvorrichtung 1 ab, wo sie eine Farbschicht bilden, die mit zunehmender Betriebszeit in Normal-Richtung Z wächst. In diesem Ausführungsbeispiel können
durch die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 hindurch noch einige Farbpartikel zu den Stegen 20 gelangen. Sind die zugänglichen Stege 20 so verschmutz, dass ein Abfall der Absaugleistung feststellbar ist, kann die Schutzvorrichtung 1 etwas versetzt werden oder gegen ein anderes Stück des Sets mit unterschiedlich angeordneten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 ausgetauscht werden. Somit befinden sich die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 nun über unverschmutzten Stegen 20 und es kann weiter ohne Einbußen bei der Absaugleistung lackiert werden, wobei wieder ein großer Teil der Farbpartikel durch die Luftstrom-Blockier-Zonen 6 aufgenommen wird. Die Verwendungsdauer der Durchströmungsvorrichtung 2A, 2B wird somit erheblich erhöht, weil ein groBer Teil der Farbpartikel durch die Schutzvorrichtung 1 aufgenommen wird.
[00172] Die Figur 5 zeigt ein weiteres zweites Ausführungsbeispiel 1B der Schutzvorrichtung 1 aufweisend einen Verschluss-Mechanismus 7, welcher dazu ausgebildet ist, das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 der ersten Schicht 3, als Folge einer Kontaktierung der Durchströmungsvorrichtung 2A bereichsweise zu verschließen. Hierfür weist der Verschluss-Mechanismus 7 ein klappenartiges Verschluss-Element 8 auf. Das Verschluss-Element 8 ist als ein Teil des ersten Flächengebildes 4 der ersten Schicht 3 ausgebildet. Konkret handelt es sich um einen bogenförmigen Ausschnitt aus dem Flächengebilde 4. Das Flächengebilde 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel eine biegeschlaffe Folie, sodass das Verschluss-Element 8 zufolge der Schwerkraft und/oder eines Druckunterschieds beim Absaugen, in Durchströmungsrichtung D bewegt wird, wenn es daran nicht durch die Durchströmungsvorrichtung 2A gehindert wird.
[00173] Die Figuren 6 und 7 zeigen die Schutzvorrichtung 1 der Figur 5 flächig auf die Durchströmungsvorrichtung 2A aufgelegt. Die Figur 6 zeigt hierbei die Durchströmungsvorrichtung 2A mit Schutzvorrichtung 1 in Durchströmungsrichtung D. Die Figur 7 zeigt einen Ausschnitt einer parallel zur Durchströmungsrichtung D verlaufenden Schnittdarstellung.
[00174] An jenen Stellen, wo die Verschluss-Elemente 8 die Durchströmungsvorrichtung 2A kontaktieren, werden die Verschluss-Elemente 8 durch die Durchströmungsvorrichtung 2A entgegen der Durchströmungsrichtung D abgestützt, sodass die Verschluss-Elemente 8 das jeweils zum Verschluss-Element 8 korrespondierende Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 zumindest bereichsweise verschließen, sodass der Luftstrom hin zur Durchströmungsvorrichtung 2A, konkret zum Steg 20, gehemmt oder gar blockiert ist. Das Verschluss-Elemente 8 deckt hierbei den Steg 20 bereichsweise ab.
[00175] Farbpartikel werden somit vom Flächengebildes 4 aufgefangen und weitestgehend daran gehindert überhaupt hin zu der Durchströmungsvorrichtung 2A zu gelangen.
[00176] Die Figur 8 zeigt ein weiteres drittes Ausführungsbeispiel 1C der Schutzvorrichtung 1, welche zusätzlich zu der ersten Schicht 3 aufweisend das erste Flächengebilde 4 mit dem Verschluss-Mechanismus 7 eine zweite Schicht 9 aufweist. Die zweite Schicht 9 weist ein Filtermaterial 10 auf, das unsystematisch und inhomogen ausgebildeten zweiten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 11 aufweist. Als Filtermaterial 10 findet bevorzugt ein Vliesmaterial, insbesondere ein Glasfaservliesfiltermaterial, Anwendung. Durch die zweite Schicht 9 wird ein Teil der Farbpartikel gefiltert, sodass nur noch ein geringerer Teil bei der ersten Schicht 3 ankommt. Auch führt das Filtermaterial 10 zu Turbulenzen in der Strömung, wodurch die Farbpartikel hin zum Filtermaterial 10 geschleudert werden. Gleichzeitig führt der Kontakt zwischen dem Filtermaterial 10 und dem Flächengebilde 4 zu kleinen Hindernissen an der Oberfläche des Flächengebildes 4. Somit fließen weniger Partikel über die sich sonst ausbildende fluiddynamische Grenzschicht an der Oberfläche des Flächengebildes 4 und werden stattdessen von dem Flächengebilde 4 und dem Filtermaterial 10 gefangen. Die Kombination des Flächengebildes 4 und des Filtermaterials 10 führt somit synergetisch zu einer weiteren Verbesserung der Filterwirkung.
[00177] Durch das Filtern der Farbpartikel wird nicht nur die Durchströmungsvorrichtung 2A vor Verschmutzung geschützt. Vielmehr werden auch nachfolgende Komponenten geschützt oder entlastet. So werden beispielsweise Filter, Wände, Böden, Rohre, Turbinen usw. der Absaugung weniger verschmutzt, weil die Farbpartikel herausgefiltert werden, bevor sie diese Komponenten überhaupt erst erreichen.
[00178] Die Figur 9 zeigt ein weiteres viertes Ausführungsbeispiel 1D der Schutzvorrichtung 1, welche zusätzlich zu den in der Figur 8 gezeigten Schichten 3 und 9 eine dritte Schicht 12A aufweisend ein zweites Flächengebilde 13 aufweist. Das zweite Flächengebilde 13 weist diskret ausgebildete dritte Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 14 auf. Weiters weist das zweite Flächengebilde 13 flächenhaft ausgebildete zweite Luftstrom-Blockier-Zonen 15 auf.
[00179] In der Figur 9 sind weiters beispielhafte Pfade P1 bis P4 eingezeichnet, denen die im Luftstrom transportierten Farbpartikel folgen. Den ersten Pfaden P1 folgen beispielsweise schwere und große Farbpartikel sowie Farbpartikel, die z.B. mittels Lackierpistole in Richtung hin zur Durchströmungsvorrichtung 2A geblasen werden. Diese Farbpartikel setzen sich somit direkt an dem zweiten Flächengebilde 13, konkret an dessen zweiten Luftstrom-Blockier-Zonen 15, ab. Einige Farbpartikel folgen den zweiten Pfaden P2 oder dem dritten Pfad P3 in oder durch das Filtermaterial 10. Die dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 14 und die ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 sind in der ersten Parallel-Richtung X und/oder der zweiten Parallel-Richtung Y versetz zueinander ausgebildet. Somit ist ein direktes Durchfließen der Filterschicht 10 entgegen der Normal-Richtung Z ausgeschlossen und die jeweiligen Pfade P2 oder P3 zwischen dem jeweiligen dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 14 und dem ersten Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 werden entsprechend länger, sodass mehrere Farbpartikel sich in dem Filtermaterial 10 verfangen. Die wenigen Farbpartikel, welche dennoch durchkommen, werden durch den Verschluss-Mechanismus 7 weitestgehend daran gehindert, sich an der Durchströmungsvorrichtung 2A abzusetzen.
[00180] Setzt sich so viel Farbe entlang eines der Pfade P1 bis P3 im Filtermaterial 10, beispielsweise entlang des dritten Pfades P3 ab, dass ein Durchströmen erschwert wird, folgt die Luft mit ihren Farbpartikeln automatisch einem benachbarten Pfaddurch das Filtermaterial 10, wie einem vierten Pfad P4. Somit wird das Filtermaterial 10 optimal genutzt, bis es vollständig mit Farbe beladen ist.
[00181] Die Figur 10 zeigt eine mehrlagige Labyrinth-Struktur 30 mit einer ersten Lage 34A und einer zweiten Lage 34B und einer dritten Lage 34C, wobei jede Lage 34A, 34B, 34C ein Flächengebilde 32A, 32B und 32C mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 31A, 31B und 31C, ausgebildet als Öffnungen aufweist. Die Lagen 34 A, 34B und 34C liegen hierbei übereinander, sodass in der Ansicht der Figur 10 nur die dritte Lage 34C vollflächig sichtbar ist. (Siehe Figur 11 für die eine Schnittdarstellung durch die Lagen 34A, 34B und 34C) In diesem Beispiel weist die Labyrinth-Struktur 30 zwei Lagen 34A und 34B auf wobei allgemein auch weitere Lagen vorgesehen sein können. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 31A der untersten ersten Lage 34A und die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 31C der obersten dritten Lage 34C befinden sich übereinander, sind jedoch durch die zweite Lage 34B voneinander getrennt. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 31B der zweiten Lage 34 B sind versetzt zu den Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 31A und 31C der ersten und dritten Lage 34A und 34C in die erste Parallel-Richtung X und der zweite Parallel-Richtung Y versetzt verortet. Die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 31B der zweiten Lage 34B sind mittels punktierter Linien gekennzeichnet. Die Flächengebilde 32A, 32B und 32C der einzelnen Lagen sind jeweils durch Distanzierungselemente 33, welche mit strichlierten Linien gekennzeichnet sind, voneinander distanziert.
[00182] Die mehrlagige Labyrinth-Struktur 30 kann selbst eine Schutzvorrichtung 1 mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 31A und 31B bilden. Das erste Flächengebilde 32A der ersten Lage 34A bildet somit eine erste Schicht der Schutzvorrichtung 1.
[00183] Die Figur 11 zeigt einen Ausschnitt der Labyrinth-Struktur 30, wobei die Labyrinth-Struktur als ein fünftes Ausführungsbeispiel 1E der Schutzvorrichtung 1 die Durchströmungsvorrichtung 2A schützend überdeckt. Die Flächengebilde 32A,32B, 32C und die Distanzierungselemente 33 spannen ein tunnelartiges Wegesystem auf, durch welches die Luft strömen muss, um hin zur Durchströmungsvorrichtung 2A zu gelangen. Auf dem Weg dorthin setzen sich die in der Luft befindenden Farbpartikel an den Flächengebilden 32A,32B, 32C und den Distanzierungselementen 33 ab.
[00184] Die Figur 12 zeigt eine im Aufbau befindliche Labyrinth-Struktur 30, wobei das erste Flä-
chengebilde 32A der ersten Lage 34A flach am Boden liegt. Darauf befinden sich die Distanzierungselemente 33. Das zweite Flächengebilde 32B der zweiten Lage 34B ist teilweise von der ersten Lage 34 und den Distanzierungselementen 33 weggehoben, um einen Blick auf die Distanzierungselemente 33 zu ermöglichen. Die Bezugszeichen sind aus Gründen der UÜbersichtlichkeit reduziert dargestellt.
[00185] Die Figur 13 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel 1F der Schutzvorrichtung 1, wobei die Schutzvorrichtung 1 entsprechend der Schutzvorrichtung 1 der Figur 8 aufgebaut ist, allerdings mit dem Unterschied, dass die Schutzvorrichtung 1 zusätzlich eine dritte Schicht 12B, ausgebildet als Labyrinth-Struktur 30 aufweist. Die Bezugszeichen der Labyrinth-Struktur 30 sind aus Gründen der UÜbersichtlichkeit reduziert dargestellt. Der Aufbau entspricht jedoch jenem der Labyrinth-Struktur 30 der Figur 11.
[00186] Die Labyrinth-Struktur 30 übernimmt die Aufgabe der dritten Schicht 12B entsprechend der dritten Schicht 12A der Figur 9. Zusätzlich stellt die Labyrinth-Struktur 30 das Wegesystem bereit, durch welches die Luft strömen muss, um hin zur Durchströmungsvorrichtung 2A zu gelangen. Somit werden weitere Farbpartikel aufgefangen, wodurch sowohl die Durchströmungsvorrichtung 2A als auch die nachfolgenden Komponenten geschützt werden. Auch werden somit mehr Farbpartikel aufgefangen, bevor diese zum Filtermaterial 10 gelangen, womit das Filtermaterial 10 langsamer verstopft. Somit ist die Schutzvorrichtung 1 länger einsatzfähig.
[00187] Die Figur 14 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel 1G der Schutzvorrichtung 1, wobei die Schutzvorrichtung 1 weitestgehend jener der Figur 13 entspricht. Zusätzlich weist die Labyrinth-Struktur 30 jedoch ein Filtermaterial 100 auf. Das Filtermaterial 100 ist innerhalb des Wegesystems der Labyrinth-Struktur 30 verortet. Das Filtermaterial 100 kann somit weitere Farbpartikel herausfiltern, wodurch die Durchströmungsvorrichtung 2A und die nachfolgenden Komponenten geschützt werden.
[00188] Die Figur 15 zeigt ein achtes Ausführungsbeispiel 1H der Schutzvorrichtung 1, wobei im Unterschied zur Schutzvorrichtung der Figur 14, keine zweite Schicht 9 aufweisend das Filtermaterial 10 vorgesehen ist. Durch das Filtermaterial 100 in der Labyrinth-Struktur 30 wird ein großer Teil der Farbpartikel bereits herausgefiltert. Somit wird eine besonders widerstandsfähige Schutzvorrichtung 1 bereitgestellt, die gleichzeitig effektiv die Durchströmungsvorrichtung 2A schützt. Dies ist beispielsweise für Anwendungen vorteilhaft, bei denen mit erhöhten mechanischen Belastungen zu rechnen ist, beispielsweise wenn die Schutzvorrichtung 1 regelmäßig durch Kraftfahrzeuge befahren wird.
[00189] Die Figur 16 zeigt ein neuntes Ausführungsbeispiel 11 der Schutzvorrichtung 1, wobei die Schutzvorrichtung 1 die erste Schicht 3 aufweisend das Flächengebilde 4 mit den diskret ausgebildeten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln 5 und die zweite Schicht 9 mit dem Filtermaterial aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel ist jedoch die erste Schicht 3 in Durchströmungsrichtung D vor der zweiten Schicht 9 angeordnet.
[00190] Die Figur 17 zeigt ein zehntes Ausführungsbeispiel 1J der Schutzvorrichtung 1. Wie in der Figur 9 ist die Schutzvorrichtung 1 dreilagig ausgebildet. Im Unterschied zur Figur 9 weist der Verschluss-Mechanismus 7, welcher dazu ausgebildet ist, das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel 5 der ersten Schicht 3 als Folge einer Kontaktierung der Durchströmungsvorrichtung 2A bereichsweise zu verschließen, jedoch keine klappenartige Verschluss-Elemente 8, sondern schlauchartige Verschluss-Elemente 80 auf. Die schlauchartigen Verschluss-Elemente 80 sind aus einem dünnen flexiblen Polymer hergestellt und dazu ausgebildet, sich bei Kontakt mit der Durchströmungsvorrichtung 2A derart zu verformen, dass der Luftfluss durch sie hindurch erschwert oder blockiert wird. Das schlauchartige Verschluss-Elemente 80 wird vom Steg 20 zusammengedrückt. Das Filtermaterial 10 gleicht einen Teil der hierbei auftretenden Verformung auf, sodass es zu keinen erkennbaren Unebenheiten in der obersten dritten Schicht 12A kommt.
[00191] Je nach Situation, also z.B. welchen mechanischen Belastungen die Schutzvorrichtung 1 ausgesetzt ist, kann es vorteilhaft sein, diese gegen ein Verschieben und/oder gegen ein Abheben zu Schützen. Hierfür ist bevorzugt eine Befestigungsvorrichtung 40 vorgesehen.
[00192] Die Figuren 18 bis 19 zeigen Ausführungsbeispiele der Befestigungsvorrichtung 40 zum Befestigen der Schutzvorrichtung 1, insbesondere zum Befestigen der Schutzvorrichtung 1 an einem Element der Lackieranlage, insbesondere an der Durchströmungsvorrichtung 2A oder 2B. Die Schutzvorrichtung 1 ist in den Figuren 18 bis 19 vereinfacht dargestellt, wobei es sich grundsätzlich um eine beliebig ausgebildete Schutzvorrichtung 1 handeln kann, solange diese durchstechbar ausgebildet ist.
[00193] Die Figur 18 zeigt eine erste Ausführungsform 40A der Befestigungsvorrichtung 40. In der Figur 18 ist die Befestigungsvorrichtung 40 in vier verschiedenen Positionen 45A, 45B, 45C und 45D gegenüber dem jeweils darunterliegenden Steg 20 gezeigt. Die Befestigungsvorrichtung 40 ist aus einem elastisch verformbaren Draht hergestellt und weist zwei über eine Brücke 44 verbundene Fortsätze 43 auf. Die Enden der Fortsätze bilden Durchstechelemente 41 zum Durchstechen der Schutzvorrichtung 1. Jedes Durchstechelement 41 geht jeweils in ein Hintergreif-Element 42 einer ersten Hintergreif-Element-Ausbildungsform 42A über, wobei die Hintergreif - Elemente 41 zum Umgreifen bzw. Hintergreifen der Durchströmungsvorrichtung 2A, insbesondere des Stegs 20, ausgebildet sind. Die Fortsätze 43 sind zum Realisieren der HintergreifElemente 42 im entspannten Zustand überkreuzt.
[00194] In der ersten Position 45A befindet sich die Befestigungsvorrichtung 40 in Durchströmungsrichtung D vor der Durchströmungsvorrichtung 2A, also in der Abbildung darüber. Wird die Befestigungsvorrichtung 40 nun in Durchströmungsrichtung D bewegt, durchstechen die Durchstechelemente 41 die Schutzvorrichtung 1. Die überkreuzten Fortsätze 43 werden durch den Steg 20 auseinandergedrückt. Die Befestigungsvorrichtung 40 befindet sich nun in der zweiten Position 45B. Wird die Befestigungsvorrichtung 40, also die Brücke 44, nun um eine Achse in Durchströmungsrichtung D gedreht, nimmt die Befestigungsvorrichtung 40 die dritte Position 45C ein. In der dritten Position 45C ist die Befestigungsvorrichtung 40 nichtmehr überkreuzt. Die Rückstellkräfte zufolge der Verformung drücken die Fortsätze 43 jedoch gegen den Steg 20. Wird die Befestigungsvorrichtung 40 weiter in Durchströmungsrichtung D bewegt, nehmen die Fortsätze 43, sobald diese am Steg 20 vorbeibewegt sind, ihre entspannte überkreuzte Haltung ein. Die Befestigungsvorrichtung 40 befindet sich nun in der vierten Position 45D. Die Hintergreif-Elemente 42 umgreifen den Steg 20 untergreifend und verhindern so, bis zu einer bestimmten Maximalbelastung, das Abheben der Schutzvorrichtung 1. Gleichzeitigt wird das Verschieben der Schutzvorrichtung 1 unterbunden. Die lineare Bewegung der Befestigungsvorrichtung 40 in Durchströmungsrichtung D und die Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung 40 sind zum einfacheren Verständnis hier getrennt dargestellt. Sie lassen sich jedoch auch zusammen durchführen, womit es zu einer geringeren Verformung der Befestigungsvorrichtung 40 und zu einer geringeren Belastung für die Schutzvorrichtung 1 im Bereich, der durch die Durchstechelement 41 durchstochenen und/oder erzeugten Löcher kommt, weil die Schutzvorrichtung 1 somit weniger gezogen und/oder gestaucht wird.
[00195] Die Schutzvorrichtung 1 und die Befestigungsvorrichtung 40 zum Befestigen der Schutzvorrichtung 1 an der Durchströmungsvorrichtung 2A bildet ein zweites System 102.
[00196] Die Figur 19 zeigt eine zweite Ausführungsform 40B der Befestigungsvorrichtung 40. Die Befestigungsvorrichtung 40 weist die Brücke 44, die Fortsätze 43 und die Durchstechelemente 41 auf. Die Fortsätze 43 sind jedoch gerade ausgebildet und verlaufen parallel zueinander. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform 40A der Befestigungsvorrichtung 40 ist die zweite Ausführungsform 40B nicht zum Hintergreifen ausgebildet. Die Befestigungsvorrichtung 40 wird von einer fünften Position 45E in Durchströmungsrichtung D bewegt, sodass die Durchstechelemente 41 die Schutzvorrichtung 1 durchstechen und die Befestigungsvorrichtung 40 die sechste Position 45F einnimmt. Die Befestigungsvorrichtung 40 wirkt somit einem Abheben der Schutzvorrichtung 1 von der Durchströmungsvorrichtung 2A nicht entgegen. Die Befestigungsvorrichtung 40 verhindert jedoch ein Verrutschen der Schutzvorrichtung 1 zur Seite hin. Wird die Schutzvorrichtung 1 z.B. zufolge der Schwerkraft und/oder des Druckunterschieds vor und nach der Schutzvorrichtung 1 ausreichend vor Abheben geschützt, ermöglicht die zweite Ausführungsform 40B der Befestigungsvorrichtung 40 eine einfache und rasche Installation und Deinstallation.
[00197] Die Figur 20 zeigt eine dritte Ausführungsform 40C der Befestigungsvorrichtung 40. Die Befestigungsvorrichtung 40 weist die Brücke 44, die Fortsätze 43 und die Durchstechelemente 41 auf. Weiters weist die Befestigungsvorrichtung 40 Hintergreif-Elemente 42 einer zweiten Hintergreif-Element-Ausbildungsform 42B auf. Die Hintergreif-Elemente 42 sind hierbei nicht kreuzend ausgebildet. Das Hintergreif-Elemente 42 ist z-förmig oder s- förmig ausgebildet. Wird es von einer siebenten Position 45 G ausgehend in Richtung Durchströmungsrichtung D bewegt, durchstechen die Durchstechelemente 41 die Schutzvorrichtung 1 und stoßen auf den Steg 20. Weil die Durchstechelemente 41 winkelig zueinander stehen, werden die Fortsätze 43 durch den Steg 20 voneinander weg gedrückt und es entstehen Rückstellkräfte. Die Befestigungsvorrichtung 40 befindet sich in der achten Position 45H. Wird die Befestigungsvorrichtung 40 weiter in Durchströmungsrichtung D bewegt, bewegen sich die Hintergreif-Elemente 42 zufolge der Rückstellkräfte wieder zueinander hin und hintergreifen den Steg 20. Somit ist die Schutzvorrichtung 1 gegen Abheben und Verschieben gesichert.
[00198] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend detailliert beschriebenen Figuren nur um Ausführungsbeispiele handelt, welche von der Fachperson in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung der unbestimmten Artikel „ein“ bzw. „eine“ nicht ausschließt, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.

Claims (15)

Patentansprüche
1. Schutzvorrichtung (1) zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B), insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung, _ wobei die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) Luftstrom-Offnungen (21) zum Durchströmen mit einem Luftstrom aufweist,
- wobei die Schutzvorrichtung (1) eine erste Schicht (3) aufweist,
- wobei die erste Schicht (3) ein Flächengebilde (4), insbesondere ein folienartiges und/oder plattenartiges Flächengebilde (4), aufweist oder als Flächengebilde (4) ausgebildet ist,
- wobei das Flächengebilde (4) diskret ausgebildete erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (5) aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms hindurch durch das Flächengebilde (4) vorgesehen sind, und
- wobei die Schutzvorrichtung (1) zum flächigen Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) ausgebildet ist, wobei die Schutzvorrichtung (1) beim Aufliegen die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) flächig überdeckt und wobei der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln (5) hin zu zumindest einigen bzw. hin durch zumindest einiger der Luftstrom-Offnungen (21) ermöglicht ist.
2. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die Schutzvorrichtung (1) eine zweite Schicht (9) aufweist, wobei die zweite Schicht (9) zweite Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (11) aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms durch die zweite Schicht (9) hindurch vorgesehen sind, wobei die Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (11) mittels einem Filterelement und/oder einem Filtermaterial (10), insbesondere einem Filtervlies, und/oder einer Filterstruktur, insbesondere einer Filtervliesstruktur, und/oder einem Labyrinth-Element und/oder einer Labyrinth-Struktur (30) realisiert sind.
3. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Schutzvorrichtung (1) eine dritte Schicht (12A, 12B) aufweist die, insbesondere diskret ausgebildete, dritte Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (14) aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms durch die dritte Schicht (12A, 12B) hindurch vorgesehen sind.
4. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei die dritte Schicht (12B) eine, insbesondere mehrlagige, Labyrinth-Struktur (30) mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln (14) aufweist.
5. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei die Lagen der dritten Schicht (12B) durch Distanzierungselemente (33) voneinander distanziert sind.
6. Schutzvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei die dritte Schicht (12B) eine Labyrinth-Struktur (30) mit diskret ausgebildeten dritten Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln (14) aufweist, wobei die dritte Schicht (12B) eine Filterstruktur, insbesondere eine Filtervliesstruktur, und/oder ein Filtermaterial (100), insbesondere ein Filtervlies, aufweist, welches innerhalb der Labyrinth-Struktur (30) verortet ist.
7. Schutzvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6 in Verbindung mit Anspruch 2, wobei die erste Schicht (3) und die dritte Schicht (12A, 12B) die zweite Schicht (9) zumindest bereichsweise, bevorzugt vollständig, umschließen.
8. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 3 bis 7 in Verbindung mit Anspruch 2, wobei die erste Schicht (3) mit der zweiten Schicht (9) stoffschlüssig verbunden, insbesondere verklebt und/oder verschweißt, ist.
9. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Schutzvorrichtung (1), insbesondere die erste Schicht (3) der Schutzvorrichtung, einen Verschluss-Mechanismus (7) aufweist, welcher dazu ausgebildet ist, das Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (5, 11, 14) der Schutzvorrichtung, insbesondere das erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (5) der ersten Schicht (3), als Folge einer Kontaktierung der Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B), insbesondere bereichsweise, zu verschließen.
10. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei der Verschluss-Mechanismus (7) ein laschenartiges und/oder zungenartiges und/oder streifenartiges und/oder klappenartiges Verschluss-Element (8) aufweist das zum, insbesondere bereichsweisen, Verschließen des Luftstrom-Ermöglichungs-Mittels (5, 11, 14) ausgebildet ist.
11. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 10, wobei das Verschluss-Element (8) als ein Teil des Flächengebildes (4), insbesondere als ein Teil des Flächengebildes (4) der ersten Schicht (3), insbesondere als ein Ausschnitt und/oder ein Segment des Flächengebildes (4), ausgebildet ist.
12. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest eine Schicht (3, 9, 12A, 12B) der Schutzvorrichtung (1) eine Luftstrom-Blockier-Zonen (6) bzw. Luftstrom-Blockier-Mittel bzw. Luftstrom-Blockier-Strukturen aufweist, welche das Durchströmen von Luft blockieren, wobei die Luftstrom-Blockier-Zonen (6) zwischen 30 % und 91 %, insbesondere zwischen 50 % und 91 %, insbesondere zwischen 60 % und 91 %, insbesondere zwischen 70 % und 91 %, Insbesondere zwischen 80 % und 91 %, insbesondere zwischen 80 % und 90 %, der Aufspannungs-Fläche der Schicht (3, 9, 12A, 12B) einnimmt.
13. Erstes System (101) aufweisend - die Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche und - die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B), wobei die Schutzvorrichtung (1) auf der Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) aufliegt, wobei die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) unabhängig von der Form und/oder der Position der Luftstrom-Öffnungen (21) die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) derart flächig bedeckt, dass der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln (5) hin zu einigen der Luftstrom-Öffnungen (21) bzw. hin durch zumindest einige der Luftstrom-Öffnungen (21) ermöglicht ist.
14. Zweites System (102) aufweisend - die Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11 und - eine Befestigungsvorrichtung (40) zum Befestigen der Schutzvorrichtung (1), insbesondere zum Befestigen der Schutzvorrichtung (1) an einem Element der Lackieranlage, insbesondere an der Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B).
15. Verwendung einer Schutzvorrichtung (1) zum Schützen einer Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B), insbesondere eine Gitterstruktur aufweisend, bevorzugt eines Gitterrosts, einer Lackieranlage oder Pulverbeschichtungsanlage vor Verschmutzung, wobei die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) Luftstrom-Offnungen (21) zum Durchströmen mit einem Luftstrom aufweist,
- wobei die Schutzvorrichtung (1) eine erste Schicht (3) aufweist,
- wobei die erste Schicht (3) ein Flächengebilde (4), insbesondere ein folienartiges und/oder plattenartiges Flächengebilde (4), aufweist oder als Flächengebilde (4) ausgebildet ist,
- wobei das Flächengebilde (4), insbesondere diskret ausgebildete, erste Luftstrom-Ermöglichungs-Mittel (5) aufweist, welche zum Ermöglichen eines Luftstroms hindurch durch das Flächengebilde (4) vorgesehen sind, und
- wobei die Schutzvorrichtung (1) zum flächigen Aufliegen auf der Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) ausgebildet ist, wobei die Schutzvorrichtung (1) beim Aufliegen die Durchströmungsvorrichtung (2A, 2B) flächig überdeckt und wobei der Luftstrom von zumindest einigen der Luftstrom-Ermöglichungs-Mitteln (5) hin zu zumindest einigen bzw. hin durch zumindest einiger der Luftstrom-Offnungen (21) ermöglicht ist.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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