AT528503A4 - Befestigungssystem für ein Bilderfassungsgerät an einem optischen Beobachtungsgerät, und optisches Beobachtungsgerät - Google Patents

Befestigungssystem für ein Bilderfassungsgerät an einem optischen Beobachtungsgerät, und optisches Beobachtungsgerät

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AT528503A4
AT528503A4 ATA50160/2025A AT501602025A AT528503A4 AT 528503 A4 AT528503 A4 AT 528503A4 AT 501602025 A AT501602025 A AT 501602025A AT 528503 A4 AT528503 A4 AT 528503A4
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retaining
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Abstract

Es wird ein Befestigungssystem (30) für ein Bilderfassungsgerät (31) beschrieben, insbesondere für ein Smartphone (32), an einem optischen Beobachtungsgerät (1, 2, 70). Das Befestigungssystem (30) weist einen Haltering (34) auf, der zumindest im bestimmungsgemäßen Montagezustand an einem Okulartubus (16) des Beobachtungsgeräts (1, 2, 70) an einer einem Einblick-Ende des Okulartubus (16) abgewandten Seite einer Augenmuschel (20) des Okulartubus (16) angeordnet ist, wobei der Haltering (34) ferro- oder ferrimagnetisches Material aufweist oder aus solchem Material gebildet ist. Außerdem weist das Befestigungssystem (30) einen Befestigungsring (40) auf, der zur magnetischen Kopplung mit dem Haltering (34) eingerichtet ist und im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Bilderfassungsgerät (31, 32) trägt. Der Befestigungsring (40) umgreift im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand die Augenmuschel (20) außenseitig.

Description

Beschreibung
BEFESTIGUNGSSYSTEM FÜR EIN BILDERFASSUNGSGERÄT AN EINEM OPTISCHEN BEOBACHTUNGSGERÄAT, UND OPTISCHES BEOBACHTUNGSGERÄT
[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für ein Bilderfassungsgerät an einem optischen Beobachtungsgerät. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein solches optisches Beobachtungsgerät, beispielsweise ein Spektiv oder ein Fernglas.
[0002] Optische Beobachtungsgeräte kommen in verschiedenen Bereichen in verschiedenen Formen zum Einsatz. Für die Naturbeobachtung kommen meist — insbesondere in Abhängigkeit von der „professionellen“ Ausrichtung der Beobachtung und der erforderlichen Mobilität — Ferngläser (üblicherweise für die binokulare Betrachtung mit zwei nebeneinander angeordneten Strahlengängen ausgelegt) und Spektive (für die monokulare Betrachtung ausgelegt, ähnlich einem landläufig auch als Fernrohr bezeichneten Gerät) zum Einsatz. Spektive weisen dabei häufig höhere Vergrößerungsfaktoren auf. Sportschützen verwenden meist mittels eines Stativs fest auf eine Zielscheibe ausgerichtete Spektive für die Trefferaufnahme und/oder Beurteilung, Jäger dagegen aufgrund der höheren Flexibilität häufig ein Fernglas.
[90003] Insbesondere im Bereich der Naturbeobachtung ist aber auch eine Aufnahme (und insbesondere auch Speicherung) des aktuell betrachteten Bilds interessant, bspw. für Dokumentationszwecke oder eine nachträgliche Klassifizierung einer beobachteten Tierart oder dergleichen. Um neben zumindest einem der vorstehend genannten Beobachtungsgeräte nicht zusätzlich auch noch eine Kamera mit einem entsprechenden — großvolumigen und häufig auch sehr kostspieligen — (Tele-) Objektiv mitführen zu müssen, ist sogenanntes „Digiscoping“ interessant geworden. Hierbei wird mittels eines Bilderfassungsgeräts, insbesondere einer Digitalkamera — meist einer Kamera eines Smartphones —, eine Aufnahme eines durch ein Okular des Beobachtungsgeräts einsehbaren Bilds erstellt. Für eine möglichst exakte Ausrichtung des Bilderfassungsgeräts zum Okular sind dabei bereits Haltevorrichtungen bekannt, die augenseitig am Okular einen Adapter zur Halterung des Bilderfassungsgeräts vorsehen. Beispielsweise ist ein solcher Adapter aus US 2023/0359107 A1 bekannt.
[0004] Unter den Begriff (optisches) Beobachtungsgerät fallen neben den o. g. Ferngläsern und Spektiven aber grundsätzlich auch Zielfernrohre und Mikroskope, bei denen eine solche, vorstehend beschriebene Bilderfassung interessant sein kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bekannte Haltevorrichtungen noch weiter zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Befestigungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Außerdem wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein optisches Beobachtungsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Weitere vorteilhafte und teils für sich erfinderische Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung dargelegt.
[0007] Das erfindungsgemäße Befestigungssystem ist zur Befestigung eines Bilderfassungsgeräts an einem optischen Beobachtungsgerät eingerichtet und vorgesehen. Das Befestigungssystem weist hierzu einen Haltering auf. Dieser Haltering ist zumindest in einem bestimmungsgemäßen Montage- oder Einsatzzustand (des Befestigungssystems) an einem Okulartubus des Beobachtungsgeräts angeordnet, konkret auf einer einem Einblick-Ende des Okulartubus abgewandten Seite einer Augenmuschel des Okulartubus. Außerdem weist der Haltering ferro- oder ferrimagnetisches Material auf oder ist aus einem solchen Material gebildet. Des Weiteren weist das Befestigungssystem einen Befestigungsring auf, der zur magnetischen Kopplung mit dem Haltering eingerichtet ist und im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Bilderfassungsgerät trägt. Insbesondere ist also das Bilderfassungsgerät im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand mit dem Befestigungsring verbunden. Außerdem umgreift der Befestigungsring im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand die Augenmuschel außenseitig, vorzugsweise zumindest über einen Teil deren Erstreckung von dem Einblick-Ende zu einem gegenüberliegenden (bildseitigen) Ende der Augenmuschel, und ist mit dem Haltering magnetisch gekoppelt.
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[0008] Erfindungsgemäß verbleibt also die Augenmuschel des Okulartubus bevorzugt unverändert, wird also nicht durch den Haltering ersetzt oder von diesem augen- oder einblickseitig überdeckt. Dadurch kann die ursprüngliche Funktion der Augenmuschel — einen für eine das Beobachtungsgerät nutzende Person angenehmen Kontakt zu dem Okulartubus bereitzustellen — aufrechterhalten werden. Vorzugsweise ist die Augenmuschel hierzu aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem Elastomer (Gummi oder dergleichen) gebildet, so dass die Augenmuschel weich und nachgiebig ist und dämpfend wirken kann, aber auch einen Hautkontakt zu, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, kaltem Metall vermeidet.
[0009] Unter dem Begriff „Einblick-Ende“ wird hier und im Folgenden insbesondere das Ende des Okulartubus verstanden, in das ein Nutzer des Beobachtungsgeräts zur Beobachtung hineinblickt.
[0010] Die magnetische Kopplung zwischen Halte- und Befestigungsring ermöglicht vorteilhafterweise, die Verbindung, einfach, werkzeuglos und auch schnell ausbilden oder lösen zu können.
[0011] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Bilderfassungsgerät um eine Digitalkamera, bevorzugt um ein Smartphone, in das eine solche Digitalkamera integriert ist.
[0012] Der Haltering ist zweckmäßigerweise aus einem ferro- oder ferrimagnetischen Stahl, besonders bevorzugt aus nicht-rostendem Stahl, gebildet. Grundsätzlich kann der Haltering aber auch aus einem mit einem solchen magnetischen Material gefüllten Kunststoff gebildet sein. Der Befestigungsring weist in diesem Fall vorzugsweise ein permanentmagnetisches Material, bspw. Neodym-Eisen-YAG oder vergleichbare, insbesondere auf Neodym basierende Materialien (landläufig auch kurz als „Neodym-Magnete“ bezeichnet) auf.
[0013] Die magnetische Kopplung zwischen dem Haltering und dem Befestigungsring hat dabei den Vorteil, dass diese einfach, insbesondere unkompliziert, und auch schnell herstellbar, aber auch einfach zu lösen ist. Insbesondere im Fall von Smartphones, die meist flach ausgebildet sind und ein vergleichsweise geringes Gewicht aufweisen, ist eine magnetische Kopplung mit herkömmlichen magnetischen Materialien meist hinreichend stabil.
[0014] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung weist der Befestigungsring Haltemittel zur Halterung des Bilderfassungsgeräts und/oder einer Hülle für das Bilderfassungsgerät auf oder ist mit solchen Haltemitteln verbindbar. Beispielsweise dienen diese Haltemittel zur magnetischen Halterung. Insbesondere im Fall von Smartphones weisen diese mittlerweile häufig Mittel zur magnetischen Kopplung mit Accessoires (bspw. einem Sockel zum induktiven Laden, Geldbörsen, Hüllen und dergleichen) auf. Vorzugsweise ist also der Befestigungsring dazu eingerichtet, eine entsprechende magnetische Kopplung mit einem solchen Smartphone und/oder dessen Hülle einzugehen. Alternativ kann der Befestigungsring aber auch bspw. mit einem Saugnapf, einer Klemmvorrichtung, einer Hülle oder dergleichen zur Halterung bzw. Aufnahme des Smartphones ausgestattet sein.
[0015] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung weist der Befestigungsring insbesondere als Haltemittel eine quer zu einer Ringachse (insbesondere Symmetrieachse) des Befestigungsrings erstreckte Halteplatte auf, auf der im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Bilderfassungsgerät und/oder die Hülle für das Bilderfassungsgerät aufliegt. In dieser Halteplatte ist beispielsweise zumindest ein Haltemagnet für die Kopplung mit dem Bilderfassungsgerät (insbesondere dem Smartphone) bzw. dessen Hülle integriert. Optional kann der Befestigungsring dabei für ein spezifisches Modell des Bilderfassungsgeräts, insbesondere Smartphone, ausgebildet sein, so dass das Befestigungssystem oder zumindest der Befestigungsring spezifisch für ein Smartphonemodell erworben werden kann. Alternativ kann der Befestigungsring, insbesondere mit der Halteplatte, aber auch für mehrere Smartphonemodelle geeignet sein. Hierfür sind die Haltemittel, bspw. die Halteplatte und die Klemmvorrichtung entsprechend auf verschiedene Smartphones einstellbar.
[0016] Alternativ oder zusätzlich zu den Haltemagneten kann die Halteplatte aber auch als eine Art Hülle für das Smartphone ausgestaltet sein, so dass letzteres form- oder kraftschlüssig (d. h. also nicht oder nicht nur magnetisch) an der Halteplatte befestigt sein kann. Beispielsweise kann
die Halteplatte hierzu seitlich vorstehende Ränder aufweisen, in die das Smartphone eingeklipst wird, oder die Halteplatte ist eine Bodenplatte eines das Smartphone im bestimmungsgemäßen Montagezustand umschließenden Gehäuses. Alternativ kann die Halteplatte auch federbetätigte Klemmbacken für das Smartphone aufweisen, so dass unterschiedlich große Smartphones zischen den Klemmbacken fixiert werden können. Ebenso kann die Halteplatte auch einen Saugnapf oder ähnliches zur Halterung des Smartphones aufweisen. In letzterem Fall erfolgt vorzugsweise eine manuelle Ausrichtung des Smartphones am Befestigungsring.
[0017] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung umgreift oder überdeckt der Befestigungsring im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand den Haltering zumindest teilweise außenseitig. Hierdurch kann eine Zentrierwirkung zwischen dem Haltering und dem Befestigungsring ermöglicht werden.
[0018] Vorzugsweise ist der Befestigungsring dazu eingerichtet, das Bilderfassungsgerät mit dessen optischer Achse zentriert in Bezug auf eine optische Achse des Beobachtungsgeräts zu halten. Dazu weist der Befestigungsring —- insbesondere zusätzlich zu den optional magnetischen Haltemitteln für das Beobachtungsgerät — auch Mittel zur Zentrierung der optischen Achsen auf, bspw. mechanische Positionierungshilfen, die zweckmäßigerweise auf das spezifische Smartphonemodell angepasst sind. Beispielsweise ist eine Vertiefung für eine oder mehrere vorstehende Kameralinsen des Smartphones vorhanden, die eine Positionierung der Kameralinse ermöglicht. Für den Fall, dass die Haltemittel als Hülle oder Gehäuse für das Smartphone ausgestaltet sind, erfolgt die entsprechende Ausrichtung direkt mit der Befestigung des Smartphones.
[0019] Der Haltering ist vorzugsweise ebenfalls dazu eingerichtet, mit einer Ringachse (auch Symmetrieachse) zentriert in Bezug auf die optische Achse des Beobachtungsgeräts, insbesondere dessen Okulartubus, an dem Beobachtungsgerät angeordnet oder anordenbar zu sein. Dies wird vorteilhafterweise und auf einfache Weise beispielsweise dadurch ermöglicht, dass der Haltering zur Klemmung auf ein kreisringförmiges (oder auch hülsen- oder rohrförmiges) Element des Okulartubus eingerichtet ist.
[0020] Insbesondere um eine besonders einfache koaxiale Ausrichtung des Befestigungsrings zu dem Haltering und damit der jeweiligen optischen Achsen des Bilderfassungsgeräts und des Beobachtungsgeräts, insbesondere dessen Okulartubus zueinander, zu ermöglichen, weisen gemäß einer vorteilhaften Ausführung der Haltering und/oder der Befestigungsring Mittel zur Zentrierung des Befestigungsrings bzw. des Halterings (insbesondere gegenüber dem jeweils anderen) auf.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung sind diese Mittel zur Zentrierung durch eine außBenseitige Fase am Haltering und/oder eine innenseitige Fase am Befestigungsring gebildet. Vorzugsweise ist diese Fase größer als üblicherweise zum „Entschärfen“ von Kanten übliche Fasen (d. h. eine schräg zur Achse des Halterings verlaufende (Fasen-) Fläche weist eine — senkrecht zur Umfangsrichtung bemessene — Breite von insbesondere mehr als 0,5 mm auf). Im Fall von zwei Fasen (d. h. einer am Haltering und einer am Befestigungsring) ist insbesondere der Innendurchmesser des Befestigungsrings kleiner als der Außendurchmesser des Halterings. Hierdurch kommen die beiden schrägen Fasenflächen aneinander zur Anlage und können so die Zentrierung besonders einfach bewirken. Ebenso kann aber auch nur der Haltering die außenseitige Fase oder der Befestigungsring die innenseitige Fase aufweisen. Auch in diesem Fall ist es zweckmäßig, dass der Innendurchmesser des Befestigungsrings kleiner ist als der Außendurchmesser des Halterings. Denn so kann auch die nicht gefaste — oder nur wie technisch üblich gebrochene oder „leicht“ gefaste oder gerundete — Kante an der Fase des anderen Rings ausgerichtet und zentriert werden. Zusätzlich oder alternativ können die Mittel zur Zentrierung aber auch durch korrespondierende Absätze am Haltering und am Befestigungsring ausgebildet sein, so dass im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand eine Art Überblattung des Befestigungsrings mit dem Haltering vorliegt.
[0022] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung ist der Haltering (wie vorstehend bereits erwähnt) zur Klemmverbindung mit dem Okulartubus eingerichtet. Vorzugsweise ist der Haltering hierbei durch einen Schlitz unterbrochen. Dieser Schlitz ist dabei optional mittels einer
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Spannschraube überbrückt. Somit kann durch Betätigung der Spannschraube der Schlitz insbesondere geschlossen und somit der Haltering an den Okulartubus geklemmt werden. Alternativ zu der Spannschraube kann aber auch eine Feder den Schlitz überbrücken und in Schließrichtung mit einer Spannkraft beaufschlagen. Zur Montage des Halterings wird der Ring entgegen dieser (Feder-) Spannkraft geringfügig (und insbesondere elastisch) aufgebogen, über die Augenmuschel geschoben und auf dem Okulartubus, bspw. einem freiliegenden hülsen- oder rohrartigen Element des Okulartubus, geklemmt.
[0023] Gemäß einer alternativen Ausführung ist der Haltering in den Okulartubus integriert. Vorzugsweise bildet der Haltering dabei ein (insbesondere das vorstehend bereits genannte) zur Umgebung hin freiliegendes hülsen- oder rohrartiges Element des Okulartubus. Ein solches hülsen- oder rohrartiges Element bildet dabei beispielsweise einen „Designring“ (auch: „Markenring“), d. h. einen Ring, auf dem die Marke des Herstellers, eine Typenbezeichnung oder dergleichen aufgebracht ist oder der ein bspw. herstellertypisches Design aufweist). Ein solcher Designring hat meist keine für die optische Abbildung relevante Funktion, dient also nicht zur Einstellung bspw. der Dioptrienzahl, der Verstellung einer Zoom-Einstellung oder dergleichen.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausführung steht der Haltering, insbesondere im Fall der mit dem Okulartubus integrierten Ausführung, radial über die Augenmuschel über. Dies ist insbesondere für die vorstehend beschriebene Zentrierung des Befestigungsrings von Vorteil.
[0025] Bevorzugt ist der Haltering und insbesondere auch der Befestigungsring derart gestaltet, dass bei deren magnetischer Kopplung keine eindeutige Drehausrichtung zueinander vorgegeben wird. Insbesondere sind der Haltering und der Befestigungsring hierzu frei von zueinander komplementären Mitteln zur eindeutigen Drehausrichtung der beiden zueinander. Anders ausgedrückt, sind der Haltering und der Befestigungsring für eine freie rotatorische Ausrichtung zueinander eingerichtet. Hierzu sind zweckmäßigerweise Flächen des Halterings und auch des Befestigungsrings, mit denen beide im bestimmungsgemäßen Kopplungszustand aneinander anliegen (bspw. die Flächen der vorstehend beschriebenen Fasen), glatt, also im Wesentlichen rotationssymmetrisch (optional abgesehen von dem zur Klemmung des Halterings zweckmäßigerweise in diesen eingebrachten Schlitz) ausgebildet. Dadurch kann das Bildaufnahmegerät auf einfache Weise in einer beliebigen Drehausrichtung zu dem Beobachtungsgerät, insbesondere um die optische Achse des Okulartubus, an diesem angebracht werden. Dies ist bspw. bei Ferngläsern vorteilhaft, deren jeweilige optischen Achsen zur Anpassung an einen Augenabstand mittels einer „Knickbrücke“ aufeinander zu- oder voneinander wegbewegt werden können. Hierbei ändert sich jedoch der Winkel in Bezug auf eine Achse der Knickbrücke, um die die optischen Achsen geschwenkt werden. Um dies zu kompensieren, ist die freie Drehausrichtung vorteilhaft.
[0026] Vorzugsweise sind in einer Weiterbildung der vorstehenden Ausführung der Haltering und/oder der Befestigungsring aber derart gestaltet, dass die freie Drehausrichtung bei bestimmungsgemäßer magnetischer Kopplung zwischen dem Haltering und dem Befestigungsring zumindest gehemmt ist. Hierdurch soll eine unbeabsichtigte Verstellung vermieden werden. Beispielsweise wird das dadurch erreicht, dass das ferro- oder ferrimagnetische Material des Halterings und das Material des Befestigungsrings so aufeinander abgestimmt sind, dass sich eine besonders hohe magnetische Haltekraft ergibt, die wiederum eine Reibkraft zwischen dem Haltering und dem Befestigungsring erhöht, insbesondere soweit, dass eine unbeabsichtigte Verdrehung des Befestigungsrings zum Haltering unwahrscheinlich ist. Zusätzlich oder alternativ kann aber auch der Haltering und/oder der Befestigungsring mit einer reibkrafterhöhenden Beschichtung, bspw. einem Kunststoff, vorzugsweise einem Elastomer, versehen sein. Eine Drehausrichtung wird in diesem Fall bspw. eingestellt, indem der Befestigungsring zumindest geringfügig von dem Haltering weg gezogen wird, die gewünschte Drehausrichtung eingestellt und anschließend der Befestigungsring (wieder) auf den Haltering aufgesetzt wird.
[0027] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung sind der Haltering und/oder der Befestigungsring dazu eingerichtet, das Bilderfassungsgerät, insbesondere die Kamera (insbesondere deren Eintrittslinse) des Smartphones, innerhalb eines vorgegebenen Abstandsbereichs zu einer einblickseitigen (auch: austrittsseitigen) Linse des Okulartubus zu positionieren. Dieser Abstands-
bereich beschreibt dabei insbesondere eine Ober- und eine Untergrenze von Abstandswerten, die als Toleranz um einen zumindest theoretischen Idealabstandswert angeordnet sind. Vorteilhafterweise kann diese Toleranz sogar etwa 6 mm vor und nach dem theoretischen Idealabstandswert betragen, so dass in diesem Fall auch eine Positionierung einer Eintrittslinse des Bilderfassungsgeräts (insbesondere des Smartphones) in einem Abstandsbereich von 12 mm um den Idealabstandswert zu einer Bildaufnahme mit hinreichender Bildqualität, bspw. mit zumindest subjektiv hoher Schärfe, einem scharf abgegrenzten Rand, ohne Schattierungen oder dergleichen, führt. Der Idealabstandswert zwischen der endständigen (d. h. am Einblick-Ende angeordneten) Linse des Okulartubus und der Eintrittslinse des Bilderfassungsgeräts kann bspw. 18 mm betragen, kann aber abhängig von der optischen Auslegung des Beobachtungsgeräts sein. Für diese „Abstandsvorgabe“ ist der Befestigungsring vorzugsweise mit einer entsprechend vorgegebenen axialen Länge ausgeführt. Diese Länge kann vorteilhafterweise auf ein Beobachtungsgerät oder eine Serie (Modellreihe) von Beobachtungsgeräten spezifisch abgestimmt sein.
[0028] Gemäß einer optionalen Ausgestaltung kann der Haltering auch in Form einer Folie ausgebildet sein, die das ferro- oder ferrimagnetische Material enthält. Diese Folie kann — alternativ Zu der vorstehend beschriebenen Klemmung des Halterings — auch auf das hülsen- oder rohrförmige Element des Okulartubus aufgeklebt sein.
[0029] Das erfindungsgemäße optische Beobachtungsgerät weist den vorstehend beschriebenen Okulartubus auf, der wiederum die Augenmuschel und den Haltering für das Befestigungssystem der vorstehend beschriebenen Art, insbesondere den in den Okulartubus integrierten Haltering, aufweist.
[0030] Das Beobachtungsgerät weist also insbesondere die im Zusammenhang mit der entsprechenden Ausführung des Befestigungssystems beschriebenen Merkmale und deren Vorteile gleichermaßen auf.
[0031] Das optische Beobachtungsgerät ist beispielsweise durch ein Fernglas oder Spektiv, optional auch durch ein Zielfernrohr, oder auch durch ein Mikroskop gebildet.
[0032] Die Konjunktion „und/oder“ ist hier und im Folgenden insbesondere derart zu verstehen, dass die mittels dieser Konjunktion verknüpften Merkmale sowohl gemeinsam als auch als Alternativen zueinander ausgebildet sein können.
[0033] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen schematisch und beispielhaft:
[0034] Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung ein Beobachtungsgerät mit einem Befestigungssystem für ein Bilderfassungsgerät,
[0035] Fig. 2 einen Teil des Befestigungssystems,
[0036] Fig. 3 in einer Draufsicht das Beobachtungsgerät mit dem Befestigungssystem in einem bestimmungsgemäßen Einsatzzustand, und
[0037] Fig. 4 in einer Seitenansicht ein alternatives Ausführungsbeispiel des Beobachtungsgeräts und des Befestigungssystems.
[0038] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren stets mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0039] In Fig. 1 ist schematisch ein tragbares, optisches Beobachtungsgerät 1 in Form eines (binokularen) Fernglases 2 dargestellt. Das Fernglas 2 weist für jedes Auge eine nicht näher dargestellte Optikgruppe auf, die durch eine entlang einem optischen Weg verteilt angeordnete Anzahl von optischen Elementen gebildet ist. Die optischen Elemente sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel durch mehrere Linsen aus optischen Gläsern gebildet. Grundsätzlich können als optische Elemente aber auch zumindest ein Prisma und/oder zumindest ein Spiegel zum Einsatz kommen. Jeweils ein Gehäusetubus 10 hüllt die jeweilige Optikgruppe röhrenartig um den optischen Weg ein und schützt die optischen Elemente vor Verschmutzung sowie vor mechanischer Einwirkung. Der optische Weg kann geradlinig oder auch abgewinkelt sein und beschreibt
grundsätzlich einen Strahlengang von einer Eintrittsöffnung 12 hin zu einer Austrittsöffnung 14. Letztere ist an einem „Einblick-Ende“ des Gehäusetubus 10 angeordnet. Der Gehäusetubus 10 ist hier durch einen Okulartubus 16 (auch kurz: Okular) gebildet.
[0040] Der Okulartubus 16 weist eine zugeordnete Linsengruppe (nicht dargestellt) auf sowie einen Gehäusering, hier als „Designring 18“ bezeichnet und eine Augenmuschel 20. Der Designring 18 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Stahl, insbesondere nicht-rostendem Stahl, gebildet und weist eine Gravur oder Lackierung mit einer Typ-Bezeichnung des Beobachtungsgeräts 1 sowie optional auch einem herstellertypischen Zeichen (Marke) auf (nicht dargestellt). Die Augenmuschel 20 ist aus einem Elastomer gebildet und über einen nicht näher dargestellten Trägerring des Okulartubus 16 gezogen. Der Designring 18 und der Trägerring können optional einteilig miteinander ausgebildet sein und somit den eigentlichen Tubus des Okulartubus 16 bilden. Alternativ können der Designring 18 und der Trägerring aber auch miteinander verbunden, bspw. verschraubt, oder zur Anpassung an eine Sehschwäche des Nutzers gegeneinander verstellbar, insbesondere teleskopartig verschiebbar, sein. Die Augenmuschel 20 ist vorzugsweise austauschbar und somit von dem Trägerring abnehmbar. Optional kann auch der Okulartubus 16 austauschbar gestaltet sein, um das Beobachtungsgerät 1 an eine Sehschwäche eines Nutzers oder besondere Anforderungen des Nutzers anpassen zu können. Die Linsengruppe des Okulartubus 16 ist entlang einer optischen Achse 22 des Okulartubus 16 angeordnet.
[0041] Um nicht nur eine Live- Beobachtung durchführen zu können, sondern auch (Bild- oder auch Video) Aufnahmen von einem beobachteten Objekt aufnehmen zu können — ohne dabei eine Kamera mit leistungsstarkem Teleobjektiv mitführen zu müssen — ist ein Befestigungssystem 30 vorgesehen und vorhanden. Dieses Befestigungssystem 30 dient dazu, ein Bilderfassungsgerät 31 — hier ein Smartphone 32 mit einer integrierten (Digital-) Kamera — an dem Beobachtungsgerät 1 derart zu befestigen, dass mit dessen Kamera eine Aufnahme des durch den Okulartubus 16 ersichtlichen Bilds erstellt werden kann.
[0042] Das Befestigungssystem 30 weist hierzu einen Haltering 34 auf. Dieser ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel zur Klemmung auf dem Designring 18 eingerichtet. Dazu ist ein Innendurchmesser des Halterings 34 geringfügig größer als ein Außendurchmesser des Designrings 18. Der Haltering 34 ist außerdem durch einen Schlitz 36 unterbrochen. Der Schlitz 36 ist wiederum mittels einer in den Haltering 34 eingedrehten (Spann-) Schraube 38 überbrückt, so dass der Schlitz 36 mittels der Schraube 38 verringert werden kann. Dadurch kann der Haltering 34 auf den Designring 18 geklemmt werden. Optional kann die Schraube 38 nur zum Schließen des Schlitzes 36 dienen, so dass ein „Öffnen“ des Schlitzes 36 beim Lockern der Schraube 38 durch eine elastische Rückstellung erfolgt. Alternativ kann die Schraube 38 aber auch — konkret durch beidseitig des Schlitzes 36 angeordnete Gewinde — zum aktiven Öffnen des Schlitzes 36 dienen. Der Haltering 34 ist außerdem aus ferromagnetischem oder aus ferrimagnetischem Material, insbesondere einem Stahl, gebildet.
[0043] Der Haltering 34 ist vergleichsweise schmal ausgebildet, so dass dieser, wenn außenseitig auf den Designring 18 geklemmt, nicht über die Augenmuschel 20 in Richtung auf die Austrittsöffnung 14 übersteht, konkret die Augenmuschel 20 außenseitig nicht überdeckt (sondern nur auf dem Designring 18 aufsitzt). Der Haltering 34 ist somit in dessen bestimmungsgemäßer Montageposition bildseitig (also von dem Einblick-Ende abgewandt) zu der Augenmuschel 20 angeordnet. Dadurch kann der Haltering 34 auf dem Designring 18 montiert verbleiben, auch wenn das Smartphone 32 gar nicht zum Einsatz kommt. Die Funktion der Augenmuschel 20 — einen angenehmen Kontakt zum Gesicht, insbesondere dem Bereich um das Auge des Nutzers zu ermöglichen — wird durch den Haltering 34 also nicht beeinflusst.
[0044] Das Befestigungssystem 30 weist weiterhin eine als Befestigungsring 40 bezeichnete Vorrichtung auf. Diese Vorrichtung weist als eigentlichen „Ring“ im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Hülse 42 auf und zudem eine auf der Hülse 42 angeordnete Halteplatte 44. Der Befestigungsring 40, hier konkret die Hülse 42, ist zur magnetischen Kopplung mit dem Haltering 34 eingerichtet und weist dazu magnetisches, konkret permanentmagnetisches Material auf. Beispielsweise ist in die Hülse 42 ein (massiver) Neodym-Magnet, bspw. in Ringform, integriert. Al-
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ternativ ist die Hülse 42 aus einem mit permanentmagnetischem Material gefüllten Kunststoff spritzgegossen.
[0045] Die Halteplatte 44 erstreckt sich radial zu einer Achse (Symmetrieachse, zentrale Achse, Rotationsachse; hier deckungsgleich mit der optischen Achse 22 ausgerichtet) der Hülse 42 und dient als Auflagefläche für das Smartphone 32. In Fig. 2 ist schematisch dargestellt, wie der Befestigungsring 40 und das Smartphone 32 bestimmungsgemäß zueinander angeordnet sind. Die Halteplatte 44 weist einen Haltemagneten 50 auf, der im bestimmungsgemäßen Kopplungszustand mit dem Smartphone 32 mit einem korrespondierenden, in das Smartphone 32 integrierten, Magneten zur Befestigung des Smartphones 32 an der Halteplatte 44 zusammenwirkt.
[0046] In der Halteplatte 44 ist eine Aufnahmeöffnung 52 ausgebildet, die derart gestaltet ist, dass ein Objektiv 54 der Kamera des Smartphones 32 konzentrisch mit der Achse der Hülse 42 ausgerichtet ist. Beispielsweise ist hierzu die Aufnahmeöffnung 52 ringförmig komplementär zu einer rückseitig auf dem Smartphone 32 befindlichen Kameraerhebung 56 ausgebildet.
[0047] Im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand, dargestellt in Fig. 3, des Befestigungssystems 30 ist also der Haltering 34 am Designring 18 geklemmt (der Designring 18 ist hierdurch verdeckt und nicht mehr sichtbar), das Smartphone 32 am Befestigungsring 40 gehaltert und der Befestigungsring 40 magnetisch mit dem Haltering 34 gekoppelt, konkret über die Augenmuschel 20 des Okulartubus 16 aufgeschoben und an den Haltering 34 angeschlagen. Damit die Achse der Hülse 42 und damit auch das Objektiv 54 der Kamera des Smartphones 32 mit der optischen Achse 22 des Okulartubus 16 auf einfache Weise fluchtend ausgerichtet werden können, weist der Haltering 34 eine Fase 60 auf (s. Fig. 1). Die Hülse 42 weist innenseitig eine korrespondierende Fase 62 auf. Diese beiden Fasen 60 und 62 bewirken — insbesondere in Zusammenwirkung mit der magnetischen Anziehungskraft zwischen der Hülse 42 und dem Haltering 42 — eine Zentrierung der Hülse 42 gegenüber dem Haltering 34, so dass die jeweiligen Achsen mit der optischen Achse 22 zur Überdeckung kommen, zumindest mit hinreichender Näherung. Die beiden Fasen 60 und 62 stellen also Mittel zur Zentrierung des Halterings 34 und des Befestigungsrings 40 dar.
[0048] In Fig. 4 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel dargestellt. Das Beobachtungsgerät 1 ist hier beispielhaft durch ein Spektiv 70 gebildet. Das Spektiv 70 weist hier grundsätzlich vergleichbare Elemente wie das Fernglas 2 auf, ist aber monokular ausgestaltet. D. h. das Spektiv 70 weist nur einen Gehäusetubus 10 auf, der eine entsprechende Optikgruppe einhaust, sowie auch nur einen Okulartubus 16 auf. Der Strahlengang ist in diesem Ausführungsbeispiel endseitig, also vor dem Einblick-Ende 14, abgewinkelt. Grundsätzlich kann das Spektiv 70 aber auch einen geraden Strahlengang aufweisen. Der Haltering 34 des Befestigungssystems 30 ist in diesem Ausführungsbespiel allerdings nicht als separates Bauelement ausgebildet, sondern in den Objektivtubus 16 integriert und bildet dabei konkret ein Bauteil mit dem Designring 18. Mithin ist der Designring 18 aus ferro- oder ferrimagnetischem Stahl und mit der Fase 60 ausgebildet. Außerdem steht der Designring 18 radial über die Augenmuschel 20 über, damit die Hülse 42 mit deren Fase 62 auf den Designring 18 bzw. Haltering 34 aufsetzen kann. Ansonsten entsprechen die Bauelemente und funktionalen Merkmale den vorstehend beschriebenen.
[0049] Um die Kamera auch frei (beliebig) rotatorisch ausrichten zu können, sind zumindest die Flächen, mit denen der Haltering 34 und die Hülse 42 aneinander anliegen rotationssymmetrisch ausgebildet. Zumindest sind also die Flächen der Fasen 60 und 62 rotationssymmetrisch, insbesondere makroskopisch glatt, also ohne quer zur Umfangsrichtung ausgerichtete Wellen, Nocken, Nuten oder dergleichen ausgebildet. Dadurch können diese Flächen vergleichsweise einfach aneinander abgleiten. Um eine Reibkraft zu erhöhen und dadurch ein unbeabsichtigtes Verdrehen zumindest zu hemmen, kann die Fase 60 und oder 62 bspw. mit einem Elastomer beschichtet sein.
[0050] Aufgrund der vorstehend beschriebenen magnetischen Kopplung zwischen dem Befestigungsring 40 und dem Haltering 34 kann der Befestigungsring 40 und somit auch das Smartphone 32 ohne Aufwand, insbesondere ohne Werkzeug, und schnell abgenommen oder wieder an den Haltering 34 angesetzt werden.
[0051] Für den Fall, dass die Augenmuschel 20 gegenüber dem Designring 18 entlang der optischen Achse 22 verstellbar ist, sollte diese zweckmäßigerweise für die Montage des Smartphones 32 mittels des Befestigungsrings 40 am Haltering 34 auf eine minimale Ausschublänge eingestellt werden.
[0052] Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können weitere Ausführungsformen der Erfindung von dem Fachmann aus der vorstehenden Beschreibung abgeleitet werden. Insbesondere können die anhand der verschiedenen Ausführungsbeispiele beschriebenen Einzelmerkmale der Erfindung und deren Ausgestaltungsvarianten auch in anderer Weise miteinander kombiniert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Beobachtungsgerät 2 Fernglas
10 Gehäusetubus
12 Eintrittsöffnung
14 Austrittsöffnung
16 Okulartubus
18 Designring
20 Augenmuschel
22 Achse
30 Befestigungssystem 31 Bilderfassungsgerät 32 Smartphone
34 Haltering
36 Schlitz
38 Schraube
40 Befestigungsring
42 Hülse
44 Halteplatte
50 Haltemagnet
52 Aufnahme&$ffnung
54 Objektiv
56 Kameraerhebung 60 Fase
62 Fase
70 Spektiv
72 Nut

Claims (12)

Patentansprüche
1. Befestigungssystem (30) für ein Bilderfassungsgerät (31), insbesondere ein Smartphone
(32), an einem optischen Beobachtungsgerät (1, 2, 70), aufweisend
- einen Haltering (34), der zumindest im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand an einem Okulartubus (16) des Beobachtungsgeräts (1, 2, 70) auf einer einem Einblick-Ende des Okulartubus (16) abgewandten Seite einer Augenmuschel (20) des Okulartubus (16) angeordnet ist, wobei der Haltering (34) ferro- oder ferrimagnetisches Material aufweist oder aus solchem Material gebildet ist,
- einen Befestigungsring (40), der zur magnetischen Kopplung mit dem Haltering (34) eingerichtet ist und im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Bilderfassungsgerät (31, 32) trägt,
wobei der Befestigungsring (40) im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand die Augenmu-
schel (20) außenseitig umgreift und magnetisch mit dem Haltering (34) gekoppelt ist.
2. Befestigungssystem (30) nach Anspruch 1, wobei der Befestigungsring (40) Haltemittel zur Halterung des Bilderfassungsgeräts (31, 32) und/oder einer Hülle für das Bilderfassungsgerät (31, 32) aufweist.
3. Befestigungssystem (30) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Befestigungsring (40) eine quer zu einer Ringachse des Befestigungsrings (40) erstreckte Halteplatte (44) aufweist, auf der im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand das Bilderfassungsgerät (31, 32) und/oder die Hülle für das Bilderfassungsgerät (31, 32) aufliegt.
4. Befestigungssystem (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Befestigungsring (40) im bestimmungsgemäßen Einsatzzustand den Haltering (34) zumindest teilweise außenseitig umgreift.
5. Befestigungssystem (30) nach Anspruch 4, wobei der Haltering (34) und/oder der Befestigungsring (40) Mittel zur Zentrierung des Befestigungsrings (40) bzw. des Halterings (34) aufweisen.
6. Befestigungssystem (30) nach Anspruch 5, wobei die Mittel zur Zentrierung durch eine auBenseitige Fase (60) am Haltering (34) und/oder eine innenseitige Fase (62) am Befestigungsring (40) gebildet sind.
7. Befestigungssystem (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Haltering (34) zur Klemmverbindung mit dem Okulartubus (16) eingerichtet ist.
8. Befestigungssystem (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Haltering (34) integral mit dem Okulartubus (16) ausgebildet ist.
9. Befestigungssystem (30) nach Anspruch 8, wobei der Haltering (34) radial über die Augenmuschel (20) übersteht.
10. Befestigungssystem (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Haltering (34) und der Befestigungsring (40) für eine freie rotatorische Ausrichtung zueinander eingerichtet sind.
11. Befestigungssystem (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Haltering (34) und/oder der Befestigungsring (40) dazu eingerichtet sind, das Bilderfassungsgerät (31, 32) innerhalb eines vorgegebenen Abstandsbereichs zu einer einblickseitigen Linse des Okulartubus (16) zu positionieren.
12. Optisches Beobachtungsgerät (1, 2, 70) mit einem Okulartubus (16), der wiederum eine Augenmuschel (20) und einen Haltering (34) für ein Befestigungssystem (30) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, aufweist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
11715
ATA50160/2025A 2025-02-17 2025-03-13 Befestigungssystem für ein Bilderfassungsgerät an einem optischen Beobachtungsgerät, und optisches Beobachtungsgerät AT528503B1 (de)

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