AT528206A4 - Vorrichtung zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand - Google Patents

Vorrichtung zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand

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AT528206A4
AT528206A4 ATA50668/2024A AT506682024A AT528206A4 AT 528206 A4 AT528206 A4 AT 528206A4 AT 506682024 A AT506682024 A AT 506682024A AT 528206 A4 AT528206 A4 AT 528206A4
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Sommer Ing Thomas
Martikainen Dipl -Ing Sampsa
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Tomberger Dipl -Ing Georg
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    • GPHYSICS
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    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M15/00Testing of engines
    • G01M15/04Testing internal-combustion engines
    • G01M15/10Testing internal-combustion engines by monitoring exhaust gases or combustion flame
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand (100), wobei die Vorrichtung (1) zumindest ein Durchflussmessrohr (7a) und zumindest eine Durchflussmessrohr-Steuereinheit (7b) aufweist. Um eine maximale Flexibilität beim Durchführen von Testprozeduren zu ermöglichen und Beschädigungen der Komponenten des Prüfstands (100) zu verhindern, weist erfindungsgemäß die Vorrichtung (1) zumindest eine bewegliche Trageeinheit (6) auf, auf der das Durchflussmessrohr (7a) und/oder die Durchflussmessrohr-Steuereinheit (7b) lösbar angeordnet oder anordenbar sind. Die Erfindung betrifft außerdem einen Prüfstand (100) mit einer solchen Vorrichtung (1).

Description

Vorrichtung zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand
Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand, wobei die Vorrichtung zumindest ein Durchflussmessrohr und zumindest eine Durchflussmessrohr-Steuereinheit aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem einen Prüfstand zur Durchführung von Tests an zumindest ei-
nem Prüfling.
Verbrennungsmotoren zur Verwendung in Fahrzeugen - allein oder in Hybridvarianten kombiniert mit Elektromotoren —- werden während ihrer Entwicklung und auch in der Serienverwendung Abgasprüfungen unterzogen. Dabei werden ihr Kraftstoffverbrauch und ihre Emissionen, insbesondere der Ausstoß von Treibhausgasen, nach den globalen Emissionsauflagen und Abgasnormen unter verschiedenen Bedingungen ermittelt. Zunehmend werden bei Fahrzeugen auch die Emissionen von Bremsen und Reifen, sogenannter Bremsabrieb („brake wear“) und Reifenabrieb („tire wear“), Gegenstand von genaueren Untersuchungen und auch Gesetzgebungsinitiativen. Daher gibt es auch Testprozeduren für derartige „non exhaust emissions“, die
also nicht durch den Verbrennungsmotor verursacht sind.
Derartige Prüfungen werden einerseits im realen Straßenverkehr zur Ermittlung von „Real Driving Emissions“ (RDE), andererseits auch auf Prüfständen durchgeführt, auf denen ein Prüfling — hierbei kann es sich um den Verbrennungsmotor allein, das komplette Fahrzeug oder auch eine Reihe von Fahrzeugkomponenten, jedenfalls umfassend den Verbrennungsmotor, aber auch Reifen oder Bremssysteme handeln — Testprozeduren unterzogen wird. Es kann sich um Rollen-, Antriebsstrang- bis hin zu Motorprüfständen bzw. Prüfanordnungen zur Untersuchung von Brems- und Rei-
fenabrieb handeln.
Am Prüfstand kommen unterschiedliche Vorrichtungen und Geräte zum Einsatz, um den Verbrennungsmotor bzw. den jeweiligen Prüfling zu betreiben, die entsprechenden Messungen vorzunehmen und auch auszuwerten — Belastungssysteme, Emissionsmesssysteme, Gebläse und Klimatisierung des Prüfstands sowie Automatisierungssysteme. Insbesondere wird ein Luftmassenstrom benötigt, um bei einem Verbrennungsmotor aus gemessenen Abgaskonzentrationen die Masse der einzelnen Komponenten zu ermitteln bzw. Brems- oder Reifenabrieb korrekt zu bestimmen. Da-
bei kommen entsprechende Vorrichtungen zur Messung des Luftmassenstroms, „1-
„Exhaust Flow Meter“ (EFM), zum Einsatz. „Exhaust“ bezeichnet hier nicht nur das Abgas von Verbrennungsmotoren, sondern auch die Ab- bzw. Kühlluft von Testvorrichtungen zum Ermitteln von Reifen- und Bremsabrieb bzw. anderen „non exhaust
emissions“.
Am Prüfstand wird also eine Vielzahl von Vorrichtungen, Verkabelungen und Verrohrungen benötigt und das Vorbereiten bzw. Adaptieren der Prüfumgebung und des Prüflings ist aufwändig und fehleranfällig. Insbesondere ist es oft nicht möglich, die Belastungs- und Emissionsmesssysteme in der vorgeschriebenen Weise zu installieren, weil sie einerseits aus technischen Gründen nahe am Prüfling positioniert sein müssen und ein Platzproblem besteht, andererseits während der Durchführung der Testprozeduren bzw. des Wechselns der Prüflinge aus dem Weg geräumt werden müssen. Das gilt insbesondere für die Vorrichtungen zur Messung des Abgasmassenstroms, die nahe dem Auspuffrohr eines Verbrennungsmotors als Prüfling anzu-
ordnen und in einem vorgegebenen Temperaturbereich zu betreiben sind.
Damit wird die zügige Abwicklung der Tests erschwert und es steigt das Risiko, dass es zu Bedienungsfehlern oder sogar Beschädigungen insbesondere der Vorrichtun-
gen zur Messung eines Luftmassenstroms kommt.
Es ist daher die Aufgabe der gegenständlichen Erfindung, eine derartige Vorrichtung bzw. einen entsprechenden Prüfstand bereitzustellen, mit denen ein rasches und fehlerfreies Durchführen von Testprozeduren auf Prüfständen mit vermindertem Be-
schädigungsrisiko möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch die eingangs genannte Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Vorrichtung zumindest eine bewegliche Trageeinheit aufweist, auf der das Durchflussmessrohr und/oder die Durchflussmessrohr-Steuerein-
heit lösbar angeordnet oder anordenbar sind.
Dank der beweglichen Trageeinheit kann die Vorrichtung rasch am Prüfstand verschoben und möglichst nahe am Prüfling positioniert werden. Dadurch können einerseits optimale Messergebnisse generiert werden, andererseits sind ein Umbau des Prüfstands bzw. Wechseln des Prüflings ohne großen Aufwand und ohne Beschädigungsrisiko möglich. Damit können Zeit und in weiterer Folge Geld gespart werden.
Beweglich bedeutet im Rahmen der vorliegenden Offenbarung, dass die
Trageeinheit nicht am Boden des Prüfstands verankert und damit fixiert ist, sondern mittels Vorrichtungen wie Rollen, Gleitplatten oder ähnlichem in ihrer Position ohne
großen Aufwand veränderlich ist.
In einer Variante der Erfindung sind das Durchflussmessrohr und/oder die Steuereinheit in der Höhe verstellbar und/oder um eine vertikale Längsachse der Trageeinheit drehbar auf der Trageeinheit gelagert. Dadurch ist ein rasches Anpassen an unterschiedliche Prüflinge bzw. Testsituationen möglich und damit maximale Flexibilität
gegeben.
Insbesondere ist es von Vorteil, wenn die Trageeinheit ein Basisteil und zumindest ein mit dem Basisteil verbundenes Halteteil aufweist, wobei das Durchflussmessrohr und/oder die Durchflussmessrohr-Steuereinheit an dem Halteteil gelagert sind. Das Basisteil kann dabei einerseits durch entsprechende Dimensionierung für Stabilität der Trageeinheit sorgen, andererseits Komponenten zum Sicherstellen der Beweglichkeit der Vorrichtung, beispielsweise Rollen, aufnehmen. Das Halteteil erlaubt die
Höhenverstell- und Drehbarkeit der Komponenten der Vorrichtung.
In einer weiteren Variante der Erfindung ist eine Spüleinheit auf der Trageeinheit lösbar angeordnet oder anordenbar. Damit kann eine weitere, für den Prüfstandsbetrieb
unerlässliche Komponente platzsparend und flexibel positioniert werden.
Um das umfassende Durchführen von Testprozeduren zu ermöglichen, ist vorteilhafterweise eine Temperiervorrichtung zum Heizen und/oder Kühlen zumindest des Durchflussmessrohrs vorgesehen. Um insbesondere ein Beheizen des Durchflussmessrohrs zu ermöglichen, weist die Temperiervorrichtung in einer Variante der Erfindung eine auf dem Durchflussmessrohr anordenbare Heizmatte und eine Heizmatten-Steuereinheit auf, wobei vorzugsweise die Heizmatten-Steuereinheit auf der Trageeinheit lösbar angeordnet oder anordenbar ist. Dadurch kann beispielsweise bei der Anwendung für Abgase das Messrohr auf Temperatur gehalten werden, um Ablagerungen, insbesondere NHs-Ablagerungen bei Verbrennungsmotoren, die mit
Harnstoffeinspritzung arbeiten, zu verhindern.
Die Aufgabe der Erfindung wird außerdem durch einen eingangs genannten Prüf-
stand zur Durchführung von Tests an zumindest einem Prüfling gelöst, der zumindest
eine oben beschriebene Vorrichtung aufweist. Dadurch ist das effiziente Durchführen
von Prüfläufen bzw. Testprozeduren sichergestellt.
Günstigerweise handelt es sich bei dem Prüfling um zumindest eines der folgenden Objekte: Verbrennungsmotor, Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor, Komponenten eines Fahrzeugs, umfassend zumindest einen Verbrennungsmotor, Fahrzeugbremse, Reifen, Kombination aus Fahrzeugbremse und Reifen, Fahrzeuge mit Fahr-
zeugbremse und/oder Reifen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines nicht einschränkenden Ausführungs-
beispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Darin zeigt
Fig.1a ein erstes Beispiel für einen erfindungsgemäßen Prüfstand;
Fig. 1b ein zweites Beispiel für einen erfindungsgemäßen Prüfstand;
Fig. 1c ein drittes Beispiel für einen erfindungsgemäßen Prüfstand;
Fig. 2a eine erste Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2b eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und Fig.3 eine schematische Ansicht der Einbindung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einen Prüfstand.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nachfolgend gleiche Komponenten in den un-
terschiedlichen Figuren mit dem gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1a zeigt als Beispiel für einen erfindungsgemäßen Prüfstand 100 einen Rollenprüfstand, auf dem ein Fahrzeug 2 mit einem Verbrennungsmotor (in Fig. 1a nicht dargestellt) als Prüfling 20 positioniert ist und Untersuchungen am Abgas des Fahrzeugs 2 durchgeführt werden. Der Auspuff 3 des Fahrzeugs 2 ist mit einer Vorrichtung 1 zur Messung eines Luftmassenstroms — hier des Abgasmassenstroms — verbunden und es ist schematisch ein weiteres Messgerät 4 zur Ermittlung zumindest einer weiteren emissionsrelevanten Messgröße dargestellt, wobei natürlich auch weitere Messgeräte vorgesehen sein können. Zusätzlich ist ein Automatisierungssystem 5 vorgesehen, das zum Betreiben des Rollenprüfstands 100 bzw. der Vorrichtung 1 und/oder des Messgeräts 4 verwendet wird — siehe dazu die angedeuteten
strichlierten Linien.
Wie schon weiter oben beschrieben kann der Prüfstand 100 auch anders ausgeführt bzw. mit anderen Prüflingen 20 bestückt sein, wobei jedenfalls eine erfindungsge-
mäß Vorrichtung 1 vorgesehen ist.
Fig. 1b zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Prüfstand 100 als Motorenprüfstand ausgeführt ist, bei dem Prüfling 20 handelt es sich um einen Verbrennungsmotor 2‘.
In Fig. 1c ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der Prüfstand als Abriebprüfstand ausgeführt ist. Bei dem Prüfling 20 handelt es sich um eine Fahrzeugbremse 2“ — kann auch als Reifen für ein Fahrzeug bzw. Kombination aus Fahrzeugbremse und Reifen ausgeführt sein — die in einem Gehäuse 13 angeordnet ist, durch das mittels einer Pumpeinrichtung 14 ein Luftstrom zur Kühlung und zum Abführen
etwaiger Partikel geleitet wird. Die Luftmassenmessung erfolgt dann im Abluftkanal.
Die übrigen Komponenten in den Fign. 1b und 1c sind gleich wie beim Beispiel von Fig. 1a.Ausführungsbeispiele der Vorrichtung 1 zur Messung eines Luftmassenstroms bzw. wie hier dargestellt eines Abgasmassenstroms eines auf einem Prüfstand 100 angeordneten Verbrennungsmotors 2‘ sind in den Fign. 2a und 2b darge-
stellt.
Auf einer Trageeinheit 6 mit einem Basisteil 6a und einem damit verbundenen Halteteil 6b sind ein Durchflussmessrohr 7a und eine zugehörige DurchflussmessrohrSteuereinheit 7b angeordnet. Durchflussmessrohr 7a und Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b sind so befestigt, dass sie gelöst werden können, beispielsweise zur Wartung oder zum Verändern der Positionierung. Über das Durchflussmessrohr 7a kann der Luftmassenstrom — im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Abgasmassenstrom — ermittelt und über die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b an das Automatisierungssystem 5 (in Fign. 2a und 2b nicht dargestellt) übergeben werden, wo es für die weitere Auswertung, insbesondere zur Bestimmung weiterer Emissionswerte, verwendet wird. Mit anderen Worten ist also die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b mit dem Durchflussmessrohr 7a zum Steuern und Übertragen von Messwerten verbunden oder verbindbar, zusätzlich besteht eine Verbindung zumindest zur Datenübertragung zwischen der Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b und dem Auto-
matisierungssystem 5 bzw. ist so eine Verbindung herstellbar.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 zusätzlich eine Spüleinheit 8 auf, die ebenfalls auf der Trageeinheit 6 montiert ist. Die Spüleinheit 8 dient zum Spülen des gesamten Messpfads, beginnend beim Durchflussmessrohr 7a bis hin zu einem Prüfling 20 (siehe Fign. 1a bis 1c) bzw. einem nachgelagerten Messgerät, um unerwünschte Substanzen zu entfernen. Dabei kann es sich um kondensiertes Wasser, abgelagerten Harnstoff aber auch um Gase wie z.B. H2 handeln. Im vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel, wo der Prüfling ein Verbrennungsmotor 2‘ ist, können so etwaige Kondensationsprodukte aus den pneumatischen Leitungen
entfernt werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäß den Fign. 2a und 2b umfasst außerdem eine Temperiervorrichtung 9 in Form einer am Durchflussmessrohr 7a angeordneten Heizmatte 9a (nur in Fig. 2b dargestellt), die über eine an der Trageeinheit 6 angeordnete Heizmatten-Steuereinheit 9b betätigbar ist. Über die Heizmatte 9a kann das Durchflussmessrohr 7a auf Temperaturen bis zu 170°C aufgewärmt werden, um im vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel eines Prüfstands für einen Verbrennungsmotor Ablagerungen insbesondere von NHs zu verhindern. Fig. 2b zeigt zusätzlich eine Heizhaube 9c, die über die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b und die Spüleinheit 8 gestülpt wird und diese Einheiten beheizen kann, um Anwendungen der Vorrichtung 1 bei Temperaturen von bis zu -30°C zu ermöglichen. Die Heizhaube 9c kann dabei auch über die Heizmatten-Steuereinheit 9b betrieben werden.
Fig. 3 zeigt schematisch die Einbindung der Vorrichtung 1 in einen Prüfstand 100. In diesem Beispiel ist die Temperiervorrichtung 9 so aufgebaut, dass die Heizmatte 9a mit der Heizmatten-Steuereinheit 9b gesteuert bzw. geregelt wird und die Heizhaube 9c mit einer eigenen Heizhauben-Steuereinheit 9d betrieben wird. Eine Energieversorgungseinheit 1a der Vorrichtung 1 versorgt Durchflussmessrohr 7a, die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b und die Spüleinheit 8 mit Energie und ist dazu mit dem Stromnetz 11 verbunden. Die Temperiervorrichtung 9 — bestehend aus Heizmatte 9a, Heizmatten-Steuereinheit 9b, Heizhaube 9c und einer Heizhauben-Steuereinheit 9d — ist ebenfalls mit dem Stromnetz 11 verbunden. Die Leitungen zur Ener-
gieversorgung können bis zu 10 m lang sein und sind in Fig. 3 strichliert dargestellt.
Die Verbindung zum Automatisierungssystem 5, mit dem der Prüfstand 100 und dessen Komponenten betrieben werden, erfolgt im beschriebenen Ausführungsbeispiel
über CAN- bzw. Ethernet-Verbindungen, die strichpunktiert dargestellt sind. -B6-
714
Grundsätzlich ist auch eine vollständige bzw. teilweise kabellose Verbindung umsetzbar. In Fig. 3 weist das Automatisierungssystem 5 Softwarekomponenten 5a inklusive benötigter Treiber und eine Anschlusseinheit 5b zum Anschließen der Kabel der Prüfstandskomponenten auf. Zusätzlich ist ein stand-alone User Interface 12 dargestellt, das mit den CAN- bzw. Ethernet-Verbindungen verbunden ist und zusätzlich zu bzw. unabhängig von dem Automatisierungssystem 5 ein Beeinflussen bzw. Über-
prüfen der Testprozeduren und des Prüfstands 100 erlaubt.
Die besonderen Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 und eines damit ausgerüsteten Prüfstands 100 ergeben sich zum einen dadurch, dass die Trageeinheit 6 beweglich ist. Dazu sind beispielsweise im dargestellten Ausführungsbeispiel vier Rollelemente 10 (in den Fign. 2a und 2b sind aufgrund der perspektivischen Darstellung nur drei Rollelemente 10 sichtbar) vorgesehen, die am Basisteil 6a der Trageeinheit 6 befestigt und zumindest teilweise arretierbar ausgeführt sind. Mittels dieser Rollelemente 10 kann die Trageeinheit 6 und damit die Vorrichtung 1 einfach und rasch am Boden des Prüfstands 100 verschoben und bedarfsgemäß positioniert werden. Die Beweglichkeit kann auch durch andere Maßnahmen sichergestellt werden. Um eine größtmögliche Stabilität der Trageeinheit 6 zu gewährleisten, ist das Basisteil 6a mit vier Trägerarmen 60a ausgeführt, die jeweils einen Winkel von 90° zueinander einnehmen und auf einer Trägerplatte 61a montiert sind. Das Halteteil 6b ist rohrförmig ausgeführt und mittig auf der Trägerplatte 61a montiert, wo die Trägerarme 60a sternförmig ihren Ausgang nehmen. Damit ergeben sich höchste Stabilität
und maximaler Kippschutz.
Zum anderen ergeben sich die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dadurch, dass zumindest das Durchflussmessrohr 7a und/oder die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b in der Höhe verstellbar und/oder um eine vertikale Längsachse 60 der Trageeinheit 6 drehbar gelagert sind. Der Begriff vertikal bezieht sich im Rahmen der vorliegenden Offenbarung auf eine Richtung relativ zum Boden eines Prüfstands 100 bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Vorrichtung 1. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind beide Optionen umgesetzt: Sowohl das Durchflussmessrohr 7a als auch die Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b sind an dem rohrförmigen Halteteil 6b in einer Richtung entlang der — bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Vorrichtung 1 — vertikalen Längsachse 60 der Trageeinheit 6 beweglich.
Damit ist eine einfache Anpassung an unterschiedliche Prüflinge 20 möglich.
Gleichzeitig sind Durchflussmessrohr 7a und Durchflussmessrohr-Steuereinheit 7b um die Längsachse 60 drehbar, was einen weiteren Freiheitsgrad bei der Verwendung der Vorrichtung 1 mit sich bringt. Zusätzlich kann auch eine Drehbarkeit um eine zur Längsachse 60 normale Achse umgesetzt werden. So ist maximale Flexibili-
tät gegeben.
Zusätzlich sind im dargestellten Ausführungsbeispiel auch die Spüleinheit 8 und die Heizmatten-Steuereinheit 9b höhenverstellbar und drehbar auf der Trageeinheit 6
gelagert.
Die Verkabelungen, deren ordnungsgemäße Verwahrung auf einem Prüfstand 100 eine große Herausforderung ist, können ebenfalls teilweise auf der Trageeinheit 6 befestigt bzw. verstaut werden, was zu einer zusätzlichen Erleichterung der Durch-
führung von Testprozeduren am Prüfstand 100 führt.
Zusammengefasst erlaubt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 und ein damit versehener Prüfstand 100 eine rasche und ordnungsgemäße Durchführung und Adaptierung von Testprozeduren und ein möglichst nahes Anordnen eines Durchflussmessrohrs 7a an einem Prüfling 20. Der Aufwand beim Wechseln bzw. Verändern des Prüflings 20 und die Gefahr von Beschädigungen der Prüfstandkomponenten werden
reduziert.

Claims (8)

Patentansprüche
1. Vorrichtung (1) zur Messung eines Luftmassenstroms auf einem Prüfstand (100), wobei die Vorrichtung (1) zumindest ein Durchflussmessrohr (7a) und zumindest eine Durchflussmessrohr-Steuereinheit (7b) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zumindest eine bewegliche Trageeinheit (6) aufweist, auf der das Durchflussmessrohr (7a) und/oder die Durchflussmessrohr-Steuereinheit (7b) lösbar
angeordnet oder anordenbar sind.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchflussmessrohr (7a) und/oder die Durchflussmessrohr-Steuereinheit (7b) in der Höhe verstellbar und/oder um eine vertikale Längsachse (60) der Trageeinheit (6) drehbar
auf der Trageeinheit (6) gelagert sind.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageeinheit (6) ein Basisteil (6a) und zumindest ein mit dem Basisteil (6a) verbundenes Halteteil (6b) aufweist, wobei das Durchflussmessrohr (7a) und/oder die Durchfluss-
messrohr-Steuereinheit (7b) an dem Halteteil (6b) gelagert sind.
4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spüleinheit (8) auf der Trageeinheit (6) lösbar angeordnet oder anorden-
bar ist.
5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperiervorrichtung (9) zum Heizen und/oder Kühlen zumindest des
Durchflussmessrohrs (7a) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiervorrichtung (9) eine auf dem Durchflussmessrohr (7a) anordenbare Heizmatte (9a) und eine Heizmatten-Steuereinheit (9b) aufweist, wobei vorzugsweise die Heizmatten-Steuereinheit (9b) auf der Trageeinheit (6) lösbar angeordnet oder anordenbar
ist.
7. Prüfstand (100) zur Durchführung von Tests an zumindest einem Prüfling (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfstand (100) zumindest eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aufweist.
8. Prüfstand (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Prüfling (20) um zumindest eines der folgenden Objekte handelt: Verbrennungsmotor (2‘), Fahrzeug (2) mit einem Verbrennungsmotor, Komponenten eines Fahrzeugs, umfassend zumindest einen Verbrennungsmotor (2‘), Fahrzeugbremse, Reifen, Kombination aus Fahrzeugbremse und Reifen, Fahrzeuge mit Fahrzeugbremse und/oder Reifen.
-10-
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