AT528031B1 - Verfahren und Anlage zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten GasInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas beschrieben, das einem Speicher (1) entnommen und zur Abgabe an einen Verbraucher (2) entspannt wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei einerseits mit dem Speicher (1) und anderseits mit dem Verbraucher (2) verbindbare Druckwasserbehälter (5) nacheinander mit hochgespanntem Gas aus dem Speicher (1) beaufschlagt werden, dass eine Wasserturbine (4), die in einer mit den Druckwasserbehältern (5) wasserseitig verbindbaren, mit Gas gefüllten Turbinendruckkammer (3) vorgesehen ist, in einer zyklischen Folge mit dem Wasser aus dem jeweils mit hochgespanntem Gas beaufschlagten, mit Wasser gefüllten Druckwasserbehälter (5) durch eine Beaufschlagungsleitung beaufschlagt wird und dass das nach einem gasseitigen Sperren des Druckwasserbehälters (5) beim Verdrängen des Wassers entspannte Gas beim Rückströmen des in der Turbinendruckkammer (3) durch die Turbinenbeaufschlagung angesammelten Wassers in den Druckwasserbehälter (5) aus dem Druckwassersbehälter (5) zum Verbraucher (2) ausgefördert wird.
Description
Ss N
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas, das einem Speicher entnommen und zur Abgabe an einen Verbraucher entspannt wird, und auf eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Bei der Lagerung von Gas in Speichern, z. B. unterirdische Kavernen oder Porenspeicher, ist eine Wasserdampfbelastung des Gases unvermeidbar. Dies bedeutet, dass das unter hohem Druck gelagerte Gas zur Weiterleitung an einen Verbraucher, üblicherweise zur Einspeisung in ein Gasnetz, nicht nur auf das Druckniveau des Gasnetzes entspannt, sondern zusätzlich aufwendig getrocknet werden muss. Aufgrund der Aggressivität des mit Wasserdampf belasteten Gases ist außerdem eine Turbinenbeaufschlagung mit einem solchen feuchten Gas zur Energiegewinnung beim Entspannen des Gases auf das Druckniveau des Gasnetzes nur bedingt möglich. Dies gilt nicht nur für Gas, sondern auch für alle Gase, die in Speichern unter hohem Druck gelagert werden und aufgrund dieser Lagerung einen hohen Feuchtigkeitsanteil aufweisen.
[0003] Um auch bei kleinen Temperaturgefällen zwischen einer Wärmequelle und einer Wärmesenke eine Wärmekraftmaschine vorteilhaft betreiben zu können, ist es bekannt (WO 2010/ 057237 A2), ein Arbeitsmittel in einem Kreislauf nach einem Verdampfen auf einem höheren Druckniveau auf ein niedrigeres Druckniveau zu entspannen und wieder zu kondensieren. Mit dem verdampften Arbeitsmittel wird jedoch keine Dampfturbine betrieben, sondern Wasser in einem Druckbehälter beaufschlagt, das durch die Dampfbeaufschlagung aus dem Druckbehälter verdrängt und zur Beaufschlagung einer Wasserturbine genützt wird. Die Wasserturbine ist in einer sowohl flüssigkeitsseitig als auch dampfseitig mit dem Druckbehälter verbundenen Turbinendruckkammer untergebracht, sodass nach der Beaufschlagung der Wasserturbine mit dem Wasser aus dem Druckbehälter der Druckbehälter mit der Turbinendruckkammer zur Dampfentspannung dampfseitig verbunden und das in der Turbinendruckkammer gesammelte Wasser in den Druckbehälter rückgeführt werden kann, bevor der entspannte Dampf des Arbeitsmittels aus der Turbinendruckkammer kondensiert und zur neuerlichen Beaufschlagung des Druckbehälters wieder verdampft wird. Dieses für die Energiegewinnung aus einem vergleichsweise kleinen Temperaturgefälle zwischen einer Wärmequelle und einer Wärmesenke vorgesehene Verfahren eignet sich jedoch nicht für das Entspannen und Trocknen von feuchtem Gas.
[0004] Zur Energiespeicherung und Rückgewinnung der gespeicherten Energie ist es außerdem bekannt (DE 102020112724 A1), einen Druckluftspeicher vorzusehen, mit dessen Hilfe nacheinander Druckbehälter beaufschlagt werden können, die miteinander durch eine Wasserturbine verbunden sind. Da einer der Behälter mit Wasser gefüllt ist, wird bei einer Druckbeaufschlagung dieses Druckbehälters die Wasserturbine mit dem Wasser aus diesem Druckbehälter beaufschlagt, das von der Wasserturbine in den anschließenden Druckbehälter strömt und die Luft aus diesem Druckbehälter verdrängt, um diese vorgespannte Luft mittels eines Verdichters hochgespannt dem Druckluftspeicher wieder zuzuführen. Die Druckbehälter werden somit zyklisch mit Wasser gefüllt und zum Betreiben der Wasserturbine mit Druckluft beaufschlagt.
[0005] Bei einer anderen bekannten Anlage zur Energiespeicherung und -rückgewinnung (EP 3321501 A1) wird wieder ein an einen Verdichter angeschlossener Druckluftspeicher zur Energiespeicherung eingesetzt, der Druckwasserbehälter mit Druckluft beaufschlagt, um mit dem Wasser aus dem Druckwasserbehälter eine Wasserturbine betreiben zu können. Das Turbinenwasser wird in einem Wasserspeicher gesammelt und zur Energiespeicherung mithilfe einer Pumpe wieder in die Druckwasserbehälter gepumpt, wobei die Luft aus den Druckwasserbehältern zurück in den Druckluftspeicher verdrängt wird.
[0006] Bei diesen bekannten Anlagen wird somit ein Druckluftspeicher zur Energiespeicherung geladen, um durch ein Entladen des Druckluftspeichers die geladene Energie wieder zur Verfügung stellen zu können, und zwar bei weitgehend gleichbleibenden Druckverhältnissen. Diese bekannten Anlagen können daher für eine Energiegewinnung durch ein Entspannen von feuchtem Druckgas nicht eingesetzt werden.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Energiegewinnung aus 117
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einem hochgespannten, feuchten Gas, das zur Versorgung eines Verbrauchers entspannt wird, So auszugestalten, dass eine ausreichende Trocknung des feuchten Gases mit einfachen Mitteln sichergestellt und zugleich eine vorteilhafte Energiegewinnung bei der Entspannung des Gases gewährleistet werden kann.
[0008] Ausgehend von einem Verfahren der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass zumindest zwei einerseits mit dem Speicher und anderseits mit dem Verbraucher verbindbare Druckwasserbehälter nacheinander mit hochgespanntem Gas aus dem Speicher beaufschlagt werden, dass eine Wasserturbine, die in einer mit den Druckwasserbehältern wasserseitig verbindbaren, mit Gas gefüllten Turbinendruckkammer vorgesehen ist, in einer zyklischen Folge mit dem Wasser aus dem jeweils mit hochgespanntem Gas beaufschlagten, mit Wasser gefüllten Druckwasserbehälter durch eine Beaufschlagungsleitung beaufschlagt wird und dass das nach einem gasseitigen Sperren des Druckwasserbehälters beim Verdrängen des Wassers entspannte Gas beim Rückströmen des in der Turbinendruckkammer durch die Turbinenbeaufschlagung angesammelten Wassers in den Druckwasserbehälter aus dem Druckwassersbehälter zum Verbraucher ausgefördert wird.
[0009] Zufolge dieser Maßnahmen ist es zunächst möglich, die Vorteile einer Wasserturbine zur Energiegewinnung zu nützen und mithilfe der Wasserturbine, üblicherweise eine Pelton-Turbine, einen Generator zur Stromerzeugung anzutreiben. Da bei der Beaufschlagung der Wasserturbine von einem mit hochgespanntem Gas beaufschlagten Druckwasserbehälter ausgegangen wird, wird das das Wasser zur Turbinenbeaufschlagung aus dem Druckwasserbehälter verdrängende Gas mit der Wirkung entspannt, dass es abkühlt und der Wasserdampf somit weitgehend kondensiert wird. Durch diese entspannungsbedingte Abkühlung des Gases wird somit ohne zusätzlichen Aufwand eine Trocknung erreicht, sodass das entspannte und getrocknete Gas durch das zur Turbinenbeaufschlagung in die Turbinendruckkammer geförderte und dann aus der Turbinendruckkammer in den Druckwasserbehälter rückströmende Wasser aus dem Druckwasserbehälter verdrängt und einem Verbraucher zugeführt werden kann. Die Druckdifferenz zwischen dem Betriebsdruck in der Turbinendruckkammer und dem Druck im Druckwasserbehälter bestimmt dabei das Rückströmen des Wassers aus der Turbinendruckkammer in den Druckwasserbehälter. Mit dem Einsatz von zwei oder mehreren Druckwasserbehältern, die nacheinander zyklisch die Wasserturbine mit Druckwasser beaufschlagen, kann nicht nur der Turbinenbetrieb gleichmäßiger gestaltet, sondern auch für eine weitgehend kontinuierliche Gasförderung in das Gasnetz gesorgt werden.
[0010] Um den Bereich der Druckschwankungen in der Turbinendruckkammer einzuschränken und dadurch einen gleichmäßigeren Betrieb zu ermöglichen, kann der Druck in der Turbinendruckkammer innerhalb eines vorgegebenen Bereichs oberhalb des Drucks des entspannten Gases in der Speiseleitung für den Verbraucher gehalten werden. Diese Druckbeschränkung erlaubt bei einem Überdruck das Ausstoßen eines Teils des Gases aus der Turbinendruckkammer in die Speiseleitung aufgrund des das Druckniveau des Verbrauchers übersteigenden Gasdrucks und bedingt bei einem Unterdruck das Nachfüllen von Druckgas in die Turbinendruckkammer. Der dadurch gesicherte weitgehend konstante Betriebsdruck in der Turbinendruckkammer stellt das zyklische Austragen des Turbinenwassers aus der Turbinendruckkammer in den jeweiligen Druckwasserbehälter und das damit verbundene Ausfördern des entspannten Gases aus dem Druckbehälter sicher, ohne hierfür zusätzliche Mittel einsetzen zu müssen.
[0011] Da durch den Turbinenbetrieb Wärme anfällt, ist mit einer fortlaufenden Zunahme der Wassertemperatur zu rechnen. Da die Temperaturverhältnisse in den Druckwasserbehältern Einfluss auf die Trocknung des Gases durch eine entsprechende Entspannung nehmen, kann durch eine Kühlung des Wassers der Wassererwärmung entgegengewirkt und damit gleichbleibende Voraussetzungen für die Gastrocknung geschaffen werden.
[0012] Eine Anlage zur Energiegewinnung beim Entspannen von feuchtem Gas zwischen einem das hochgespannte Gas aufnehmenden Speicher und einem Verbraucher für das entspannte Gas zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens zwei durch Steuerventile einerseits an den Speicher und anderseits an eine Speiseleitung für den Verbraucher anschlieRbare Druckwasserbe-
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hälter und eine eine Wasserturbine aufnehmende, mit Gas gefüllte Turbinendruckkammer vorgesehen sind, die mit den Druckwasserbehältern wasserseitig durch mit Steuerventilen versehene Rücklaufleitungen verbindbar ist und zumindest eine durch Steuerventile an die Wasserseite der Druckwasserbehälter anschließbare Beaufschlagungsleitung für die Wasserturbine aufweist.
[0013] Wird nach einer Beaufschlagung eines mit Wasser gefüllten Druckwasserbehälters mit dem hochgespannten Gas aus dem Speicher das Steuerventil zum Speicher geschlossen und das Steuerventil zur Beaufschlagungsleitung der Wasserturbine geöffnet, so wird das Wasser aus dem Druckwasserbehälter unter einem Entspannen des Gases zur Beaufschlagung der Wasserturbine verdrängt, wobei sich das entspannende Gas im Druckwasserbehälter abkühlt und der im Gas enthaltene Wasserdampf kondensiert. Am Ende des Beaufschlagungszyklus der Wasserturbine wird das Steuerventil zur Beaufschlagungsleitung der Wasserturbine geschlossen, um nach dem Öffnen der Steuerventile zur Rücklaufleitung und zur Speiseleitung durch das aus der Turbinendruckkammer in den Druckwasserbehälter rückfließende Wasser das entspannte Gas aus dem Druckwasserbehälter in die Speiseleitung auszufördern. Nach der Füllung des Druckwasserbehälters mit Wasser und der damit zusammenhängenden Austragung des bei seiner Entspannung getrockneten Gases werden die Steuerventile zur Rücklaufleitung und zur Speiseleitung geschlossen, sodass durch ein Öffnen des Steuerventils zum Speicher der Druckbehälter mit hochgespanntem Gas aus dem Speicher für einen neuen Zyklus beaufschlagt werden kann. Je nach Anzahl der Druckwasserbehälter wird nach oder während der Rückführung des Turbinenwassers aus der Turbinendruckkammer der nächste Druckwasserbehälter zur Turbinenbeaufschlagung angesteuert, sodass die Wasserturbine zyklisch nacheinander von den einzelnen Druckwasserbehältern beaufschlagt wird und dementsprechend die Einspeisung des entspannten Gases in das Gasnetz in einer zyklischen Aufeinanderfolge über die einzelnen Druckwasserbehälter erfolgt.
[0014] Um den Druck in der Turbinendruckkammer in einem bestimmten Bereich oberhalb des Druckniveaus im Gasnetz zu halten, kann die Turbinendruckkammer durch ein Druckminderungsventil an den Speicher angeschlossen werden und eine mit der Speiseleitung verbundene, mit einem Druckbegrenzungsventil versehene Überdruckleitung aufweisen. Sinkt der Druck in der Turbinendruckkammer unter einen vorgegebenen Wert ab, so wird über das Druckminderungsventil zur Erhöhung des Kammerdrucks Gas aus dem Speicher in die Turbinendruckkammer nachgefördert. Bei einem Überdruck öffnet hingegen das Druckbegrenzungsventil in der Überdruckleitung, sodass Gas aus der Turbinendruckkammer in die Speiseleitung abfließen kann. Der Betriebsdruck in der Turbinendruckkammer kann somit weitgehend konstant gehalten werden.
[0015] Zum Abscheiden restlicher Wassernebel und allenfalls anfallender Wasserkristalle aus dem entspannten Gas kann in der Speiseleitung ein Wasserabscheider vorgesehen sein, sodass dem Verbraucher ein ausreichend getrocknetes, auf den Verbraucherdruck entspanntes Gas zur Verfügung gestellt werden kann.
[0016] Wie bereits ausgeführt wurde, ist es vorteilhaft, das Wasser der Druckwasserbehälter zu kühlen. Hierfür kann wenigstens eine Kühleinrichtung vorgesehen sein, die vorzugsweise in der Rücklaufleitung vorgesehen ist, was jedoch nicht zwingend ist, weil es nur auf die Wasserkühlung ankommt, die auch durch Wärmetauscher in den Druckwasserbehältern und/oder der Turbinendruckkammer vorgenommen werden kann.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die eine erfindungsgemäße Anlage in einem schematischen Blockschaltbild zeigt.
[0018] Eine erfindungsgemäße Anlage zur Energiegewinnung beim Entspannen von feuchtem Gas zwischen einem das hochgespannte Gas aufnehmenden Speicher 1 und einem Verbraucher 2 für das entspannte Gas umfasst eine in einer Turbinendruckkammer 3 angeordnete Wasserturbine 4 und mehrere Druckwasserbehälter 5, die mit der Turbinendruckkammer 3 durch Beaufschlagungsleitungen 6 zur Beaufschlagung der Wasserturbine 4 verbunden sind. Die mithilfe von Steuerventilen 7 ansteuerbaren Beaufschlagungsleitungen 6 weisen jeweils Beaufschlagungsdüsen 8 auf, was jedoch nicht zwingend ist. So könnten beispielsweise die Beaufschlagungsleitungen 6 in einer gemeinsamen Beaufschlagungsleitung münden, die mit zumindest einer Beaufschla-
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gungsdüse versehen ist. Mit der Anordnung von mehreren je für sich ansteuerbaren Beaufschlagungsdüsen 8 einer gemeinsamen Beaufschlagungsleitung 6 ergibt sich die Möglichkeit, die Wasserturbine 4 zur Leistungsanpassung über eine unterschiedliche Anzahl von Beaufschlagungsdüsen 8 anzusteuern.
[0019] Die Druckwasserbehälter 5 sind gasseitig durch mit Steuerventilen 9 versehene Anschlussleitungen 10 mit dem Speicher 1 und über Steuerventile 11 mit einer Speiseleitung 12 für den Verbraucher 2 verbunden. Auf der Wasserseite sind die Druckwasserbehälter 5 durch Steuerventile 13 an eine Rücklaufleitung 14 der Turbinendruckkammer 3 angeschlossen. Die Turbinendruckkammer 3 selbst weist eine Gasfüllung auf, wobei zur Aufrechthaltung eines vorgebbaren Druckbereichs die Turbinendruckkammer 3 gasseitig einerseits über ein Druckminderungsventil 15 mit dem Speicher 1 und anderseits über ein Druckbegrenzungsventil 16 mit der Speiseleitung 12 verbunden ist.
[0020] Die Wasserturbine 4 wird zyklisch aufeinanderfolgend mit dem Druckwasser der einzelnen Druckwasserbehälter 5 beaufschlagt. In der Zeichnung sind für die dargestellten Druckwasserbehälter 5 unterschiedliche Betriebszustände angedeutet. Der in der Zeichnung linke, mit Wasser gefüllte Druckwasserbehälter 5 stellt den Ausgangszustand dar, in dem nach der Beaufschlagung dieses Druckwasserbehälters 5 sowohl die gasseitigen Steuerventile 9, 11 als auch die wasserseitigen Steuerventile 7, 13 geschlossen sind. Wird nunmehr das Steuerventil 7 für die Beaufschlagungsleitung 6 geöffnet, so strömt das unter dem Druck des hochgespannten Gases stehende Wasser aus dem Druckwasserbehälter 5 zur Beaufschlagung der Wasserturbine 4 über die Beaufschlagungsdüse 8 in die Turbinendruckkammer 3. Die mit dem Druckwasser beaufschlagte Wasserturbine 4 treibt einen Generator 17 an, der über einen Frequenzumrichter 18 elektrische Energie in ein Stromnetz 19 einspeist.
[0021] Um für die Turbinenbeaufschlagung den Ausgangsdruck des hochgespannten Gases aus dem Speicher 1 über eine längere Zeitspanne zu nützen, kann das Steuerventil 9 in der Anschlussleitung 10 zum Speicher 1 länger offengehalten werden, sodass die Entspannung des Gases nach dem Schließen der Anschlussleitung 10 erst nach dem Austreiben eines Teils des Wassers aus dem Druckwasserbehälter 5 erfolgt. Dies kann dazu führen, dass der im Beaufschlagungszyklus nächste Druckwasserbehälter 5 bereits eingesetzt wird, bevor das Gas im vorhergehenden Druckwasserbehälter 5 vollständig auf das vorgesehene Druckniveau entspannt ist. Dies spielt jedoch keine Rolle, weil über die Rückströmleitung 14 aufgrund der jeweils herrschenden Druckdifferenz auch Wasser aus den Druckwasserbehältern 5 in die Turbinenkammer 3 strömen kann.
[0022] Mit dem Verdrängen des Wassers aus dem Druckwasserbehälter 5 nach dem Schließen des Steuerventils 9 in der Anschlussleitung 10 zum Speicher 1 entspannt sich das beispielsweise mit einem Druck von 100 bar in den Druckwasserbehälter 5 eingebrachte Gas auf z. B. 45 bar, also auf ein Druckniveau geringfügig höher als das Druckniveau des Verbrauchers 2, üblicherweise eines Gasnetzes, von z. B. 40 bar, und wird dabei gekühlt, sodass der im Gas enthaltene Wasserdampf kondensiert und allenfalls kristallisiert.
[0023] Das zur Beaufschlagung der Wasserturbine 4 in die Turbinendruckkammer 3 eingebrachte Wasser bedingt eine Druckerhöhung in der Turbinendruckkammer 3. Diese Druckerhöhung soll vorzugsweise beschränkt bleiben, was mithilfe des Druckbegrenzungsventils 16 erreicht wird. Wird der vorgegebene obere Grenzwert des Betriebsdrucks von beispielsweise 50 bar überschritten, spricht das Druckbegrenzungsventil 16 an und überschüssiges Gas strömt in die Speiseleitung 12. Der Betriebsdruck in der Turbinendruckkammer 3 wird durch das Druckminderungsventil 15 vorgegeben.
[0024] Am Ende der Beaufschlagung der Wasserturbine 4 mit dem Wasser aus einem Druckwasserbehälter 5 wird ein im rechten Druckwasserbehälter 5 der Zeichnung angedeuteter Betriebszustand erreicht. Durch ein Schließen des Steuerventils 7 in der Beaufschlagungsleitung 6 und ein Öffnen des Steuerventils 13 zur Rücklaufleitung 14 sowie des Steuerventils 11 zur Speiseleitung 12 strömt das Wasser aus der Turbinendruckkammer 3 in den Druckwasserbehälter 5 zurück, und zwar bei annähernd konstantem Betriebsdruck in der Turbinendruckkammer 3. Das
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in den Druckwasserbehälter 5 rückströmende Wasser verdrängt das entspannte, getrocknete Gas aus dem Druckwasserbehälter 5 in die Speiseleitung 12. Um allfällige Wasserrestnebel abzuscheiden, wird die Speiseleitung 12 über einen Wasserabscheider 20 geführt.
[0025] Während beim Vorsehen von zwei Druckwasserbehältern 5 die beiden Druckwasserbehälter 5 in einer zyklischen Aufeinanderfolge zum Einsatz kommen, kann bei drei oder mehreren Druckwasserbehältern 5 ein überlappender zyklischer Betrieb erreicht werden.
[0026] Da sich das Wasser in der Turbinendruckkammer 3 erwärmt, kann eine Wasserkühlung vorteilhaft sein, um die für die Trocknung des Gases notwendige Kühlung durch die Gasentspannung nicht zu beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist in der Rücklaufleitung 14 eine Kühleinrichtung 21 in Form eines Wärmetauschers angedeutet.
[0027] Ein erfindungsgemäßes Verfahren und eine erfindungsgemäße Anlage eignen sich insbesondere zur Entspannung von in Erdspeichern unter Druck gelagerten Gasen, wie Erdgas oder auch Wasserstoff. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Einsatzgebiete beschränkt und kann überall dort mit Vorteil eingesetzt werden, wo feuchtes, hochgespanntes Gas unter einer Energiegewinnung auf das Druckniveau eines Verbrauchers entspannt werden soll. Als Verbraucher kann ein Gasversorgungsnetz, eine Gasverarbeitungsanlage, aber auch ein Druckspeicher dienen, in dem das entspannte, getrocknete Gas für eine weitere Verwendung zwischengelagert wird.
Claims (7)
1. Verfahren zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas, das einem Speicher (1) entnommen und zur Abgabe an einen Verbraucher (2) entspannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei einerseits mit dem Speicher (1) und anderseits mit dem Verbraucher (2) verbindbare Druckwasserbehälter (5) nacheinander mit hochgespanntem Gas aus dem Speicher (1) beaufschlagt werden, dass eine Wasserturbine (4), die in einer mit den Druckwasserbehältern (5) wasserseitig verbindbaren, mit Gas gefüllten Turbinendruckkammer (3) vorgesehen ist, in einer zyklischen Folge mit dem Wasser aus dem jeweils mit hochgespanntem Gas beaufschlagten, mit Wasser gefüllten Druckwasserbehälter (5) durch eine Beaufschlagungsleitung beaufschlagt wird und dass das nach einem gasseitigen Sperren des Druckwasserbehälters (5) beim Verdrängen des Wassers entspannte Gas beim Rückströmen des in der Turbinendruckkammer (3) durch die Turbinenbeaufschlagung angesammelten Wassers in den Druckwasserbehälter (5) aus dem Druckwassersbehälter (5) zum Verbraucher (2) ausgefördert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in der Turbinendruckkammer (3) innerhalb eines vorgegebenen Bereichs oberhalb des Drucks des für den Verbraucher (2) entspannten Gases gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser der Druckwasserbehälter (5) gekühlt wird.
4. Anlage zur Energiegewinnung beim Entspannen von feuchtem Gas zwischen einem das hochgespannte Gas aufnehmenden Speicher (1) und einem Verbraucher (2) für das entspannte Gas, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei durch Steuerventile (11) einerseits an den Speicher (1) und anderseits an eine Speiseleitung (12) für den Verbraucher (2) anschließRbare Druckwasserbehälter (5) und eine eine Wasserturbine (4) aufnehmende, mit Gas gefüllte Turbinendruckkammer (3) vorgesehen sind, die mit den Druckwasserbehältern (5) wasserseitig durch mit Steuerventilen (13) versehene Rücklaufleitungen (14) verbindbar ist und zumindest eine durch Steuerventile (7) an die Wasserseite der Druckwasserbehälter (5) anschlieRbare Beaufschlagungsleitung (6) für die Wasserturbine (4) aufweist.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbinendruckkammer (3) durch ein Druckminderungsventil (15) an den Speicher (1) angeschlossen ist und eine mit der Speiseleitung (12) verbundene, mit einem Druckbegrenzungsventil (16) versehene Überdruckleitung aufweist.
6. Anlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Speiseleitung (12) ein Wasserabscheider (20) vorgesehen ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für das Wasser der Druckwasserbehälter (5) wenigstens eine Kühleinrichtung (21) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| ATA51000/2024A AT528031B1 (de) | 2024-12-17 | 2024-12-17 | Verfahren und Anlage zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| ATA51000/2024A AT528031B1 (de) | 2024-12-17 | 2024-12-17 | Verfahren und Anlage zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528031A4 AT528031A4 (de) | 2025-09-15 |
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| ATA51000/2024A AT528031B1 (de) | 2024-12-17 | 2024-12-17 | Verfahren und Anlage zur Energiegewinnung aus einem hochgespannten, feuchten Gas |
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Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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2024
- 2024-12-17 AT ATA51000/2024A patent/AT528031B1/de active
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| AT528031A4 (de) | 2025-09-15 |
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