AT526992A1 - Tribometrische vorrichtung, insbesondere zur untersuchung der wasserstoffgenese in einem reibkontakt bzw. der wasserstoffpermeation aus diesem - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Untersuchung eines Reibkontakts (Tribokontakts), insbesondere zum Nachweis der Entstehung und Diffusion von Wasserstoff. Der repräsentative Tribokontakt wird gebildet aus dem hülsenähnlichen, rohrartigen und im Speziellen dünnwandigen kreiszylindrischen Grundkörper 1 und mindestens einem klötzchenartigen Gegenkörper 2, der mit Hilfe einer Belastungsvorrichtung 3 radial gegen die Mantelfläche des Grundkörpers 1 gedrückt wird. Der klötzchenartige Gegenkörper 2 hat im Wesentlichen die Querschnittsgestalt eines Messprismas bzw. Prismenblocks, dessen geneigte Flächen 2a die Mantelfläche des Grundkörpers 1 entlang von zwei Zylindererzeugenden linienkontaktartig berühren. Der Grundkörper 1 sitzt auf einem Trägerkörper 8, der insbesondere aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, vorzugsweise einem Polymer, beispielsweise Polyetheretherketon (PEEK), oder einer Keramik, gefertigt und zur Aufnahme einer Flüssigkeit, im Speziellen eines Elektrolyten, mit einem speziell ausgeführten Hohlraum 11 und Sensorelementen 13, insbesondere Elektroden, ausgestattet ist. Die tribometrische Vorrichtung ist insbesondere für den Einsatz in einem, mit einem Umgebungsmediums 15 befüllten Gefäß 14 vorgesehen.
Description
Tribometrische Vorrichtung, insbesondere zur Untersuchung der Wasserstoffgenese in
einem Reibkontakt bzw. der Wasserstoffpermeation aus diesem
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Untersuchung eines Reibkontakts (Tribokontakts), im Speziellen der physikalischen und chemischen Prozesse in der Reibfläche eines Grundkörpers im Kontakt mit einem unter Kraft auf den Grundköper einwirkenden und relativ zu diesem bewegten Gegenkörper, insbesondere zum Nachweis der Entstehung und Diffusion bzw. Permeation von Wasserstoff, wie sie vor allem unter der Applikation bzw. Anwesenheit unterschiedlicher Schmierstoffe und sonstiger Fluide
(Zwischenstoffe) im besagten Tribokontakt auftritt.
In der folgenden Beschreibung der Aufgabenstellung und deren erfindungsgemäßen Lösung wird insbesondere auf die Terminologie der im Folgenden genannten österreichischen
Normen Bezug genommen:
ÖNORM M 8120-1:1985 12 01 - Tribologie; Tribotechnik, Tribosysteme; allgemeine
Grundlagen, Begriffsbestimmungen, ÖNORM M 8121-1:1987 05 01 - Tribotechnik; tribologische Prüfung; Kategorien.
Es ist aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt, dass — insbesondere in geschmierten Tribokontakten metallischer Reibpartner — als Folge der tribologischen Beanspruchung atomarer Wasserstoff entsteht, der in der Folge Wirkungen auf das tribochemische Geschehen im Reibkontakt, einschließlich des beteiligten Zwischenstoffes, bedingt. Durch Diffusion bzw. Permeation von Wasserstoff in die Werkstoffgefüge der beteiligten Komponenten — vor allem Grund- und Gegenkörper — können sich für diese ungünstige Auswirkungen auf deren Funktionalität, insbesondere auf Reibungsverhalten, Werkstoffalterung und Verschleißbeständigkeit, und in der Folge auch auf Qualitätsparameter des übergeordneten Aggregates, wie beispielsweise die
Betriebslebensdaure eines Wälzlagers oder Zahnradgetriebes, ergeben. Die Randbedingungen für die Wasserstoffentstehung, die Dynamik der damit verbunden
Prozesse und die Veränderungen in den Werkstoffgefügen der beteiligten Komponenten sind
nur ungenügend erforscht, u. a. auch dadurch bedingt, dass in einem Aggregat des
angemessenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dienlich ist.
Für Untersuchungen im gegenständlichen Themengebiet ergeben sich jedoch — abweichend zu einer Vielzahl von in Verwendung stehenden, zum Teil auch auf dem Markt angebotenen Modelltribometern (auch von solchen, die tribologische Untersuchungen unter bestimmten Gasatmosphären, beispielsweise H2-Atmosphäre, z. T. auch unter hohem Druck, durchzuführen gestatten) - besondere Anforderungen an Versuchsdurchführung und insbesondere die Probengestaltung, um Diffusions- bzw. Permeationsvorgänge — primär allein schon als Nachweis der In-situ-Wasserstoffentstehung messtechnisch — etwa durch Messelektroden in einem Medium (Elektrolyten) - nachweisen zu können. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu herkömmlichen bzw. üblicher Weise durchgeführten tribotechnischen Tests, bei denen es lediglich — wenn auch gegebenenfalls unter bestimmten Umgebungsmedien - um die Charakterisierung des Reibungs- und Verschleißverhaltens einer Probenpaarung geht, und erfordert insbesondere den Einsatz dünner, membranartiger Probeköper (hier ohne speziellen Bezug auf die geometrische Ausgestaltung und die kinetisch-kinematischen Einsatzbedingungen im betreffenden Reibkontakt als Grundkörper bezeichnet) mit dem (mechanisch) belasteten Tribokontakt auf der „Primärseite‘“ des membranartigen Probekörpers und einem, durch entsprechende Sensorik erfassten Detektionsmedium auf der „Sekundärseite“ des genannten Probekörpers. Insbesondere die Fertigung des membranartigen Grundkörpers bedeutet schon technologische, u. U. auch erhebliche werkstofftechnische, Einschränkungen. Auch die Handhabung der Probenbefestigung im Tribometer ist zumeist nicht trivial. Bei dünnwandigen Membranen ist vor allem die limitierte Stützwirkung gegen Normalkraftbeanspruchung unbefriedigend im Hinblick auf das Untersuchungsziel und die hierfür erforderlichen Untersuchungsbedingungen. Der Tribokontakt muss — um realitätsnahe Bedingungen,
insbesondere die zur Klärung der betreffenden Fragestellungen ausreichend hohen
Prüflast oder aber auf kleiner Kontaktfläche belastet werden.
Aus der Literatur sind entsprechende Tribometer oder Versuchsvorrichtungen bekannt, die — mit den genannten Einschränkungen, also Probenfertigung und Probenbelastbarkeit — für die gegenständlich im besonderen Fokus stehende Aufgabenstellung der Erfassung der
Entstehung und Diffusion von Wasserstoff eingesetzt werden, z.B:
Esfahani, Erfan Abedi, et al. ”Development of a novel in-situ technique for hydrogen uptake evaluation from a lubricated tribocontact”, Tribology International 113 (2017): 433-442. Esfahani, Erfan Abedi, et al. ”The multiple roles of a chemical tribofilm in hydrogen uptake from lubricated rubbing contacts”, Tribology International 146 (2020): 106023, sowie Ratoi, M., Tanaka, H., Mellor, B.G. et al.”Hydrocarbon Lubricants Can Control Hydrogen Embrittlement”, Sci Rep 10, 1361 (2020). https://doi.org/10.1038/s41598-020-58294-y.
Die Erfindung überwindet die Nachteile des Standes der Technik durch Bereitstellen einer tribometrischen Vorrichtung, insbesondere zur Untersuchung der Wasserstoffgenese und Wasserstoffpermeation in einem Reibkontakt, als Bestandteil eines Tribometers, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch die Verwendung einer solchen tribometrischen Vorrichtung gemäß dem Anspruch 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen dargelegt.
Der erfindungsgemäße Ansatz einer angepassten Vorrichtung für den Einsatz in einem Tribometer (hier zunächst ohne Einschränkungen auf die konkrete konstruktive Umsetzung im Sinne eines Gesamtaggregates mit insbesondere einem Antrieb, einer Probenbefestigungs- und Belastungsvorrichtung und entsprechender Sensorik verstanden) vermeidet die genannten Einschränkungen bzw. Nachteile durch eine gänzlich andere Probengeometrie (mit entsprechenden Fertigungsmöglichkeiten) und eine neuartige
Probenbefestigung im Tribometer.
Der Aufbau einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen tribometrischen Vorrichtung auf Basis des Probeneinsatzes (Probenbefestigungs- und Belastungsvorrichtung) mit bisher nicht gebräuchlicher Spezifikation wird anhand der Fig. 1 und Fig. 2 erläutert. Hierbei zeigt
Fig. 1 den Aufbau einer erfindungsgemäßen tribometrischen Vorrichtung im Aufriss und
teilweise in Schnittdarstellung als Teil eines Tribometers (dieses ist im Hinblick auf
Fig. 2 eine Schnittdarstellung (X-X aus Fig. 1) mit den wesentlichen im Kontakt befindlichen Komponenten, d. s. ein Grundkörper 1 (auf einem Trägerkörper 8) und
Gegenkörper 2.
Der repräsentative Tribokontakt als Kernstück der erfindungsgemäßen tribometrischen Vorrichtung wird gebildet aus dem hülsenähnlichen, kreiszylindrisch-rohrartigen und im Speziellen dünnwandigen Grundkörper 1 mit Wanddicken von typischerweise dünner als 2 mm, für die gegenständlich im besonderen Fokus stehende Aufgabenstellung bevorzugt dünner als 0,8 mm, und mindestens einem klötzchenartigen und mit mindestens einer zum Grundkörper an sich konformen, für besondere spezifische Prüflasten auch mit kontraformen Reibfläche gestalteten Gegenkörper 2, der mit Hilfe einer Belastungsvorrichtung 3 radial gegen die Mantelfläche des auf einem im Wesentlichen zylindrischen Trägerkörper 8 befestigten Grundkörpers 1 gedrückt wird. Für den besonderen erfindungsgemäßen Einsatzzweck, nämlich der Untersuchung der Wasserstoffgenese und Wasserstoffpermeation, hat der klötzchenartige Gegenkörper 2 im Wesentlichen die Querschnittsgestalt eines Messprismas bzw. Prismenblocks, dessen satteldachartig geneigten Flächen 2a die Mantelfläche des Grundkörpers 1 — eine geometrische Idealisierung zugrunde legend — kontraform entlang von zwei Zylindererzeugenden in Form von jeweils einem Linienkontakt berühren. Die fluchtende Einstellung des Gegenkörpers 2 wird dadurch erreicht, dass sich dieser auf der dem Grundkörper 1 gegenüberliegenden Seite auf einem quer zur Zylinderachse des Grundkörpers 1 orientierten Zylinderstift 4, ähnlich einer Wippe, abstützt und im Übrigen in Richtung der Achse des Zylinderstiftes 4 frei verschieblich ist. Der Zylinderstift 4 ist seinerseits in einem Teil der Belastungsvorrichtung 3 untergebracht, beispielsweise in einem Anpresshebel 3a, der als Probenträger fungiert und insbesondere mit
Hilfe einer Federvorrichtung 3b die gewählte Prüfkraft aufbringt.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die Belastungsperipherie der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch paarweise opponierend angeordnete Anpresshebel 3a ausgeführt und, zum Zwecke des günstigen Kraftflusses, durch ein vorzugsweise stabförmiges Element 5, gegebenenfalls zur raschen Längenverstellung mit einer Schnellspann-Klemmverbindung Sa ausgestattet, derart verbunden, dass sie, beispielsweise mit Hilfe eines auf dem stabförmigen Element 5 vorgesehenen Einstellgewindes 3c und
Fixationsmuttern 3d, durch Vorspannung einer Federvorrichtung 3b die vorgesehene
Grundkörper 1 und Gegenkörper 2 bewerkstelligt wird.
Im Hinblick auf die Erfassung der Entstehung und Diffusion von Wasserstoff durch elektrotechnische Verfahren, insbesondere durch Potenzialmessung, wird der Grundkörper 1, zweckmäßigerweise mit einem leichten Presssitz, auf den Trägerkörper 8 aufgeschoben, der diesfalls aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, vorzugsweise einem Polymer, beispielsweise Polyetheretherketon (PEEK), oder einer Keramik, gefertigt ist. Zur Übertragung eines im Hinblick auf die Drehbewegung zwischen Grundkörper 1 und Gegenkörper 2 erforderlichen Antriebsmomentes bzw. Aufnahme des Reaktionsmomentes zufolge der im Tribokontakt wirkenden Reibmomentes ist der Grundkörper 1 mit dem Trägerkörper 8, gegebenenfalls formschlüssig, beispielsweise mit einem Arretierstift 9, der quer zur Zylinderachse des Grundkörpers 1 und vorzugsweise durch diese verlaufend angeordnet ist, verbunden. In einer Erweiterung der beschriebenen Ausführung oder alternativ zum Arretierstift 9 wird der Grundkörper 1 mit einem Klemmring 10, gegebenenfalls auch unter Beigabe eines Dichtringes 10a, und beispielsweise einer Überwurfmutter 10b, erforderlichenfalls dichtsitzend, am Absatz 8a des Trägerkörpers 8 fixiert.
In einer speziellen Ausführungsform weist der Trägerkörper 8, bevorzugt an dem der Aufnahme des Grundkörpers 1 gegenüberliegenden Seite, einen weiteren zylindrischen Bereich 8b auf, der im Wesentlichen dazu dient, den Trägerkörper 8 mit seiner Zylinderachse zu zentrieren, dies in erster Linie, um den Grundkörper 1 anwendungskonform, d. h. der Position im betreffenden Tribometer entsprechend, technologisch adäquat zu präparieren, beispielsweise durch Rundschleifen, wodurch im Hinblick auf den primär interessierenden Einsatz und die vorzugsweise zugrunde liegende
messtechnische Aufgabenstellung dünnwandige Grundkörper 1 gefertigt werden können.
Anschlussteilen, beispielsweise dem Gestell des übergeordneten Tribometeraufbaus.
Im Bereich des Grundkörpers 1 weist in Abwandlung der Grundform der Trägerkörper 8 einen Hohlraum 11 zur Aufnahme einer Flüssigkeit, im Sinne des vorzugsweisen Einsatzgebietes somit des sekundärseitigen Mediums, insbesondere eines Elektrolyten, auf, der im Wesentlichen in der Ebene des Tribokontaktes (entspricht im Wesentlichen dem Bereich der Schnittebene X-X in Fig. 1 und in einer axialen Erstreckung, die im Wesentlichen der Lage und der Breite des Tribokontaktes entspricht) kavernenartig ausgeprägt ist und mindestens eine Kaverne 11a bis an die Innenwand des Grundkörpers 1 heranreicht. Vorzugsweise sind jedoch, insbesondere etwa gleichmäßig am Umfang verteilt, sechs oder acht Kavernen 11a angeordnet, wobei die einzelnen Kavernen 11a untereinander strömungstechnisch, beispielsweise durch eine umlaufende Nut 11b, in Verbindung stehen und der masseerfüllte Querschnitt des Trägerkörpers 8 eine etwa stern- bzw. speichenförmige Kontur 11c zeigt. Die am Zylindermantel des Trägerkörpers 8 in Umfangsrichtung nur jeweils im Vergleich zur Umfangslänge kurzen Unterbrechungen entsprechend der Kontur 11c ermöglichen die gegen das Einwirken der radialen Prüfkraft erforderliche Stützwirkung des dünnwandigen Grundkörpers 1. Dieser Effekt wird verstärkt in einer Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die Kontur 11c bzw. die genannten Unterbrechungen in Achsenrichtung des Trägerkörpers 8 schraubenartig
gewunden verlaufen.
Gegebenenfalls weist der Hohlraum 11 eine Einfüllöffnung 11d auf, mit dem dieser, zweckmäßigerweise nach dem Applizieren des Grundkörpers 1 auf dem Trägerkörper 8, mit dem sekundärseitigen Medium, insbesondere erforderlichenfalls mit einem Elektrolyten, befüllt wird.
Der Trägerkörper 8 weist in einer erweiterten Ausführung im Hinblick auf das übergeordnete Tribometer überdies einen axialen Abschnitt auf, um ihn in an sich bekannter Weise, etwa mit einem Formschluss auf Basis eines Vierkantes 8c, mit dem Gestell des Tribometeraufbaus, beispielsweise einer Grundplatte 12, oder gegebenenfalls mit einem
Antriebselement bzw. einem Drehantrieb zu verbinden. Im Trägerkörper 8 sind gegebenenfalls entsprechende Bohrungen 8d vorhanden, die der
Aufnahme von Sensorelementen 13, insbesondere Elektroden, und deren Anschlussleitungen
13a dienen.
jedenfalls über dem Flüssigkeitsspiegel des Umgebungsmediums 15 befindet
Claims (10)
1. Tribometrische Vorrichtung, insbesondere zur Untersuchung der Wasserstoffgenese und Wasserstoffpermeation in einem Reibkontakt, als Bestandteil eines Tribometers mit an sich bekannten Komponenten, insbesondere für Gestell, Antrieb, Anschlussteilen für Probenbefestigung und Sensorik, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung den zu untersuchenden Reibkontakt im Wesentlichen repräsentiert aus einem hülsenähnlichen, kreiszylindrisch-rohrartigen und im Speziellen dünnwandigen Grundkörper (1) und mindestens einem klötzchenartigen, mit mindestens einer konform oder kontraform ausgeführten Reibfläche ausgestatteten Gegenkörper (2), wobei der Grundkörper (1) auf einem im Wesentlichen kreiszylindrischen Trägerköper (8) aufgebracht ist, der gegebenenfalls und bevorzugt an dem der Aufnahme des Grundkörpers (1) gegenüberliegenden Seite einen weiteren koaxialen kreiszylindrischen Bereich (8b) aufweist, der insbesondere für den Sitz des Grundkörpers (1) in Fertigungsvorrichtungen oder Anschlussteilen des Tribometeraufbaus, beispielsweise dem Gestell, als Zentrieransatz
dient.
2. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der klötzchenartige Gegenkörper (2) im Wesentlichen die Querschnittsgestalt eines Messprismas bzw. Prismenblocks hat, dessen satteldachartig geneigten Flächen (2a) die Mantelfläche des Grundkörpers (1) entlang von zwei Zylindererzeugenden in Form von jeweils einem Linienkontakt berühren und die erforderliche fluchtende Einstellung des Gegenkörpers (2) insbesondere dadurch erreicht wird, dass sich dieser auf der dem Grundkörper (1) gegenüberliegenden Seite auf einem quer zur Zylinderachse des Grundkörpers (1) orientierten Zylinderstift (4), ähnlich einer Wippe, abstützt und im Übrigen in Richtung der Achse des Zylinderstifte (4) frei im Probenträger bzw. Anpresshebel (3a) verschieblich ist.
3. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Belastungsvorrichtung (3) durch paarweise opponierend angeordnete Anpresshebel (3a) ausgeführt ist und die Anpresshebel (3a) zum Zwecke des Kraftflusses durch ein vorzugsweise stabförmiges Element (5), gegebenenfalls zur raschen Längenverstellung mit einer Schnellspann-Klemmverbindung (Sa) ausgestattet, derart verbunden sind, dass sie, beispielsweise mit Hilfe eines auf dem stabförmigen Element (5) vorgesehenen Einstellgewindes (3c) und Fixationsmuttern (3d), durch Vorspannung der Federvorrichtung (3b) die vorgesehene Prüfkraft auf die zwei gegenüberliegenden Gegenkörper (2)
aufbringen, wobei die für eine symmetrische Krafteinleitung ausreichend freie
4. Tribometrische Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (8) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, insbesondere einem Polymer, beispielsweise Polyetheretherketon (PEEK), oder einer Keramik, gefertigt und zur Übertragung eines zufolge der Drehbewegung zwischen Grundkörper (1) und Gegenkörper (2) erforderlichen Antriebsmomentes bzw. Aufnahme des Reaktionsmomentes zufolge der im Tribokontakt wirkenden Reibmomentes mit dem Grundkörper (1) gegebenenfalls formschlüssig, beispielsweise mit einem Arretierstift (9), angeordnet quer zur Zylinderachse
des Grundkörpers (1) und vorzugsweise durch diese verlaufend, verbunden ist.
5. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Erweiterung oder alternativ zum Arretierstift (9) der Grundkörper (1) mit einem Klemmring (10), gegebenenfalls auch unter Beigabe eines Dichtringes (10a), und beispielsweise einer Überwurfmutter (10b) erforderlichenfalls dichtsitzend am Absatz (8a) des Trägerkörpers (8), fixiert ist.
6. Tribometrische Vorrichtung nach Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (8) im Hinblick auf das übergeordnete Tribometer überdies einen axialen Abschnitt aufweist, der den Trägerkörper (8) in an sich bekannter Weise, etwa mit einem Formschluss auf Basis eines Vierkantes (8c), mit dem Gestell des Tribometeraufbaus, beispielsweise einer Grundplatte (12), oder gegebenenfalls mit einem Antriebselement verbindet, welches eine drehende oder eine drehend-oszillierende oder auch eine axiale bzw.
axial-oszillierende oder eine Kombination der genannten Relativbewegungen bewerkstelligt.
7. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (8) einen Hohlraum (11) zur Aufnahme einer für eine tribometrische Untersuchung vorgesehenen Flüssigkeit, insbesondere eines Elektrolyten, aufweist, der in einer axialen Erstreckung, die mindestens der Breite des Tribokontaktes entspricht,
kavernenartig mit mindestens eine Kaverne (11a), vorzugsweise jedoch, insbesondere
gleichmäßig am Umfang verteilt, mit sechs oder acht Kavernen (11a)ausgeprägt ist und mindestens eine Kaverne (11a) bis an die Innenwand des Grundkörpers (1) heranreicht und gegebenenfalls die einzelnen Kavernen (11a) untereinander strömungstechnisch, beispielsweise durch eine umlaufende Nut (11b), in Verbindung stehen und der masseerfüllte Querschnitt des Trägerkörpers (8) eine etwa stern- bzw. speichenförmige Kontur (11c), vorzugsweise in Achsenrichtung des Tägerkörpers (8) schraubenartig gewunden, aufweist und weiters im Trägerkörper (8) eine Einfüllöffnung (11d) vorgesehen ist, durch die der Hohlraum (11), zweckmäßigerweise nach dem Applizieren des Grundkörpers (1), gegebenenfalls mit der vorgesehenen Flüssigkeit, insbesondere einem
Elektrolyten, zu befüllen ist.
8. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Trägerkörper (8) entsprechende Ausnehmungen oder Bohrungen (8d) vorhanden sind, die der Aufnahme von Sensorelementen (13), insbesondere Elektroden, und deren
Anschlussleitungen (13a) dienen.
9. Tribometrische Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese, um gegebenenfalls sicher zu stellen, dass der Tribokontakt aus Grundkörper (1) und Gegenkörper(n) (2) zuverlässig mit einem erforderlichenfalls auf ein bestimmtes Temperaturniveau temperiertes Umgebungsmedium (15) beflutet wird, in einem Gefäß (14) mit diesem Umgebungsmedium (15) mit geeigneter Füllhöhe eingesetzt wird, wobei das Gefäß (14) gegenüber dem Grundkörper durch eine Dichtung (14a) abgedichtet und gegebenenfalls in geeigneter, an sich bekannter Weise am Gestell des Tribometeraufbaus befestigt ist und gegebenenfalls zum Entleeren des Gefäßes (14) bzw. Ablassen des Umgebungsmediums (15), vorzugsweise aus einer Öffnung am Boden des Gefäßes (14) und mit steuerbarem Durchlass, eine Entnahmevorrichtung, im einfachen Fall beispielsweise ein flexibler Schlauch (16), der am Rand des Gefäßes (14) mit einer Aufhängevorrichtung (16a) derart angebracht wird, dass sich die Auslassöffnung jedenfalls über dem Flüssigkeitsspiegel
des Umgebungsmediums (15) befindet, vorgesehen ist.
10. Verwendung der tribometrischen Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Untersuchung des Reibkontaktes (Tribokontaktes) aus Grundkörper (1) und mindestens einem, unter Kraft auf diesen einwirkenden und relativ zu diesem bewegten Gegenkörper (2), insbesondere zum Nachweis von im Tribokontakt ausgelösten Effekten zur Entstehung
bzw. Permeation von Wasserstoff.
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