AT520533B1 - Halterungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Halterungsvorrichtung für ein Werkzeug, wie eine Kettensäge, Schusswaffe oder dergleichen, an einem Fahrzeug oder Arbeitsgerät, welche einen mit einer Einstecköffnung (2) versehenen länglichen Schaft (1) aus einem elastomeren Kunststoff zur Aufnahme und Lagefixierung des Werkzeugs umfasst, wobei eine Montagevorrichtung vorgesehen ist, welche eine Länge in Schaftrichtung aufweist, die kürzer als die Hälfte der Länge des Schaftes (1), bevorzugt kürzer als ein Drittel ist, und welche mit dem Schaft (1) im montierten Zustand angrenzend dem Ende mit der Einstecköffnung (2) verbunden ist. Die Montagevorrichtung umfasst ein im Querschnitt rechteckiges Hohlprofil (3), wobei eine Seitenfläche (4) des Hohlprofils Öffnungen (5) zur Aufnahme von Befestigungsmittel aufweist. Parallel zu dieser öffnungstragenden Seitenfläche (4) ist im montierten Zustand eine Zwischenwandung (6) im Inneren des Hohlprofils (3) angeordnet, wobei zwischen der Zwischenwandung (6) und der von der öffnungstragenden Seitenfläche (4) gegenüber-liegenden Seitenfläche (7) des Hohlprofils (3) eine Aufnahme ausgebildet ist, in welcher der Schaft (1) mit entsprechenden Rasteinrichtungen verrastbar ist.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Halterungsvorrichtung für ein Werkzeug, wie eine Kettensäge, Schusswaffe oder dergleichen, an einem Fahrzeug oder Arbeitsgerät, welche einen mit einer Einstecköffnung versehenen länglichen Schaft aus einem elastomeren Kunststoff zur Aufnahme und Lagefixierung des Werkzeugs umfasst, wobei eine Montagevorrichtung für den Schaft vorgesehen ist, welche eine Länge in Schaftrichtung aufweist, die kürzer als die Hälfte der Länge des Schaftes, bevorzugt kürzer als ein Drittel der Länge des Schaftes ist, und welche mit dem Schaft im montierten Zustand angrenzend dem Ende mit der Einstecköffnung verbunden ist.
[0002] Die Befestigung von Handwerkzeugen, wie beispielsweise Kettensägen, Schusswaffen oder dergleichen, an der Karosserie eines Fahrzeugs oder eines Arbeitsgerätes ist in vielen Arbeitsbereichen, wie beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft, ein häufig auftretendes Problem. Mit Arbeitsgerät sind jegliche größeren Geräte gemeint, welche beispielsweise im Forst oder auf Baustellen zum Einsatz kommen, wie beispielsweise Seilwinden, Kranwägen, Arbeitskörbe, Hubarbeitsbühnen und dergleichen. Aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeug-und Arbeitsgerättypen gibt es so gut wie keine universell einsetzbaren Lösungen, wodurch oftmals provisorische Eigenbauten zum Einsatz kommen.
[0003] Bisherige Halterungsvorrichtungen umfassen zumeist eine Schaftvorrichtung, welche an beiden Endabschnitten des Schaftes mit dem Fahrzeug bzw. dem Arbeitsgerät in irgendeiner Form verschraubt wird. Eine Kettensäge kann dann beispielsweise mit dem Schwert in den Schaft geschoben und gehalten werden, wenn das Werkzeug gerade nicht benötigt wird, oder wenn mit dem Fahrzeug kurze Wege zwischen den Einsatzorten zurückgelegt werden. Bei den Fahrzeugen handelt es sich meist um Geländefahrzeuge oder Traktoren, welche an der Karosserie kaum Möglichkeiten bieten, um besagte Halterungen sicher zu montieren.
[0004] Es ergeben sich folglich bei den bestehenden Lösungen mehrere Problemfelder. Eine Montage an beiden Schaffenden ist aufgrund der im Ausmaß geringen und auch häufig gekrümmten Außenflächen der Fahrzeuge bzw. Arbeitsgeräte an kaum einer Stelle sinnvoll möglich. Die eingesetzten Lösungen sind Spezialkonstruktionen, welche häufig nicht praktikabel und daher nicht in größerem Maßstab einsetzbar sind. Auch sind diese oft aus unzureichend stabilen und/oder unzureichend flexiblen Materialien gefertigt. Die eingesetzten Lösungen sind in der Regel aus zusammengefügten Vollholzplatten, Sperrholzplatten, Siebdruckplatten, Hartkunststoffplatten oder gar aus Metall gefertigt. Dies hat daher zum Teil eine enorm verminderte Witterungsbeständigkeit bzw. Flexibilität zur Folge, was sich wiederum in verminderter Lebensdauer und Funktionalität widerspiegelt.
[0005] Eine Lösung, welche die oben genannten Probleme weitgehend löst ist in der AT 15645 U1 offenbart. Die dort beschriebene Lösung schafft eine Halterungsvorrichtung, welche ein Werkzeug sicher und schwingungsgedämpft aufnehmen kann und gleichzeitig nur eine geringe Montagefläche am Fahrzeug bzw. Arbeitsgerät benötigt. Durch die spezielle Fertigung des elastomeren Schaftes mit angeformter Montagefläche sowie schwingungsdämpfenden Verbindungsabschnitten sind jedoch die Herstellungskosten dieser Halterungsvorrichtung vergleichsweise hoch, weshalb sie vorwiegend nur im professionellen Einsatz verwendet wird. Auch die Montage dieser Vorrichtung bedarf entweder einer zusätzlichen Hilfseinrichtung, wie sie in der betreffenden Druckschrift auch genannt ist, oder erfordert durch den begrenzten Zugang zwischen den Verbindungsabschnitten einiges handwerkliches Geschick.
[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannte Halterungsvorrichtung dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie einfacher und damit kostengünstiger herstellbar ist. Ferner soll auch die Anwendung der Halterungsvorrichtung, insbesondere die Montage, und der Austausch von Verschleißteilen vereinfacht werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung dadurch gelöst, dass die Montagevorrichtung ein im Querschnitt im Wesentlichen rechteckiges Hohlprofil umfasst, wobei eine
Seitenfläche des Hohlprofils Öffnungen zur Aufnahme von Befestigungsmittel für die Befestigung am Fahrzeug bzw. am Arbeitsgerät aufweist, und dass parallel zu dieser öffnungstragenden Seitenfläche im montierten Zustand eine Zwischenwandung im Inneren des Hohlprofils angeordnet ist, wobei zwischen der Zwischenwandung und der von der öffnungstragenden Seitenfläche gegenüberliegen den Seitenfläche des Hohlprofils eine Aufnahme ausgebildet ist, in welcher der Schaft mit entsprechenden Rasteinrichtungen verrastbar ist. Durch die separate Montagevorrichtung kann die Gussform für den Schaft deutlich einfacher und damit kostengünstiger gestaltet werden. Das Hohlprofil mit der Zwischenwandung kann ebenfalls sehr einfach, beispielsweise aus gebogenen Blechteilen, gefertigt werden. Dabei hat sich überraschend herausgestellt, dass die schwingungsdämpfenden Eigenschaften des elastomeren Schafts zusammen mit den normal zum Schaft stehenden Seitenwänden des Hohlprofils ausreichend elastisch sind, um das in der Halterungsvorrichtung gehaltene Werkzeug gut gedämpft zu sichern. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Halterungsvorrichtung erlaubt auch den einfachen Austausch des Schaftes, welcher einem höheren Verschleiß unterliegt. Die Montagevorrichtung kann dabei im montierten Zustand verbleiben und der Schaft wird bei Bedarf getauscht.
[0008] Durch die günstigere Herstellung der Halterungsvorrichtung kann diese auch bei stationären Anwendungen, beispielsweise bei der Lagerung oder Präsentation von Werkzeugen eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Trennung zwischen Montagevorrichtung und Schaft beide Elemente zu 100% recyclebar sind, da alle Komponenten sauber stofflich getrennt sind.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Montagevorrichtung zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein Teil das Hohlprofil und ein Teil die Zwischenwandung ist, und wobei das Hohlprofil randseitige Ausnehmungen und die Zwischenwandung gegengleiche Vorsprünge umfasst, wodurch die beiden Teile nur aus einer Richtung ineinander-schiebbar sind. Dies ist eine bevorzugte Ausführungsform, da beide Teile damit sehr einfach aus gebogenen Blechteilen fertigbar sind und erst bei Montage vor Ort zusammengesetzt werden. Die beiden ineinandergeschobenen Teile werden dabei durch eine Presspassung beim Einsetzen des elastomeren Schaftes gegenseitig gesichert und bedürfen keiner weiteren Befestigungsmittel, um ihre relative Lage zueinander beizubehalten. Es versteht sich für den Durchschnittsfachmann, dass natürlich auch die randseitigen Ausnehmungen an der Zwischenwandung und die entsprechenden gegengleichen Vorsprünge auf dem Hohlprofil angeordnet sein können.
[0010] Dabei ist es ein weiteres bevorzugtes Merkmal, dass die von der öffnungstragenden Seitenfläche gegenüberliegende Seitenfläche des Hohlprofils zumindest einen Durchbruch aufweist, welcher mit allen Öffnungen der öffnungstragenden Seitenfläche fluchtet. Dies ermöglicht eine besonders einfache Montage. Hierzu wird zuerst das Hohlprofil an der passenden Stelle platziert und die Befestigungsmittel können durch den Durchbruch hindurch sehr einfach eingesetzt und montiert werden. Anschließend wird die Zwischenwandung eingeschoben und zum Abschluss der Schaft in die entsprechende Ausnehmung eingesetzt und verrastet, wodurch alle Teile zueinander gesichert sind. Im zusammengesetzten Zustand gibt der Durchbruch die Sicht auf einen Anteil des Schaftes frei. Dieser Bereich des Schaftes eignet sich damit besonders für die Anbringung von individualisierten Bezeichnungen, wie Firmenlogos oder dergleichen.
[0011] Es ist ferner ein bevorzugtes Merkmal, dass im Inneren des Hohlprofils weitere Führungsstege für die Zwischenwandung vorgesehen sind, wobei die Führungsstege bevorzugt aus Wandabschnitten des Hohlprofils nach innen gebogen sind. Dies erhöht die Stabilität der Halterungsvorrichtung. Die Führungsstege können dabei besonders einfach aufgrund von nach innen gebogenen Abschnitten aus dem Hohlprofil, beispielsweise im Bereich der Rastausnehmungen für den Schaft, hergestellt werden.
[0012] Zusätzlich kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Zwischenwandung einen Stabilisierungssteg aufweist, der sich im montierten Zustand normal zur öffnungstragenden Seitenfläche zwischen Zwischenwandung und öffnungstragender Seitenfläche erstreckt, wobei der Stabilisierungssteg bevorzugt aus einem aus der Zwischenwandung ausgebogenen Abschnitt gebildet ist. Dies erhöht ebenfalls die Stabilität der Halterungsvorrichtung, wobei der Stabilisierungssteg und die parallel zu diesem angeordneten Seitenwände des Hohlprofils die schwingungsgedämpften Verbindungsabschnitte zwischen Schaft und Fahrzeug bzw. Arbeitsgerät ausbilden.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Rasteinrichtungen am Schaft durch seitlich am Schaft angeformte Rastnasen, die in entsprechenden Ausnehmungen im Hohlprofil eingreifen, ausgebildet sind, und dass der Schaft ferner am Ende der Einstecköffnung einen erweiterten Kragen aufweist, welcher im montierten Zustand an den stirnseitigen Kanten des Hohlprofils und der Zwischenwandung anliegt. Die Ausnehmungen im Hohlprofil können, wie bereits weiter oben erwähnt, in einfacher Weise an jener Stelle angeordnet sein, an denen die Führungsstege des Hohlprofils nach innen gebogen sind, wodurch sowohl Führungsstege als auch die Ausnehmungen für die Rastnasen in nur einem Arbeitsschritt herstellbar sind. Nach Verschleiß des Schafts kann dieser einfach entfernt werden, indem entweder die Rastnasen nach innen gedrückt werden und der Schaft wieder aus der Montagevorrichtung entfernt wird, oder aber, indem der Kragen des verschlissenen Schafts, beispielsweise mit einem Messer, abgetrennt wird und der verbleibende Schaftteil anschließend nach unten aus der Montagevorrichtung herausgezogen wird.
[0014] Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal ist es, dass im Inneren des Schaftes Klemmvorsprünge, beispielsweise durch Ausbildung von zwei einander gegenüberliegenden zueinander gerichteten an den Innseiten der Breitseiten des Schaftes angeordneten Rippen, vorgesehen sind. Dadurch kann beispielsweise ein eingeschobenes Schwert einer Kettensäge sicher im Schaft gehalten werden. Die Klemmvorsprünge verhindern auch, dass das Werkzeug im Schaft lose zum Liegen kommt, wodurch Beschädigungen durch seitliches Anschlägen an den Schaftwänden vermieden werden. Generell kann der Schaft aus dem Elastomer so ausgestaltet sein, dass das Werkzeug darin geklemmt wird und es zu einem gewissen Grad durch Form- aber auch Reibschluss gehalten wird.
[0015] Es ist ferner ein vorteilhaftes Merkmal, dass an der Außenseite der Montagevorrichtung an zwei gegenüberliegenden Seiten ein Sicherungsgurt über Befestigungselemente mit der Montagevorrichtung verbindbar ist, wobei zumindest ein Befestigungselement lösbar, beispielsweise als Schnalle ausgebildet ist. Mittels des Sicherungsgurts kann der restliche Werkzeugteil, welcher außerhalb des Schaftes liegt, sicher mit der Halterungsvorrichtung verbunden werden. Dadurch kann auch bei heftigen Bewegungen des Fahrzeugs oder Arbeitsgeräts das Werkzeug nicht aus dem Schaft herausrutschen. Dieser Sicherungsgurt stellt zudem gleichzeitig die gesetzlich vorgeschriebene Ladegutsicherung der Kettensäge oder des Werkzeugs dar.
[0016] Dabei ist es ein weiteres vorteilhaftes Merkmal, dass die Einstecköffnung des Schaftes in Richtung Schaft trichterförmig zulaufend ausgebildet ist. Durch die trichterförmige Ausgestaltung ist ein Einführen des Werkzeugs in den Schaft besonders leicht und komfortabel möglich.
[0017] Schließlich ist es ein weiteres vorteilhaftes Merkmal, dass die umgebenden Wände des Schaftes an den Schmalseiten dicker ausgebildet sind als an den Breitseiten, wobei die Wandstärke an den Schmalseiten zumindest um ein Drittel dicker, bevorzugt doppelt so dick wie an den Breitseiten, ausgebildet ist. Beim Einschieben und Herausziehen einer Kettensäge kommt es insbesondere durch die kettentragenden Schmalseiten des Schwertes zu einem erhöhten Verschleiß am Schaftmaterial. Dem kann durch das Vorsehen einer Materialverdickung begegnet werden, wodurch die Lebensdauer der Halterungsvorrichtung deutlich erhöht wird.
[0018] Die Erfindung wird nun in größerem Detail anhand eines Ausführungsbeispiels sowie mit Hilfe der beiliegenden Figuren beschrieben. Dabei zeigen [0019] Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Halterungsvorrichtung, [0020] Fig. 2 eine schematische perspektivische Ansicht eines ersten Teils der Montagevorrichtung in Form eines Hohlprofils, [0021] Fig. 3 eine schematische perspektivische Ansicht eines zweiten Teils der Montagevorrichtung in Form der Zwischenwandung und [0022] Fig. 4 eine schematische perspektivische Ansicht eines Schaftes.
[0023] In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Halterungsvorrichtung im zusammengebauten Zustand dargestellt. Die Montagevorrichtung besteht dabei aus zwei Teilen, dem Hohlprofil 3 und der Zwischenwandung 6, welche beide aus gebogenen Blechteilen gefertigt sind. Beide Teile werden ineinandergeschoben, wobei die Zwischenwandung 6 mit Vorsprüngen 9 in entsprechende randseitige Ausnehmungen 8 im Hohlprofil eingreift. Zusätzlich stützen sich die beiden Teile 3,6 aneinander ab, indem die Zwischenwandung 6 auf Führungsstegen 11 des Hohlprofils 3 aufliegt und sich ein Stabilisierungssteg 12 zwischen Zwischenwandung 6 und öffnungstragender Seitenfläche 4 des Hohlprofils 3 erstreckt. Die beiden Teile 3,6 werden durch das Einsetzen des Schaftes 1 lagegesichert. Der Schaft 1 ist aus einem Elastomer, beispielsweise aus Polyurethan, gefertigt und wird mit seinem der Einstecköffnung 2 entgegengesetzten Ende zwischen der Zwischenwandung 6 und der von der öffnungstragenden Seitenfläche 4 gegenüberliegenden Seitenfläche 7 eingeschoben. Sobald der Schaft 1 seine Endlage erreicht, greifen seitliche Rastnasen 13, in entsprechende Ausnehmungen 14 im Hohlprofil ein. Gleichzeitig liegt ein erweiterter Kragen 15 an den stirnseiteigen Kanten 16,17 (siehe Fig. 2 und 3) des Hohlprofils 3 und der Zwischenwandung 6 auf, wodurch der Schaft 1 und damit auch die Zwischenwandung 6 innerhalb des Hohlprofils 3 nicht länger verrutschen kann.
[0024] In Fig. 2 ist zur besseren Ansicht das Hohlprofil 3 alleine dargestellt. An jener Seitenfläche 4, welche an dem Fahrzeug bzw. an dem Arbeitsgerät montiert wird, befinden sich Öffnungen 5, durch welche Befestigungsmittel zur Montage eingesetzt werden können. An der parallel dazu angeordneten gegenüberliegenden Seitenfläche 7 befindet sich ein Durchbruch 10, welcher mit allen Öffnungen 5 fluchtet, sodass das Hohlprofil sehr einfach montiert werden kann, indem die Befestigungsmittel durch den Durchbruch 10 hindurch eingesetzt und festgezogen werden können. In den normal dazu ausgerichteten Seitenflächen befinden sich randseitige Ausnehmungen 8, in welche die Zwischenwandung 7 einschiebbar ist. Ferner sind aus diesen Seitenflächen Führungsstege 11 für die Zwischenwandung 7 nach innen gebogen. Die Ausnehmungen 14, welche durch das nach innen Biegen der Führungsstege 11 gebildet werden, dienen der Aufnahme der Rastnasen 13 des Schaftes 1. Im zusammengesetzten Zustand liegt der Kragen 15 des Schaftes 1 auf der stirnseitigen Kante 16 des Hohlprofils auf.
[0025] In Fig. 3 ist die Zwischenwandung 6 für sich dargestellt. Diese wird ebenfalls aus einem einzigen Blechteil gebogen und ist dadurch sehr günstig herzustellen. Die Zwischenwandung 6 weist seitliche Vorsprünge 9 auf, welche in die randseitigen Ausnehmungen 8 des Hohlprofils 3 einsetzbar sind. Ferner ist ein Abschnitt der Seitenwandung 6 ausgebogen und steht normal auf die Seitenwandung 6. Dieser Abschnitt bildet den Stabilisierungssteg 12. Im zusammengesetzten Zustand liegt der Kragen 15 des Schaftes auch auf der stirnseitigen Kante 17 der Zwischenwandung 6 auf.
[0026] In Fig. 4 ist schließlich der Schaft 1 für sich dargestellt. Dieser Teil wird aus einem elastomeren Kunststoff, beispielsweise aus Polyurethan, hergestellt und bildet somit auch ein austauschbares Verschleißteil der Halterungsvorrichtung. An dem Ende der Einstecköffnung 2 befindet sich ein Kragen 15, welcher den Einschub in die Montagevorrichtung begrenzt. An den Seitenflächen befinden sich Rastnasen 13, die in die entsprechenden Ausnehmungen 14 im Hohlprofil 3 eingreifen und im zusammengesetzten Zustand sowohl den Schaft 1 als auch die Zwischenwandung 6 lagesichern. Auch zu erkennen in Fig. 4 sind die mittig als Rippen ausgeformten Klemmvorsprünge 18 im Inneren des Schaftes 1, welche der Sicherung des eingeschobenen Werkzeugs dienen.
Claims (10)
- Patentansprüche1. Halterungsvorrichtung für ein Werkzeug, wie eine Kettensäge, Schusswaffe oder dergleichen, an einem Fahrzeug oder Arbeitsgerät, welche einen mit einer Einstecköffnung (2) versehenen länglichen Schaft (1) aus einem elastomeren Kunststoff zur Aufnahme und Lagefixierung des Werkzeugs umfasst, wobei eine Montagevorrichtung für den Schaft (1) vorgesehen ist, welche eine Länge in Schaftrichtung aufweist, die kürzer als die Hälfte der Länge des Schaftes (1), bevorzugt kürzer als ein Drittel der Länge des Schaftes (1) ist, und wobei die Montagevorrichtung im montierten Zustand bezogen auf die Längsrichtung des Schaftes (1) mit dem Abschnitt des Schaftes, welcher benachbart der Einstecköffnung (2) liegt, verbunden ist, und wobei ferner die Montagevorrichtung ein im Querschnitt im Wesentlichen rechteckiges Hohlprofil (3) umfasst, wobei eine Seitenfläche (4) des Hohlprofils Öffnungen (5) zur Aufnahme von Befestigungsmittel für die Befestigung am Fahrzeug bzw. am Arbeitsgerät aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dieser öffnungstragenden Seitenfläche (4) im montierten Zustand eine Zwischenwandung (6) im Inneren des Hohlprofils (3) angeordnet ist, wobei zwischen der Zwischenwandung (6) und der von der öffnungstragenden Seitenfläche (4) gegenüberliegenden Seitenfläche (7) des Hohlprofils (3) eine Aufnahme ausgebildet ist, in welcher der Schaft (1) mit entsprechenden Rasteinrichtungen verrastbar ist.
- 2. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagevorrichtung zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein Teil das Hohlprofil (3) und ein Teil die Zwischenwandung (6) ist, und wobei das Hohlprofil (3) randseitige Ausnehmungen (8) und die Zwischenwandung (6) gegengleiche Vorsprünge (9) umfasst, wodurch die beiden Teile (3,6) nur aus einer Richtung ineinanderschiebbar sind.
- 3. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von der öffnungstragenden Seitenfläche (4) gegenüberliegende Seitenfläche (7) des Hohlprofils (3) zumindest einen Durchbruch (10) aufweist, welcher mit allen Öffnungen (5) der öffnungstragenden Seitenfläche (4) fluchtet.
- 4. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Hohlprofils (3) weitere Führungsstege (11) für die Zwischenwandung (6) vorgesehen sind, wobei die Führungsstege (11) bevorzugt aus Wandabschnitten des Hohlprofils (3) nach innen gebogen sind.
- 5. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwandung (6) einen Stabilisierungssteg (12) aufweist, der sich im montierten Zustand normal zur öffnungstragenden Seitenfläche (4) zwischen Zwischenwandung (6) und öffnungstragender Seitenfläche (4) erstreckt, wobei der Stabilisierungssteg (12) bevorzugt aus einem aus der Zwischenwandung (6) ausgebogenen Abschnitt gebildet ist.
- 6. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtungen am Schaft (1) durch seitlich am Schaft (1) angeformte Rastnasen (13), die in entsprechenden Ausnehmungen (14) im Hohlprofil (3) eingreifen, ausgebildet sind, und dass der Schaft (1) ferner am Ende der Einstecköffnung (2) einen erweiterten Kragen (15) aufweist, welcher im montierten Zustand an den stirnseitigen Kanten (16,17) des Hohlprofils (3) und der Zwischenwandung (6) anliegt.
- 7. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Schaftes (1) Klemmvorsprünge (18), beispielsweise durch Ausbildung von zwei einander gegenüberliegenden zueinander gerichteten an den Innseiten der Breitseiten des Schaftes (1) angeordneten Rippen, vorgesehen sind.
- 8. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Montagevorrichtung an zwei gegenüberliegenden Seiten ein Sicherungsgurt über Befestigungselemente mit der Montagevorrichtung verbindbar ist, wobei zumindest ein Befestigungselement lösbar, beispielsweise als Schnalle ausgebildet ist.
- 9. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung (2) des Schaftes (1) in Richtung Schaft (1) trichterförmig zulaufend ausgebildet ist.
- 10. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die umgebenden Wände des Schaftes (1) an den Schmalseiten dicker ausgebildet sind als an den Breitseiten, wobei die Wandstärke an den Schmalseiten zumindest um ein Drittel dicker, bevorzugt doppelt so dick wie an den Breitseiten ausgebildet ist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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2018
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