AT516886A1 - Selbsterrichtende und selbstarritierende Hochwasserschutzvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Hochwasserschutzvorrichtung ist ein in sich funktionierendes und sich im Einsatzbedarf selbst errichtendes Hochwassersystem. Die Funktion beruht ausschließlich auf hydrostatischem Auftrieb. - Die Hochwasserschutzwand 1 beginnt bei einem Wasserstand L aufzuschwimmen. - bei der zweiten Phase beginnt sich die Hochwasserschutzwand 1 um den Drehpunkt 4 hochzudrehen. Die Stützwand 2 hat sich in Richtung Arretierungsposition gedreht. - Phase 3: die Horizontalkräfte klappen die Hochwasserschutzwand 1 in ihre Endposition. Dabei bewegt sich auch die Stützwand in Richtung ihrer Stützposition. Phase 4: Wenn die Hochwasserschutzwand 1 durch die entstehenden horizontalen Kräfte umgeklappt ist. Jetzt bleibt die Hochwasserschutzwand in ihrer Position stehen.
Description
Antrag auf Patentanmeldung 1. Einleitung:
Die vorliegende Erfindung betrifft eine selbstaufrichtende Hochwasserschutzvorrichtung gemäss dem Hauptanspruch 1
Es wird eine Hochwasserschutzvorrichtung vorgeschlagen, die vorwiegend zum Einsatz in Gegenden kommt, die ein Hochwasser- oder Überflutungsrisiko haben. Bei Hochwasser bzw. steigenden Pegel richtet sich die Vorrichtung selbstständig in eine vertikale Postion und dient so als Sperrwerk gegen das eindringende Wasser. Die Art des Wassers spielt dabei keine technische Rolle.
Die technische Aufgabe der Erfindung, ist das Verhindern einer Überflutung der hinter der Vorrichtung liegenden Flächen (GGS). Die Vorrichtung ist auf einen horizontalen, ebenen und geraden sowie festen Untergrund montierbar. Das können für die Anwendung ausreichend dicke und feste Untergründe sein, darunter fallen zum Beispiel asphaltierte oder betonierte Straßen oder Wege. Sind keine geeigneten Fundamente vorhanden, sind diese vor der Installation der Hochwasserschutzvorrichtung zu erstellen. Diese Fundamente sind den technischen Anforderungen und Spezifikationen der Hochwasserschutzvorrichtung zu bauen.
Die Vorrichtung ist begehbar und je nach Anforderung befahrbar ausführbar. Für die notwendige Haftreibung der Fahrzeuge und deren Kontaktstellen (Räder und Reifen) zur Fahrbahnoberfläche bzw. Hochwasserschutzvorrichtung- Oberseite, sorgt eine der Anwendung entsprechende Oberflächenbeschaffenheit.
Die Vorrichtung wird auf einem geeigneten Untergrund aufgebaut. Kann aber auch, je nach Bedarf im Untergrund baulich versenkt werden.
Die Hochwasserschutzvorrichtung ist so konstruiert, dass eine Beschädigung durch Vandalismus bzw. durch Sabotage unter normalen Umständen weitgehend verhindert wird. Das heisst, eine Manipulation ist nur mit entsprechenden Werkzeugen möglich.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass insbesondere verursacht durch weiter fortschreitende Bodenversiegelung, intensive landwirtschaftliche Nutzung von Böden und nicht zu vergessen durch den Klimawandel in der Zukunft vermehrt Hochwasser auftreten wird.
Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht mittlerweile ganze Staaten.
Hochwasser ist in manchen Gegenden bereits zum alljährlichen Normalismus geworden. Durch immer extremer werdende Wetterkapriolen werden aber auch die Vorwarnzeiten für Hochwasserereignisse deutlich verkürzt. 2. Stand der Technik
Hochwasserschutzsysteme sind in verschiedensten Formen bekannt. Selbsterrichtende Vorrichtungen sind in ausfahrender oder klappbarer Form beschrieben, (siehe DE4437098, DE202004013493, EP1950352, DE20300565, EP0726364 ) Dämme, Mauern, Dammbalkenwände, auch als mobile Varianten, sind bereits Stand der Technik.
Horizontal schwenkbare Elemente und Systeme sind geläufig. Diese sind meist in einer dafür baulich konzipierten Unterkonstruktion eingelassen und erfordern deshalb eine nicht unerhebliche Vorbereitung oder Bearbeitung des Fundaments.
Die zum Teil zum Einsatz kommenden mobilen Schutzvorrichten benötigen bei ihrer Errichtung im Wesentlichen zwei Erfordernisse: genügend
Vorwarnzeit und menschliche oder technische Arbeit zur Errichtung von schutzwirksamen Barrieren.
Die vorliegende Erfindung arbeitet bzw. ist selbsterrichtend ausschließlich mit Hilfe des Prinzips des hydrostatischen Auftriebs und des Wasserstandes. Deswegen sind weder Vorwarnzeit noch menschliche oder technische Arbeit zum Aufbau einer wirksamen Hochwasserbarriere erforderlich.
Die meisten Hochwassersysteme sind durch äußere Krafteinwirkung zu betätigen. Das heißt, die Schutzelemente werden durch Muskelkraft, durch elektromechanische Energie oder durch elektrohydraulische Energie oä. in ihre erforderliche Schutzposition gebracht.
Systeme, welche sich vertikal aus Schächten durch aufschwimmende Körper selbst in Schutzposition bringen, sind ebenfalls bekannt.
Diese Systeme sind meistens im Boden eingelassen und benötigen in ihrem Bodenfundament mehr Tiefe als ihre eigentliche Schutzhöhe. Die erforderlichen Fundamente sind demensprechend technisch aufwändig und deshalb auch teuer.
Systeme die direkt oder indirekt durch elektrische Energie betätigt werden, sind im Falle eines Hochwassers nur bedingt zuverlässig. Bei einem Ausfall der elektrischen Energiezufuhr bzw. des Elektrizitätsnetzes ist eine Betätigung nur noch mit zusätzlichen netzunabhängigen Aggregaten möglich. Zudem sind sich Vorort befindliche elektrische, hydraulische oder pneumatische Anlagenteile einer ständigen Wartung unterworfen, um deren Funktion im Ereignisfall auch sicherzustellen. 3. Lösungsansatz
Die vorgeschlagene Erfindung ist so konzipiert, dass bei einer bevorstehenden Überflutung bzw. ab einem bestimmten Wasserstand < H aber > U auf der Gewässerseite (G) des Hochwasserschutzsystems, die Hochwasserschutzwand (1) beginnt auf dem Wasser aufzuschwimmen und sich mit dem steigenden Wasserpegel (L) selbst aus liegender Position mit Hilfe des physikalischen Auftriebs aufrichtet.
Steigt der Wasserstand L weiter auf ca. L = 0,5 * B klappt die Vorrichtung selbständig in die Endposition.
In ruhender und nicht aktiver Position liegen die Schutzwand (1) und die Stützwand (2)auf dem Fundament oder sind im Untergrund baulich versenkt, je nach Konstruktion und Erfordernis.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Hochwasserschutzwand (1) aus einem im Wasser schwimmfähigen Hohlkörper (zum Beispiel ein wasserdichter gefertigter Hohlkörper aus einem Metall) oder aus einem sonst im Wasser auftriebserzeugenden bzw. schwimmfähigen Material ( zum Beispiel trockenes Holz) besteht.
Diese Hochwasserschutzwand (1) muss hinsichtlich ihres physikalischen Auftriebs im Wasser so ausgelegt sein, dass genügend Auftriebskräfte entwickeln werden können, um die Schubstangen (3) und die Stützwand (2) zu bewegen bzw. zu heben.
Um die drehbare Verankerung (5) dreht sich die Hochwasserschutzwand (1) bei steigendem Wasserstand (L) nach oben und richtet sich auf.
Die Hochwasserschutzwand (1) ist an beiden Stirnseiten durch jeweils mindestens eine Schubstange (3) mit der Stützwand (2) mechanisch über geeignete Lagerelemente (6.1 und 6.2) verbunden. Die Lagerpunkte (6.1 und 6.2) dieser Anlenkungspunkte für die Schubstange (3) sind so positioniert, dass durch ein Nachobendrehen der Hochwasserschutzwand (1) um den Drehpunkt 5, sich die Stützwand (2) ebenfalls über den Drehpunkt 4 nach oben dreht.
Die Anlenkungspunkte 6.1 und 6.2 sind dabei so positioniert, dass sich beim Hochdrehen der Hochwasserschutzwand (1) ein linksdrehendes genügend großes Momente ( wie in den Skizzen gezeigt) ergibt.
Die Koordinatendifferenz in Y der beiden Punkte 6.1 und 6.2 erzeugt beim Hochklappen der Schutzwand (1) das notwendige Moment um die Stützwand (2) ebenfalls hoch zu drehen. Die Schubstangen(3) müssen so ausgelegt sein, dass sie die entstehenden Schubkräfte übertragen können.
Im zweiten Schritt der selbsttätigen Aktivierung der
Hochwasserschutzvorrichtung klappt die Hochwasserschutzwand (1) durch den Staudruck entstehenden Horizontalkräfte gegen die sich ebenfalls hochdrehende Stützwand (2). Nach dem Überklappvorgang hat sich die Hochwasserschutzwand (1) um den Winkel α in ihre Endposition gedreht. Die Stützwand (2) die sich um den Winkel ß gedreht hat, stützt jetzt die Hochwasserschutzwand (1) ab. Die Halteschiene (8) dient dabei als zusätzliches Sicherheitselement. Die Halteschiene (8) ist ein zusätzliches Sicherheitselement, diese kann je nach Anwendung aber auch entfallen. Die Schubstangen (3) übernehmen nun gemäß der mechanischen Krafteinleitung die entstehenden Zugspannungen. Die Schubstangen (3) und die Anlenkungspunkte 6.1 und 6.2 sind gemäß den entstehenden Kräften ausgelegt.
Die durch den Staudruck entstehenden horizontalen Kräfte werden zum einen durch die Drehachse 5 der Hochwasserschutzwand (1) und zum Anderen über die Stützwand(2) bei der Drehachse (4) in das Fundament eingeleitet. Die Drehachsen 4 und 5 sind dabei mit Drehachsenniederhaltern (9) und mit entsprechenden Ankern mit dem Fundament fest und dauerhaft verbunden. Die Drehachsenniederhalter (9) und die mit dem Untergrund verbunden Anker sind den entstehenden Kräften gemäß ausgelegt.
Die Dichtung erfolgt über ein geeignetes Dichtmaterial in Form einer Folie oder Matte (10) . Diese wird über die gesamte Länge (1 * Anzahl der Hochwasserschutzelemente) aller Elemente der aneinandergereihten Hochwasserschutzvorrichtungen verlegt. Dabei wird die Abdichtung (10) an jeder einzelnen Hochwasserschutzwand (1) in den Bereichen K dichtbefestigt oder dichtverklebt. Die Abdichtung kann auf zwei Arten mit dem Fundament verbunden sein. Zum einen im Bereich B mit Hilfe von Kleben oder einer längsverlaufenden Schiene die mit der Abdichtung (10) auf das Fundament gedübelt wird. Die zweite Möglichkeit besteht darin die Abdichtung unter dem Drehpunkt 5 durchzuziehen und ebenfalls mit einer Schiene oder geeigneten Klebedichtverbindung gemeinsam mit den Drehachsenniederhaltern (9) mit dem Fundament zu verübeln.
Die Hochwasserschutzwand (1) ist auf der Gewässerseite (G) im Schwenkbereich (B) frei von konstruktionsbedingten Behinderungen. Das bringt den Vorteil, dass sich im Wesentlichen keine antreibenden Gegenstände an der Schutzwand festhaken, verklemmen oder verklausen können.
Nach einem Einsatz bei dem die Hochwasserschutzwand (1) vollständig um den Winkel <x umgeklappt wurde, bleibt die Hochwasserschutzwand (1) in aufgerichteter Position stehen. Dadurch wird eine nachfolgende, gegebenenfalls notwendige Reinigung der Gewässerseite (G) im Bereich der Vorrichtung (B) ermöglicht. Auch bleiben eventuelle Beschädigungen verursacht durch das Hochwasser und dadurch erforderliche Reparaturen bei der aufgerichteten Barriere besser sichtbar.
Die Hochwasserschutzhöhe der Erfindung, das heisst die Höhe der Schutzwand, ist je nach Einsatzort und erwarteter Hochwasserhöhe variierbar.
Ebenso ist die Länge (1) der einzelnen Hochwasserschutzelemente den Anforderungen anpassbar.
Durch ein Fundament, welches sich leicht zur Gewässerseite neigt (bis max. 20°) kann bei nach wie vor ebener Fahrfläche eine bessere Auftriebswirkung der Hochwasserschutzwand (1) erreicht werden.
Belastungskräfte, die durch, zum Beispiel das Befahren der Vorrichtung entstehen, werden durch dementsprechende konstruktive Auslegung oder durch Einbauteile in den Hohlraum der Hochwasserschutzvorrichtung (1) und die der Stützwand (2) gleichmäßig verteilt und aufgrund des großflächigen Aufliegens der beiden Elemente in ein für die Flächenpressung geeignetem Fundament abgleitet. 4. Vorteile
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie besonders geeignet für den urbanen Einsatz ist. Hochwasserschutzmaßnahmen in denen wie zum Beispiel Deiche, Dämme, Mauern oder sonstige fix installierte Schutzelemente nicht möglich sind oder der notwendige Platz nicht vorhanden ist oder welche den Verkehr behindern, störend oder behindern wirken kann die vorliegende Erfindung dieses Problem eliminieren. Die vorgeschlagene Erfindung liegt in nicht aktivem Zustand auf dem Boden und behindert dabei die weitere Nutzung eines für die Installation benutzten Gehweges, Fahrradweges oder Straße oä. nur unwesentlich.
Die vorliegende Erfindung kann aber auch auf eigens dafür errichten Fundamenten installiert werden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung in ihrer Einsatzhöhe geändert werden kann, ohne dabei das Fundament im Wesentlichen ändern zu müssen.
Die vorliegende Hochwasserschutzvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich selbständig errichtet und selbstständig abstützt. Ein im Hochwasserfall zusätzlicher Einsatz von weiteren technischen Hilfsmitteln oder menschlicher Arbeit zur Errichtung, Abstützung und Sicherung der Vorrichtung ist nicht notwendig. Das Aufschwimmen der Hochwasserschutzwand (1) und das gleichzeitige Errichten der Stützvorrichtung (2) geschehen ohne zusätzliche extern zugeführte Arbeit. Dies ist ein besonderer Vorteil der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung auch einsetzbar als teilweiser Objektschutz. Die Erfindung kommt beim teilweisen Objektschutz zum Einsatz in Einfahrten, Durchfahrten, Durchgängen, Unterführungen oder ähnlichen Bauwerken, zwischen Deich- oder Dammabschnitten sowie
Mauern, Sperrelementen oder anderen dammähnlichen Elementen. Dabei sind die an die Vorrichtung angrenzenden Elemente hinsichtlich ihrer Dichtungsmöglichkeiten der Vorrichtung anzupassen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist der Vorteil der verwendbaren Untergründe bzw. Fundamente. Diese müssen, wenn bereits in für den Einsatz der Vorrichtung geeigneter Stabilität ausgeführt, nicht oder kaum verändert werden.
Die Vorrichtung wird einfach auf den Untergrund aufgebaut, mit dem Fundament verdübelt und gedichtet. Geeignet sind Fundamente die niveaugleich mit dem erwarteten Hochwasser sind.
Die Erfindung ist gekennzeichnet, dass sie aus den Bauteilen
Hochwasserschutzwand (1)
Stützelement (2)
Schubstange (3)
Drehachse Stützelement(4)
Drehachse Hochwasserschutzwand (5)
Drehbare Anlenkpunkte Schubstange(6.1 und 6.2) befestigter, ebener Untergrund (7)
Sicherheitsleiste (8)
Drehachsenniederhalter (9) befestigt mit Bodenankern Abdichtung (10)
Begehungs- bzw. Befahrungshaftbelag (11)
Besteht.
Weitere in den Zeichnungen angeführte Begriffe sind:
Wasserstand (L)
Gewässerseite (G)
Gewässerabgewandte Seite (GGS)
Hochwasserschutzwandbereich (B)
Vorrichtungsunterkannte (U)
Vorrichtungshöhe liegend (H)
Fundament (F)
Wasser / Flüssigkeit (W)
Aufrichtwinkel der Hochwasserschutzwand (a) Aufrichtwinkel der Stützwand (ß) Befestigungsfläche der Abdichtung (K) 1. Anwendungsbeispiele Beispiel 1:
Gegebenheit ist ein etliche Kilometer Wander- und Radweg der sich in zwischen einem Gewässer mit veränderlichem Wasserstand und einem Siedlungsgebiet befindet. Dieser Weg ist relativ niveauparallel mit dem zu erwartenden Hochwasserstand. Voraussetzung für einen direkten Aufbau der vorliegenden Erfindung auf den vorhandenen Weg ist, dass dieser zum einen, einen festen Belag aufweist (Beton oder Asphalt oä.) zum anderen auch eine genügende Breite aufweist.
Sollte das nicht der Fall sein, muss das Fundament den Anforderungen entsprechend vorbereitet werden.
Ist das Fundament für den Aufbau vorbereitet, kann die Hochwasserschutzvorrichtung direkt aufmontiert werden.
Beispiel 2:
Straßendurchfahrt durch einen bereits bestehenden Damm. Hier wird links und rechts am Straßenrand ein Stirnseitenbauwerk errichtet. Damit die auch weiterhin ein ungestörtes Durchfahren der Straße im Bereich des Dammdurchstichs ermöglicht ist, wird die Vorrichtung mit der Straßenoberfläche niveaugleich im Straßenbelag versenkt. Ein demensprechender Unterbau ist vorzubereiten.
Beispiel 3: Wohnquartier mit mehreren Gebäuden und einer zum Teil
Hochwasserniveauparallelen Straße in der Peripherie. Bei dieser Straße kann zum Beispiel die Hochwasservorrichtung als Gehsteig genutzt werden. Erforderlich ist eine genügend breite und befestigte Straße.
Claims (6)
- 5. Patentschutzansprüche1. Hochwasserschutzvorrichtung (A) zum Hochwasserschutz in hochwasser- oder überflutungsgefährdeten Gebieten bestehend im Wesentlichen aus mindestens einer Hochwasserschutzwand (1), einer Stützwand (2), zwei Schubstangen (3), Bodenverankerungen und den Drehpunkten 4 und 5 und Abdichtmittel 10 ist dadurch gekennzeichnet, dass - die Hochwasserschutzwand (l)als schwimmfähiger Körper durch den physikalischen hydrostatischen Auftrieb des steigenden Wassers aufschwimmt und über Schubstangen (3)die drehbar über die Anlenkpunkte 6.1 und 6.2 mit der Stützwand (2) verbunden sind und über die drehbaren Verbindungen 4 und 5, diese Stützwand (2) in die erforderliche Abstützposition gebracht wird, - und die Hochwasserschutzwand (l)und die Stützwand (2) in nicht aktiviertem Zustand auf einem für die Anwendung entsprechenden Untergrund mit drehbaren Verankerungen fest montiert und verankert sind, - die Stützwand (2) um den Winkel ß über die Schubstangen (3) hochgedreht wird, wenn sich die Hochwasserschutzwand(1)um den Winkel α durch den Auftrieb des Wassers nach oben dreht, - dabei die Stützwand (2) die Hochwasserschutzwand (l)in aufgerichteter Position fixiert und wenn zusätzliche Sicherheit gefordert ist mit einer Sicherheitsleiste (8) gestützt werden kann, - sowie durch das adäquate Fundament und die bei steigenden Wasserstand (L) entstehenden vertikalen Druckkräfte im Bereich B der Vorrichtung mit Hinsicht auf die Dreieckskonstruktion der Hochwasserschutzwand (1), Stützwand (2), Fundamentverankerungen und dem festen Fundament zwischen den Drehpunkten 4 und 5, kippsicher ist, - sowie einer Abdichtung die die Hochwasserschutzvorrichtung im Bereich des Drehpunktes 5 dichtet, - sowie einer weiteren Abdichtung die den Spalt zwischen mehreren aneinandergereihten Hochwasserschutzvorrichtungen oder geeigneten Abschlusselementen dichtet, - sowie einer Verbindung zwischen den einzelnen Hochwasservorrichtungselementen um ein gemeinsames Aufrichten aller Elemente im Aktivierungsfall zu gewährleisten.2. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass keine weitere mechanische, elektromechanische, elektrohydraulische oder andere von außen zugeführte Kraft außer dem hydrostatischen Auftrieb der in Hohlkörperbauweise oder sonstiger schwimmender Bauweise ausgeführten Hochwasserschutzwand (2) notwendig ist und jede einzelne Hochwasserschutzvorrichtung als Einzelelement eines Hochwasserschutzwalles durch den hydrostatischen Aufrieb funktionstüchtig ist.3. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 2 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stützwand (2) die Funktion einer sich, durch die Hochwasserschutzwand (1) und den Schubstangen (3) über die Anlenkpunkte 6.1 und 6.2 sowie über die fixen Drehpunkte 4 und 5, selbst in Position bringenden Arretierungseinrichtung hat.4. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hochwasserschutzwand (1) auf der Gewässerseite (G) keine hervorstehenden Konstruktionsteile aufweist, an welchen sich antreibendes Gut verkeilen, verklemmen oder verklausen könnte.5. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4 ist dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Abdichtung (10)aus witterungswiderständigem und dehnbarem Material auf der Gewässerseite (G) der Hochwasserschutzvorrichtung befindet, wobei diese Abdichtung den Drehpunkt 5 und die angrenzenden Hochwasserschutzelemente bzw. Stirnseitenbauwerke und Spalten zwischen den Elementen abdeckt und abdichtet und im nicht aktivem Zustand der Vorrichtung auf dem unteren von oben her geschützten Seite liegt.
- 6. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtung (10) unter dem Drehpunkt 5 der Hochwasserschutzwand (1)hindurch führt und in einer gemeinsamen Sandwich-Konstruktion mit den Drehachsenniederhalter (9) und einer zusätzlichen Schiene aus Metall in Längsrichtung mit geeigneten Ankern gegen den Untergrund gedichtet werden kann, wobei dabei die Abdichtung im inaktivem Zustand der Schutzvorrichtung (A) nicht geknickt auf dem Untergrund liegt.
- 7. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6 ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Elemente nach einem mechanischen Eingriff einzeln angehoben, gewartet und auf mechanische Funktion getestet werden können.
- 8. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hochwasserschutzwand (1) und die Stützwand (2) auf der speziell oberen Seite mit einer dementsprechenden haftgebenden Oberfläche (11) versehen sind und dadurch begehbar und/oder befahrbar sind.
- 9. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 8 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hochwasserschutzwand (1) und die Stützwand (2) so aufgebaut sind, dass eine Sabotage oder Vandalismus ohne geeignetes Werkzeug so gut wie möglich verhindert wird.
- 10. Hochwasserschutzvorrichtung nach Anspruch 1 bis 9 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungselemente so aneinander gereiht werden können, dass rechte wie auch linke Kurven konstruktiv realisiert werden können, wobei die Abdichtung demensprechend konstruktiv angepasst werden muss.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA84/2015A AT516886B1 (de) | 2015-02-18 | 2015-02-18 | Selbsterrichtende und selbstarritierende Hochwasserschutzvorrichtung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA84/2015A AT516886B1 (de) | 2015-02-18 | 2015-02-18 | Selbsterrichtende und selbstarritierende Hochwasserschutzvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT516886A1 true AT516886A1 (de) | 2016-09-15 |
| AT516886B1 AT516886B1 (de) | 2017-01-15 |
Family
ID=56854193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| ATA84/2015A AT516886B1 (de) | 2015-02-18 | 2015-02-18 | Selbsterrichtende und selbstarritierende Hochwasserschutzvorrichtung |
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| AT (1) | AT516886B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102021004179A1 (de) | 2021-08-14 | 2023-02-16 | Rainer Truöl | Einrichtung zur Vermeidung von Überflutungen, von Stark- und/oder Dauerregen hervorgerufen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1793043A1 (de) * | 2005-12-05 | 2007-06-06 | Eric Widell | Bewegliche Hochwasserschutzwand |
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2015
- 2015-02-18 AT ATA84/2015A patent/AT516886B1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1793043A1 (de) * | 2005-12-05 | 2007-06-06 | Eric Widell | Bewegliche Hochwasserschutzwand |
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| DE102021004179A1 (de) | 2021-08-14 | 2023-02-16 | Rainer Truöl | Einrichtung zur Vermeidung von Überflutungen, von Stark- und/oder Dauerregen hervorgerufen |
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| AT516886B1 (de) | 2017-01-15 |
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Legal Events
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