Die Erfindung betrifft eine orthodontische Befestigungseinrichtung mit einem Bracket und einem damit kuppelbaren Halteteil sowie ein Verfahren zum Handhaben, insbesondere Entfernen, eines mit einem Bracket gekuppelten Halteteils, wie dies in den Ansprüchen 1 und 9 beschrieben wird.
Aus der US 4,551,094 A ist eine orthodontische Befestigungseinrichtung umfassend ein Bracket und ein damit kuppelbares Halteteil bekannt geworden. Das Bracket weist einen Grundkörper mit einem Basisteil auf, welcher an einem Zahn zu befestigen ist. Abstehend vom Basisteil weist der Grundkörper beidseitig eines Aufhahmeschlitzes, der zur Aufnahme des Spann- bzw. Bogendrahtes dient, so genannte Flügel auf. Diese Flügel weisen jeweils an ihrem äusseren Randabschnitt eine geringfügige Einkerbung auf. Der Halteteil ist durchlaufend im Bereich der Sichtseite des Brackets angeordnet und umfasst bzw. hintergreift im gekuppelten Zustand die Flügel.
Aus der EP 1 468 657 A2 ist eine andere orthodontische Befestigungseinrichtung umfassend ein Bracket sowie ein damit kuppelbares Halteteil bekannt geworden. Das Bracket weist einen Grundkörper auf, dessen Basis zur Befestigung an einem Zahn ausgebildet ist. Weiters ist im Grundkörper ein nutförmiger Aufhahmeschlitz angeordnet, welcher sich ausgehend von der Sichtfläche in den Grundkö[phi]er hinein erstreckt. Beidseits des Aufhahmeschlitzes sind jeweils zwei im Abstand zueinander angeordnete Flügelpaare mit einzelnen Flügeln ausgebildet. Zur Aufnahme des Halteteil des Bracket ist ein Aufhahmebereich zwischen den Flügeln in Querrichtung zur Längserstreckung des Aufhahmeschlitzes vertieft im Grundkö[phi]er angeordnet. In diesen Aufhahmebereich zwischen den Flügeln ist der Halteteil eingesetzt, welcher in etwa ebenflächig zur Sichtfläche des Brackets angeordnet ist.
Eine weitere orthodontische Befestigungsvorrichtung umfassend ein Bracket und ein Verriegelungsglied ist aus der EP 1 813 222 AI bekannt geworden. Das Bracket weist eine Bracketbasis auf, die an einem Zahn befestigbar ist. Von der Bracketbasis steht ein Bracketkö[phi]er ab und weist einen von mesial nach distal verlaufenden Schlitz auf. Weiters sind zwei im Abstand zueinander angeordnete Flügelpaare vorgesehen. Das Verriegelungsglied umfasst einen Deckel, der zwischen einer offenen, den Schlitz freigebenden Stellung, in eine geschlossene, den Schlitz im Bereich zwischen den beiden Flügelpaaren überdeckende Stellung, um eine parallel zur Längsrichtung des Schlitzes ausgerichtete Schwenkachse schwenkbar am Bracket gelagert ist. In der geschlossenen Stellung ist der Deckel mit dem Bracketkörper verrastet.
Weiters ist im Bracket zumindest eine Lagerbohrung vorgesehen, deren Längsachse parallel zur Längsachse des Schlitzes ausgerichtet ist. In dieser ist eine im Querschnitt runde Lagerwelle drehbar gelagert, an welcher der Deckel drehbar festgehalten ist.
Eine weitere orthodontische Befestigungseinrichtung ist noch aus der DE 10 2006003 107 AI bzw. der EP 1 810 640 AI bekannt geworden, bei welcher das Bracket im Bereich seines Basisteils von einem bügeiförmig ausgebildeten Halteteil durchsetzt wird. Die Enden des Halteteils ragen als Anschläge von der Sichtseite her in den Aufnahmeschlitz hinein.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine orthodontische Befestigungseinrichtung aus einem Bracket und einem damit kuppelbaren Halteteil sowie ein Verfahren zum Handhaben, insbesondere dem Entfernen, zu schaffen, bei der für das zahnärztliche Personal die Handhabung für den Abkuppel- bzw. Ankuppelvorgang des Halteteils erleichtert wird.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass in einem die Haltearme verbinden den Steg ein Durchbruch derart angeordnet ist, dass der Durchbruch in der gekuppelten Stellung des Halteteils mit dem Bracket in einen zwischen den Flügeln eines Flügelpaares ausgebildeten Schlitz einmündet. Der sich durch die Merkmale des Anspruchs 1 ergebende Vorteil liegt darin, dass durch die entsprechende Anordnung des Durchbruchs im Steg des Halteteils ein gängiges zahnärztliches Instrument für die Handhabung des Halteteils in dieses eingesetzt werden kann. Dadurch, dass der Durchbruch in den zwischen den Flügeln des Flügelpaares ausgebildeten Schlitz einmündet, kann das Ende des zahnärztlichen In struments noch weiter in Richtung des Zahnes eingeschoben bzw. eingesetzt werden, ohne gleich am Bracket anzuliegen. Dadurch wird es während der Montage bzw.
Demontage des Halteteils möglich, dass sich das Ende des zahnärztlichen Instruments an den den Schlitz begrenzenden Wandungen abstützen kann. Somit wird nicht nur eine gute Führung und Positionierung erreicht, sondern auch ein auf kurzem Wege wirkendes Hebelprinzip geschaffen, mit welchem der Halteteil entsprechend aufgeweitet und in weiterer Folge einfach abgenommen bzw. aufgesetzt werden kann.
Vorteilhaft ist auch eine weitere Ausführungsform nach Anspruch 2, da dadurch ein exaktes Einsetzen des Endes des zahnärztlichen Instruments in den zwischen den Flügeln des Flügelpaares ausgebildeten Schlitz ermöglicht wird. Dabei kann ein in der Zahnheilkunde üblicherweise verwendetes gängiges Instrument verwendet werden, ohne dass dazu Spezialwerkzeuge notwendig sind.
Vorteilhaft ist weiters eine Ausbildung nach Anspruch 3, da dadurch in der Ausgangsstellung ein ungehindertes Einsetzen des Endes des zahnärztlichen Instruments durch den Durchbruch hindurch erfolgen kann und bereits am Beginn des Abnahmevorgangs eine Abstützung des Endes am Bracket ermöglicht wird. Damit wird eine einfache und kostengünstige Lösung für die Halterung und die damit verbundenen Handhabung des Halteteils geschaffen.
Durch die Ausbildung nach Anspruch 4 ist es möglich, das Ende des zahnärztlichen Instruments mit ausreichender Führung im Durchbruch positionieren zu können und gleichzeitig bei entsprechender masslicher gegenseitiger Abstimmung den Halteteil am Ende des zahnärztlichen Instruments positioniert haltern zu können.
Nach einer anderen Ausführungsvariante gemäss Anspruch 5 wird eine Ausrichtung des Halteteils bezüglich des Brackets geschaffen, wobei zusätzlich noch in der gekuppelten Stellung eine Verschiebung des Halteteils in Richtung des im Bracket angeordneten Aufnahmeschlitzes, also in Richtung des Spann- bzw. Bogendrahtes, verhindert wird.
Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 6, da dadurch in der gekuppelten Stellung des Halteteils am Bracket zwischen diesen eine unverschiebliche Positionierung erreicht wird. Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 7 ist von Vorteil, dass so der Halteteil nicht nur rela tiv positioniert gegenüber dem Bracket gehalten werden kann, sondern auch in diesem Ab schnitt eine zusätzliche Versteifung des Halteteils erzielt wird.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 8, da dadurch auch bei montiertem Halteteil eine Kontrolle des sich im Aufnahmeschlitz befindlichen Spann- bzw. Bogendrahtes einfach ohne vorheriger Abnahme möglich ist. Darüber hinaus wird bei an die Farbe des Zahns angepassten Brackets bzw. bei einem durchscheinenden bzw. transparen ten Werkstoff der Brackets eine nahezu unauffällige optische Einheit geschaffen.
Die Aufgabe der Erfindung wird aber auch durch ein Verfahren zum Handhaben, insbe sondere Entfernen eines mit einem Bracket gekuppelten Halteteils einer orthodontischen Befestigungseinrichtung gemäss den im Anspruch 9 angegebenen Merkmalen gelöst. Die sich aus der Merkmalskombination dieses Anspruches ergebenden Vorteile liegen darin, dass durch die entsprechende Anordnung des Durchbruchs im Steg des Halteteils ein gän giges zahnärztliches Instrument für die Handhabung des Halteteils in dieses eingesetzt werden kann. Dadurch, dass der Durchbruch in den zwischen den Flügeln des Flügelpaares ausgebildeten Schlitz einmündet, kann das Ende des zahnärztlichen Instruments noch wei ter in Richtung des Zahnes eingeschoben bzw. eingesetzt werden, ohne gleich am Bracket anzuliegen. Dadurch wird es während der Montage bzw.
Demontage des Halteteils mög lich, dass sich das Ende des zahnärztlichen Instruments an den den Schlitz begrenzenden Wandungen abstützen kann. Somit wird nicht nur eine gute Führung und Positionierung erreicht, sondern auch ein auf kurzem Wege wirkendes Hebelprinzip geschaffen, mit wel chem der Halteteil entsprechend aufgeweitet und in weiterer Folge einfach abgenommen bzw. aufgesetzt werden kann.
Ein weiteres vorteilhaftes Vorgehen ist im Anspruch 10 beschrieben, da durch die Anlage und Abstützung des Endes des zahnärztlichen Instruments an der dem Aufnahmeschlitz zugewendeten Seite eine bessere Hebelwirkung zu erzielen ist und dadurch die Aufweitung des Halteteils für die Abnahme wesentlich kontrollierter erfolgen kann. Damit wird für die Bedienperson eine sichere Handhabung ermöglicht und in weiterer Folge auch das Verlet zungsrisiko durch ungewollte Stichverletzungen herabgesetzt bzw. ausgeschaltet. Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Aus führungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäss ausgebildete orthodontische Befestigungseinrichtung am
Beginn des Abnahmevorganges des Halteteils vom Bracket, in Seitenansicht und schematisch vereinfachter Darstellung;
Fig. 2 die orthodontische Befestigungseinrichtung nach Fig. 1 während dem Abnah mevorgang des Halteteils vom Bracket, in schaubildlich vereinfachter Darstel lung;
Fig. 3 den Halteteil der orthodontischen Befestigungseinrichtung nach den Fig. 1 und
2, in schaubildlich vereinfachter Darstellung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen über tragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfin derische oder erfindungsgemässe Lösungen darstellen.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu ver stehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder grösser und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10. In den Fig. 1 bis 3 ist eine orthodontische Befestigungseinrichtung 1 vereinfacht dargestellt, wobei erwähnt sei, dass die hier gezeigten Umrissformen, bzw. die Geometrie, derselben nur beispielhaft gewählt ist und diese vom Einsatzzweck bzw. Einsatzort abhängig und daraufhin anzupassen ist.
Die orthodontische Befestigungseinrichtung 1 wird in der Zahnheilkunde verwendet und dient vor allem zur Behandlung von Zahnfehlstellungen. Diese umfasst ein Bracket 2 sowie ein mit diesem gekuppeltes Halteteil 3.
Das Bracket 2 umfasst einen Grundkö[phi]er 4, der in vereinfachter Weise durch eine einem Betrachter zugewendete Sichtfläche 5, eine davon abgewendete Basisfläche 6 und sich zwischen diesen beiden erstreckende Seitenflächen 7 bis 10 in seiner Raumform begrenzt ist. Die Basisfläche 6 dient zum Anbringen des Grundkörpers 4 an einem Zahn 11 mit einer hier vereinfacht dargestellten Zahnoberfläche 12. Weiters ist im Bereich der Sichtfläche 5 noch vereinfacht ein Aufnahmeschlitz 13 zur Aufnahme eines Spanndrahtes 14 dargestellt, der auch noch als Bogendraht bezeichnet werden kann. Der Aufnahmeschlitz 13 erstreckt sich hier ausgehend von der Sichtfläche 5 hinein in den Grundkö[phi]er 4 und hin in Richtung auf die Basisfläche 6 sowie zwischen den beiden gegenüber liegenden Seitenflächen 7, 8.
Die Basisfläche 6 des Grundkö[phi]ers 4 dient dazu, um über Verbindungsmittel 15, wie beispielsweise einen Kleber oder dgl., das Bracket 2 an der Zahnoberfläche 12 des Zahns 10 anzubringen und mit dieser verbunden zu werden. Das Verbindungsmittel 15 ist vereinfacht durch Punkte dargestellt. Zur Vergrösserung der Verbindungsfläche im Bereich der Basisfläche 6 kann im Grundkörper 4 zumindest eine bevorzugt jedoch mehrere nutförmige Ausnehmungen 16 vertieft in der Basisfläche 6 angeordnet sein. Die Ausnehmungen 16 erstrecken sich ausgehend von der Basisfläche 6 hin in Richtung auf die Sichtfläche 5. Die Längserstreckung der nutförmigen Ausnehmung 16 verläuft bei diesem Ausführungsbeispiel durchlaufend zwischen den beiden Seitenflächen 7 und 8.
Weiters umfasst der Grundkörper 4 des Brackets 2 beidseits des Aufhahmeschlitzes 13 angeordnete Flügelpaare 17, 18 mit einzelnen Flügeln 19 bis 22. Die Flügelpaare 17, 18 des Brackets 2 erstrecken sich in etwa in senkrechter Richtung bezüglich der Längserstreckung des Aufhahmeschlitzes 13 auf jeweils voneinander abgewendete Seiten. Zwischen den Flügeln 19, 20 bzw. 21, 22 jedes Flügelpaares 17, 18 wird ein Schlitz 23, 24 ausgebildet. Dieser Schlitz 23, 24 erstreckt sich ausgehend von der Sichtfläche 5 hin in Richtung auf die Basisfläche 6. Die beiden Schlitze 23, 24 enden an einer Einschnürung 25, 26 des Grundkörpers 4 oberhalb eines Basisteils 27 des Brackets 2. Die beiden zusammengehörigen Flügel 19, 20 bzw. 21, 22 der Flügelpaare 17, 18 sind jeweils in Abstand zueinander in Längserstreckung des Aufnahmeschlitzes 13 angeordnet.
Der Halteteil 3 ist bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel bügeiförmig ausgebildet und weist einen der Sichtfläche 5 zugewendeten bzw. zuwendbaren Steg 28 auf. Es kann dabei auch von einem C-förmigen Querschnitt bei Betrachtung in Richtung der Längserstreckung des Aufhahmeschlitzes 13 gesprochen werden. Beidseits des Steges 28 sind Haltearme 29, 30 vorgesehen, welche in der gekuppelten Stellung mittels eigens daran angeordneten Rastnasen 31 , 32 die Flügel 19, 20 bzw. 21, 22 der Flügelpaare 17, 18 hintergreifen bzw. übergreifen. Die Rastnasen 31, 32 ragen dabei in die Einschnürungen 25, 26 hinein. Zur Erleichterung der Montage bzw. Demontage des Halteteils 3 ist in dem die Haltearme 29, 30 verbindenden Steg 28 zumindest ein Durchbruch 33 angeordnet bzw. vorgesehen.
Der Durchbruch 33 ist derart angeordnet, dass dieser in der gekuppelten Stellung des Halteteils 3 an bzw. mit dem Bracket 2 in den zwischen den Flügeln 19, 20 bzw. 21, 22 eines Flügelpaares 17, 18 ausgebildeten Schlitz 23, 24 einmündet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel mündet der Durchbruch 33 in den Schlitz 23 zwischen den Flügeln 19, 20 des Flügelpaares 17 ein. Durch die in Längsrichtung des Halteteils 3 gesehene exzentrische Anordnung des Durchbruchs 33 im Bereich des Haltearms 29 kann auf den Halteteil 3 in diesem Bereich eine einfache Verformungsbewegung eingebracht werden, bei der die am Haltearm 29 angeordnete Rastaase 31 einfach ausser Eingriff mit den Flügeln 19, 20 und der durch diese ausgebildeten Einschnürung 25 gebracht werden.
Bezüglich der Quererstreckung des Halteteils 3 bzw. der Längserstreckung des Aufhahmeschlitzes 13 ist der Durchbruch 33 im Halteteil 3 bevorzugt zentrisch bezüglich des zwischen den beiden Flügeln 19, 20 bzw. 21, 22 der Flügelpaare 17 bzw. 18 ausgebildeten Schlitzes 23, 24 angeordnet. Weiters ist es vorteilhaft, wenn der Durchbruch 33 auf der dem Aufnahmeschlitz 13 zugewendeten Seite eine diesen begrenzenden Wandung 34 aufweist, welche in etwa fluchtend zu einer Schlitzwand 35 des zwischen den beiden Flügeln 19, 20 des Flügelpaares 17 ausgebildeten Schlitzes 23 ausgerichtet ist. Zumeist weist der Durchbruch 33 einen kreisrunden Querschnitt auf. Dies ist abhängig vom verwendeten zahnärztlichen Instrument, welches in den Durchbruch 33 einzusetzen ist.
Es können aber auch andere Querschnitte für den Durchbruch, wie beispielsweise oval, mehreckig, quadratisch, rechteckig usw. gewählt werden.
Weiters ist auf der dem Durchbruch 33 gegenüberliegenden Seite des Halteteils 3 vereinfacht dargestellt, dass der Halteteil 3 an seinem Steg 28 und an der dem Bracket 2 zugewendeten Seite einen Fortsatz 36 aufweisen kann, der in den weiteren zwischen den beiden weiteren Flügeln 21, 22 des weiteren Flügelpaares 18 ausgebildeten weiteren Schlitz 24 in der gekuppelten Stellung des Halteteils 3 mit dem Bracket 2 eingreift. Dadurch wird es dem zahnärztlichen Personal erleichtert, den bügeiförmig ausgebildeten Halteteil 3 mit seinem Fortsatz 36 in den Schlitz 24 einzusetzen und dadurch eine Querverschiebung des Halteteils 3 bezüglich der Längserstreckung des Aufhahmeschlitzes 13 zu verhindern. Gleichzeitig dabei greift die Rastnase 32 in die Einschnürung 26 ein und hintergreift bzw. untergreift die weiteren Flügel 21, 22 des weiteren Flügelpaares 18.
Um während der Behandlungsdauer eine Querverschiebung des Halteteils 3 bezüglich der Längserstreckung des Spanndrahtes 14 bzw. Bogendrahtes zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn in der gekuppelten Stellung des Halteteils 3 mit dem Bracket 2 der Fortsatz 36 an den beiden weiteren Flügeln 21, 22 des weiteren Flügelpaares 18 daran anliegt. Bevorzugt erstreckt sich dabei der Fortsatz 36 des Halteteils 3 durchgehend zwischen der Haltenase 32 des Haltearms 30 und dem Steg 28.
Um die Einsetzbewegung des Halteteils 3 auf das Bracket 2 bzw. von diesem wieder herunter durchführen zu können, ist dieses aus einem elastisch verformbaren sowie zumeist selbsttätig rückstellbaren Material auszubilden. Dabei haben sich bevorzugt Kunststoffe aber auch Metalle bzw. Legierungen daraus als günstig erwiesen. Werden Kunststoffe verwendet, hat sich hier Polyoxymethylen, Polyacttal, Polyformaldedyd (POM), Polyurethan (PU), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyethylenterephtalat (PET) oder Polycarbonat (PC) als vorteilhaft erwiesen. Weiters kann der Halteteil 3 aus einem im optisch sichtbaren Bereich überwiegend transparenten, insbesondere glasklaren, Werkstoff hergestellt bzw. gebildet sein.
Das Aufsetzen bzw. die Abnahme des Halteteils 3 vom Bracket 2 wird durch die Anord nung des Durchbruchs 33 im Steg 28 in Zusammenwirkung mit dem Schlitz 23 bzw. 24 und einem darin eingesetzten Ende 37 eines zahnärztlichen Instruments 38 wesentlich er leichtert. Das Abnehmen bzw. Entfernen des mit dem Bracket 2 gekuppelten Halteteils 3 der orthodontischen Befestigungseinrichtung 1 erfolgt dadurch, dass in den im Halteteil 3 angeordneten Durchbruch 33 ein Ende 37 des zahnärztlichen Instruments 38 eingesetzt und soweit in den Durchbruch 33 eingeschoben bzw. eingesetzt wird, bis dass das Ende 37 an der Schlitzwand 35 des zwischen den Flügeln 19, 20 des Flügelpaares 17 ausgebildeten Schlitzes 23 zur Anlage gebracht wird. Die Schlitzwand 35 ist dabei an der dem Aufhahmeschlitz 13 zugewendeten Seite des Schlitzes 23 angeordnet.
Durch entsprechendes Ver schwenken des zahnärztlichen Instruments 38 mit dem dabei gleichzeitig eingesetzten En de 37 in den Durchbruch 33 stützt sich das Ende 37 unter Aufweitung des bügeiförmigen Halteteils 23 am Beginn der Abnahmebewegung daran ab und kann dadurch abgenommen werden. Dabei kommt die Rastnase 31 ausser Eingriff mit den Flügeln 19, 20 des Flügel paares 17. Nach weiterem Hochschwenken - siehe Fig. 2 - kann auch die weitere Rastnase 32 aus der Einschnürung 26 entfernt werden.
Das Aufsetzen bzw. Kuppeln des Halteteils 3 mit dem Bracket 2 erfolgt in genau umge kehrter Reihenfolge. Zuerst wird das Ende 37 des zahnärztlichen Instruments 38 in den Durchbruch 33 eingesetzt, bis dass das Ende in Richtung der Haltenase 31 vorragt. An schliessend daran wird jener Abschnitt des Halteteils 3, an dem die weitere Haltenase 32 sowie gegebenenfalls der Fortsatz 36 angeordnet ist, bei gleichzeitigem Einsetzen des Fort satzes 36 in den weiteren Schlitz 24, mit dem Flügelpaar 18 in eine übergreifende Stellung verbracht. Anschliessend daran wird mittels des zahnärztlichen Instruments 38 der bügei förmige ausgebildete Halteteil 3 soweit aufgeweitet, dass die Haltenase 31 an der äusseren Begrenzung der Flügel 19, 20 vorbei in die Einschnürung 25 einschnappen kann.
Dabei kann wiederum zur Erleichterung der Kupplungsbewegung das Ende 37 des zahnärztlichen Instruments 38 an der Schlitzwand 35 zur Anlage gebracht werden, wodurch eine bessere gegenseitige Abstützung und Führung während der Aufsetzbewegung erzielbar ist. Da durch kann ein unbeabsichtigtes Abgleiten des zahnärztlichen Instruments 38 vom Bracket verhindert werden, wodurch die Verletzungsgefahr für den Patienten wesentlich vermin dert wird. Als selbst-legierend wird ein Bracket 2 bzw. die orthodontische Befestigungseinrichtung 1 dann bezeichnet, wenn dieses selbständig den Spanndraht 14 im Aufnahmeschlitz 13 hal ten kann, ohne dass dieser in senkrechter Richtung bezüglich seiner Längserstreckung aus dem Aufnahmeschlitz 13 heraus treten kann.
Unter aktiv-legierend wird ein Bracket 2 dann bezeichnet, wenn zwischen dem Spanndraht 14 und dem Bracket 2 ein Reibschluss erzeugt wird, indem ein Druck auf den Spanndraht 14 aufgebracht wird. Dies ist seit längerem durch die Anordnung von Gummibändern bekannt. Schliesslich wird unter passiv-legierend das Zusammenwirken von Spanndraht 14 und Bracket 2 verstanden, bei dem der Spann draht 1 mit einem Spiel im Aufnahmeschlitz 13 geführt ist. Diese Methode wird zumeist am Beginn der Behandlung gewählt. Unter aktiv selbst-legierend wird verstanden, wenn die Druckkraft auf den Spanndraht 14 direkt von einem Teil des Brackets 2 bzw. von dem mit diesem gekuppelten Halteteil 3 ausgeübt wird.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der orthodontischen Befestigungseinrichtung 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern viel mehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausfuhrungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Han deln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet täti gen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungs variante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Der Ordnung halber sei abschliessend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der orthodontischen Befestigungseinrichtung 1 diese bzw. dessen Bestandteile teilweise unmassstäblich und/oder vergrössert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der Be schreibung entnommen werden. Bezugszeichen au fstellung
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