AT503069A2 - Kissen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kissen, insbesondere ein Nackenstützkissen, mit einer Füllung in einer Umhüllung. Um eine bequeme Kopfauflage einerseits und eine gute Abstützung im Nackenbereich andererseits zu erreichen, werden erfindungsgemäss als Füllung des Kissens nebeneinander angeordnete Hohlzylinder aus viskoelastischem Material vorgesehen, die längs einer Mantellinie über radiale Stege miteinander verbunden sind, sodass sich ein einstückiger Aufbau der Füllung ergibt. Obwohl die Hohlzylinder mit ihrer Längsachse etwa senkrecht zur Auflagefläche des Kissens liegen, ergibt sich durch das viskoelastische Material, das sich bei Wärme- und Druckeinwirkung an die Kopfform anpasst, eine bequeme Kopfaufläge, während im Nackenbereich eine gute Abstützung erzielt wird. Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 schematisch eine Draufsicht auf einen Teil einer Füllung für ein Kissen, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht dieser Füllung, Fig. 3 eine Ansicht eines Teils des Aussenumfangs der Füllung, und Fig. 4 schematisch einen Querschnitt durch ein Kissen mit einer solchen Füllung. Fig. 1 und 2 zeigen einen insgesamt etwa plattenförmigen Aufbau aus nebeneinander liegenden Hohlzylindern 1, deren Längsachse im Wesentlichen senkrecht zur Auflagefläche des Kissens verläuft und die längs eines Mantelbereichs direkt miteinander verbunden sind, sodass sich ein einstückiger Aufbau ergibt. Vorzugsweise sind die Hohlzylinder 1 über Stege 2a und 2b miteinander verbunden. Dieser Aufbau wird einstückig aus einer Platte aus viskoelastischem Material mit den entsprechenden Abmessungen ausgestanzt, sodass die aus den Hohlzylindern 1 bestehende Füllung durchgehend die gleichen Materialeigenschaften aufweist und keine störenden Klebelinien oder dergleichen vorhanden sind. Die Stege bzw. Verbindungsbereiche 2 erstrecken sich über die Länge der Hohlzylinder 1, es ist aber auch möglich, die Stege 2 kürzer als die Länge der Hohlzylinder 1 auszubilden. Die Stege 2 haben vorzugsweise eine Breite von 10 - 15 mm bei einem Aussendurchmesser der Hohlzylinder 1 von etwa 80 mm. Die radiale Längserstreckung der Stege 2 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Bei einem Ausführungsbeispiel von sieben Hohlzylindern 1 in Längsrichtung und drei Hohlzylindern 1 in Querrichtung sind die Stege 2a in Querrichtung (Fig. 1) beispielsweise etwa 15 mm lang ausgebildet, während die Stege 2b in Längsrichtung nur etwa 2 mm lang sind. Hierdurch ergibt sich in Längsrichtung eine grössere Steifigkeit als in Querrichtung, wobei in Fig. 1 die untere Reihe von eng aneinander gereihten Hohlzylindern 1 eine Nackenabstützung ergibt, während die weicher nachgebende mittlere Reihe die Kopfabstützung bildet. Hierbei ergibt sich aufgrund des viskoelastischen Materials einerseits und der räumlichen Struktur der Füllung andererseits eine punkt-elastische Abstützung ohne Kuhlenbildung im Auflagebereich. Nach einer anderen Ausgestaltung können die Stege 2 zwischen den Hohlzylindern 1 längs des Aussenumfangs der Füllung eine kurze Abmessung von beispielsweise etwa 2 mm haben, während die Stege 2 zwischen den innenliegenden Hohlzylindern 1 und die Verbindungsstege 2 zwischen inneren und äusseren Hohlzylindern 1 eine grössere Länge von beispielsweise 10 - 20 mm haben, sodass die äusseren Hohlzylinder 1 einen Rahmen um einen weicheren Kern bilden. Dabei können die innenliegenden Hohlzylinder 1 auch einen kleineren Durchmesser haben als die aussenliegenden. Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel mit drei Längsreihen von Hohlzylindern 1 ist die mittlere Reihe über 15 mm lange Stege 2a mit den beiden äusseren Reihen verbunden, während innerhalb der drei Reihen die Hohlzylinder 1 dicht aneinander liegen bei einer Stegabmessung von etwa 1 - 3 mm. Die einstückig aus Hohlzylindern 1 und Verbindungsstegen 2 ausgebildete Füllung besteht aus viskoelastischem PU-Material, das vorzugsweise ein Raumgewicht von 50 kg/m<3>und eine Stauchhärte von 1,2 kPa hat. Die Zugfestigkeit kann bei etwa 30 kPa und die Bruchdehnung bei etwa 125 % liegen. Dieses Material passt sich an die Kopfform durch Druck- und Wärmeeinwirkung an. Durch Löcher 3 in den Hohlzylindern 1 und Hohlräume 4 zwischen den einzelnen Hohlzylindern 1 ergibt sich eine gute Ventilation innerhalb der Füllung, sodass kein Hitzestau auftritt. Trotz der senkrecht zur Auflagefläche liegenden Hohlzylinder 1 ergibt sich aufgrund des viskoelastischen Materials eine angenehme Weichheit des Kissens. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von 3 x 7 Hohlzylindern bei einem Aussendurchmesser der Hohlzylinder 1 von 80 mm und einem Lochdurchmesser von 32 mm ergibt sich eine Abmessung des Kissens von 580 x 280 mm, wobei die Höhe 105 mm beträgt. Die Wandstärke der Hohlzylinder 1 beträgt 24 mm. Die Höhe kann zwischen etwa 90 und 110 mm betragen. Der Durchmesser der Hohlzylinder 1 kann im Bereich von 70 - 90 mm liegen, abhängig von der Höhe der Füllung. Er kann innerhalb der Füllung auch variieren, sodass z. B. grössere Hohlzylinder 1 aussen liegen und kleinere innen liegen. Die Dickenabmessung der Stege 2 kann im Bereich der Wandstärke der Hohlzylinder 1 liegen. Vorzugsweise ist die Dickenabmessung der Stege 2 geringer als die Wandstärke der Hohlzylinder 1. Die einen Kern des Kissens bildende Füllung wird mit einer Lage 5 aus Faservlies-Watte, vorzugsweise aus Polyester, allseitig umhüllt, worauf dieser Aufbau zur Fixierung in einen Bezugsstoff 6 eingelegt wird, wie dies Fig. 4 schematisch zeigt. Das so ausgebildete Kissen ist beidseitig verwendbar und frei von Klebstoff oder anderen störenden Materialien. Wie Fig. 3 zeigt, sind auf dem Aussenumfang der Füllung abgerundete Rippen la längs den Mantellinien der Hohlzylinder 1 ausgebildet, die der Formstabilität im Randbereich dienen und zu einer besseren Fixierung der Umhüllung 5 auf dem Kern beitragen.
Claims (6)
1. Kissen, insbesondere Nackenstützkissen, mit einer Füllung in einer Umhüllung, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllung aus Hohlzylindern (1) aus viskoelastischem Material ausgebildet ist, deren Längsachsen im Wesentlichen senkrecht zur Auflagefläche verlaufen, und die im Umfangsbereich direkt miteinander verbunden sind, sodass sich ein einstückiger Aufbau aus den Hohlzylindern ergibt.
2. Kissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Hohlzylindern Verbindungsstege (2a, 2b) ausgebildet sind.
3. Kissen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (2) eine geringere Dickenabmessung haben als die Wandstärke der Hohlzylinder (1) .
4. Kissen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stege (2) über die Länge der Hohlzylinder (1) erstrecken.
5. Kissen nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stege (2a, 2b) in radialer Richtung unterschiedlich lang zwischen benachbarten Hohlzylindern (1) in Längs- und Querrichtung der Füllung erstrecken.
6. Kissen nach Anspruch 5, dadurch gekennezichnet, dass zumindest die Hohlzylinder (1) der äusseren Längsreihen in Längsrichtung dicht aneinander liegen, während die Hohlzylinder (1) im Mittelbereich bzw. die zwischen den äusseren Reihen liegende Reihe von Hohlzylindern (1) über Stege (2a) mit den äusseren Hohlzylindern (1) verbunden sind, die eine grössere radiale Längserstreckung haben.
Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass drei mal sieben Hohlzylinder (1) mit einem Aussendurchmesser von etwa 80 mm und einem Lochdurchmesser von etwa 30 mm eine kernförmige Füllung von 580 x 280 x 105 mm bilden und aus einem viskoelastischen PU-Material mit einem Raumgewicht von etwa 50 kg/m<3>und einer Stauchhärte von 1,2 kPa bestehen, und die Füllung allseitig von einem Faservlies oder einer Wattelage (5) umgeben ist.
Kissen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlzylinder (1) unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
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