PA 7981 INHALATIONSGERÄT Die Erfindung betrifft ein Inhalationsgerät mit einem ein Mundstück aufweisenden Gehäuse und einer Dosiereinrichtung zum Freisetzen eines pulverförmigen, zum Inhalieren vorgesehenen Medikamentes.
Bei einer Vielzahl von Lungenerkrankungen und bei Asthma ist es üblich, pulverförmige Medikamente mittels eines Inhalationsgerätes durch Einatmen einzunehmen. Dies erfordert einen kräftigen und intensiven Atemzug. Patienten mit bestimmten Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise spastischer Bronchitis oder Asthma, tun sich oft schwer, das Medikament zu inhalieren. Es sind Inhalationsgeräte bekannt, die das Einatmen durch einen Gasstrom unterstützen.
Dabei handelt es sich um eine in der Herstellung teure und aufwändige Lösung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Inhalationsgerät mit einer Applikationshilfe auszustatten, welche einfach und funktioneil aufgebaut ist, in der Herstellung kostengünstig ist und welche es dem Patienten gestattet, selbst zu bestimmen, ob und in welchem Umfang er die Applikationshilfe in Anspruch nehmen will.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass im Gehäuse ein einen Luftstrom in Richtung Mundstück erzeugender vorzugsweise mechanisch betätigbarer Ventilator untergebracht ist, welcher von der Aussenseite des Gehäuses aus manuell in Betrieb setzbar ist.
Im Gehäuse unterbringbare und somit kleine Ventilatoren sind kostengünstig aus Kunststoff und für die Dauer ihres Gebrauches funktionssicher herstellbar.
Durch die manuelle Betätigung von ausserhalb des Gehäuses kann der Patient die Entscheidung treffen, ob und in welchem Umfang er die Applikationshilfe in Anspruch nehmen will. Der erzeugte Luftstrom unterstützt wirkungsvoll das Inhalieren des Medikamentes.
Eine einfache und funktionssichere Ausführung des Inhalationsgerätes wird dadurch unterstützt, dass der Ventilator mittels eines Zahnrades, welches mit einer Zahnstange in Eingriff steht, in Rotation versetzbar ist.
Eine Einhandbetätigung des Ventilators des Inhalationsgerätes ist dadurch gewährleistet, dass die Zahnstange einen an der Aussenseite des Gehäuses abragenden Endabschnitt aufweist, welche mit einem Betätigungsknopf versehen ist.
Eine Rückführung des Betätigungsknopfes in die Ausgangslage ist dadurch ermöglicht,
dass die Zahnstange gegen Federkraft betätigbar ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Zahnstange rückstellbar ohne die Rotation des Ventilators anzuhalten. Dies gestattet dem Benutzer, je nach Bedarf, den Ventilator mehrmals hintereinander zu betätigen.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung, die schematisch ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher beschrieben.
Dabei zeigen
Fig. 1 eine Ansicht des Innenraumes eines erfindungsgemäss ausgeführten Inhalationsgerätes, dessen Gehäuse längs aufgeschnitten dargestellt ist und
Fig. 2 eine Ansicht des Innenraumes des Inhalationsgerätes aus Fig. 1, dessen Gehäuse entlang der Linie ll-ll der Fig. 1 quer aufgeschnitten ist.
Das erfindungsgemässe Inhalationsgerät 1 ist eine Applikationseinrichtung für inhalative Medikamente und ist bevorzugt als Mehrfachdosierbehältnis ausgeführt, um auch geringe Pulvermengen eines Medikamentes in einer Anzahl von Dosen zu verabreichen. Nicht dargestellt sind die an der Innenseite eines Gehäuses 2 des Inhalationsgerätes 1 untergebrachten Dosiskapseln, die beispielsweise über ein ebenfalls nicht dargestelltes an der Gehäuseaussenseite betätigbares Dosierrad einzeln geöffnet werden können, um das Medikament im Inneren des Gehäuses 2 freizusetzen.
Bestandteil des ansonsten geschlossenen Gehäuses 2 ist ein Mundstück 3, das dafür vorgesehen ist, zum Inhalieren von den Lippen des Patienten umschlossen zu werden.
An einer an der geschlossenen Stirnseite des Gehäuses 2 angeordneten Welle 4 ist ein Zahnrad 5 drehbar gelagert, welches mit der Zahnleiste einer Zahnstange 6 kämmt, die einen ohne Zahnleiste ausgeführten Endabschnitt 6a aufweist, welcher aus dem Gehäuse 2 nach aussen geführt ist und an seinem Ende mit einem Betätigungsknopf 7 versehen ist. Eine Schraubendruckfeder 8 umgibt den ausserhalb des Gehäuses 2 verlaufenden Abschnitt 6a der Zahnstange 6 und stützt sich einerends am Betätigungsknopf 7 und anderenends im Bereich der
Durchführung der Zahnstange 6 an einem Widerlager 9 ab. Die Feder 8 kann auch im Inneren des Gehäuses untergebracht sein.
Durch das Zahnrad 5 wird ein ebenfalls an der Welle 4 gelagerter kleiner Ventilator 10 angetrieben. Bei der dargestellten Ausführungsform weist der Ventilator 10 vier Schaufeln 11 auf, die derart angeordnet und ausgeführt sind, dass sie bei Rotation des Ventilators 10 einen Luftstrom in Richtung Mundstück 3 bewirken.
Für den Patienten kann von Vorteil sein, das Zahnrad 5 und damit den Ventilator 10 während eines Inhalationsvorganges schnell nacheinander mehrmals zu betätigen, um einen die Inhalation unterstützenden Luftstrom über den erwünschten Zeitraum und in der erwünschten Stärke zu erhalten. Dafür ist ein Freilauf zur Feder unterstützten Rückführung der Zahnstange 6 nach Loslassen des Betätigungsknopfes 7 mit nachfolgender neuerlicher Betätigung des Betätigungsknopfes 7 vorgesehen. Dies kann auf unterschiedliche und in an sich bekannter Weise erfolgen.
Beispielsweise können die Flanken der Verzahnung des Zahnrades 5 und die mit dieser in Eingriff kommende Verzahnung der Zahnstange 6 derart ausgeführt werden, dass nach einem Loslassen des Betätigungsknopfes 7 die Verzahnung der Zahnstange 6 durch die Feder 8 unterstützt aus der Verzahnung des Zahnrades 5 gleitet und die Zahnstange 6 in ihre Ausgangsstellung gelangt, ohne die Rotation des Zahnrades 5 und damit jene des Ventilators 10 nennenswert zu behindern. Zusätzlich können an geeigneter Stelle eine oder mehrere, die erwünschten Bewegungsabläufe unterstützenden Federn vorgesehen werden.
Zur Benützung des Inhalationsgerätes 1 wird vorerst das Medikament im Inneren des Gehäuses 2 durch Betätigen der Dosiereinrichtung freigesetzt und nach dem Ausatmen das Mundstück 3 zwischen die Lippen genommen.
Während des Einatmens wird der Ventilator 10 ein- oder mehrmals durch kräftiges Drücken des Betätigungsknopfes 7 mittels eines Fingers in Drehbewegung versetzt, der dadurch erzeugte Luftstrom erleichtert wesentlich das Einatmen des Medikamentes. Dabei ist eine Einhandbetätigung durch Umfassen des Gehäuses 2 gewährleistet. Die einzelnen Bestandteile des Ventilators 10, seine Lagerung und die Teile der Betätigungseinrichtung können, bis auf die Feder 8, aus Kunststoff bestehen. Ein geringes Gewicht und eine kostengünstige Herstellung sind somit gewährleistet.
Es kann vorgesehen sein, den Ventilator und die mit ihm zusammenwirkenden Teile an einer abnehmbaren Gehäusekappe vorzusehen, sodass die erfindungsgemässe Vorrichtung mehrmals verwendbar ist.