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Erdbebensicheres Wohnhaus.
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horizontale oder drehende Stosswirkungen nicht widerstandsfähig. Die Aufgabe bei der Herstellung eines erdbebensicheren Hauses besteht darin, eine Konstruktionsform zu finden, weiche die nötige Widerstandsfähigkeit gegen jegliche Art äusserer einwirkender Kräfte mit den Anforderungen der Wohnlichkeit vereint, die in einem guten Schutz gegen die Unbilden der Witterung. in der erforderlichen Hähenentwicklung der Baukonstruktion, in der Beibehaltung der gewohnten Zimmerform und endlich in einer Reihe von die Heizung, Lüftung, Kommunikation usw. betreffenden Bedingungen bestehen.
Damit die Baukonstruktion den Erschütterungen und Beanspruchungen infolge eines Erdbebens widerstehen könne-muss getrachtet werden, ein monolytisches Gefüge der Konstruktion zu erhalten, eine nicht zu schwere Konstruktionsform zu wählen, und den Schwerpunkt derselben möglichst tief zu legen ; endlich wird auch ein feuersicheres Baumaterial zu wählen sein, dies wohl mehr mit Rücksicht auf die mittelbaren als auf die direkten Wirkungen von Beben.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Wohnhaus, das sowohl den Bedingungen für die Sicherheit gegen die zerstörenden Wirkungen von Erdbeben, al p auch den Anforderungen für die Wohnlichkeit vollkommen entspricht.
In der zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 das Prinzip der Konstruktion nach der Erfindung schematisch dargestellt, während die Fig. und 4 in schaubildlichel Ansicht bezw. in einem Schnitt Ausführungsformen der Baukonstruktion mit dem Fundament, der Decke und dem Dache zeigen.
Fig. 5 veranschaulicht die Deckenkonstruktion in vergrössertem Massstabe.
Auf einem massiven Fundament o. ist ein Traggerippe, in Gestalt eines monolytischeu Fachwerkes aufgebaut, das entweder aus aufstrebenden parallelen Rahmen b, b aus Eisen oder aus Eisenbeton, die sich mit einem zweiten Satz ebenfalls untereinander paralleler Rahmen c, c kreuzen (Fig. l) besteht, oder welches aus radial angeordneten, sich kreuzenden Rahmen d, d
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noch durch Horizontalrahmen e, e verbunden und abgesteift. Die Rahmen müssen um die statische Einheitlichkeit des Ganzen zu gewährleisten einen durchgehenden, dem Verlauf der Kräfte angepassten Querschnitt erhalten.
Eine weitere Aussteifung der so geschaffenen Wandfächer kann entweder durch Diagonalen oder durch Ecksteifen hergestellt werden, je nachdem in denselben Offnungen anzuordnen sind oder nicht. Diese Absteifungen werden nur für Gebäude grösserer Hähenau8dehnung nötig und sind in den Figuren nicht eingezeichnet, um der Deutlichkeit derselben nicht Abbruch zu tun.
Damit die Rahmen ein absolut starres Gefüge aufweisen, werden im Falle ihrer Herstellung aus Eisenbeton ihre Verbindung Eisen auf Eisen durchgeführt, während ein einfaches Verhacken nur bei den Zwischenfüllungen vorgesehen wird. Bei grosseren Bauten ist es auch erforderlich, den Rahmen eine gegen aussen zu zunehmende Form zu geben, um deren Widerstandsfähigkeit gegen die Hausbasis zu, zu vermehren.
Durch entsprechende Anordnung dieses Traggerippes wird ermöglicht, allen Anforderungen entsprechende Wohnräume zu schaffen ; die Ausfüllung der Fächer erfolgt mit Vorteil durch eine dünne Monierwand, mit einer Korksteinverkleinerung, die bewirkt, dass trotz der geringen
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Dicke der nicht tragfähigen Wandausfüllung, eine vorzügliche Isolierung der Innenräume gegen die Einwirkung der Witterungseinnüsse, Hitze und Kälte, gegen Kondensationswasserbildung und Feuchtigkeit geschaffen wird und das Bauwerk von geringem Gewichte bleibt.
Die Kamine f werden aus glasierten Rohren zusammengesetzt und in den Querschnitt eines der Rahmenständer hineinverlegt. Die Treppen sind auf einem Gerüste aus Eisenbeton aus feuersicher imprägniertem Holz hergestellt und die Decken g endlich etwa als ein kreuzweise angeordnetes Hängwerk zwischen den horizontalen Rahmen e, e ausgebildet (Fig. 3,4 und 5),
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nur für Beanspruchungen von vertikal wirkenden Lasten bestimmt und geeignet sind, und demgemäss solcher Verbindungen untereinander entbehren, die sie zur Aufnahme von schräg bezw. gleichzeitig sowohl vertikal als auch horizontal angreifenden Kräften, wie solche bei Erdbeben auftreten, befähigen würden. Die Dach- und Zwischendecken solcher Häuser sind ebenfalls bloss aufgesetzt und eine geringe Verschiebung ihrer Unterstützungen bewirkt ein Einstürzen derselben.
Bei der Konstruktion nach der Erfindung bilden, wie aus der Zeichnung ersichtlich, die durchgehenden, untereinander in jeder Richtung abgesteiften Rahmen die eich auch die Auflager
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Erdbebensicheres, ein Traggerippe enthaltendes, Wohnhaus. dadurch gekennzeichnet, dass das Gerippe aus radialen oder sich kreuzenden, in den Knotenpunkten starr verbundenen, Rahmen besteht, die in einem Fundamentblocke eingelassen und untereinander durch Quer- verbindungen fachwerkartig versteift sind.