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Die Erfindung betrifft einen Verstellring, wie er beispielsweise im Automobilbau oder im Bereich des Zubehörs für Kraftfahrzeuge verwendet wird. Verstellringe haben ein Innengewinde, mit dem sie auf ein mit einem Aussengewinde versehenes Bauteil aufgeschraubt werden. Zu ihrer Verstellung haben sie in einem Flanschelement Schlüsselflächen, die üblicherweise als Kerben oder in axialer Richtung verlaufende Nuten ausgebildet sind. Das Flanschelement kann relativ komplizierte Formen aufweisen.
Bislang werden solche Verstellringe aus einem stranggepressten Leichtmetallrohr durch Drehen hergestellt. Dies bedeutet einen beachtlichen Herstellungsaufwand. Ausserdem werden Verstellringe sehr aufwendig in Farbe eloxiert. Dies ist häufig genauso teuer wie die Herstellung selbst.
Es ist bereits bekannt, eine Lagerbuchse für eine Welle mit Hilfe eines aushärtenden Harzes am Ende eines Rohrs zu befestigen (JP 8207790).
Weiterhin ist eine Reibungsverbindung bekannt (US-4411551), bei der zwei Hülsenelemente mit einer leicht konischen Trennfläche so angeordnet sind, dass sie in axialer Richtung verschoben werden können um dadurch eine verstärkte Anpressung zu bewirken.
Bei der Befestigung von Schleifscheiben ist es bekannt (GB 754999), zwischen einer metallischen Nabe und der Schleifscheibe einen Einsatz aus aushärtendem Kunststoff anzuordnen.
Weiterhin ist ein rohrförmiges Bauteil aus einem polymeren Werkstoff bekannt (DE 3445892), bei dem an der Aussenseite des rohrförmigen aus Kunststoff bestehenden Teiles ein Gewinde ist, während ein metallisches Teil an der Innenseite angeordnet ist. Bei diesem Bauteil handelt es sich um ein Nabenbauteil.
Bei diesen bekannten Verbindungen tritt eine Belastung in Umfangsrichtung auf, jedoch keine Belastung in Axialrichtung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, einen Verstellring mit geringerem Aufwand herstellen zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung einen Verstellring mit einem Hülsenelement, das aus Metall besteht und eine Innenöffnung mit einem Innengewinde aufweist, sowie mit einem Flanschelement vor, wobei das Flanschelement als getrenntes Bauteil an der radialen Aussenseite des Hülsenelements angeordnet ist und aus Kunststoff besteht sowie ein Verfahren zum Herstellen eines Verstellrings, bei dem ein Profilrohr mit Längsnuten an seiner Aussenseite stranggepresst wird, das Profilrohr zur Bildung einzelner Hülsenelemente in Scheiben zerschnitten wird, die Innenöffnung des Hülsenelements mit einem Innengewinde versehen wird, wobei das Hülsenelement an seiner radialen Aussenseite mit einem aus Kunststoff bestehenden Flanschelement verbunden wird.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusammenfassung durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
Durch die zweiteilige Ausbildung des Verstellrings, nämlich einerseits aus dem metallischen Hülsenelement, das das Gewinde aufweist, und dem aus Kunststoff bestehenden Flanschelement, lassen sich zum einen Materialkosten sparen, da das Leichtmetallrohr nur geringfügig nachbearbeitet werden muss. Ausserdem ist die Herstellung des Flanschelements aus Kunststoff kostengünstiger. Darüber hinaus lassen sich durch das Herstellen aus Kunststoff auch kompliziertere Formen herstellen, die sich beim Drehen des Metallprofils nur mit grösserem Aufwand herstellen liessen. Trotz der Ausbildung aus zwei Teilen ist der vorgeschlagene Verstellring ausreichend stabil, um seine Aufgaben zu erfüllen.
Insbesondere kann in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Flanschelement aus Kunststoff um die radiale Aussenseite des Hülsenelements herum gespritzt ist. Dies kann
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beispielsweise dadurch geschehen, dass das Hülsenelement in eine Form gelegt wird, in der es umspritzt wird. Das umspritzte Teil ist eine Möglichkeit zur sicheren Verbindung zwischen dem Flanschelement und der radialen Aussenseite des Hülsenelements. Eine solche Verbindung ist wichtig, da die Schlüsselflächen zum Verdrehen des Hülsenelements an dem Flanschelement angeordnet sind.
In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Flanschelement um die axialen Stirnseiten des Hülsenelements herum greift.
Zur Verbesserung der Verbindung zwischen dem Flanschelement und dem Hülsenelement kann vorgesehen sein, dass die radiale Aussenseite des Hülsenelements mindestens eine umlaufende Nut aufweist, vorzugsweise zwei solche Nuten. Es vergrössert sich dadurch die Oberfläche, an der eine Verbindung zwischen dem Hülsenelement und dem Flanschelement vorhanden ist.
In nochmaliger Weiterbildung kann zur weiteren Verbesserung der Verbindung vorgesehen sein, dass die radiale Aussenseite des Hülsenelements mindestens eine in Längsrichtung verlaufende Nut aufweist, vorzugsweise mehrere solcher Nuten.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die mindestens eine umlaufende Nut durch Drehen hergestellt wird, wobei das Drehen und Ablängen des Metallprofils vergleichbare Tätigkeiten sind, die auf der gleichen Maschine durchgeführt werden können.
Für die Herstellung des Hülsenelements kann vorgesehen sein, dass dieses aus einem stranggepressten Profilrohr hergestellt wird. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein schon mit Längsnuten versehenes Profilrohr verwendet wird, so dass die Längsnuten des Hülsenelements nicht mehr nachträglich eingefräst werden müssen.
Das Verfahren zur Herstellung des Verstellrings sieht so aus, dass zunächst ein Profilrohr mit Längsnuten stranggepresst wird. Dieses Profilrohr wird dann zur Bildung einzelner Hülsenelemente abgelängt bzw. in Scheiben zerlegt, wonach dann die Innenöffnung der Scheiben bzw. Hülsenelemente mit einem Gewinde versehen wird. Anschliessend erfolgt die Anbringung des Flanschelements an der Aussenseite, vorzugsweise durch Umspritzen in einer Form.
Zur Verbesserung der Verbindung kann vorgesehen sein, beim Ablängen oder nach dem Ablängen die Aussenseite der Hülsenelemente mit mindestens einer umlaufenden Nut zu versehen.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen: Fig. 1 eine Stirnansicht eines mit Längsnuten versehenen stranggepressten Profils; Fig. 2 eine Stirnansicht eines aus dem Profil hergestellten Hülsenelements; Fig. 3 einen Querschnitt durch das Hülsenelement der Fig. 2; Fig. 4 einen Querschnitt durch das Hülsenelement mit einem teilweise dargestellten Flansch- element; Fig. 5 eine Ansicht eines fertigen Verstellrings.
Figur 1 zeigt die Stirnansicht eines aus Leichtmetall bestehenden stranggepressten Profilrohres, das beim Strangpressen bereits mit zwölf Längsnuten versehen wurde. Die Aussenseite 1 und die Innenöffnung 2 liegen auf Zylinderflächen. Die Längsnuten 3 haben einen rechteckigen Querschnitt.
Dieses Profilrohr wird in Scheiben zerschnitten, die damit einzelne Hülsenelemente 4 bilden,
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siehe Figur 2. In die radiale Aussenseite 1 der Hülsenelemente 4 werden dann im dargestellten Beispiel zwei umlaufende Nuten 5 eingedreht, siehe den Querschnitt der Figur 3 und 4. Die Nuten 5 sind ebenfalls etwa rechteckig, ähnlich wie die Nuten 3. In die Innenöffnung 2 der Hülsenelemente wird dann ein Innengewinde 6 eingeschnitten, siehe ebenfalls die Figur 3 und 4.
Das mit dem Innengewinde 6 und den beiden umlaufenden Nuten 5 versehene Hülsenelement 4, siehe Figur 3, wird dann in eine Form gelegt und mit Kunststoff umspritzt, zur Bildung des Flanschelements 7, siehe Figur 4. Figur 4 zeigt nur im unteren Teil einen Querschnitt durch das Flanschelement 7. Dieses Flanschelement weist ebenfalls einen hülsenartigen Teil 8 auf, der die radiale Aussenseite 1 des Hülsenelements vollständig abdeckt und auch die axialen Stirnseiten 9 der Hülsenelemente bis fast an den Beginn des Innengewindes 6 umgreift. Durch das Vorhandensein von Längsnuten 3 und umlaufenden Nuten 5 ergibt sich eine grosse Festigkeit der Verbindung zwischen dem metallischen Hülsenelement 4 und dem aus Kunststoff bestehenden Flanschelement 7.
Von dem hülsenförmigen Teil 8 des Flanschelements 7 erstreckt sich ein Flansch 10 radial nach aussen, der in einer Ebene senkrecht zur Achse des Verstellrings liegt.
Dieser flanschartige Teil 10 des Flanschelements 7 weist, siehe Figur 5, über dem Umfang gleichmässig verteilte Kerben 11auf, die als Schlüsselflächen zur Verstellung bzw. Verdrehung des Verstellrings dienen. Figur 5 zeigt den fertigen Verstellring, bestehend aus dem metallischen Hülsenelement und dem aus Kunststoff bestehenden Flanschelement 7. Der Verstellring ist kostengünstiger und einfacher herzustellen als im Stand der Technik.
Durch die Verwendung eines farbigen Kunststoffes lassen sich ohne zusätzlichen Aufwand auch alle gewünschten Farbeffekte herstellen.
Patentansprüche : 1. Verstellring, mit einem Hülsenelement (4), das aus Metall besteht und eine Innenöffnung (2) mit einem Innengewinde (6) aufweist, sowie mit einem Flanschelement (7), dadurch ge- kennzeichnet, dass das Flanschelement als getrenntes Bauteil an der radialen Aussenseite (1) des Hülsenelements (4) angeordnet ist und aus Kunststoff besteht.