<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zur einfachen, raschen und werkzeuglosen An- passung und Fixierung von vorzugsweise aus Kunststoff gefertigten starren Gürtelschlaufen (2) an unterschiedliche Hüftgürtelbreiten und-dicken, bei welcher der Klemmeffekt auf den Gürtel mittels zweier innerhalb der starren Gürtelschlaufe verschiebbarer Klemmhebeln erfolgt.
Solche sogenannten starren Gürtelschlaufen aus Kunststoff finden in ihrer hauptsächlichen Ausführung vor allem in Verbindung mit Montageplatten für Waffenfutterale Anwendung, welche aufgrund unterschiedlicher Anforderungen und Voraussetzungen aussen am Körper getragen werden sollen (z. B. bei Exekutive, Militär, Justiz), und bei welchen es zweckmässig ist, die Waffe vom Körper abstehen zu lassen (erleichterter Zugriff bei Bekleidungs-, Körperfülle etc. ).
Ein System dieser Art soll so gestaltet sein, dass die jeweiligen Systemeinheiten vorzugsweise im Kunststoff-Spritzgussverfahren einstückig ohne weitere Teilbestandteile gefertigt sein können, und der Umgang und die Handhabung der Gürtelschlaufe zur Verstellung und Fixierung am Gürtel, im Vergleich zu bestehenden Systemen, wesentlich vereinfacht ist. Die Anpassung an die gewählte Gürtelbreite, -position, soll ohne zusätzliches Werkzeug oder Kleineisen wie Schrauben, Muttern etc. rasch durchführbar sein. Durch die einfache und einstückige Bauweise sollen die Produktions- kosten der Systemteile ausserdem erheblich herabgesetzt werden.
Für eingangs erwähnten Zweck genutzte Gürtelplatten herkömmlicher Bauart sind zumeist da- durch charakterisiert, dass diese zwar das Waffenfutteral bzw. die Waffe selbst durch ihre spezifi- sche äussere Form vom Körper abstehen lassen und dadurch einen einfachen und schnellen Zugriff zur Waffe erlauben, eine notwendige Neujustierung der Gürtelplatte an eine unterschiedliche Gürtelbreite, -position jedoch oft nur mittels Einsatz zusätzlichen Werkzeuges erfolgen bzw. die Nachjustierung dadurch oder durch eine andere ungünstigere Bauart nur sehr umständlich und zeitintensiv durchgeführt werden kann.
Weiters ist dabei als nachteilig anzusehen, dass das zur Adaptierung notwendige Werkzeug (Schraubenschlüssel, Inbusschlüssel etc. ) stets zusätzlich mitgeführt werden muss bzw. das Fehlen dieser Werkzeuge oder deren nicht unmittelbare Verfüg- barkeit, einen zusätzlichen Gesamtzeitaufwand zur Neujustierung bedeuten.
Aufgabe des neuen Systems ist es, die vorstehend umrissene Aufgabe unter Vermeidung der Nachteile bestehender Systeme zu erreichen.
Die Erfindung besteht dabei darin, dass zwei in Form und Funktion identische, als bewegliche und kippbare Klemmhebeln ausgeführte Teile innerhalb zweier Führungsschlitze einer starren vorzugsweise einstückig aus Kunststoff gefertigten Gürtelschlaufe auf und ab bewegt werden können, und diese Klemmhebeln vor dem Einfädeln des Gürtels in die Gürtelaufnahme der Gürtel- schlaufe, in unterschiedliche der Dicke des zu klemmenden Gürtels entsprechende halbkreisförmi- ge Kerben eingelegt werden können, und diese nach dem Einführen und der Positionierung der Gürtelschlaufe anschliessend um etwa 90 nach unten gekippt werden, wobei jeweils eine an der Gürtelseite zugewandten Seite des Gürtels befindliche Auswölbung der Klemmhebeln in die flache Gürtelseite eingreifen und den Gürtel somit insoweit klemmen,
dass dieser in der endgültigen Klemmposition innerhalb der Gürtelplatte weder in die eine noch in die andere Richtung bewegt werden oder verrutschen kann. Ein unerwünschtes Pendeln der Gürtelplatte bzw. des Waffenfutte- rals am (Waffen)Gürtel, ist dadurch ebenfalls ausgeschlossen.
Durch die erfindungsgemässe Ausführung der Einrichtung, werden bei der Erstmontage der Systemteile die beiden Klemmhebeln in die vorzugsweise ebenso aus Kunststoff und einstückig gefertigte Gürtelschlaufe bzw. in deren beiden länglichen Führungsschlitze seitlich eingepresst, wodurch sämtliche Teile der Klemmeinrichtung sicher und beweglich miteinander verbunden werden.
Durch die weitere erfindungsgemässe Ausführung der Systemteile, besitzen beide als Klemm- hebel wirkende Teile der Einrichtung jeweils an der dem Gürtel zugewandten Seite, eine von der Drehachse des Hebels versetzte vorzugsweise in Längsrichtung zackenartige Auswölbung, welche während ihrer axialen Bewegung bzw. des Umlegens der beiden Klemmhebeln, die flache Gürtel- seite mittels dieser Auswölbungen effektiv einklemmen und nach vollständiger Umlegung der einzelnen Hebeln ein Verrutschen der Gürtelplatte am Gürtel oder gar ein Pendeln ausgeschlossen wird.
Das Lösen der Verklemmung erfolgt durch Anhebung beider Hebeln, wobei die Auswölbungen der beiden Klemmhebeln von der Gürtelseite zurückbewegt werden, und der Gürtel somit zur Nachjustierung oder zum Herausnehmen aus der Gürtel-Schlaufe freigegeben wird.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen veranschaulichten bevorzug- ten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein sollen, noch weiter erläutert.
Es zeigen im Einzelnen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemässen Klemmvorrichtung, mit nach unten abste- hender Montageplatte, teilweise verdeckt durch ein auf die Montageplatte aufgestecktes Waffenfut- teral.
Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Klemmvorrichtung, mit einer Durchbrechung für den Gürtel und einer nach unten abstehenden Montageplatte. Sowohl Montageplatte, als auch Waffenfutteral, welche für die vorliegende Erfindung ohne Bedeutung sind, sind in den folgenden Zeichnungsfiguren der Einfachheit halber weggelassen ;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen beweglichen Klemmhebel einer erfindungsgemässen Klemmvor- richtung ;
Fig. 4 eine Vorderansicht eines beweglichen Klemmschlittens einer erfindungsgemässen Klemmvorrichtung ; Fig.5 eine Seitenansicht des beweglichen Klemmschlittens einer erfindungsgemässen Klemm- vorrichtung gemäss Fig.4;
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Gürtelschlaufe einer erfindungsgemässen Klemmvorrichtung ge- mäss Fig.1,2, geschnitten entlang der Linie D-D' in Fig.7;
Fig. 7 eine Vorderansicht einer Gürtelschlaufe einer erfindungsgemässen Klemmvorrichtung gemäss Fig.1, 2, geschnitten entlang der Linie E-E' in. Fig.8;
Fig. 8 eine Seitenansicht der Gürtelschlaufe, geschnitten entlang der Linien A-A' und C-C' in Fig.7;
Fig.9 eine Seitenansicht der Gürtelschlaufe, geschnitten entlang der Linie B-B' in Fig.7;
Fig.10 eine Vorderansicht der Gürtelschlaufe der erfindungsgemässen Klemmeinrichtung, mit eingeschobenen beweglichen Klemmhebeln, geschnitten entlang der Linie E-E' in Fig.11;
Fig.11eine Seitenansicht der Gürtelschlaufe der erfindungsgemässen Klemmeinrichtung mit eingeschobenen Klemmhebeln, in geschlossener Klemmposition, geschnitten entlang der Linie F - F'in Fig.10 ;
Fig.12 eine Seitenansicht der Gürtelschlaufe einer erfindungsgemässen Klemmeinrichtung, mit beweglichem Klemmhebel, teilweise geschnitten, in geöffneter Klemmposition;
In den Zeichnungen ist mit 1 und 2 eine Gürtel-Klemmvorrichtung für die Montage von äusser- lich getragenen Waffenfutteralen dargestellt, wobei der den Gürtel aufnehmende Teil der Klemm- vorrichtung mit 2 und die innerhalb dieses Teils 2 beweglichen Klemmhebeln, mit 1 bezeichnet sind. Der Teil 1 besitzt an seiner linken und rechten oberen Stirnseite je einen vorzugsweise zylind- rischen Fortsatz, welche vor dem Einführen des Gürtels in die Gürtelaufnahme der Gürtelschlaufe 2, in die seitlich der Führungsschlitze der Gürtelschlaufe 2 angeordneten zur Aufnahme der zylind- rischen Fortsätzen bestimmten Ausnehmungen in Eingriff gebracht werden.
Je nach zu verwen- dender Gürteldicke, oder-breite, können die beiden Hebeln in unterschiedliche, der Gürtelbreite, und-dicke entsprechende zur Gürtelseite in unterschiedlicher Entfernung angeordnete Kerben eingelegt werden.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Gürtelklemmvorrichtung aus Kunststoff, bestehend aus einer starren Gurtdurchführungs- schlaufe (2) und zwei Klemmhebeln (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrich- tung benachbart der Gurtdurchführungsöffnung (2a) zwei schlitzförmige Unterbrechungen (3) zur Aufnahme der beiden Klemmhebeln (1) aufweist, welche mittels Drehung oder Kip- pens nach unten einen textilen Gürtel nach erfolgter Hindurchführung durch die Gürtel- schlaufe (2) und Positionierung innerhalb der Gürtelschlaufe (2) festklemmen.