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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fütterungsanlage für in Gruppen gehaltene Tiere, insbe- sondere Schweine, mit einem einen Teil der Abtrennung zwischen den Aufenthaltsbereichen zweier getrennt zu haltender Tiergruppen bildenden, für die Aufnahme eines Einzeltieres bestimm- ten Fütterungskäfig, der einen Durchlaufweg zwischen einer Einlasstür und einem Auslass bestimmt, wobei zur Sperrung bzw.
Betätigung der Einlasstür und einer im Käfig vorgesehenen Futterausga- bevorrichtung Steuer- und Antriebseinrichtungen vorgesehen sind und an den Fütterungskäfig nach Art von Umschaltklappe von der einen zur anderen Längsseite verstell- insbesondere verschwenkbare Abteilungselemente anschliessen, die in der einen Endstellung den Zugang zur
Einlasstür und den Auslass für Tiere der einen Tiergruppe und in der anderen Endstellung diesen
Zugang und den Auslass für Tiere der anderen Tiergruppe freigeben.
Eine derartige Fütterungsanlage ist aus der AT 399 255 B bekannt. Dabei sind die Umschalt- klappen auch innerhalb des Durchlaufstalles durch Längsabtrennungen verbunden, die sich in den beiden Schwenkendstellungen nahe zu der einen bzw. zu der anderen Wand des Durchlaufstalles legen und gewährleisten, dass tatsächlich jeweils nur Tiere der einen Tiergruppe den Durchlaufkäfig benützen und keinesfalls mit den Tieren der anderen Tiergruppe zusammentreffen können. Die bekannte Ausführung erfüllt zwar zumindest theoretisch die letztgenannte Bedingung, hat aber den
Nachteil, dass sie konstruktiv aufwendig, ist. Während der Umschaltphase kann ein noch im Fütte- rungskäfig befindliches Tier eingeklemmt werden oder zumindest die ordnungsgemässe Umschal- tung behindern.
Die Bedingung der sicheren Trennung der Tiere von zwei Tiergruppen wird im wesentlich auf- wendigerer Form auch durch eine Ausbildung einer Fütterungsanlage nach der FR 2 619 988 ermöglicht. Bei dieser Fütterungsanlage besitzt der Durchlaufkäfig zwei Durchlaufwege zwischen einer Einlass- und einer Auslasstür, eine gemeinsame Fütterungsstelle und zwischen den beiden
Durchlaufwegen ein Gitterwerk, das über Antriebseinrichtungen in den einen oder anderen Durch- laufweg hineinverstellt werden kann und daher den Durchlauf und den Zutritt zur Fütterungsstelle jeweils nur den Tieren der einen Fütterungsgruppe ermöglicht.
Für die allgemeine Fütterungsüberwachung und eine allfällige Selektionierung von Tieren einer
Gruppe nach dem Entwicklungs- bzw. Gesundheitszustand sind verschiedenste Ausführungen ebenfalls bekannt. Eine Anlage nach der DE 37 01 864 A sieht einen wahlweise über zwei miteinander gekuppelte Einlasstüren von dem einen oder anderen Aufnahmeraum einer Tiergruppe her begehbaren Gang und diesem nachgeordnet einen Aufnahmekäfig mit am Ende gesperrter Hubtür vor, der nach einem Steuerprogramm und aufgrund einer allfälligen Tiererkennung verfahren und dabei an einen von mehreren Fressständen angedockt werden kann, in dem das Tier die zugeteilte Futterration erhält. Ein am jeweiligen Tag bzw.
Austeilvorgang bereits gefüttertes Tier wird aufgrund der Erkennung an einen Platz gefahren, wo es nach Öffnen der Auslasstür wieder in den Aufnahmeraum der Herde zurückkehren kann. Ein Mittelgang, der anstelle eines Fressstandes vorgesehen ist, führt zu wahlweise zu beschickenden Selektionsabteilen. Nachteilig bei dieser Konstruktion ist der sehr hohe bauliche und konstruktive Aufwand, wobei es trotzdem bei Zwischenstellungen der gekuppelten Einlasstüren zu einem unnötigen Gedrang und Rangordnungskämpfen der Tiere aus den beiden Gruppen kommen kann.
Aus den US 4 617 876 A und 5 673 647 A sind automatisierte Fütterungs- und Selektionieran- lagen bekannt, bei denen die zu fütternden bzw. zu selektionierenden Tiere durch Laufgänge zu Fressplätzen geführt werden und oft mehrere Auslasstüren vorgesehen sind, die eine Trennung der Einzeltiere einer Tiergruppe nach dem Entwicklungs- und Gesundheitszustand usw. ermöglichen, wobei Wägungen und Abmessungen der Tiere sowie weitere Untersuchungen vorgenommen werden und eine Erkennung der Tiere nach Ohrmarken durchgeführt wird.
Ein Zentralcomputer entscheidet dann, ob bzw. weiche Futterration das jeweilige Tier erhält, bei Anordnung mehrerer Fressplätze zu weichem Fressplatz es geleitet wird und schliesslich welchen Auslass es benützen darf, wobei die verschiedenen Leiteinrichtungen ausschliesslich über vom Computer gesteuerte Antriebe betätigt werden, bei Fehlsteuerungen des Computers oder bei Kontaktfehlern an Türfühlern aber ohne weiteres die Möglichkeit besteht, dass die Tiere zu falschen Auslässen und damit in die falschen Herdengruppen geleitet werden. Die Türkontakte oder Schalter geben in manchen Fällen zwar Rückmeldungen zur Zentrale, doch hängt die genaue Steuerung immer nur vom Computer allein ab.
Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine Fütterungsanlage der eingangs genannten Art
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konstruktiv zu vereinfachen und dabei für die Praxis die Betriebssicherheit zu erhöhen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass für die Einlasstür eine eigensichere Verriegelung und, wie an sich bekannt, Fühler, insbesondere Schalter, zur Erfassung der Endstellungen der Abteilungselemente vorgesehen und Fühler dem einen und weitere Fühler dem anderen Aufent- haltsbereich zugeordnet sind, wobei die eigensichere Verriegelung unabhängig von einer allfälligen Freigabe durch die Steuereinrichtung eine Öffnung der Eingangstür nur zulässt, wenn sich die Abteilungselemente in gesicherten Endlagen befinden, die Zu- und Durchgang nur für die Tiere einer Tiergruppe zulassen, also die Bedingung
E = ( (A1 UND NICHT B1) UND (A2 UND NICHT B2)) ODER ( (B1 UND NICHT A1) UND (B2 UND NICHT A2)) erfüllen,
wobei die Bedingung für die Freigabe und hier die momentan gesicherten Endlagen der Abteilungselemente anzeigende Signale der Fühler bedeuten.
Die Eingangstür bleibt auch dann verriegelt, wenn eines oder beide Abteilungselemente noch keine gesicherte Endlage erreicht haben, also das Signal des zuständigen Endstellungsfühlers fehlt. Damit ist mit einfachen Mitteln eine praktisch absolute Sicherung gegen ein unerwünschtes bzw. unzulässiges Zusammentreffen von Tieren aus wenigstens zwei Herdengruppen gewährleistet. Diese Bedingung muss absolut eingehalten werden, da bei falsch freigegebenem Durchlauf auch die Möglichkeit bestünde, dass nicht nur ein Einzeltier, sondern eine ganze Herdengruppe in den Aufenthaltsbereich der anderen Herde gelangt, wo es erfahrungsgemäss zu Kämpfen mit teilweise tödlichem Ausgang kommen würde.
Die eigensichere Verriegelung bietet auch bei computergesteuerten Anlagen eine zusätzliche und wegen der geschilderten Gefahren vorteilhafte Sicherung, die in jedem Fall auch einen zusätzlichen Einbau rechtfertigt. Bei der Beschreibung der
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heitsfühler, z. B. eine Wiegeeinrichtung, vorgesehen werden, die eine Umstellung der Abteilung- elemente nur bei unbesetztem Durchlaufkäfig zulässt. Die Fütterungseinrichtung selbst kann mit
Tiererkennungseinrichtungen kombiniert sein und schliesslich ist es auch möglich, die Umschalt- klappen oder ihnen nachgeordnete Durchlaufwege für eine Selektionierung von Einzeltieren aus den Tiergruppen zu verwenden.
Die eigensichere Verriegelung kann bei Nichterfüllung der Entriegelungsbedingung einen Warnsignalgeber betätigen, um den jeweiligen Bedienungspersonen eine rasche Behebung aufgetretener Fehler zu ermöglichen.
Weitere Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
In der einzigen Figur ist eine erfindungsgemässe Fütterungsanlage in äusserst vereinfachter Darstellungsweise schematisch in Draufsicht veranschaulicht.
Für zwei in getrennten Abteilen 1 und 2 zu haltende Tiergruppen ist ein gemeinsamer Fütterungskäfig 3 in Form eines Durchlaufkäfigs vorgesehen, der zusammen mit umstellbare Abteilungselementen 4,5 einen Teil einer weiteren, als Mauer 6 angedeuteten Abtrennung zwischen den beiden Tiergruppen bildet.
Der Durchlaufkäfig 3 ist mit einer Einlasstür 7 versehen. In ihm kann sich ein ein-und ausschwenkbarer Futtertrog 8 befinden, der von einer Fütterungsanlage mit dosierten Futtermengen beschickt wird, wobei bekannte Identifizierungseinrichtungen zur Bestimmung der an ein im Käfig 3 befindliches Tier abzugebenden Futtermenge vorgesehen werden können. Zur Betätigung der Einlasstür 7 und der Abteilungselemente 4,5 sowie der Futterausgabeeinrichtung für den Trog 8 dienen von einer zentralen Steuereinheit, insbesondere einem Stallcomputer, angesteuerte Antriebs- bzw. Erkennungseinrichtungen.
Unabhängig davon ist für die Einlasstür 7 eine eigensichere Verriegelung vorgesehen, die eine Öffnungsbetätigung nur zulässt, wenn Lagefühler A1, A2, B1, B2 anzeigen, dass sich die Abteilungselemente 4,5 in gesicherten, insbesondere verriegelten Endlagen befinden und die schon erwähnte Bedingung E für die Entriegelung der Eingangstür 7 erfüllen. Die Lagefühler und die von ihnen bei Anliegen der Abteilungselemente 4,5 erzeugten Signale wurden mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.