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Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauwerk mit einer in einen Unterflurschacht absenkbaren
Wand, mit zwei oben durch einen Querträger zu einem Portal verbundenen Stehern, mit an den
Stehern vorgesehenen, im Querschnitt U-förmigen Wandführungen, die zwischen einander gege- nüberliegenden Schenkeln eine Führungsaufnahme für wandseitige Führungsleisten bilden, und mit zwischen den Schenkeln der Wandführungen verlaufenden Zugmitteln, die einerseits an der
Wand und anderseits an einem Hubantrieb angeschlossen sind.
Bei einem bekannten Bauwerk dieser Art (AT 407 068B), greifen die von einem im Bereich des
Querträgers des Portals angeordneten Hubantrieb kommenden, über Umlenkrollen geführten
Zugmittel in die Führungsaufnahmen zwischen den Schenkeln der im Querschnitt U-förmigen
Wandführungen der seitlichen Steher ein, wo sie über Klinkenhebel an der Wand angreifen. Diese zur Abfallsicherung der Wand bei einem Zugmittelriss mit einer Zahnstange in den Wandführungen zusammenwirkenden, auf der Wand gelagerten Klinkenhebel werden durch die Zugbelastung der
Zugmittel gegen die Kraft einer Schliessfeder in einer Entriegelungsstellung gehalten, um bei einem
Zugmittelriss durch die Schliessfeder gegen die Zahnleiste gedrückt zu werden.
Nachteilig bei die- sem bekannten Bauwerk ist, dass die Führungsaufnahmen der Wandführungen für die wandseiti- gen Führungsleisten beim Absenken der Wand in den Unterflurschacht freigegeben werden, was nicht nur eine erhebliche Verschmutzungsgefahr mit sich bringt, sondern auch das Einbringen von
Flüssigkeit in den Bereich der Wandführungen ermöglicht. Ausserdem wird mit der Zugänglichkeit des Führungsbereiches oberhalb der zumindest teilweise abgesenkten Wand die Betriebssicher- heit durch missbräuchlich in den Führungsbereich gelangende Gegenstände beeinträchtigt und die Verletzungsgefahr erhöht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Bauwerk mit einer in einen Unterflurschacht absenkbaren Wand der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass mit einfachen konstruktiven Mitteln vorteilhafte Voraussetzungen für einen störungsfreien, sicheren Betrieb geschaffen werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Schenkel der Wandführungen einander paarweise gegenüberliegende Führungen für mit der Wand bewegbare, die Führungsaufnahmen oberhalb der Wand auf der den Stehern abgekehrten Seite der Zugmittel verschliessende Abdeckungen aufweisen.
Durch die zwischen den Schenkeln der Wandführungen vorgesehenen Abdeckungen, die mit der Wand mitbewegt werden, können in einfacher Weise die Führungsaufnahmen der Wandführungen oberhalb der Wand so verschlossen werden, dass weder die Zugmittel noch andere im Führungsbereich der Wand vorgesehene Konstruktionsteile beispielsweise einer Abfallsicherung zugänglich werden, wodurch Betriebsstörungen durch einen missbräuchlichen Eingriff in den Führungsbereich der Wand oder ein Verletzungsrisiko durch die Zugriffsmöglichkeit in den Führungsbereich ausgeschlossen werden können. Ausserdem ergibt sich durch die Abdeckungen ein abgeschlossener Führungsbereich für die Wand, der weitgehend abgedichtet werden kann.
Da die Abdeckungen lediglich die Wandbewegungen mitmachen müssen, ergeben sich für diese Abdeckungen unterschiedliche Verstellmöglichkeiten. Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse werden allerdings dadurch erreicht, dass die Abdeckungen auf der Oberseite der Wand befestigt und über Umlenkungen im Bereich des Querträgers des Portals zu Aus- und Einzieheinrichtungen geführt sind. Die Umlenkungen, die entsprechend biegsame Abdeckungen voraussetzen, erlauben die Anordnungen von Aus- und Einziehrichtungen für die Abdeckungen in Längsrichtung des Querträgers des Portals, so dass die Zugmittel ebenfalls über Umlenkrollen zu einem im Bereich des Querträgers angeordneten Hubantrieb geführt werden können, ohne die Bahn der Abdeckungen kreuzen zu müssen.
Die Aus- und Einzieheinrichtungen können unterschiedlich aufgebaut sein, weil es nur darum geht, eine an die Hubhöhe der Wand angepasste Ausziehlänge für die Abdeckung sicherzustellen. Diese Ein- und Auszieheinrichtungen können daher mit einer Wickelrolle versehen sein, aber auch bloss eine Geradführung für die Abdeckungen bilden. Die Abdeckungen selbst können aus einzelnen Gliedern zusammengesetzt sein oder aus einem durchgehenden Band bestehen, beispielsweise aus einem rostfreien Federstahl oder einem Kunststoffband.
Damit die Abdeckungen weitgehend dicht an die Schenkel der Wandführungen anschliessen, können die Führungen für die Abdeckungen aus Führungsnuten in den Schenkeln der Wandführungen bestehen, so dass sich zwischen den in die Führungsnuten eingreifenden Längsrändern der
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Abdeckungen und den Führungsnuten eine Art Labyrinthdichtung ergibt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine in einen Unterflurschacht absenkbare Wand eines erfindungsgemässen Bauwerkes in einer zum Teil aufgerissenen, schematischen Seitenansicht,
Fig. 2 eine Wandführung mit einer in eine Zwischenstellung abgesenkten Wand in einem grö- sseren Massstab und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 2 in einem grösseren Massstab.
Wie insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann, wird die in einen Unterflurschacht 1 ab- senkbare Wand 2 seitlich zwischen zwei Stehern 3 eines nicht näher dargestellten Bauwerks geführt. Diese Steher 3, die durch einen Querträger 4 zu einem Portal verbunden sind, sind mit im
Querschnitt U-förmigen Wandführungen 5 versehen, die wandseitige Führungsleisten 6 mit ihren
Schenkeln 7 beidseitig umfassen, wie dies der Fig. 3 entnommen werden kann. Die Wand 2 wird von Zugmitteln 8 getragen, die an Klinkenhebeln 9 angreifen, die in Lagergabel einer Stahischie- ne 11 auf der Oberseite der Wand 2 gelagert sind.
Die Klinkenhebel 9, die mit Zahnstangen in den Wandführungen 5 zusammenwirken, werden aufgrund einer gegenseitigen Versetzung der Lagerachse 13 für die Klinkenhebel 9 gegenüber der Anlenkachse 14 für das jeweilige Zugmittel 8 mit einem gegen die Kraft einer Schliessfeder 15 wirksamen, durch das Wandgewicht bedingten Drehmoment beaufschlagt, so dass die Wand 2 über die Zugmittel 8 ungehindert durch die Klinkenhebel 9 gehoben und gesenkt werden kann. Reisst jedoch ein Zugmittel 8, so wird der zugehörige Klin- kenhebel9 mit seiner Verzahnung 16 gegen die Zahnstange 12 gedrückt, wodurch eine wirksame Abfallsicherung gegeben ist.
Der Hubantrieb 17 für die Wand 2 besteht gemäss der Fig. 1 aus einem Spindeltrieb 18, der im Bereich des Querträgers 4 angeordnet ist. An der drehfest abgestützten Spindelmutter 19 sind die Zugmittel 8 abgestützt, die über Umlenkrollen 20 zu den Wandführungen 5 geführt werden. Um im Bereich des Querträgers 4 eine gegensinnige Bewegung der Zugmittel 8 zu erreichen, wird eines der beiden Zugmittel 8 über eine zusätzliche Umlenkrolle 21 in einer Umkehrchleife 22 geführt.
Die Schenkel 7 der Wandführungen 5 bilden durchgehende Führungen 23 in Form von einander paarweise gegenüberliegenden Führungsnuten, in die jeweils eine Abdeckung 24 für die sich zwischen den Schenkeln 7 ergebende Führungsaufnahme 25 eingreift, wie dies insbesondere der Fig. 3 entnommen werden kann. Diese im Ausführungsbeispiel bandförmige Abdeckung 24 ist an der oberen Stahischiene 11 bzw. an der Lagergabel 10 für die Klinkenhebel 9 befestigt und wird im Bereich des Querträgers 4 über eine Umlenkung 26 zu einer Ein- und Auszieheinrichtung 27 geführt, die im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer Geradführung für die Abdeckung 24 besteht.
Wird die Wand 2 durch eine Betätigung des Hubantriebes 17 über die Zugmittel 8 der Höhe nach verstellt, so wird die Abdeckung 24 durch die Wand 2 mitgenommen, wobei die sonst oberhalb der Wand 2 freigegebene Führungsaufnahme 25 der Wandführungen 5 durchgehend von der Abdeckung 24 verschlossen wird. Da die Abdeckung 24 die Führungsaufnahme 25 ausserhalb des Zugmittelverlaufes verschliesst, wird durch die Abdeckung 24 jeder Zugriff auf die Zugmittel 8 bzw. die Zahnstangen 5 oder die jeweilige Abfallsicherung verhindert. Der dichte Anschluss der Wand an die Wandführungen 5 wird durch die Abdeckungen 24 nicht beeinträchtigt, weil diese Abdichtung durch Gleitdichtungen 28 ausserhalb der Führungsaufnahme 25 vorgenommen wird.
Diese den Führungsleisten 6 zugeordneten Gleitdichtungen 28 werden zwischen den Stirnseiten der Schenkel 7 der Wandführungen 5 und entsprechenden Schultern der Führungsleisten 6 mit einem entsprechenden Anpressdruck beaufschlagt.
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