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Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen Steuerkreis für eine Spritzgussmaschine, bestehend aus einem in den Hydraulikkreis eingeschalteten Servoventil, das wahlweise mit einer Druck- oder Geschwindigkeitsregeleinrichtung in Verbindung steht
Ein derartiger hydraulischer Steuerkreis fur eine Spritzgussmaschine ist in der JP 5 (1993)-50 beschrieben worden und wird nachstehend anhand der Fig. 4 erläutert. In dieser bezeichnet Mo eine Spritzgussmaschine. Die Spritzgussmaschine Mo besteht aus einer Spritzvorrichtung 60 und einer Formschliessvorrichtung 70. Die Spritzvorrichtung 60 weist einen Zylinder 61 mit einer Spritzdüse 62 am vorderen Ende und einen Trichter 63 am hinteren Ende auf.
Im Zylinder 61 ist eine Schnecke 64 gelagert, und mit dem hinteren Ende des Zylinders 61 ist eine Schneckenantriebseinheit 65 angeschlossen. Die Schneckenantriebseinheit 65 weist einen Spritz- zylinder (ein hydraulisches Betätigungsorgan) 67 auf, der einen Doppelstangen-Kolben 66 enthält Die vordere Kolbenstange 66f des Kolbens 66 ist mit dem Hinterende der Schnecke 64 verbunden, und die hintere Kolbenstange 66r ist mit einer Welle eines Ölmotors 68 am Hinterende des Spritz- zylinders 67 Über eine Keilverbindung verbunden. Die mit strichlierten Linien gezeigte Form- schliessvorrichtung 70 trägt, öffnet und schliesst eine Form 71.
Der Spritzzylinder 67 ist an einen hydraulischen Steuerkreis F angeschlossen. Der hydrauli- sche Steuerkreis F besteht aus einem Hydraulikkreis 80 und einem Steuerkreis 90. Der Hydraulik- kreis 80 weist ein 4-Wege-Servoventil 81 auf. Der Anschluss A des Servoventils 81 ist an eine vor- dere Ölkammer 67f des Spritzzylinders 67, der Anschluss B des Ventils 81 an eine hintere ölkam- mer 67r des Zylinders 67, der Anschluss P des Ventils 81 an eine Hydraulikquelle (hydraulische Pumpe oder Akkumulator) 82 und der Anschluss T des Ventils 81 an einen Öltank 83 angeschlos- sen.
Der Steuerkreis 90 besteht aus einem Drucksensor 91 zur Erfassung des Druckes in der vor- deren Ölkammer 67f des Spritzzylinders 67, einem Drucksensor 92 zur Erfassung des Druckes in der hinteren Ölkammer 67r des Spritzzylinders 67, einem Komparator 93 zum Erhalten einer Diffe- renz zwischen den Drücken der Drucksensoren 91 und 92, einem Abweichungsdetektor 94 zum Ermitteln der Abweichung des erfassten vom Komparator 93 abgegebenen Druckes Pd von einem eingestellten Druck Ps, einer Druckausgleichseinheit 95 zum Ermitteln eines Druck-Eingangs- steuersignales Pc zum Ausgleich der am Abweichungsdetektor 94 ermittelten Abweichung, einer Geschwindigkeitsdetektoreinheit 96 zur Erfassung der Stellung der Schnecke 64 und zum Ermitteln der erfassten Geschwindigkeit Vd,
einem Abweichungsdetektor 97 zum Ermitteln der Abweichung der erfassten Geschwindigkeit Vd von einer eingestellten Geschwindigkeit Vs, einer Geschwindig- keitsausgleichseinheit 98 zum Ermitteln eines Geschwindigkeits-Eingangssteuersignales Vc zum Ausgleich der am Abweichungsdetektor 97 ermittelten Abweichung, Funktionsschalteinheiten 99 und 100 zur Auswahl des Druck-Eingangssteuersignales Pc und des Geschwindigkeits-Eingangs- steuersignales Vc, und einer Servobefehlseinheit 101 zur Umsetzung des Druck-Eingangssteuer- signales Pc oder des Geschwindigkeits-Eingangssteuersignales Vc in ein Befehlssignal Sc zur Steuerung des Servoventils 81 ; das von der Servobefehlseinheit 101 abgegebene Steuersignal Sc wird einer Steuersignaleingangseinheit des Servoventils 81 zugeführt.
Das Zeichen 102 bezeichnet eine Funktionssteuereinheit zum Ein- und Ausschalten der Funktionsschalteinheiten 99 und 100.
Die obige Konstruktion macht es möglich, am Abweichungsdetektor 97 die Abweichung der er- fassten Geschwindigkeit Vd von der eingestellten Geschwindigkeit Vs zu ermitteln und auch an der Geschwindigkeitsausgleichseinheit 98 das Geschwindigkeitsausgleichs-Eingangssteuersignal Vc zu ermitteln, während die Geschwindigkeit gesteuert wird. In diesem Fall ist mittels der Funktions- steuereinheit 102 die Funktionsschalteinheit 100 eingeschaltet und die Funktionsschalteinheit 99 ausgeschaltet. Daher wird das Geschwindigkeits-Eingangssteuersignal Vc der Servobefehlseinheit 101 zugeführt und das Befehlssignal Sc zur Steuerung des Servoventils 81 von der Servobefehls- einheit 101 abgegeben.
Danach wird das Befehlssignal Sc dem Servoventil 81 zugeführt, das die Durchflussmenge steuert, und Drucköl, dessen Durchflussmenge gesteuert ist, wird der hinteren Ölkammer 67r des Spritzzylinders 67 zugeleitet, wodurch die Schnecke 64 vorgeschoben wird. Die momentan erfasste Geschwindigkeit Vd wird von der Geschwindigkeitsdetektoreinheit 96 ermittelt.
Hiedurch ändert sich das Befehlssignal Sc und es erfolgt eine Rückkopplung, sodass die Vorschub- geschwindigkeit der Schnecke 64 gleich der eingestellten Geschwindigkeit Vs wird.
Allerdings wählt der oben beschriebene, bestehende hydraulische Steuerkreis F das zu ver- wendende Servoventil 81 durch Berechnung der erforderlichen Durchflussmenge fur einen Steuer- gegenstand und Auswahl eines Servoventils mit einer am besten geeigneten Arbeitsweise zur
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Steuerung des Steuergegenstandes mit einem berechneten Ergebnis. Wenn die Besonderheiten einer Spritzgussmaschine eine grössere Grösse und höhere Geschwindigkeit erfordert, so sind daher eine grössere Durchflussmenge (grössere Kapazität) und höhere Ansprechgeschwindigkeit für das Servoventil 81 je nach der Steigerung der Grösse und Geschwindigkeit der Maschine nötig. Somit treten die Probleme auf, dass die Grösse und die Kosten des verwendeten Servoventils 81 extrem ansteigen und die Ansprechgeschwindigkeit beeinträchtigt wird.
Da der Steuerbereich auf den Steuerbereich eines einzigen Servoventils beschränkt ist, treten ausserdem die Probleme auf, dass über einen breiten Bereich keine Feinsteuerung gemacht werden kann und die Stabilität beein- trächtigt ist.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines hydraulischen Steuerkreises für ei- ne Spritzgussmaschine, bei dem das Servoventil auf kleiner Grösse gehalten und mit geringen Kos- ten herstellbar ist, selbst wenn die Arbeitsweise der Spritzgussmaschine eine grössere Grösse und höhere Geschwindigkeit erfordert.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines hydraulischen Steuerkrei- ses für eine Spritzgussmaschine mit bemerkenswerter Ansprechgeschwindigkeit und bemerkens- werter Stabilität zur Verwirklichung einer Feinsteuerung über einen grossen Steuerbereich.
Dieses Ziel wird mit einem hydraulischen Steuerkreis der eingangs genannten Art erfindungs- gemäss dadurch erreicht, dass wenigstens ein weiteres, an die Druck- und an die Geschwindigkeits- regeleinrichtung 41,42, 43,44, 45,49 51x, 51y; 46,47, 48,50, 51x, 51yangeschlossenes Servo- ventil 3x, 3y vorgesehen ist, wobei alle Servoventile 3x, 3y mit einer deren Funktion zwischen Serien- und Parallelschaltung steuernden Funktionssteuereinheit 6 verbunden sind.
Sind beispielsweise zwei Servoventile vorhanden und in Serie geschaltet, so kann entweder das eine Servoventil vollständig geschlossen gehalten und nur das andere Servoventil zur Rück- kopplungssteuerung des Spritzzylinders verwendet werden oder umgekehrt. Ferner ist es möglich, die Servoventile parallel zu betätigen, indem sie gleichzeitig zur Rückkopplungssteuerung des Spritzzylinders verwendet werden.
Selbst wenn die Besonderheiten einer Spritzgussmaschine eine grössere Grösse oder höhere Geschwindigkeit erfordert, ist somit die Grösse des Servoventils begrenzt, sind die Kosten verrin- gert und ist die Ansprechgeschwindigkeit und Stabilität bemerkenswert verbessert, wenn die Ser- voventile parallel betrieben werden. Überdies ist der Steuerbereich erweitert und eine Feinsteue- rung verwirklicht, wenn die Servoventile in Serie betätigt werden.
Die Erfindung bietet somit zwei Vorteile : einen grösseren Volumensdurchsatz des Hydraulikmediums, anderseits eine Feinregulierbarkeit.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein Blockschaltbild des erfin- dungsgemässen hydraulischen Steuerkreises für eine Spritzgussmaschine, Fig. 2 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen Steuersignal und Durchflussmenge, wenn unter Verwendung des erfindungsgemässen Steuerkreises für eine Spritzgussmaschine mehrere Servoventile in Serie betätigt werden, Fig. 3 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen Steuersignal und Durchflussmenge, wenn unter Verwendung des erfindungsgemässen Steuerkreises für eine Spritz- gussmaschine mehrere Servoventile parallel betätigt werden, und Fig. 4 ein Blockschaltbild eines hydraulischen Steuerkreises für eine Spritzgussmaschine gemäss dem Stand der Technik.
Zunächst wird der Aufbau des hydraulischen Steuerkreises 1 für eine Spritzgussmaschine unter Bezug auf Fig. 1 erläutert.
In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen M eine Spritzgussmaschine bezeichnet. Die Spritzgussma- schine M besteht aus einer Spritzvorrichtung 10 und einer Formschliessvorrichtung 20. Die Spritz- vorrichtung 10 besteht aus einem Zylinder 11 mit einer Spritzdüse 12 an seinem vorderen Ende und einem Trichter 13 an seinem hinteren Ende. Im Zylinder 11 ist eine Schnecke 14 gelagert, und unmittelbar am hinteren Ende des Zylinders 11 ist eine Schneckenantriebseinheit 15 angeschlos- sen. Die Schneckenantriebseinheit 15 besteht aus einem Spritzzylinder (Arbeitszylinder) 2, der einen Doppelstangen-Kolben 16 enthält. Die vordere Kolbenstange 16f des Kolbens 16 ist mit dem hinteren Ende der Schnecke 14 und die hintere Kolbenstange 16r des Kolbens 16 mit einer Welle eines Ölmotors 18 verbunden, der am hinteren Ende des Spritzzylinders 2 über eine Keilverbin- dung angeschlossen ist.
Die mit strichlierten Linien gezeigte Formschliessvorrichtung trägt, öffnet und schliesst eine Form 21.
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Bei dieser Ausführungsform ist der hydraulische Steuerkreis 1 an den Spritzzylinder 2 ange- schlossen. Der hydraulische Steuerkreis 1 besteht aus einem Hydraulikkreis 30 und einem Steuer- kreis 40. Der Hydraulikkreis 30 weist zwei 4-Wege-Servoventilen 3x und 3y auf, die beide dieselbe Charakteristik haben. Die Anschlüsse A, B, P und T des Servoventils 3x und diejenigen des Servo- ventils 3y sind jeweils miteinander verbunden. Der Anschluss A ist mit einer vorderen Ölkammer 2f des Spritzzylinders 2, der Anschluss B mit einer hinteren Ölkammer 2r des Spritzzylinders 2, der Anschluss P mit einer Hydraulikquelle (hydraulische Pumpe und Akkumulator) und der Anschluss T mit einem Öltank 5 verbunden.
Der Steuerkreis 40 weist einen Drucksensor 41 zur Erfassung des Druckes in der vorderen o1- kammer 2f des Spritzzylinders 2, einen Drucksensor 42 zur Erfassung des Druckes in der hinteren Ölkammer 2r des Spritzzylinders, einen Komparator 43 zum Ermitteln des Unterschiedes zwischen den Drücken der Drucksensoren 41 und 42, einen Abweichungsdetektor 44 zum Ermitteln der Abweichung des erfassten, vom Komparator 43 abgegebenen Druckes Pd von dem eingestellten Druck Ps, eine Druckausgleichseinheit 45 zum Ermitteln des Druck-Steuereingangssignales Pc zum Ausgleich der im Abweichungsdetektor 44 ermittelten Abweichung, eine Geschwindigkeitsde- tektoreinheit 46 zur Erfassung der Stellung der Schnecke 14 und zum Ermitteln der erfassten Ge- schwindigkeit Vd,
einen Abweichungsdetektor 47 zum Ermitteln der Abweichung der erfassten Ge- schwindigkeit Vd von der voreingestellten Geschwindigkeit Vs, eine Geschwindigkeitsausgleichs- emheit 48 zum Ermitteln des Geschwindigkeits-Steuereingangssignales Vc und zum Ausgleich der im Abweichungsdetektor 47 ermittelten Abweichung, Funktionsschalteinheiten 49 und 50 zur Aus- wahl des Druck-Steuereingangssignales Pc und des Geschwindigkeits-Steuereingangssignales Vc, und Servobefehlseinheiten 51x und 51y zur Umsetzung des Druck-Steuereingangssignales Pc oder des Geschwindigkeits-Steuereingangssignales Vc in ein Befehlssignal Scx oder Scy zur Steuerung der Servoventile 3x oder 3y auf ; wird das von den Servobefehlseinheiten 51x oder 51y abgegebene Befehlssignal Scx oder Scy der Befehlssignaleingangseinheit des Servoventils 3x oder 3y zugeführt.
Weiters ist der Steuerkreis 40 mit einer Funktionssteuereinheit 52 mit einer Servoventil-Funk- tionssteuereinheit 6 ausgestattet. Die Funktionssteuereinheit 52 besitzt eine Funktion zum Ein- und Ausschalten der Funktionsschalteinheiten 49 und 50 und eine Funktion zur Steuerung der Servo- ventile 3x und 3y, vorzugsweise an das Geschwindigkeits-Steuereingangssignal Vc und Druck- Steuereingangssignal Pc, die von der eingebauten Servoventil-Funktionssteuereinheit 6 an die Servobefehlseinheiten 51x und 51 y abgegeben werden.
Die Betriebsweisen des hydraulischen Steuerkreises 1 für eine Spritzgussmaschine dieser Aus- führungsform werden nun unter Bezug auf die Fig. 1 bis 3 beschrieben.
Zunächst wird der Grundbetrieb erläutert. Wird die Geschwindigkeit gesteuert, so wird durch die Funktionssteuereinheit 52 die Funktionsschalteinheit 50 eingeschaltet und die Funktionsschalt- einheit 49 ausgeschaltet. Zur selben Zeit wird im Abweichungsdetektor 47 die Abweichung der erfassten Geschwindigkeit Vd von der eingestellten Geschwindigkeit Vs ermittelt und diese Abwei- chung der Geschwindigkeitsausgleichseinheit 48 zugeführt und in der Geschwindigkeitsausgleichs- einheit 48 das Geschwindigkeitsausgleichs-Steuereingangssignal Vc ermittelt. Dann wird das Geschwindigkeits-Steuereingangssignal Vc den Servobefehlseinheiten 51xund 51ygleichzeitig zu- geführt.
In den Servobefehlseinheiten 51x und 51y wird das Geschwindigkeits-Steuereingangssig- nal Vc in Befehlssignale Scx und Scy zur Steuerung der Servoventile 3x und 3y umgesetzt, unter der Annahme, dass ein später erwähnter, von der Servoventil-Funktionssteuereinheit 6 abgege- bener Steuerbefehl Priorität hat. Daher werden die Befehlssignale Scx und Scy der Steuersignal- eingangseinheit der Servoventile 3x bzw. 3y zugeführt und die Durchflussmenge von den Servoven- tilen 3x und 3y gesteuert. Folglich wird Drucköl, dessen Durchflussmenge gesteuert wird, der hinte- ren Ölkammer 2r des Spritzzylinders 2 zugeleitet und die Schnecke 14 vorgeschoben. Ferner wird in der Geschwindigkeitsdetektoreinheit 46 die momentan erfasste Geschwindigkeit Vd ermittelt.
Dadurch ändern sich die Befehlssignale Scx und Scy und es erfolgt eine Rückkopplungssteuerung, sodass die Vorschubgeschwindigkeit der Schnecke 14 gleich der eingestellten Geschwindigkeit Vs wird.
Wird der Druck gesteuert, so wird mittels der Funktionssteuereinheit 52 die Funktionsschaltein- heit 50 abgeschaltet und die Funktionsschalteinheit 49 eingeschaltet. Weiters wird der Unterschied zwischen den von den Drucksensoren 41 und 42 erfassten Drucken Pdf und Pdr erfasst, d. h. der
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erfasste Druck Pd wird im Komparator 43 ermittelt, und die Abweichung des erfassten Druckes Pd von dem eingestellten Druck Ps im Abweichungsdetektor 44 ermittelt. Die Abweichung wird der Druckausgleichseinheit 45 zugeführt und darin das ausgeglichene Drucksteuereingangssignal Pc ermittelt. Sodann wird das Drucksteuereingangssignal Pc gleichzeitig den Servobefehlseinheiten 51x und 51y zugeleitet.
In den Servobefehlseinheiten 51xund 51y wird das Drucksteuereingangs- signal Pc in die Befehlssignale Scx und Scy zur Steuerung der Servoventile 3x und 3y umgesetzt, unter der Annahme, dass ein später zu erwähnender, von der Servoventil-Funktionssteuereinheit 6 abgegebener Steuerbefehl Priorität hat. Daher werden die Befehlssignale Scx und Scy der Steuer- signaleingangseinheit der Servoventile 3x bzw. 3y zugeleitet, und die Hydraulik wird von den Servoventilen 3x und 3y gesteuert. Infolgedessen wird Drucköl, dessen Druck gesteuert ist, der hinteren Ölkammer 2r des Spritzzylinders 2 zugeleitet und die Schnecke 14 unter Druck gesetzt.
Weiters werden die momentan erfassten Drücke Pdf und Pdr von den Drucksensoren 41 und 42 erfasst und auch der erfasste Druck Pd im Komparator 43 ermittelt. Hiedurch ändern sich die Be- fehlssignale Scx und Scy, und es wird eine Rückkopplungssteuerung durchgeführt, sodass der Druck der Schnecke 14 gleich dem eingestellten Druck Ps wird.
Den Servobefehlseinheiten 51x und 51y wird von der Servoventil-Funktionssteuereinheit 6 ein Steuerbefehl zugeführt, und dadurch werden die Servoventile 3x und 3y vorzugsweise ohne Beein- flussung durch das Geschwindigkeits-Steuereingangssignal Vc und das Druck-Steuereingangssig- nal Pc gesteuert. Das folgende ist eine eingehende Erläuterung, wie die Servoventil-Funktions- steuereinheit 6 die Servoventile 3x und 3y steuert.
Die vom Servoventil 3x gesteuerte Durchflussmenge Qx wird durch folgenden Ausdruck darge- stellt, unter der Annahme, dass Cx der Durchflusskoeffizient des Servoventils 3x, Ax die Durchtritts- fläche des Servoventils 3x, AP der Ventil-Differenzdruck und p die Ölviskosität bedeuten.
Qx = Cx.Ax. V2Ap/p
Die vom Servoventil 3y gesteuerte Durchflussmenge Qy wird durch folgenden Ausdruck darge- stellt, unter der Annahme, dass Cy der Durchflusskoeffizient des Servoventils 3y, Ay die Durchtritts- fläche des Servoventils 3y, AP der Ventil-Differenzdruck und p die Ölviskosität bedeuten.
Qy = Cy.Ay. Ú2¯p/p
Somit erhält man für die gesamte Durchflussmenge Q folgenden Ausdruck.
Q = Qx + Qy = (Cx.Ax + Cy.Ay) . Ú2¯p/p
Wenn die Servoventile 3x und 3y dieselbe Charakteristik haben, dann ist daher die erhaltene Durchflussmenge Q doppelt so gross als die Durchflussmenge, wenn bloss das Servoventil 3x ver- wendet wird. Wenn eine PID-Steuerung durchgeführt wird, so ist die Abweichung e = S - F, wobei S ein voreingestellter Betrag und F der Rückkopplungsfaktor ist. SV ist das Servosteuereingangs- signal.
SV = Kp. e + (Ki/Ti)J edx + Kd.Td(de/dt) wobei Kp ein Proportionalitätsfaktor, Ki ein Speicherfaktor, Ti die Integrationszeit, Kd ein Differenti- alfaktor und Td der zeitliche Differentialquotient ist.
Daher ist es möglich, je nach erhaltenem Rechenergebnis zwischen Serienbetrieb und Paral- lelbetrieb der Servoventile 3x und 3y zu wählen.
Dies bedeutet, dass im Fall des Serienbetriebes der Servoventilsbefehlseinheit 51yvon der Ser- voventil-Funktionssteuereinheit 6 ein Steuerbefehl zugeführt wird, wodurch die Steuerung zum voll- ständigen Geschlossenhalten (Ventilverstellung 0%) des Servoventils 3y durchgeführt wird. Da- durch wird das Druck-Steuereingangssignal Pc oder das Geschwindigkeits-Steuereingangssignal Vc nur durch die Servoventilsteuereinheit 51x in das Befehlssignal Scx umgesetzt und der Betrieb des Spritzzylinders 2 (Druck oder Vorschubgeschwindigkeit der Schnecke 14) gemäss Fig. 2 durch das Servoventil 3x der Rückkopplungssteuerung unterworfen.
Wenn die Ventilverstellung des
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Servoventils 3x maximal ist, so wird der Servoventilbefehlseinheit 51xvon der Servoventil-Funkti- onssteuereinheit 6 ein Steuerbefehl zugeleitet, wodurch die Steuerung zum vollständigen Offenhal- ten (Ventilverstellung 100%) des Servoventils 3x durchgeführt wird. Jedenfalls ist die Steuerung zum vollständigen Geschlossenhalten des Servoventils 3y aufgehoben, und das Druck-Steuerein- gangssignal Pc oder das Geschwindigkeits-Steuereingangssignal Vc wird nur durch die Servoven- tilbefehlseinheit 51yin das Befehlssignal Scy umgesetzt.
Als Ergebnis gewährleistet das Servoventil 3x gemäss Fig. 2 die Durchflussmenge mit der Ver- stellung 100%, wodurch der Betrieb des Spritzzylinders 2 durch das Servoventil 3y rückgekoppelt gesteuert wird. Daher arbeiten die Servoventile 3x und 3y in Einklang mit den obigen Steuerungen in Serie.
Im Fall des Parallelbetriebes wird von der Servoventil-Funktionssteuereinheit 6 kein Steuerbe- fehl an die Servoventilbefehlseinheit 51x oder 51abgegeben. Daher wird der Betrieb des Spritz- zylinder 2 gemäss Fig. 3 gleichzeitig von den Servoventilen 3x und 3y rückgekoppelt gesteuert. Hie- durch arbeiten die Servoventile 3x und 3y parallel, und somit ist die Durchflussmenge des Servo- ventils 3x und diejenige des Servoventils 3y jeweils gleich der halben gesamten Durchflussmenge.
Wenn die Besonderheiten einer Spritzgussmaschine eine grössere Grösse und eine höhere Ge- schwindigkeit erfordern, so ist daher durch den Parallelbetrieb der Servoventile 3x und 3y die Zunahme der Grösse eines Servoventils verhindert, sind die Kosten verringert und die Ansprechge- schwindigkeit sowie Stabilität bemerkenswert verbessert. Ausserdem ist durch den Serienbetrieb der Servoventile 3x und 3y der Steuerbereich erweitert und eine Feinsteuerung verwirklicht.
Vorstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Allerdings ist die Erfindung dar- auf nicht beschränkt. Obwohl das Ausführungsbeispiel mit Hardware ausgestattet ist, ist es auch möglich, dieselben Funktionen mit Software durchzuführen. Obwohl mehrere Servoventile mit derselben Charakteristik verwendet sind, ist es weiters auch möglich, Servoventile mit unterschied- lichen Charakteristiken zu verwenden. Obwohl bei dem obigen Ausführungsbeispiel zwei Servo- ventile parallelgeschaltet sind, ist überdies möglich, drei oder mehr Servoventile zu verbinden.
Ob- wohl bei der obigen Ausführungsform der Spritzzylinder der Spritzgussmaschine gesteuert ist, kann es auch ein anderer Hydraulikzylinder, wie der Formschliesszylinder oder ein Arbeitszylinder sein Obwohl bei der obigen Ausführungsform ein 4-Wege-Servoventil verwendet ist, ist weiters auch möglich, eine andere Art Servoventil zu verwenden. Ferner ist möglich, den einzelnen Aufbau, Mengen und Techniken zu ändern, solange sie nicht vom Wesen der Erfindung abweichen.