<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Kühlung eines Rohrturbinengenerators mittels Kühlluft, die von Ventilatoren Im Kreislauf durch den Generator und anschliessend durch
Luft-Wasser-Warmetauscher gefördert wird, wobei mehrere Ventilatoren annähernd gleichmässig verteilt an der oberwasserseltigen Stimseite des Generators in zylindnschen Gehäusen angeordnet und über Rohre mit den Luft-Wasser-Wärmetauschem und dem Generatorraum verbunden sind.
In bekannten Rohrturbinenanlagen erfolgt die Abfuhr der Verlustwärme des Generators durch Luftkuhlung mit Rùckkühlung der erwärmten Luft in einem sekundären, geschlossenen Kuhlwasserkreislauf Die Kühlung der aktiven Teile erfolgt hierbei durch Luftumwälzung in einem ebenfalls geschlossenen Luftkreislauf.
Nach Durchströmung der zu kühlenden Generatorteile wird die Luft durch Luftleitbleche Luft-Wasser-Wärmetauschern zugeführt, die im oberwasserseitig befindlichen Tragring angeordnet sind Nach Durchströmung dieser Wärmetauscher wird die rückgekühlte Luft über Ventilatoren wieder dem Generatorraum zugefuhrt Das aufgewärmte Wasser wird von der Warmwasserseite der Luft-Wasser-Wärmetauscher durch Rohrleitungen Wasser-Wasser-Wärmetauschern zugeführt, in denen es seinen Warmeinhalt direkt an das Triebwasser abgibt.
Die Ventilatoren sind in geschlossenen zylindrischen Gehäusen angeordnet, die beidseitig über Flansche mit den zu den Luft-Wasser-Wärmetauschem und dem Generatorraum führenden Rohren verbunden sind Mussen die Lager der Ventilatoren gewartet bzw. ausgewechselt werden, ist es erforderlich, die zu den Luft-Wasser-Wärmetauschem führenden Rohrleitungen sowie die zylindrischen Gehäuse zu demontieren und über den Einstiegschacht in die darüberliegende Halle abzutransportieren Da überdies jedem Ventilator zwei Luft-Wasser-Wärmetauscher zugeordnet sind und demgemass die zugehörigen Rohre als Hosenrohre ausgebildet sind, ist dies eine sehr mühevolle und vorallem zeitraubende Arbeit
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, die bekannten Einnchtungen derart zu verbessern,
dass die Wartung der Ventilatoren wesentlich vereinfacht wird Erreicht wird dies bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art dadurch, dass das zylindrische Gehäuse der Ventilatoren axial annähemd in der Hälfte geteilt ist, wobei die eine Gehäusehälfte abnehmbar an der anderen, wenigstens teilweise mit den Rohren verbunden bleibenden Gehäusehälfte befestigt ist
Bei einer erfindungsgemässen Einrichtung braucht bei notwendigen Servicearbeiten an einem Ventilator bloss die eine Gehäusehälfte abgenommen werden, worauf der Ventilator, dass heisst das Flügelrad und der zugehörige Motor, aus dem Gehäuse entfemt und gewartet werden kann Eine Demontage und ein Abtransport der Rohre ist nicht mehr erforderlich.
Es werden damit unzählige Arbeitsstunden eingespart.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der an den zylindrischen Gehäusen beidseitig Flanschen angeordnet sind, ist der Flansch einer Seite zusammen mit dem Mantel geteilt, der Flansch der anderen Seite ungeteilt und uber ein kurzes, fest mit ihm verbundenes Halbmantelstück mit der abnehmbaren Gehäusehälfte verbunden
Diese erfindungsgemässe Massnahme ermöglicht es, auf einfache Weise die bekannten Einrichtungen umzurüsten Es braucht nur das zylindrische Gehäuse ausgeschnitten und eine Verbindung mit der verbleibenden Gehäusehalfte geschaffen werden.
Eine solche Verbindung wird zweckmässig dadurch erreicht, dass sowohl die axiale Verbindung der Gehäusehälften als auch die Verbindung des Halbmantelstückes mit der abnehmbaren Gehäusehälfte über verschraubte Flacheisen erfolgt.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispieles beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. Dabei zeigen Fig. 1 im Schnitt einen bekannten Rohrturbinengenerator, Fig 2 den Schnitt durch das zyiindnsche Gehäuse eines Ventilators, wobei dieses Gehäuse in erfindungsgemässer Weise geteilt ist, Fig 3 eine Ansicht des Gehäuses nach Fig. 2 in Richtung des Pfeiles 111, Fig 4 in vergrössertem Massstab das Detail IV nach Fig. 2.
Gemäss Fig 1 ist in der Generatorkuppel1 bzw. dem Ständergehäuse 2 auf der Turbinenwelle 3 mittels eines kombinierten Spur- und Führungslagers 4 der Rotor 5 des Generators gelagert. In das Innere der Generatorkuppel 1 führt eine in einem Einstiegschacht 6 angeordnete Einstiegsleiter 6'.
Zur Kühlung des Generators sind im Beispiel vier gleichmässig verteilte Ventilatoren angeordnet, die in zylindrischen Gehäusen 7 montiert sind, deren Aufbau anhand der Fig. 2 bis 4
<Desc/Clms Page number 2>
beschrieben werden wird. Die Gehäuse 7 sind über Rohre 8 mit dem Generatorraum 9 und über Hosenrohre 10 mit je zwei Luft-Wasser-Wärmetauschem 11 verbunden Die von den Ventilatoren geforderte Luft durchströmt in der in Fig. 1 oben angedeuteten Weise den Generatorraum 9, die Luft-Wasser-Wärmetauscher 11 und die Hosenrohre 10.
Das aufgewärmte Wasser der Luft-Wasser-Wärmetauscher 11 wird mittels Kühlwasserpumpen 12 Wasser-Wasser-WÅarmetauschem (nicht dargestellt) zugeführt, die vom Triebwasser der Rohrturbine beaufschlagt werden
Aus den Fig 2 bis 4 ist ersichtlich, dass die Gehäuse 7 von einem Motor 13 angetriebene Ventilatorflügel 14 umschliessen. Jedes Gehäuse 7 besteht aus zwei Gehäusehälften 71 und 72 Die Gehäusehälfte 71 mit dem Halbmantel 21 ist über einen durchgehenden Flansch 15 fest mit dem Flansch 16 des Rohres 8 und über einen Halbflansch 17 mit dem Flansch 18 des Hosenrohres 10 verbunden Mit dem Flansch 15 ist überdies ein kurzes Halbmantelstuck 22 fest verbunden
Die Gehäusehälfte 72 besitzt einen Mantel 19 mit einem den Halbflansch 17 ergänzenden Halbflansch 20.
Die Halbmäntel 19 und 21 sind an ihren beiden geraden Enden je über ein Flacheisen 23 miteinander verbunden, in die Muttergewinde eingeschnitten sind Unter Zwischen lage eines Dichtungsgummis 25 halten Schrauben 24 die beiden Halbmäntel 19 und 21 zusammen
Auf ähnliche Weise ist das Halbmantelstück 22 mit dem Halbmantel 19 verbunden. Ein halbkreisförmig gebogenes Flacheisen 26 und Schrauben 24 verbinden, wieder unter Zwischenlage eines Dichtungsgummis 25, das Halbmantelstück 22 mit dem Halbmantel 19.
Soll der Motor 13 ausgebaut werden, ist der Halbflansch 20 vom Flansch 18 und ebenso die Schrauben 24 an der Seite des Halbmantels 19 zu lösen, wonach letzterer abgenommen werden kann und der Zugang zum Motor 13 frei ist. Auf diese Weise ist das zeit- und kostenintensive Demontieren und Abtransportieren der Rohre nicht mehr erforderlich
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So könnte die Verbindung der Gehäusehälften auch über Flansche erfolgen. Das beschriebene Ausführungsbeispiel hat allerdings den Vorteil, dass bestehende Anlagen einfach umgerüstet werden können.