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Die Erfindung bezieht sich auf Massnahmen zur Verbesserung eines Stereowiedergabesystems. Es ist die Aufgabe der Erfindung, Mittel anzugeben durch welche diese Verbesserung leicht und ohne besonderen Aufwand bei der Herstellung erzielt wird.
Bei bekannten Stereowiedergabesystemen ergibt sich der unangenehme Effekt, dass der Schallpegel bei Annäherung an einen der beiden Stereolautsprecher grösser wird und der zweite nicht oder nur mehr gering wahrgenommen wird, und der Stereoeindruck daher auf einen kleinen örtlichen Bereich um den optimalen Hörplatz, der durch das sogenannten Stereodreieck gegeben ist, d. h. die zwei Stereolautsprecher und der Zuhörer bilden ein gleichseitiges Dreieck, beschränkt ist.
Weiters besitzen bekannte elektroakustische Wandler von bekannten Stereowiedergabesystemen eine frequenzabhängige Richtcharakteristik.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein wesentlich gegenüber den bisherigen Ausführungsformen verbessertes Stereowiedergabesystem anzugeben, dessen Schallabstrahlung durch erfindungsgemäss positionierte elektroakustische Wandler mit erfindungsgemäss kugelförmiger Membran, die eine frequenzunabhängige Richtcharakteristik bietet, erfolgt und eine automatische Balanceregelung zwischen rechten und linken Stereolautsprecher bewirkt, sodass der Stereoeffekt in einem grossen örtlichen Bereich um den optimalen Hörplatz, der durch das sogenannte Stereodreieck gegeben ist, wahrnehmbar bleibt.
Weitere Fortbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen und Unteransprüchen gekennzeichnet und werden nachstehend in Verbindung mit den ein Ausführungsbeispiel darstellenden, zum Teil schematisch vereinfachten Figuren beschrieben. In diesen sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, und es sind alle zum Verständnis der Erfindung nicht notwendigen Einzelheiten fortgelassen.
Fig. 1 : eine vereinfachte Darstellung eines herkömmlichen Stereowiedergabesystems mit elektroaku- stischen Wandlern, die im Idealfall als pulsierende Kugelstrahler arbeiten.
Fig. 2 : eine vereinfachte Darstellung des erfindungsgemässen verbesserten Stereowiedergabesystems mit elektroakustischen Wandlern, die im Idealfall als oszillierende Kugelstrahler arbeiten.
Fig. 3 : eine vereinfachte Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäss verbesserten
Stereowiedergabesystems.
Fig. 4 : eine vereinfachte Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen elektro- kustischen Wandlers mit einer kugelförmigen Membran, der einem idealen oszillierenden
Kugelstrahler entspricht, für das erfindungsgemäss verbesserte Stereowiedergabesystem
In Fig. 1 ist ein Beispiel eines bekannten Stereowiedergabesystems skizziert, dessen bekannte elektroakustische Wandler (1) und (2) im Idealfall als pulsierende Kugelstrahler (1) und (2) arbeiten. Bei diesem Stereowiedergabesystem nimmt bei gleichen elektrischen Signalen in beiden Stererokanälen der Schalldruck mit dem Kehrwert der Entfernung
EMI1.1
bzw.
EMI1.2
vom linken bzw. rechten elektroakustischer Wandler (1) bzw. (2) ab.
Bei diesem und anderen bekannten Stereowiedergabesystemen nimmt bei gleichen elektrischen Signal in beiden Stereokänalen beim Zuhörer (3) der Schalldruck vom elektroakustischen Wandler (1), der dem Zuhörer (3) näher steht, zu, während der Schalldruck vom anderen elektroakustischen Wandler (2) abnimmt. D. h. der Stereoeffekt ist nur in einem kleinen Bereich (5) der strichliert eingezeichnet ist, um den optimalen Hörort (4) auf den die bekannten elektroakustischen Wandler (1) und (2) gerichtet sind und der sich durch das sogenannte Stereodreieck ergibt und an dem der Schalldruck von den beiden elektroakustische Wandler (1) und (2) gleich hoch ist, wenn die elektrischen Signale der beiden Stererokanälen gleich sind, hörbar.
Bei einem bekannten Stereosystem mit nahezu kugelförmiger Richtcharakteristik ist auch im spiegelsymmetrisch zur Verbindungslinie der elektroakustischen Wandler (1) und (2) liegenden kleinen Bereich (6) der Stereoeffekt wahrnehmbar.
In Fig. 2 ist das erfindungsgemäss verbesserte Stereowiedergabesystem skizziert, dessen erfindungsgemäss verbesserte elektroakustische Wandler (7) und (8), die im Idealfall mit einer kugelförmigen Membran
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(38) ausgestattet sind und die jeweils bei gleichen elektrischen Signalen in beiden Stererokanälen gleichphasig in Richtung der Verbindungslinie der elektoakustischen Wandler (7) und (8), also in Richtung der eingezeichneten Schnellevektoren v, oszillieren.
Die erfindungsgemäss verbesserten elektroakustischen Wandler (7) und (8) des erfindungsgemäss verbesserten Stereowiedergabesystems, die im Idealfall mit einer kugelförmigen Membran ausgestattet sind, besitzen im Idealfall eine jeweils frequenzunabhängige, achterförmige rotationsymmetrische Richtcharakteristik und strahlen bei der erfindungsgemäss gezeichneten Positionierung zueinander ein spezielles Stereoschallfeld ab, das eine automatische Balanceregelung zwischen dem Schalldruck des rechten und linken elektroakustischen Wandlers (7) und (8) in Hörorten, die in den grossen schraffiert eingezeichneten Bereichen (12) und (13) liegen, vornimmt. D. h., dass bei Annäherung an einen elektroakustischen Wandler (7) in Hörorten z.
B. (9) auf dem strichliertpunktiert eingezeichneten Kreis (11) der Schalldruck sowohl des rechten als auch des linken elektroakustischen Wandlers (7) und (8) konstant bleibt. D. h., dass der Stereoeffekt für den Zuhörer nicht nur auf dem optimalen Hörort (10), der sich aus dem sogenannten Stereodreieck ergibt, wahrnehmbar ist, sondern in einem grossen, schraffiert eingezeichneten Bereich (12) um den optimalen Hörort (10) und um den strichliert eingezeichneten Kreis (11), sowie im grossen, spiegelsymmetrisch zur Verbindungslinie der elektroakustischen Wandler (7) und (8) schraffiert eingezeichneten Bereich (13) hörbar ist.
In Fig. 3 ist eine vereinfachte Darstellung einer Ausführungsmöglichkeit des erfindungsgemäss verbesserten Stereowiedergabesystems für einen Zuhörer (25) abgebildet. Jeweils zwei Breitbandlautsprecher (14) und (15) bzw. (16) und (17) in je einem Gehäuse (22) bzw. (23) arbeiten Rücken an Rücken in einer jeweils geschlossenen Kammer (18) und (19) bzw. (20) und (21) und werden gegenphasig von einem Audiostereoleistungsverstärker (24) angesteuert, sodass die Membran aller Breitbandlautsprecher bei gleichen elektrischen Signalen in beiden Stererokanälen gleichphasig in Richtung der eingezeichneten Schnellevektoren v oszillieren und zwei ideale oszillierende Kugelstrahler (7) und (8) approximieren.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen verbesserten elektroakustischen Wandlers für das enfindungsgemäss verbesserte Stereowiedergabesystem dargestellt. Ein elektrodynamischer Antrieb versetzt eine steife Kugelmembran, die eine frequenzunabhängige, rotationssymmetrische achterförmige Richtcharakteristik besitzt, in axialer Richtung in oszillierende Bewegung.
Der elektrodynamische Antrieb bestehend aus den Schwingspulen (26) und (27) in den Luftspalten (28) und (29) der Dauermagnetkreise, die sich weiters aus jeweils einem ringförmigen Dauermagneten (30) bzw.
(31) und den rotationssymmetrischen Polkappen aus Weicheisen (32) und (33) bzw. (34) und (35) zusammensetzen, überträgt über die verlängerten, zylinderförmigen Schwingspulenkörpern (36) und (37) die resultierende Kraft auf die steife Kugelmembran (38). Über zwei federnde und dämpfende Zentriermembranen (39) und (40) ist der schwingende Teil des Wandlers (26), (27), (36), (37) und (38) mit dem nicht magnetisch leitfähigen und zylinderförmigen Gehäuse (41) im Kugelinneren verbunden. Das Gehäuse (41) ist durch eine lochförmige Öffnung (42) in der Kugelmembran (38) auf einem Ständer (43) befestigt.
Patentansprüche 1. Stereowiedergabesystem, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei elektroakustischen Wandler (7) und (8) jeweils mit einer kugelförmigen steifen Membran (38) ausgestattet sind und bei gleichen elektri- schen Signalen in beiden Stereokanälen gleichphasig in Richtung ihrer Verbindungslinie, also in
Richtung der Schnellevektoren (v) oszillieren.
2. Stereowiedergabesystem, dadurch gekennzeichnet, dass die elektroakustischen Wandler (7) und (8) als elektroakustische Flächenstrahler realisiert werden und bei gleichen elektrischen Signalen in beiden
Stereokanälen gleichphasig in Richtung ihrer Verbindungslinie oszillieren.
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