AT405326B - Verfahren zum getakteten betrieb einer heizeinrichtung - Google Patents
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Description
AT 405 326 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum getakteten Betrieb einer Heizeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei bekannten derartigen Verfahren wird das Gebläse vom Start des Brenners weg mit einer Förderleistung betrieben, die zur Erreichung der vorgewählten Blockluftzahl, das ist das Brennstoff-Luftverhältnis, gemessen ström ab des Wärmetauschers, erforderlich ist.
Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, daß es während der Startphase unmittelbar nach dem Zünden des Brenners bei einem Betrieb mit niedriger Blockluftzahl, wie er zur Erzielung eines hohen Wirkungsgrades erforderlich ist, zu verstärkter Kondensatbildung kommen kann. Besonders bei Heizgeräten mit im wesentlichen gerade verlaufenden Abgasrohren tropft das sich bildende Kondensat in das Heizgerät ab, wodurch es zur Korrosion verschiedener Teile kommt.
Ziel der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem die Bildung von Kondensat weitgehend vermieden ist.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen wird erreicht, daß sich während der Startphase des Brenners ein Betrieb mit einer erhöhten Blockluftzahl ergibt. Bei einem solchen Betrieb ergibt sich zwar ein schlechterer Wirkungsgrad, doch auch eine höhere Restwärme im den Primär-Wärmetauscher durchströmenden Abgas. Diese erhöhte Abgastemperatur verhindert jedoch praktisch die Bildung von Kondensat.
Da die Blockluftzahl im stationären Betrieb auf den vorgesehenen Wert gehalten wird, ergibt sich, abgesehen von der Startphase des Brenners, ein Betrieb mit optimalem Wirkungsgrad, wobei die kurzen Zeiten, in denen es während der Startphasen des Brenners zu einem Betrieb mit schlechterem Wirkungsgrad kommt, bei längeren Taktphasen nicht ins Gewicht fallen. Bei sehr kurzen Taktphasen kann es jedoch zu einem Betrieb mit etwas geringerem Wirkungsgrad kommen.
Bei einem stationären Betrieb des Heizgerätes, wenn also ein höherer Wärmebedarf als im Taktbetrieb vorliegt, ergeben sich durch das erfindungsgemäße Verfahren keine Änderungen oder Auswirkungen durch die Anhebung der Luftzahl während des Anfahrens der Heizeinrichtung.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil, daß die Zeiten, in denen das Heizgerät mit vermindertem Wirkungsgrad betrieben wird, sehr kurz gehalten werden und daher, über die gesamte Betriebszeit betrachtet, nicht ins Gewicht fallen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Heizgerät,
Fig. 2 ein Diagramm der Blockluftzahl und
Fig. 3 schematisch eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Gleiche Bezugszeichen bedeuten in allen Figuren gleiche Einzelheiten.
Die Heizeinrichtung nach der Fig. 1 weist eine gegen den Aufstellungsraum mit Ausnahme einer von einer Abgasleitung 12 durchsetzten Luftzuführöffnung 13 dichte Unterdruckkammer 1 auf. In dieser ist ein Heizschacht 4 angeordnet, in der sich ein Brenner 5 befindet, der einen Primär-Wärmetauscher 3 beaufschlagt.
Dieser Brenner 5 ist über ein in einer Gaszuleitung 14 angeordnetes Gasventil 6 mit Gas versorgbar.
Oberhalb des Primär-Wärmetauschers 3 ist eine Abgassammelhaube 15 angeordnet, an der ein Gebläse 16 befestigt ist, das mit der Abgasleitung 12 verbunden ist. Dabei ist das Gebläse 16 von einem Motor 2 angetrieben, der mit einer Steuerung 7 verbunden ist.
Diese Steuerung weist einen Zeitgeber 8 auf, der mit zwei Drehzahl-Soll-Wertgebern 9, 10 verbunden ist. Dabei sind die beiden Drehzahl-Soll-Wertgeber 9, 10 mit einer Steuerelektronik 11 verbunden. Die Steuerelektronik 11 ist in üblicher Weise mit nicht dargestellten, eine Wärmeanforderung erfassenden Fühlern verbunden und steuert den Brenner 5 beziehungsweise das Gasventil 6.
Beim Start des Brenners 5 werden beide Drehzahl-Soll-Wertgeber 9 und 10 von der Steuerelektronik 11 aktiviert, wobei der Zeitgeber 8 bis zum Ablauf seiner Ablaufzeit den Drehzahl-Soll-Wertgeber 9 zum Motor 2 durchschaltet. Dabei gibt der Drehzahl-Soll-Wertgeber 9 eine höhere Drehzahl vor als der Drehzahl-Soll-Wertgeber 10, wie dies aus der Fig. 2 zu ersehen ist.
Nach Ablauf der Ablaufzeit des Zeitgebers 8 schaltet dieser den Drehzahl-Soll-Wertgeber 10 zum Motor 2 durch, wodurch die Drehzahl des Gebläses 16 reduziert wird. Dabei wird von dem Drehzahl-Soll-Wertgeber 10 ein Drehzahlwert vorgegeben, der der vorgegebenen Blockluftzahl entspricht.
Die Ablaufzeit des Zeitgebers 8 beträgt maximal 2 bis 3 min, so daß ein Betrieb der Heizeinrichtung mit einer höheren Blockluftzahl im Bereich des Primär-Wärmetauschers 3 und damit mit einem geringeren Wirkungsgrad nur entsprechend kurzzeitig erfolgt.
Durch die Erhöhung der Blockluftzahl wird eine höhere Abgastemperatur im Bereich des Primär-Wärmetauschers 3 erreicht, wodurch die Gefahr einer Kondensatbildung während der Startphase des 2
Claims (2)
- AT 405 326 B Heizgerätes vermieden wird. Lediglich bei einem Taktbetrieb mit sehr kurzen Betriebsphasen des Brenners ergibt sich, über eine längere Betriebszeit gesehen, eine nennenswerte Verminderung des Wirkungsgrades. Bei einem Betrieb des Heizgerätes mit längeren Betriebsphasen des Brenners 5 ergibt sich durch den Betrieb des Gebläses 16 mit während der Startphase des Brenners 5 erhöhter Drehzahl und damit erhöhter Förderleistung praktisch keine Verminderung des Wirkungsgrades, da die vorgesehenen kurzen Betriebszeiten des Gebläses 16, verglichen mit den Betriebszeiten mit niedrigerer Drehzahl und damit geringerer Förderleistung, nicht ins Gewicht fallen. Patentansprüche 1. Verfahren zum getakteten Betrieb einer mit einem gebläseunterstützten Brenner (5) und mit einem Primär-Wärmetauscher (3) versehenen Heizeinrichtung, bei der die Förderleistung des Gebläses (16) während des stationären Betriebes in Abhängigkeit von einer vorgewählten Blockluftzahl am Primär-Wärmetauscher (3) gesteuert ist, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach dem Zünden des Brenners (5) für eine bestimmte Zeit das Gebläse (16) zur Erzielung einer gegenüber der vorgewählten Blockluftzahl erhöhten Blockluftzahl mit einer erhöhten Förderleistung betrieben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (16) nach dem Zünden des Brenners (5) für maximal drei Minuten mit erhöhter Förderleistung betrieben wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
Priority Applications (2)
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