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Die Erfindung betrifft eine Orgel, insbesondere Heim- oder Kirchenorgel, wobei der Spieltisch alle für die elektronische Klangerzeugung erforderlichen Einrichtungen, wie beispielsweise Manuale, Register, Pedale, etc. und der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz alle für die Klangproduktion erforderlichen Einrichtungen wie beispielsweise Orgelpfeifen, Lautsprecher, etc. aufweisen, und der Beschallung- und Pfeifenaufsatz sowie der Spieltisch entsprechende Schnittstellen aufweisen, die zur Inbetriebnahme der Orgel über elektrische Leitungen, verbindbar sind Aus der DE-G 88 03 302.
3 U1 ist eine Orgel bekannt, bei welcher am Spieltisch ausgelöste Tasten- und Registersignale in einer Signalaufbereitungsschaltung verarbeitet und über eine Signalübertragungsstrecke nach Verarbeitung in einer weiteren Signalaufbereitungsschaltung den Magneten zur Betätigung der Ventile zugeführt werden.
Ebenso ist aus der FR-PS 2 650 691 die Übertragung von durch Tastenbetätigung erzeugten elektrischen Signalen zur Tonerzeugung bekannt.
Diese Schaltungen dienen ausschliesslich dazu, die Signale ortsveränderlicher Spieltische ungestört zu den fix installierten Klangkörpern zu übertragen.
Die Darbietung von Orgelmusik ist aufgrund der Konstruktion der Orgeln auf wenige Aufführungsstätten, wie Kirchen und grosse Konzertsäle beschränkt. Durch die Exklusivität dieser Aufführungsstätten ist eine Verbreitung der Orgelmusik und ein Nahebringen in eine breite Publikumsschicht sehr beschränkt. Insbe- sonders wirkt sich dies auf junge Komponisten bzw. neue Kompositionen aus. Derartige Aufführungen und Premieren sind sehr selten.
Darüber hinaus ist das Klangbild von kleinen Orgeln leider nicht geeigent, der Akustik einer fest installierten Orgel nahezukommen.
Aufgabe der Erfindung ist es, daher eine Orgel zu schaffen, die in der Optik, im Klangvolumen und im Klangbild einer festinstallierten Grossorgel gleichkommt.
Die erfindungsgemässe Orgel ist dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Beschallungs- und P ! eifenauf- satz als auch der Spieltisch einen selbststehenden statischen Aufbau aufweisen und transportierbar ausgeführt sind und dass der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz vom Spieltisch getrennt ist und auch örtlich getrennt aufstellbar sind. Mit der Erfindung Ist es erstmals möglich, in akustikgeeigneten Räumen, wie Theater- oder Konzertsälen, die keine Orgel aufweisen, Orgelkonzerte durchzuführen. Durch diese Möglichkeit ist auch die Orgelmusik einem breiteren Publikum zugänglich. Darüber hinaus können auch Kompositionen, junger Orgelkomponisten wirtschaftlich und kommerziell verwertet werden.
Ferner ist gewährleistet, dass die beiden Hauptkomponenten der Orgel autark aufgestellt und betrieben werden können.
Gemäss einem besonderen Merkmal der Erfindung ist der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz mit den für die Klangproduktion erforderlichen Einrichtungen in einem Kasten integriert, der für den Transport Tragegriffe aufweist. Dadurch kann dieser Teil relativ leicht von einem Ort zu einem weiteren Ort transportiert werden.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Kasten für die Betreuung aufmachbar.
Dadurch können etwaige Wartungsarbeiten bzw. Abstimmungen leicht durchgeführt werden.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung weist der Spieltisch für den Transport Tragegriffe auf, und die dazugehörige Bank ist zusammenklappbar. Dadurch ist auch der Spieltisch leicht zu transportieren und auch die zusammenklappbare Bank ist für diese Ausgestaltung förderlich.
Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung weist der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz und der Spieltisch jeweils ein integriertes Fahrwerk oder anbaubares Hub- bzw. Transportgestell auf. Dadurch ist ein selbstständiger. kostengünstiger und sicherer Transport möglich. Sollten noch darüber hinaus die Transportmittel aus leichtem Material bestehen, so kommt dies dem Gedanken der leicht transportierbaren, flexiblen Orgel natürlich entgegen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an den Beschattungs-und Pfeifenaufsatz beidseits Anbauelemente für eine qualitative höhere Klangproduktion vorgesehen. Diese Anbauelemente können links und rechts neben dem eigentlichen Beschallungs-und Pfeifenaufsatzes gesteilt werden, wobei diese Anbauelemente spezielle Klang- bzw. Tonproduktoren beinhalten können. Für kleinere Säule können diese Anbauelemente auch weggelassen werden.
Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Orgelpfeifen des Beschallungs- und Pfeifenaufsatzes sowie der Anbauelemente für den Transport in den Kästen fixierbar. Durch die Fixierung der Orgelpfeifen in den Aufsätzen bzw. in den Kästen können auch durch auftretende Neigungen während des Transportes keine Schäden entstehen. Darüber hinaus müssen diese Orgelpfeifen durch die Fixierung daher nicht für den Transport demontiert und getrennt verpackt werden.
Gemäss einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz, der Spieltisch, die Anbauelemente in einem massgerechten, thermo- und nässegeschützten sowie stossgedämpften Fahrzeug transportierbar. Dadurch ist eine Orgel, die im Klangbild und Optik einer grossen
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Kirchenorgel gleicht, kostengünsitg und leicht auf jeden gewünschten Platz oder Saal transportierbar und kann in schnellster Zeit adaptiert werden.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Fig. zeigt eine transportfähige Orgel.
Die Orgel besteht aus dem Spieltisch 1, den Beschallungs- und Pfeifenaufsatz 2 sowie den Anbauen
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etc.
Der Spieltisch 1 ist vom Beschatiungs-und Pfeifenaufsatz 2 getrennt. Ebenso sind die Anbauelemente 3 autarke Einheiten. Durch die Trennbarkeit dieser Orgelteile ist ein Transport einer Orgel, die in der Optik, im Klangvolumen und im Klangbild einer festinstallieren Grossorgel gleichkommt, möglich. Auch ein örtlich getrenntes Aufstellen dieser Orgelteile wird ermöglicht. Es könnte also durchaus der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3 auf einem Empore eines Theaters plaziert werden, und der Spieltisch 1, ähnlich einem Klavier, auf der Bühne Aufstellung finden. Die Plazierung des Beschallungs- und Pfeifenaufsatzes 2 dient der Klangqualität, wobei der Orgelspeler selbst vom Publikum genauestens beobachtet werden kann.
Damit dies auch praktisch so ausgeführt werden kann, weisen die Orgelteile alle einen selbststehenden statischen Aufbau auf. Darüber hinaus weisen der Spieltisch 1. der Beschallungund Pfeifenaufsatz 2 sowie die Anbauelemente 3 entsprechende Schnittstellen 8 auf, die zur Inbetriebnahme der Orgel über elektrische Leitungen 9 verbindbar sind. Um nun einen Transport dieser Orgelteile vornehmen zu können, weisen der Spieltisch 1 der Beschallungs- und Pfeifenaufsatz 2 sowie die Anbaueiemente 3 gegebenenfalls einklappbare Tragegriffe 10 auf.
Da die einzelnen Orgelteile ein grosses Gewicht aufweisen, können Sie mit einem integrierten Fahrwerk 11 versehen werden. Es ist aber ebenso möglich, dass diese Orgelteile mit einem anhaubaren Hub- bzw.
Transportgéstell12 versehen werden.
Um auch die Orgelteile in einem massgerechten, thermo- und nässegeschützen sowie stossgedämpften Fahrzeug transportieren zu können, sind die Orgelpfeifen 7 im Aufsatz bzw. im Kasten fixierbar.