AT403536B - Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens - Google Patents

Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens Download PDF

Info

Publication number
AT403536B
AT403536B AT163193A AT163193A AT403536B AT 403536 B AT403536 B AT 403536B AT 163193 A AT163193 A AT 163193A AT 163193 A AT163193 A AT 163193A AT 403536 B AT403536 B AT 403536B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
current
speed
asynchronous machine
inverter
magnetization
Prior art date
Application number
AT163193A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA163193A (de
Original Assignee
Elin Energieanwendung
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elin Energieanwendung filed Critical Elin Energieanwendung
Priority to AT163193A priority Critical patent/AT403536B/de
Publication of ATA163193A publication Critical patent/ATA163193A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT403536B publication Critical patent/AT403536B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zustandsidentifikation und nachfolgenden Aufmagnetisierung einer   wechselnchtergespeisten,   vorzugsweise lagegeberlosen und   drehzahigeberlosen,   Asynchronmaschine mit unbekanntem Magnetisierungszustand, bei der im Normalbetrieb die Drehzahl entweder durch bekannte mathematische Modelle der Maschine ermittelt wird oder durch Drehfeldfrequenzvorgabe sich von selbst einstellt. 



   Asynchronmaschinen gewinnen durch die Fortschritte auf dem Sektor der   Leistungs- und Informations-   elektronik zunehmend an Bedeutung in der Antriebstechnik. Sie zeichnen sich gegenüber Synchron- und Gleichstrommaschinen durch höhere Robusthelt und geringere Herstellungskosten aus. 



   Bei wechselrichtergespeisten Asynchronmaschinen kann ein Betriebsfall auftreten, der ein besonderes Reagieren der Maschinenregelung erfordert. Beispielsweise kann nach einem Rechnerabsturz oder nach einem Sperren der Wechselrichter-Ansteuerung die Asynchronmaschine einen unbekannten Magnetisierungszustand aufweisen. Sehr schwierig gestaltet sich dieses Problem, wenn die Asynchronmaschine nur unter Verwendung einer Strommessung, also ohne Einsatz eines Tachos oder Lagegebers, geregelt wird, weil dann nicht nur der Magnetisierungszustand, sondern auch die Drehzahl unbekannt ist. Solche Regelungsverfahren sind beispielsweise jene   mit "Spannungsmodell"-Flusserfassung   sowie das INFORMVerfahren (dazu siehe "Sensorless Control of   A. C. Machines" von   M.

   Schrödl, VDI Fortschrittberichte 21, Nr. 117,   VDI-Verlag   Düsseldorf, 1992). 



   Bisher waren für dieses Problem nur dann Lösungen gegeben, wenn die Asynchronmaschine mit einem mechanischen Geber ausgestattet war. 



   Die Patentpublikation DE-OS 3 341 952 befasst sich mit einem Verfahren und einer   Vomchtung   zum Betrieb einer über einen Stromzwischenkreisumrichter gespeisten Last, insbesondere einer Asynchrommaschine, bei Netzstörung. 



   Dabei wird bei Beginn der Netz-störung, um den Fluss in der Asynchronmaschine aufrechtzuerhalten, zunächst der Umrichter gesperrt. Zum synchronisierten Aufschalten des Umrichters auf das wiederkehrende Netz wird keine Tachomaschine verwendet. Zur Erzeugung eines Magnetisierungsstromes werden Ventile des Umrichters gezündet, wobei Betrag und Frequenz dieses Magnetisierungsstromes durch die Ansteuerung der Ventile vorgegeben werden können. Die zum Aufbau dieses Stromes nötige Energie wird der kinetischen Energie der noch laufenden Maschine entnommen. 



   Aus diesem Grund besteht die Aufgabe der Erfindung dann, ein Verfahren zu konzipieren, die es gestattet, eine wechselrichtergespeiste, vorzugsweise lagegeberlose und drehzahigeberlose Asynchronmaschine aus jedem beliebigen Betriebszustand aufzumagnetisieren und anschliessend den normalen Regelungsalgorithmus zu starten. 



   Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass vor einer betriebsmässigen Aufschaltung eines Wechselrichters der aktuelle elektrische Betriebszustand der Asynchronmaschine durch Echtzeit-Auswertung der Strangstromverläufe bei   Wechselrichterzustand "Kurz-     schluss" In   einem Rechnersystem ermittelt wird, wobei das Argument des   Rotorflussraumzeigers   der Asynchronmaschine gegenüber dem Argument des Statorstromänderungsraumzeigers der Asynchronmaschine um etwa   90 *   in bezug auf die aktuelle Drehrichtung der Asynchronmaschine voreilt, und dass zur Bestimmung der Drehnchtung eine zweite Messung in einem Zeitabstand   T",   durchgeführt wird,

   welche zur Ermittlung der Argumentdifferenzbildung des Stromänderungsraumzeigers zwischen erster und zweiter Messung herangezogen wird, wobei die Drehrichtung mit der Argumentänderung des Stromänderungsraumzeigers korrespondiert, und in die so bestimmte Rotorflussraumzeigerrichtung ein Statorstromraumzeiger mit bekannten Stromeinprägungsverfahren aufgebracht wird, wodurch dann in diese Richtung ein Flussanstieg stattfindet, und dass oben angeführte Schritte bis zur Erreichung des gewünschten Magnetisierungszustandes wiederholt werden. 



   Mit der Erfindung ist es erstmals   möglich,   lagegeberlose und drehzahlgeberlose Asynchronmaschinen   aufzumagnetisleren,   wobei es bei ausreichend hoher Drehzahl irrelevant ist, ob die Asynchronmaschine anfänglich teilweise oder zur Gänze entmagnetisiert war. Zwar ist In letzterem Fall dadurch anfänglich eine grosse Unsicherheit in der   Flussraumzeigerrichtungsbestimmung   gegeben, jedoch wird bei fortwährender Anwendung der erfindungsgemässen Schritte die Flussbestimmung ständig verbessert. Weitere Vorteile bestehen darin, dass keine Spannungsmessung notwendig ist und dass eine Aufmagnetisierung in sehr kurzer Zeit (Grössenordnung Rotorzeitkonstante) durchgeführt werden kann. Es sind auch keine zusätzlichen Sensoren gegenüber dem Normalbetrieb notwendig. 



   In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Bestimmung der aktuellen Drehzahl der Asynchronmaschine der Quotient aus der Argumentdifferenz des Stromänderungsraumzeigers innerhalb eines   Zeitabstandes ,   welcher ausreicht, eine hinreichend genaue Argumentdifferenzbildung des Stromänderungsraumzeigers zu ermöglichen, durch diesen Zeitabstand   r.,   herangezogen wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Dies ist vorteilhaft, weil damit eine einfache Drehzahlbestimmung ohne Drehzahlgeber möglich ist. 



  Diese Drehzahlbestimmung ist parameterunempfindlich. 



   In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der aktuelle   Fiussbetrag   aus dem Betrag des Stromänderungsraumzeigers multipliziert mit der Streuinduktivität und dividiert durch die aktuelle Drehzahl bestimmt wird. 



   Daraus ergibt sich der Vorteil, dass der Fluss ohne Flusssensoren und ohne Spannungsmessung innerhalb sehr kurzer Zeit bestimmt werden kann. 



   In einer weiteren erfindungsgemässen Ausbildung wird bei Vorhandensein eines Drehzahlgebers oder eines Lagegebers die zur Durchführung obiger Schritte nötige Drehzahlinformation direkt aus diesen Gebern gewonnen. 



   Dadurch ist eine Vereinfachung der erfindungsgemässen Aufmagnetisierungmethode möglich. 



   Im Rahmen der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung vorgesehen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Anspeisung der Asynchronmaschine von einem Wechselrichter mittels einer   Drehstromzuleitung   erfolgt, welche über Strommesseinrichtungen geführt ist, aus deren Informationen in einem Stromerfassungsmodul die Berechnung des Stromraumzeigers erfolgt, und dass die Daten des Stromraumzeigers einer übergeordneten Steuerung sowie einem Stromraumzeigeränderungsrechner zugeführt sind, welcher, unter Verwendung von Informationen aus der übergeordneten Steuerung, die Berechnung des Stromänderungsraumzeigers durchführt, und dass ein Drehzahlrechner aus den Daten des Stromänderungsraumzeigers und dem aus der übergeordneten Steuerung zugeleiteten Zeitabstand T., die jeweils aktuelle Drehzahl der Asynchronmaschine errechnet,

   und dass in einem Flussrechner aus dieser Drehzahl und den Daten des Stromänderungsraumzeigers die Berechnung des Flusses erfolgt und diese Information der übergeordneten Steuerung zugeleitet ist, welcher den von einem Wechselrichter-Brückensteuerungsmodul jeweils durchzuführenden Steuerungsmodus für den Wechselrichter entscheidet. 



   Mit dieser Schaltungsanordnung kann die erfindungsgemässe Methode auf einfache Weise auf handels-   üblichen Signal- und   Mikroprozessoren   bzw. -controllern implementiert   werden. 



   Anhand eines   Ausführungsbeispieles   soll die Erfindung, unter Verwendung einer dreisträngigen Asynchronmaschine, näher erläutert werden.   Dieselbe erfindungsgemässe   Methode ist für Asynchronmaschinen mit anderen Strangzahlen in gleicher Weise anwendbar. 



  Mathematische Beschreibung der Asynchronmaschine 
Eine elegante Beschreibung des transienten Verhaltens der Asynchronmaschine ist mittels des Raumzeigerkalküls möglich. Dabei wird mit normierten Grössen kalkuliert. Der Raumzeiger      wird aus Stranggrö- ssen   I'i   = 1, 2, 3 (dreiphasige Asynchronmaschine) gemäss der Definition 
 EMI2.1 
 gebildet. Die Grösse   e   steht dabei für Spannung u, Strom i oder Flussverkettung   .   



  Verwendete Gleichungen 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Wird die gesamte Streuung rechnerisch dem Stator zugeschlagen (wobei diese Definition nicht bedeutet, dass die Rotorstreuung vernachlässigt wird), d. h. 



  XR = XSR (6) und wird in bekannter Weise der Streukoeffizient   0   definiert : 
 EMI3.1 
 so erhalten die Flussverkettungsgleichungen (4), (5) folgendes Aussehen : 
 EMI3.2 
 Die mathematische Beschreibung des mechanischen Systems wird hier nicht benötigt, da die Drehzahl während des Aufsynchronisiervorganges als konstant angesehen werden kann. 



  Aufbau des Flusses und des Drehmomentes in der Asynchronmaschine 
Wenn die Asynchronmaschine mit (direkten) feldorientierten Verfahren geregelt wird, ist die Kenntnis des Flussverkettungsraumzeigers, üblicherweise jenes der   Rotorflussverkettung,   nötig. Wird die Regelung am 
 EMI3.3 
    betragR   in die reelle Achse x des Koordinatensystems zeigen möge) : 
 EMI3.4 
 Dabei ist Tu = xR/rR die Rotorzeitkonstante.

   Der Imaginärteil von Gleichung (10) beschreibt bei gegebenem Flussbetrag die Bildung der Schlupffrequenz 
 EMI3.5 
 Die   Stromkomponente @Sy stellt   also verzögerungsfrei die Schlupffrequenz bzw. auch das innere Drehmoment ein : 
 EMI3.6 
 Der Realteil von Gleichung (10) gibt Auskunft über die Bildung des Betrages der   Flussverkettung :   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 Die   rotorflussparallele   Statorstromkomponente steuert also über ein Verzögerungsglied 1. Ordnung mit der Rotorzeitkonstanten TR den Flussbetrag. Diese Tatsache ist ein massgeblicher Aspekt der vorgestellten erfindungsgemässen Methode. 



  Bestimmung des momentanen Betriebszustandes der Asynchronmaschine 
Als Indikator des aktuellen Maschinenbetriebszustandes wird der Stromanstieg bei Wechselrichterzu-   stand "Kurzschluss"   (d. h. alle Brückenzweige auf gleichem-positivem oder   negativem - Zwischenkreispo-   tential, d. h. us = 0) herangezogen. Zur Einleitung der Testmessung werden also, ausgehend vom Zustand 
 EMI4.2 
 auf gleiches Potential gelegt.

   Aus den Gleichungen (2), (8) und (9) folgt : 
 EMI4.3 
 Die Änderung des Rotorflusses folgt anderseits aus der Rotorspannungsgleichung (3), wobei mit der Flussverkettungsgleichung (9) der Rotorstrom eliminiert wurde : 
 EMI4.4 
 Mit Gleichung (14) ergibt sich daraus die für die erfindungsgemässe Methode wichtige Beziehung zwischen Statorstrom und Rotorfluss bei kurzgeschlossener Asynchronmaschine : 
 EMI4.5 
 Aus Gleichung (15) ist ersichtlich, dass bei nicht zu kleinen Drehzahlen (etwa über 10 % Nenndrehzahl) der Term   1/, R   gegenüber   jwm   vernachlässigbar ist   (1/, R liegt   typischerweise in der Grössenordnung von   0, 01).   



  Weiters ist der Term is (rs + rR) in Gleichung (16) vernachlässigbar, da kurze Zeit nach der Wechselrichtersperre der Statorstrom verschwunden ist. Damit ergibt die Betrachtung der Argumente in Gleichung (16) : 
 EMI4.6 
 Der Stromänderungsraumzeiger wird bestimmt durch zwei im Abstand T, durchgeführte Strommessungen : 
 EMI4.7 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 Der aktuelle Rotorflussraumzeiger steht also zum aktuellen Statorstromänderungsraumzeiger im rechten Winkel, und zwar voreilend in bezug auf die momentane Drehrichtung. Anderseits bedeutet dies, dass sich der Rotorflussraumzeiger nur eindeutig feststellen   lässt,   wenn die Drehrichtung bekannt ist. Zur Bestimmung der Drehrichtung wird eine zweite Flussrichtungsmessung nach einer gewissen Messzeit T., angeschlossen.

   Die Argumentdifferenz der beiden gemäss Gleichung (17) bestimmten Flussraumzeigerargumente hängt nicht von der Drehzahl ab und ergibt in eindeutiger Weise die Flussdrehzahl. Damit ist die 180 -Unsicherheit aufgrund der bisher unbekannten Drehrchtung in Gleichung (17) beseitigt. Zu klären ist noch das Verhalten des Rotorflusses relativ zum Rotor bei gesperrtem Wechselrichter (is = 0). Dies ergibt sich aus der Rotorgleichung (3) mit Rotorflussverkettungsgleichung (9) in einem rotorfesten Koordinatensystem 
 EMI5.1 
 Dabei handelt es sich um eine homogene lineare Differentialgleichung 1. Ordnung mit der Lösung (rotorfestes Koordinatensystem) 
 EMI5.2 
 Gleichung (20) zeigt, daS das Argument des Rotorflussraumzeigers relativ zum Rotor konstant bleibt, sein Betrag hingegen mit der   Rotorzeitkonstanten TR abklingt   (im magnetisch ungesättigten Zustand).

   Da der zeitliche Argumentenverlauf des Rotorflussraumzeigers offensichtlich das Verhalten des Rotors exakt widerspiegelt, folgt für die Rotordrehzahl : 
 EMI5.3 
 bzw. mit   Gleichung (17) :   
 EMI5.4 
 Allgemein formuliert, stimmt die Flussdrehzahl dann mit der Rotordrehzahl sehr genau überein, wenn die Asynchronmaschine wenig Drehmoment entwickelt, was bei der   erfindungsgemässen   Methode ständig der Fall ist. Wenn also die induzierte Spannung ein gewisses Mass übersteigt, ist sowohl die mechanische Drehzahl als auch der   Rotorflussraumzeiger   nach Betrag und Richtung feststellbar. Wenn die induzierte Spannung dieses gewisse Mass nicht übersteigt, ist entweder die Drehzahl oder der Flussbetrag oder beide etwa Null. 



  Aufmagnetisierung 
Unter der Annahme, dass die mechanische Drehzahl so hoch ist, dass die   aufmagnetisferte   Asynchronmaschine ein auswertbares Messsignal erzeugt, kann der Aufmagnetisierungsvorgang sofort gestartet werden. Dies ist auch dann möglich, wenn die Asynchronmaschine vollkommen entmagnetisiert oder teilweise magnetisiert ist. Zu Beginn werden Testmessungen gemäss Gleichungen (17) und (22) durchgeführt, wodurch die Fussachse bestimmt wird. Für eine weitgehend bzw. vollständig entmagnetisierte Asynchronmaschine wird diese Auswertung ein fast nicht auswertbares Signal liefern.

   Nichtsdestoweniger wird in die so (möglicherweise sehr fehlerhaft) bestimmte Flussrichtung eine Stromkomponente mit bekannten Stromeinprägungsmethoden aufgebracht, wodurch dann in diese Richtung gemäss Gleichung (13) ein   Flussanstieg   

 <Desc/Clms Page number 6> 

 stattfindet. Nach einer gewissen Zeit (Grössenordnung Millisekunden) wird die Flussrichtung neuerlich bestimmt und wieder in diese neu bestimmte Richtung Strom eingeprägt. Diese   Flussrichtung konvergiert   immer, sofern die mechanische Drehzahl einen gewissen Mindestwert (etwa 10 % der Nenndrehzahl) übersteigt.

   Die anfängliche Unsicherheit der Flussachsenbestimmung verschwindet zusehends, da im statistischen Mittel über ausreichend viele Flussbestimmungvorgänge der Strom doch überwiegend   flussparailel   eingeprägt wird und somit eine positive Rückkopplung einsetzt (flussparalleler Strom bewirkt mehr Fluss, dieser bewirkt eine höhere Genauigkeit der Flusserfassung   usw.). Selbstverständlich   funktioniert diese Methode auch bei   teilmagnetisierter   Asynchronmaschine. Um einen schnelleren Flussaufbau zu bewirken, kann mit hohen Stromwerten, beispielsweise mit Maximalstrom, aufmagnetisiert werden. Wird der   Flusssoll-   betrag erreicht, so erfolgt eine Absenkung der flussparallelen Stromkomponente auf ihren Nennwert.

   Dieser beträgt gemäss Gleichung   (13) :   
 EMI6.1 
 Der aktuelle Flussbetrag kann mit guter Näherung laut Gleichung (16) aus dem Kurzschlusstest bei bereits bekannter mechanischer Drehzahl bestimmt werden : 
 EMI6.2 
 Nun kann die Asynchronmaschine in den Normalbetriebszustand übergeführt werden (Initialisieren und Starten des betriebsmässigen Flussmodells, Zuschalten der Drehzahlregelung bzw. Momentensteuerung, etc. 



  )
In Gleichung (24) wurde die mechanische Drehzahl gemäss Gleichung (22) bestimmt. Zwecks Genauigkeitserhöhung der Drehzahlbestimmung kann die Messzeit in Gleichung (22) entsprechend gross   gewählt   werden, da sich die mechanische Drehzahl nur sehr langsam ändert. Natürlich wird auch die Drehzahlbestimmung bei weitgehend entmagnetisierter Asynchronmaschine höchst ungenau sein. Als Indikator, inwieweit der Drehzahibestimmung vertraut werden kann, wird der Betrag des Stromänderungsraumzeigers herangezogen. Dieser wachst laut Gleichung (24) weitgehend proportional mit dem Flussraumzeiger an. 



   Die Fig. zeigt die zwei Adern   1 a, 1 b einer Gleichstromzuleitung   1, mit welcher ein Wechselrichter 2 von einem Gleichrichter oder einem Gleichstromnetz angespeist wird. Über die Adern 3a, 3b, 3c einer Drehstromzuleitung 3 erfolgt die Anspeisung einer dreisträngigen Asynchronmaschine 5 vom Wechselrichter 2. Diese Drehstromleitung 3 ist über Strommesseinrichtungen 4a, 4b (gegebenenfalls auch 4c) geführt. 



  Die Strommesseinrichtungen 4a, 4b (4c) liefern, über die Verbindungsleitungen   Ba,   8b (8c) einem Stromerfassungsmodul 9 die zur Berechnung des Stromraumzeigers nötigen Informationen. Die Daten des Stromraumzeigers werden einem   Funktionsblock "übergeordnete Steuerung" 13   sowie einem Stromraumzeiger- änderungsrechner 10 zugeführt, welcher, unter Verwendung von Informationen aus dem Funktionsblock "übergeordnete   Steuerung" 13,   den Stromänderungsraumzeiger ermittelt. Weiters errechnet ein Drehzahlrechner 11 aus den Daten des Stromraumänderungszeigers und dem aus dem   Funktionsblock "übergeord-   nete Steuerung"13 zugeleiteten Zeitabstand   r.   die jeweils aktuelle Drehzahl der Asynchronmaschine 5.

   Die Berechnung des Flusses erfolgt in einem Flussrechner 12 aus dieser Drehzahl und den Daten des Stromänderungsraumzeigers. Diese errechneten Daten werden dem   Funktionsblock "übergeordneten   Steuerung"13 zugeleitet, der sodann entscheidet, welchen Steuerungsmodus (Betriebsart "normal"/Betriebsart "Zustandsidentifikation und Aufmagnetisierung") ein Brückensteuerungs-Modul 7 dem Wechselrichter 2 vorzugeben hat. Die hiezu nötigen Informationen vom Brückensteuerungsmodul 7 werden dem Wechselrichter 2 über Verbindungsleitungen 6a, 6b, 6c zugeführt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Zustandsidentifikation und nachfolgenden Aufmagnetisierung einer wechselrichtergespei- sten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzalrigeberlosen, Asynchronmaschine mit unbekanntem <Desc/Clms Page number 7> Magnetisierungszustand, bei der im Normalbetrieb die Drehzahl entweder durch bekannte mathemati- sche Modelle der Maschine ermittelt wird oder durch Drehfeldfrequenzvorgabe sich von selbst einstellt, dadurch gekennzeichnet, dass vor einer betriebsmässigen Aufschaltung eines Wechselrichters (2) der aktuelle elektrische Betriebszustand der Asynchrormaschine (5) durch Echtzeit-Auswertung der Strang- stromverläufe bei Wechselrichterzustand "Kurzschluss" in einem Rechnersystem (10,11, 12) ermittelt wird, wobei das Argument des Rotortlussraumzeigers der Asynchronmaschine (5)
    gegenüber dem Argument des Statorstromänderungsraumzeigers der Asynchronmaschine (5) um etwa 90. in bezug auf die aktuelle Drehrichtung der Asynchronmaschine (5) voreilt, und dass zur Bestimmung der Drehrichtung eine zweite Messung in einem Zeitabstand i. durchgeführt wird, welche zur Ermittlung der Argumentdifferenzbildung des Stromänderungsraumzeigers zwischen erster und zweiter Messung herangezogen wird. wobei die Drehrichtung mit der Argumentänderung des Stromänderungsraumzei- gers korrespondiert, und in die so bestimmte Rotorflussraumzeigerrichtung ein Statorstromraumzeiger mit bekannten Stromeinprägungsverfahren aufgebracht wird, wodurch dann in diese Richtung ein Flussanstieg stattfindet, und dass oben angeführte Schritte bis zur Erreichung des gewünschten Magneti- sierungszustandes wiederholt werden.
  2. 2. Verfahren zur Zustandsidentifikation und Aufmagnetisierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass zur Bestimmung der aktuellen Drehzahl der Asynchronmaschine (5) der Quotient aus der Argumentdifferenz des Stromänderungsraumzeigers innerhalb eines Zeitabstandes-r., welcher aus- reicht, eine hinreichend genaue Argumentdifferenzbildung des Stromänderungsraumzeigers zu ermögli- chen, durch diesen Zeitabstand T. herangezogen wird.
  3. 3. Verfahren zur Zustandsidentifikation und Aufmagnetisierung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der aktuelle Flussbetrag aus dem Betrag des Stromänderungsraumzeigers multipliziert mit der Streuinduktivität und dividiert durch die aktuelle Drehzahl bestimmt wird.
  4. 4. Verfahren zur Zustandsidentifikation und Aufmagnetisierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass bei Vorhandensein eines Drehzahlgebers oder eines Lagegebers die zur Durchführung obiger Schritte nötige Drehzahlinformation direkt aus diesen Gebern gewonnen wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2, und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Anspeisung der Asynchronmaschine (5) von einem Wechselrichter (2) mittels einer Drehstromzuleitung (3) erfolgt, welche über Strommesseinnchtungen (4a, 4b, 4c) geführt ist, aus deren Informationen in einem Stromerfassungsmodul (9) die Berechnung des Stromraumzeigers erfolgt, und dass die Daten des Stromraumzeigers einer übergeordneten Steuerung (13) sowie einem Stromraumzel- geränderungsrechner (10) zugeführt sind.
    welcher, unter Verwendung von Informationen aus der übergeordneten Steuerung (13), die Berechnung des Stromänderungsraumzeigers durchführt, und dass ein Drehzahlrechner (11) aus den Daten des Stromänderungsraumzeigers und dem aus der übergeord- neten Steuerung (13) zugeleiteten Zeitabstand T., die jeweils aktuelle Drehzahl der Asynchronmaschine (5) errechnet, und dass in einem Flussrechner (12) aus dieser Drehzahl und den Daten des Stromände- rungsraumzeigers die Berechnung des Flusses erfolgt und diese Information der übergeordneten Steuerung (13) zugeleitet ist, welcher den von einem Wechselrichter-Brückensteuerungsmodul (7) jeweils durchzuführenden Steuerungsmodus für den Wechselrichter (2) entscheidet.
AT163193A 1993-08-16 1993-08-16 Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens AT403536B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT163193A AT403536B (de) 1993-08-16 1993-08-16 Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT163193A AT403536B (de) 1993-08-16 1993-08-16 Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA163193A ATA163193A (de) 1997-07-15
AT403536B true AT403536B (de) 1998-03-25

Family

ID=3517595

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT163193A AT403536B (de) 1993-08-16 1993-08-16 Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT403536B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013208591A1 (de) * 2013-05-10 2014-11-27 Robert Bosch Gmbh Regelvorrichtung für eine Asynchronmaschine und Verfahren zum Betrieb einer Asynchronmaschine

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3341952A1 (de) * 1983-11-21 1985-05-30 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Verfahren und vorrichtung zum betrieb einer ueber einen stromzwischenkreisumrichter gespeisten last, insbesondere einer asynchronmaschine, bei netzstoerung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3341952A1 (de) * 1983-11-21 1985-05-30 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Verfahren und vorrichtung zum betrieb einer ueber einen stromzwischenkreisumrichter gespeisten last, insbesondere einer asynchronmaschine, bei netzstoerung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013208591A1 (de) * 2013-05-10 2014-11-27 Robert Bosch Gmbh Regelvorrichtung für eine Asynchronmaschine und Verfahren zum Betrieb einer Asynchronmaschine

Also Published As

Publication number Publication date
ATA163193A (de) 1997-07-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60217013T2 (de) Steuervorrichtung für eine Wechselstromquelle
EP0886762B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur überprüfung eines sensors
DE102010030210B4 (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Diagnose von Statorwicklungen in einem elektrischen Motor
DE102010028097A1 (de) Verfahren und Systeme zum Detektieren eines Stromsensorfehlers
DE3885226T2 (de) Verfahren und System zum Bremsen eines Elektromotors.
EP2227857B1 (de) Aufschalten eines steuergeräts auf eine drehgeberlos betriebene asynchronmaschine
EP1479157A1 (de) Verfahren zur fehlererkennung für elektromotoren
DE102015207185B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Minimieren des Einflusses einer Temperaturveränderung in einem Motor
WO1997008820A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur korrektur einer flussrichtung eines modellflusses einer geberlosen, feldorientiert betriebenen drehfeldmaschine bis zur frequenz null
DE102009035998A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum fehlersicheren Überwachen einer Bewegungsgröße an einem elektrischen Antrieb
DE112012001148T5 (de) Stromsteuervorrichtung
WO2001011747A1 (de) Vorrichtung zur überwachung eines messsystems eines elektrischen antriebs
EP0965047B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur identifikation der systemparameter statorwiderstand und rotorwiderstand einer geberlosen, feldorientiert betriebenen drehfeldmaschine
DE10035783A1 (de) Vorrichtung zur Überwachung eines Meßsystems eines elektrischen Antriebs
WO2009083324A1 (de) Verfahren zur bestimmung der temperatur eines rotors einer synchronmaschine
EP3729634B1 (de) Verfahren zur drehgeberlosen rotorlagebestimmung einer drehfeldmaschine und vorrichtung zur drehgeberlosen regelung eines drehstrommotors
AT403536B (de) Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugsweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen, asynchronmaschine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens
DE102013222075A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Initialisieren eines Regelkreises für einen Strom zum Betrieb einer Synchronmaschine
EP0469177A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Wiederanlassen eines Induktionsmotors
DE19933225A1 (de) Vorrichtung zur Berechnung des von einem Asynchronmotor erzeugten Drehmoments
AT402773B (de) Verfahren zur zustandsidentifikation und aufmagnetisierung einer wechselrichtergespeisten, vorzugweise lagegeberlosen und drehzahlgeberlosen asynchronmachine mit unbekanntem magnetisierungszustand und schaltungsanordnung zur durchführung dieses verfahrens
DE4103270C2 (de) Verfahren zur Bestimmung der Ständerflußverkettung bei einer Drehstrommaschine
EP1334546B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur ermittlung des elektrischen startrotorwinkels
WO1995024571A1 (de) Überwachungs- und steuerungsanordnung für magnetisch schaltbare energiewandelsysteme
DE10204110A1 (de) Motortreiberkreis und Verfahren zur Steuerung des Motortreiberschaltkreises

Legal Events

Date Code Title Description
RER Ceased as to paragraph 5 lit. 3 law introducing patent treaties
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee