AT403414B - Verfahren zur kesselrücklauftemperatur-regelung - Google Patents
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Description
AT 403 414 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Kesselrücklauftemperatur-Regelungeiner einen Brenner aufweisenden Heizungseinrichtung mit einem Kesselkreis und einem Heizkreis, die über ein einen Antriebsmotor aufweisendes Mischventil gekoppelt sind.
Bedingt durch die gleitende Fahrweise der Heizkreistemperatur und die Zuschaltung von weiteren 5 Heizkörpern oder Heizkreisen kommt es im Kesselrücklauf zu Temperaturen, die für den dauerhaften Betrieb des Heizkessels unzulässig niedrig sind. Als Folge dieses Temperaturniveaus stellt sich eine verstärkte Korrosion ein.
Zur Vorbeugung temperaturbedingter Korrosion sind verschiedene hydraulisch-regelungstechnische Maßnahmen bekannt, die im wesentlichen darauf abzielen, durch dauernde, zeitweise oder zustandsabhän-io gige Beimischung von warmem Kesselvorlaufwasser die Rücklauftemperatur zu erhöhen. Zu diesem Zweck wird der Kesselkreis vom Heizkreis abgetrennt, wodurch ein sehr schneller Anstieg der Kesselrücklauftemperatur erreicht wird. Hierfür werden 3-Wege-Ventile im Kesselkreis oder die in den Heizkreisen zur Regelung der Heizkreistemperatur verwendeten Mischventile und kesselseitige Pumpen und die dazugehörige Regeleinrichtung verwendet. Beim Unterschreiten des Kesseltemperatur-Grenzwertes, das heißt des rs zulässigen Mindestbetrages der Kesseltemperatur, veranlaßt di# Regeleinrichtung entweder eine Zumischung von warmem Vorlaufwasser in den Kesselrücklauf oder eine Trennung des Kesselkreises vom Heizkreis (Betriebsart Rücklauf-Anhebung). Die Kesselrücklauftemperatur steigt dann - je nach Verfahren -schnell an und erreicht den Rücklauftemperatur-Grenzwert, bei dem eine Umschaltung auf Normalbetrieb, das heißt Heizkreisregelung, erfolgt. 20 Schwierigkeiten bereiten im allgemeinen der Übergang von der Betriebsart Rücklauf-Anhebung in den Normalbetrieb.
Dies gilt insbesondere für Heizungsanlagen, bei denen aus Kostengründen für die Rücklauf-Anhebung und den Normalbetrieb dasselbe Stellglied, beispielsweise ein 4-Wege-Mischventil, benutzt wird. Während der Phase der Rücklauf-Anhebung wird der Heizkreis mehr oder weniger vom Kesselkreis abgetrennt, um 25 eine schnelle Aufheizung des Kessels zu ermöglichen. In dieser Zeit ergibt sich ohne weitere Maßnahmen eine Regelabweichung zwischen der Heizkreis-Soll-Temperatur Thvs und der Heizkreis-Ist-Temperatur Thv· Wird in diesem Zustand auf Normalbetrieb umgeschaltet, kommt es durch die große Regelabweichung zu einem schnellen und damit starken Öffnen des Mischventils in Richtung Heizkreis. Dadurch gelangt kaltes Wasser aus dem Heizkreisrücklauf in den Kessel und zum Kesselrücklauf-Temperaturfühler. Da die 30 Wassermenge innerhalb des Kessels im allgemeinen viel kleiner ist als die im Heizkreis, kommt es ohne weitere Maßnahmen zu einem schnellen Abkühlen des Kesselwassers. Als Folge davon muß das Mischven-tii wieder in Richtung Heizkreis geschlossen, das heißt in Richtung Kesselkreis geöffnet werden, um die Temperatur im Kessel wieder ansteigen zu lassen. Eine wirkungsvolle Heizkreiserwärmung erfolgt in dieser Phase nicht. Daraus resultiert ein häufiger Wechsel zwischen Normal- und Rücklauf-Anhebebetrieb, wo-35 durch eine erhebliche Schadstoffemission auftritt. Ein weiterer Nachteil besteht in der unzureichenden Leistungszufuhr in den Heizkreis, womit lange Aufheizzeiten verbunden sind. Andererseits ist durch die mehrmalige Unterschreitung der Kesselgrenztemperatur TKRS nur eine unvollständige Schutzfunktion im Hinblick auf Korrosion gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zur 40 Kesselrücklauftemperatur-Regelung anzugeben, bei dem die Schalthäufigkeit erheblich reduziert, die Aufheizzeit im Heizkreis verkürzt und die Temperatur-Zeitfläche unterhalb der Kesselgrenztemperatur minimiert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kesselrücklauftemperatur TKR mit Hilfe des Mischventils so geregelt wird, daß sie eine vorgegebene Mindesttemperatur TKns beim Aufheizen nach dem 45 erstmaligen Erreichen nicht mehr unterschreitet, wobei folgende vier verschiedene Betriebszustände differenziert regelungstechnisch behandelt werden: 1. Einstellen des Abschaltzustandes: Brenneransteuerung wird unterbrochen, Mischventil wird in Richtung Kesselkreis zugefahren, 2. Anfahren aus dem Abschaltzustand: Brenner wird angesteuert, Mischventil wird mit festem Tastverhältnis ED% = const. in Richtung Heizkreis aufgefahren, wobei ED% <100 % ist, bis eine Temperaturerhöhung der Heizungsvorlauftempera-50 tur Thv um einen konstanten Wert TA erfolgt ist, nach dem Erreichen dieser Temperaturerhöhung bleibt das Mischventil in der angefahrenen Stellung stehen, bis entweder die Heizungsvorlauftemperatur Thv größer als die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs erhöht um eine Offsettemperaturdifferenz TH ist, oder die Kesselrücklauftemperatur TKR größer als ihr Mindestbetrag TKrs erhöht um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaTK ist, 3. Anheben und Regeln der Kesselrücklauftemperatur TKR:Brenner wird angesteuert, die Kesselrücklauf-55 temperatur TKr wird auf den Mindestbetrag TKrs erhöht um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaTK mittels des Mischventils geregelt, dieser Betriebszustand bleibt so lange erhalten, bis die Heizungsvorlauftemperatur Tw größer als die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs erhöht um die Offsettemperaturdifferenz DeltaTH ist, wenn die Heizungsvorlauftemperatur Thv sehr viel kleiner als die Heizungsvorlauf-Soll-Tempera- 2
AT 403 414 B tur Thvs erhöht um die Offsettemperaturdifferenz DeltaTH ist und die Kesselrücklauftemperatur TKr sehr viel größer als ihr Mindestbetrag TKrs erhöht um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaTK ist, wird die Öffnungsgeschwindigkeit des Mischventils begrenzt, 4. witterungsgeführte Heizkreis-Temperaturregelung: Brenner wird angesteuert, die Heizungsvorlauftemperatur Thv wird auf die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur THvs geregelt, die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs wird mittels einer Heizkurve aus der Außentemperatur TA bestimmt, dieser Betriebszustand bleibt so lange erhalten, bis die Heizungsvorlauftemperatur T^ die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur THVs und die Kesselrücklauftemperatur TKR ihren Mindestbetrag TKrs unterschreiten. Wenn die Kesselrücklauf-Ist-Temperatur TKR unterhalb eines Grenzwertes T«rs liegt und der Kesselrücklauf-Anhebebetrieb einsetzt, wird das Mischventil in Richtung Kesselkreis so weit geöffnet, daß die Kesselschutzfunktion sichergestellt wird, wobei gleichzeitig auch im Heizkreis ein Umlauf stattfindet. Kesselkreis und Heizkreis werden nicht vollständig voneinander getrennt.
Der Heizkreis kann folglich nicht weiter beziehungsweise nicht zu weit abkühlen und bei dem nächsten Anfahren des Mischventils in Richtung Heizkreis auf den Kesselrücklauf eine Rückwirkung ausüben, demzufolge das Kesselrücklaufwasser so weit abkühlt, daß die Kesselgrenztemperatur wieder unterschritten wird. Damit wird eine Vergleichmäßigung sowohl des Heizkreis· als auch des Kesselkreis-Temperaturverlaufes erreicht.
Die Öffnungs- beziehungsweise Schließgeschwindigkeit des Mischventils ist bevorzugt durch das Tastverhältnis ED%, mit welchem der Antriebsmotor des Mischventils mit konstanten Impulsdauern angesteuert wird, gegeben, wobei gilt ED% =
Tkrs-tkrTkrp x 100% mit T|<Rp als einstellbarer Wert, der den Bereich der Regelabweichung der Kesselrücklauftemperatur festlegt, innerhalb dessen eine Veränderung des Tastverhältnisses ED% erfolgt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß auch bei sehr niedriger Kessel-Ist-Temperatur, das heißt bei großer Regelabweichung, immer noch ein Teil des Heizwassers in den Heizkreis gelangt, wodurch dieser gleichzeitig mit dem Kesselkreis aufgeheizt wird. Das Kriterium für die Öffnungs- beziehungsweise Schließgeschwindigkeit des Mischventils ist der einstellbare Wert TKRp, durch den eine direkte Einflußnahme auf den zeitlichen Verlauf des Teilungsverhältnisses des Vorlaufwassers für Heizkreis und Kesselkreis möglich ist.
Die Veränderung des Tastverhältnisses ED% erfolgt entsprechend der Regelabweichung
DeltaTKR = TKr - TKrs im Proportionalbereich. Dabei ist der Proportionalbereich vorzugsweise bei negativer Regelabweichung
DeltaTKR = TKr - Tkrs < 0 gegeben.
Die Kesselrücklaufiemperatur-Regelung ist unsymmetrisch um einen Wert der minimalen Regelabweichung gestaltet. Hat die Kessel-Ist-Temperatur TKR die Kesselgrenztemperatur TKrs bereits überschritten, das heißt bei negativer Regelabweichung wird der Mischer mit der herkömmlichen Proportionalregelung beaufschlagt. Bei positiven Regelabweichungen jedoch wird die Öffnungs- beziehungsweise Schließgeschwindigkeit des Mischventiles zum Kesselkreis hin auf einen Festwert begrenzt. Während dieser Phase ist der eigentliche Regelbetrieb quasi außer Kraft gesetzt.
Bei positiver Regelabweichung
DeltaTKR = Tkr - Tkrs > 0, ist ein maximales Tastverhältnis ED%max < 100 %, insbesondere ED%ma* ca. 30 % vorgesehen. Das Mischventil öffnet sich folglich bei niedriger Kesselrücklauftemperatur Tkr nur sehr langsam in Richtung Kesselkreis beziehungsweise schließt sich in Richtung Heizkreis.
Die Kesselrücklauftemperatur wird von dem außentemperaturabhängigen Kesselrücklauftemperatur-Soll-Wert TKrs geführt, wobei während des Anhebebetriebes DeltaTKRS = const. gilt. 3
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Die Erfindung wird nun anhand eines in zwei Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen: Figur 1 ein Hydraulikschema einer Heizungseinrichtung und Figur 2 ein Fließschema des erfindungsgemäßen Regelalgorithmus.
Eine Heizungsanlage gemäß Figur 1 weist einen Heizungskessel 1 auf, von dem eine Vorlaufleitung 2 und eine Rücklaufleitung 3 abgehen, welche über ein 4-Wege-Mischventil 4 zu einem Kesselkreis miteinander verbunden sind. Innerhalb des Kesselkreises ist eine Kesselkreispumpe 5 angeordnet. Dieser Kesselkreis ist über das 4-Wege-Mischventil 4 mit einem Heizkreis gekoppelt.
Der Heizkreis weist zwischen seinem Vorlauf 7 und seinem Rücklauf 8 einen oder mehrere Verbraucher 9, beispielsweise Raumheizkörper oder eine Fußbodenheizung, auf. Außerdem ist eine Heizkreispumpe 10 vorgesehen. Die Regelung des Heizungskessels 1, der Kesselkreispumpe 5, des 4-Wege-Mischventils 4 und der Heizkreispumpe 10 erfolgt über einen Regler 6, der dazu die Meßsignale eines Kesselrücklauffühlers 11, eines Heizungsvorlauffühlers 12 und eines Außentemperaturfühlers 13 verarbeitet.
In Figur 2 sind die regelungstechnischen Vorgänge anhand eines Fließschemas genauer dargestellt. Ausgehend von den Meßwerten der Fühler 11, 12 und 41 und einigen Einstellwerten 14, wird zunächst eine Betriebsartenselektion 15 vorgenommen, welche eine Soll- und Ist-Wert-Umschaltung 16 steuert. Deren Ausgangssignal wird dem eigentlichen Regler 17 zugeführt.
Als Einsteller sind Geber für die maximale Kesseltemperatur TKmax 18, einen einstellbaren Wert, der den Proportionalbereich und den "Fesf-Bereich der Regelung festlegt TKrp 19, die Schaltdifferenz des Kesseltemperaturreglers DeltaTK 20, eine Heizkreis-Soll-Vorlauftemperatur Thvs 21, einen unteren Grenzwert der Kesselrücklauftemperatur TKRs 22 und eine Umschaltregelabweichung für den Heizkreis DeltaT« 23 vorgesehen. Über mindestens eine Schaltuhr 24 kann außerdem der zeitliche Verlauf bestimmter Einstellwerte, beispielsweise der Heizkreis-Soll-Vorlauftemperatur THvs 21, vorgegeben werden. Durch Verknüpfung der Einstell- und der Meßwerte 14 mittels der Betriebsartenselektion 15 wird auf verschiedene Zustände der Soll- und Ist-Wert-Umschaltung 16 gefolgert. Dabei muß zwischen folgenden Fällen unterschieden werden: - Abschaltzustand 25, - Anfahren aus dem Abschaltzustand 26, - Anheben und Regeln der Kesselrücklauftemperatur TKR 27 und - witterungsgeführte Heizkreis-Temperaturregelung 28.
Im Abschaltzustand ist die Heizungsanlage so geschaltet, daß keine Wärmezufuhr erfolgen kann, das heißt, der Brenner ist ausgeschaltet, und das Mischventil 4 ist geschlossen. Die Pumpen 5 und 10 sind, außer beim Frostschutzbetrieb, ebenfalls ausgeschaltet. Im Abschaltzustand 25 wird ein "Brenner-Aus-Signal" BAus, welches auf den Brennerregler 30 gegeben wird, und ein "100-%-Zu-Signar, welches auf den Mischerregler 32 gegeben wird, erzeugt. Dieser Zustand wird durch das Ende der programmierten Absenkzeit oder den Beginn einer Aufheizung 40 beendet.
Beim Anfahren aus dem Abschaltzustand 26 soll der Kessel 1 möglichst schnell auf einen Wert oberhalb des Grenzwertes TKrs aufgeheizt werden. Dazu wird das Mischventil 4 zum Heizkreis so weit geöffnet, daß sowohl eine Heizkreiserwärmung als auch eine Aufheizung des Kessels stattfindet. Zu Beginn der Aufheizung wird das Mischventil 4 bis in eine Stellung geöffnet, bei der eine deutliche Erhöhung der Heizkreistemperatur Thv um einen vorgegebenen Festwert DeltaTA meßbar ist, wobei gilt:
DeltaTA = Thv “ THVAntangswert-
Dies geschieht, indem das Mischventil 4 allmählich durch periodische Impulse mit vorgegebenen konstanten Impulsdauern (festes Tastverhältnis ED%) aufgefahren wird. Die Öffnungsgeschwindigkeit beträgt entsprechend ED% beispielsweise konstant 25 %. Während und im Anschluß an diesen Vorgang wird die Vorlauftemperatur Tw gemessen und daraufhin überprüft, ob gegenüber dem Beginn des Anfahrens eine deutliche Änderung 33, beispielsweise um DeltaTA > 2 K, erfolgt ist. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, wird die Ansteuerung des Mischventils 4 blockiert. Es findet nun ein schnell ablaufender Aufheizvorgang des Kesselrücklaufwassers statt. Die Regelung befindet sich im Wartezustand 34.
Dieser Wartezustand 34 wird beendet, wenn entweder die Heizungsvorlauftemperatur Thv den durch die Heizkurve vorgegebenen Soll-Wert Thvs um den Betrag DeltaTH überschritten hat 35, das heißt,
Thv > Thvs + DeltaTh oder wenn die Kesselrücklauftemperatur T«R den Grenzwert TKrs um die halbe eingestellte Kessel-Schaltdifferenz DeltaTK überschritten hat 36, das heißt 4
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T«r > Tkrs + 1/2DeltaTK
Ist die Bedingung 35 erfüllt, das heißt, hat der Heizkreis vor dem Kesselkreis die Soll-Temperatur erreicht, wird auf Heizkreisregelung 28 umgeschaltet.
Ist die Bedingung 36 erfüllt, das heißt, hat der Kesselkreis vor dem Heizkreis die Soll-Temperatur erreicht, wird auf Anhebebetrieb 27 umgeschaltet. Die weitere Aufheizung der Kesselrücklauftemperatur TKr erfolgt noch so lange, bis die Heizkreis-Vorlauftemperatur Thv größer als THvs + DeltaTH ist.
Liegt die Kesselrücklauftemperatur TKr bereits über dem Wert TKrs + 1/2 DeltaTK,während die Vorlauftemperatur THv noch nicht den Soll-Wert Thvs erreicht hat, so wird in dieser Betriebsart eine Regelung der Kesselrücklauftemperatur TKR auf den Grenzwert TKrS + 1/2 DeltaT« über das Mischventil 4 vorgenommen. Bei steigender Kesseltemperatur TKr wird dadurch dafür gesorgt, daß das Mischventil 4 allmählich zum Heizkreis hin geöffnet wird, wodurch eine Intensivierung der Aufheizung des Heizkreises möglich ist.
Ein Zustand 37, bei dem TKr » Tkrs + 1/2 DeltaTK und Thv « Thvs + TH, das heißt, bei dem die Kesselrücklauftemperatur Tkr lange vor der Heizkreis-Vorlauftemperatur Thv ihren Soll-Wert erreicht, muß besonders beachtet werden. Er kann auftreten, wenn dem Aufheizen des Heizkreises eine Speicherladung vorausgeht, durch die der Kesselrücklauf sehr schnell ein Temperaturniveau deutlich über TKrs erreicht. Während des Anfahrens aus dem Abschaltzustand 26 wird das Mischventil 4 so weit geöffnet, daß die Heizkreistemperatur Thv um DeltaTA ansteigt. Der Wartezustand 34 wird wegen der hohen Kesselrücklauftemperatur TKr sofort in den Anhebezustand 27 übergehen. In der Zwischenzeit ist die Kesselrücklauftemperatur TKr durch den eingeschalteten Brenner und das nur wenig in Richtung Heizkreis geöffnete Mischventil 4 weiter angestiegen. Sobald nun im Anhebebetrieb 27 die Rücklauftemperaturregelung einset-zen würde, käme es wegen der hohen positiven Regelabweichung der Rücklauftemperatur TKr zum Soll-Wert TKrs zu einem starken Öffnen des Mischventils 4 in Richtung Heizkreis. Das hätte zur Folge, daß die Heizkreis-Vorlauftemperatur Thv stark ansteigen und die Kesselrücklauftemperatur Tkr abfallen würde. Um diesen Verlauf drastisch zu dämpfen, wird der Anhebebetrieb 27, das heißt die Rücklauftemperatur-Regelung unsymmetrisch gestaltet.
Bei negativen Regelabweichungen
DeltaTKR - Tkr - Tkrs < 0 wird das Mischventil 4 mit einem Tastverhältnis ED% entsprechend der Regelabweichung, das heißt im Proportionalbereich, angesteuert. Bei positiven Regelabweichungen jedoch wird das Tastverhältnis ED%, das heißt die Öffnungsgeschwindigkeit des Mischventils 4 auf einen Wert ED% <100 %, zum Beispiel auf ED% = 30 %, begrenzt 38.
Das Tastverhältnis ED% errechnet sich bei einer konstanten Periodendauer der Mischeransteuerung aus ED % =
Tkrs *tkr tkrp • 100%
Dabei ist TKRP der einstellbare Wert 19, der den Bereich der Regelabweichung der Rücklauftemperatur festlegt, innerhalb dessen eine Veränderung des Tastverhältnisses ED% erfolgt (Proportionalbereich).
Wird der Heizkreis-Soll-Wert Thvs um DeltaTH überschritten 35, erfolgt die Umschaltung der Ansteuerung des Mischerantriebes beziehungsweise Mischerreglers auf die witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung 28 des Heizkreises.
Durch die Umschaltung auf witterungsgeführte Heizkreisregelung 28 mit einem erhöhten Ist-Wert von Thvs + DeltaT h wird sichergestellt, daß das Mischventil 4 im Anschluß an den Anhebebetrieb 27 nicht auf-, sondern etwas zugefahren wird. Selbst wenn die Kesselrücklauftemperatur TKR zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Grenzwert TKRS erreicht hat, wird der weitere Anstieg durch diese Maßnahme beschleunigt.
Der Heizungskessel 1 wird über die Kesselrücklauftemperatur TKr geregelt, wobei der Soll-Wert um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaTK über dem Heizkreis-Soll-Wert THvs Hegt. Dabei wird die Kesselrücklauf- 5
Claims (2)
- AT 403 414 B temperatur Tkr daraufhin überwacht, ob sie den Rücklauftemperatur-Grenzwert TKrs + DeltaTK erreicht hat. Trifft dies zu, wird auf Anhebebetrieb 27 umgeschaltet, wenn zusätzlich die Heizkreis-Vorlauftemperatur THv wieder unter den Heizkreis-Soll-Wert THvs gesunken ist 39. Diese Bedingung ist erforderlich, um nicht dann, wenn der Heizkreis zwar die Soll-Temperatur erreicht hat, nicht jedoch der Kesselkreis, sofort wieder auf den Anhebebetrieb 27 umzuschalten. Damit würde es ohne diese Maßnahme, das heißt ohne die Soll-Wert-Verknüpfung zwischen Kesselkreis und Heizkreis, zu einer Überhöhung der Heizkreistemperatur kommen. Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch machen. Insbesondere beschränkt sich die Ausführung nicht auf die Realisierung mit diskreten logischen Baugruppen, sondern läßt sich vorteilhaft auch mit programmierter Logik - vorzugsweise unter Verwendung eines Mikroprozessors - realisieren. Patentansprüche 1. Verfahren zur Kesselrücklauftemperatur-Regelung einer einen Brenner aufweisenden Heizungseinrichtung mit einem Kesselkreis und einem Heizkreis, die über ein einen Antriebsmotor aufweisendes Mischventil gekoppelt sind, wobei die Kesselrücklauftemperatur TKR mit Hilfe des Mischventils (4) so geregelt wird, daß sie eine vorgegebene Mindesttemperatur TKrS (22) beim Aufheizen nach dem erstmaligen Erreichen nicht mehr unterschreitet, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem Einstellen des Abschaltzustandes (25) (Überschreiten des Istwertes über den Sollwert) die Brenneransteuerung unterbrochen wird und das Mischventil (4) in Richtung Kesselkreis zugefahren wird, und daß dann aus diesem Abschaltzustand (26) der Brenner angesteuert wird, und das Mischventil (4) mit festem Tastverhältnis ED% = const. in Richtung Heizkreis aufgefahren wird, wobei ED% <100 % ist, bis eine Temperaturerhöhung der Heizungsvorlauftemperatur Tw (12) um einen konstanten Wert DeltaTA (41) erfolgt ist und daß nach dem Erreichen dieser Temperaturerhöhung das Mischventil (4) in der angefahrenen Stellung stehen bleibt bis entweder die Heizungsvorlauftemperatur Thv (12) größer als die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur THvs (21) erhöht um eine Offsettemperaturdifferenz DeltaTH (23) ist, oder die Kesselrücklauftemperatur TKr (11) größer als ihr Mindestbetrag TKRS (22) erhöht um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaT« (20) ist. und zum Anheben und Regeln der Kesselrücklauftemperatur TKR (27) der Brenner angesteuert wird, die Kesselrücklauftemperatur TKR (27) auf den Mindestbetrag DeltaTKRS (22) erhöht um die halbe Kesselschaltdifferenz DeltaTK (20) mittels des Mischventils (4) geregelt wird, dieser Betriebszustand so fange erhalten bleibt, bis die Heizungsvorlauftemperatur Thv -(12) größer als die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs (21) erhöht um die Offsettemperaturdifferenz DeltaTH (23) ist, wobei dann, wenn die Heizungsvorlauftemperatur Tw (12) sehr viel kleiner als die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs (21) erhöht um die Offsettemperaturdifferenz DeltaTH (23) ist und die Kesselrücklauftemperatur TKr (11) sehr viel größer als ihr Mindestbetrag TKRs (22) erhöht um die halbe Kesselschaltdifterenz DeltaTK (20) ist, die Öffnungsgeschwindigkeit des Mischventils (4) begrenzt wird, und bei einer witterungsgeführten Heizkreis-Temperaturregelung (28) der Brenner angesteuert wird, die Heizungsvorlauftemperatur Tw (12) auf die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs (21) geregelt wird, die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs mittels einer Heizkurve aus der Außentemperatur TA (13) in an sich bekannter Weise bestimmt wird, dieser Betriebszustand so lange erhalten bleibt, bis die Heizungsvorlauftemperatur Thv (12) die Heizungsvorlauf-Soll-Temperatur Thvs (21) und die Kesselrücklauftemperatur TKr (11) ihren Mindestbetrag TKRs (22) unterschreiten.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastverhältnis ED%, mit welchem der Antriebsmotor des Mischventils (4) mit konstanten Impulsdauern angesteuert wird, gegeben ist, durch: ED% = TKRS -tkr tkrp x 100% mit TKrp als einstellbarer Wert, der den Bereich der Regelabweichung der Kesselrücklauftemperatur TKr festlegt, innerhalb dessen eine Veränderung des Tastverhältnisses ED% erfolgt. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 6
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| AT114993A AT403414B (de) | 1993-06-14 | 1993-06-14 | Verfahren zur kesselrücklauftemperatur-regelung |
| DE4413186A DE4413186B4 (de) | 1993-04-17 | 1994-04-12 | Verfahren zur Kesselrücklauftemperatur-Regelung |
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|---|---|
| ATA114993A ATA114993A (de) | 1997-06-15 |
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| AT114993A AT403414B (de) | 1993-04-17 | 1993-06-14 | Verfahren zur kesselrücklauftemperatur-regelung |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT414166B (de) * | 2000-08-18 | 2006-09-15 | Vaillant Gmbh | Wasserheizeinrichtung |
| AT414272B (de) * | 1999-07-07 | 2006-10-15 | Vaillant Gmbh | Schichtenspeicher |
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| GB2068601A (en) * | 1980-02-04 | 1981-08-12 | Landis & Gyr Ag | Heating systems |
| DE3607210A1 (de) * | 1986-03-05 | 1986-08-28 | Jürgen Dipl.-Ing. Rimmelspacher (FH), 8068 Pfaffenhofen | Dampferzeuger mit no(pfeil abwaerts)x(pfeil abwaerts)-minderungsanlage |
| EP0222972A2 (de) * | 1985-07-15 | 1987-05-27 | Toto Ltd. | Mehrzwecksofortwassererhitzer |
-
1993
- 1993-06-14 AT AT114993A patent/AT403414B/de not_active IP Right Cessation
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| AT414166B (de) * | 2000-08-18 | 2006-09-15 | Vaillant Gmbh | Wasserheizeinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA114993A (de) | 1997-06-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| REN | Ceased due to non-payment of the annual fee | ||
| MK07 | Expiry |
Effective date: 20130614 |