AT396756B - Einrichtung zum zerkleinern von ausgebrannten leuchtstofflampen - Google Patents
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Description
AT396756B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Zerkleinern von ausgebrannten Leuchtstofflampen u. dgl., mit einer in einem schräg nach oben führenden und mit einer Eingabeöffnung für die Leuchtstofflampen od. dgl. und einer im oberen Endbereich angeordneten zu einem Behält» führenden Austragöffhung für die BruchstOcke versehenen Gehäuse umlaufenden Förder- und Brechschnecke, wobei ein das Gehäuse der Förderund Biechschnecke sowie den Behälter umgebender mit verschließbaren Zugangsöffhungen versehener Mantel vagesehen ist, der mit einer eine Filtereinrichtung aufweisenden Absaugung versehen ist
Bei ein» bekannten derartigen Einrichtung ist ein Eingabetisch mit einem der Länge der größten zu zerkleinernden Leuchtstofflampen entsprechendem Schlitz vorgesehen, an den sich ein Schacht anschließt, der zur Eingabeöffhung des Gehäuses der Förder- und Biechschnecke führt Diese fördert die Bruchstücke nach oben zur Austragöffnung, über die die Bruchstücke in den Behälter gelangen, der im bekannten Falle fest angeordnet ist und zur Weiterbehandlung entleert werden maß.
Bei dieser bekannten Einrichtung ergibt sich der Nachteil, daß diese relativ viel Platz erfordert, da allein schon der Eingabetisch eine entsprechende Länge aufweisen muß, damit auch längere Leuchtstofflampen eingegeben werden können. Außerdem ist im bekannten Falle auch ein großer fest eingebauter Behälter vorgesehen, der von Zeit zu Zeit entleert werden muß, wobei entsprechende Schutzmaßnahmen vagesehen werden müssen, um einen Austritt von giftigen Stäuben in die Umgebung zu verhindern.
Weiters wurde durch die US-PS 4 545 540 eine Einrichtung zum Zerkleinern ausgebrannter Leuchtstoffröhren bekannt, bei der in einem Gehäuse eine rotierende Messerwelle angeordnet ist, wobei das Gehäuse mit einer Eingabeöffnung für die zu zerkleinernden Leuchtstoffröhren versehen ist. Dabei fallen die Bruchstücke auf breiter Linie in einen unterhalb der Messerwelle angeordneten Auffangraum.
Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, daß es aufgrund der meist sehr hohen Drehzahlen der Messerwellen zur Bildung von Feinstäuben und Aerosolen kommt, die mit Filtern nur mit größtem Aufwand zurückgehalten werden können. Außerdem ist bei der Entleerung des Auffangraumes das Austreten von Stäuben praktisch nicht zu verhindern.
Gleiches gilt auch bei einer Zerkleinerungsemrichtung für Leuchtstoffröhren nach der US-PS 5 092 527. Bei dieser Lösung ist eine mit Schlagflügel versehene Welle zur Zerkleinerung der Röhren vagesehen, wobei die Bruchstücke in einen unterhalb der Welle angeordneten Auffangraum fallen. Dabei wird die Luft aus dem Bereich der Schlagwelle abgesaugt und über einen Zyklonabscheider, der zur Voreinigung dient, und eine Filterkammer abgesaugt.
Auch bei dieser Lösung ergibt sich der Nachteil eines sehr hohen Aufwandes und einer sehr erheblichen Baugröße, die durch den Zyklonäbscheider bedingt ist
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung der eingangs »wähnten Art vorzuschlagen L für die sich nur ein geringer Platzbedarf »gibt und die sich mit geringem Aufwand betreiben läßt
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß an die Eingabeöffnung des Gehäuses der Förder- und Brechschnecke ein den Mantel durchsetzendes Eingaberohr angeschlossen ist und der Behälter mit einem V»scbluß versehen und betriebsmäßig abnehmbar gehalten ist
Durch die Anordnung des Eingaberohres, das im wesentlichen vertikal v»laufen kann, »gibt sich der Vorteil eines geringen Platzbedarfes. Außerdem ist es dadurch auch möglich beliebig lange Leuchtstofflampen zu zerkleinern. Außerdem ergibt sich durch die Anordnung eines abnehmbaren Behälters ein sehr einfach» Betrieb der Einrichtung, da ein voller Behälter, bei dem es sich z. B. um ein kleines Faß handeln kann, ohne Probleme von der Förder- und Brechschnecke getrennt und verschlossen werden kann. Danach kann der Behälter entfernt und durch einen neuen ersetzt w»den. Nach dem Austausch kann der Mantel wieder geschlossen und nach der Inbetriebnahme der Absaugung, die für einen Unterdrück im Inneren des Mantels sagt die Förder-und Brechschnecke in Betrieb genommen werden.
Da die mit der Förder- und Brechschnecke verbundene Öffnung des Behälters klein gehalten werden kann, besteht bei einem Wechsel des Behälters kaum die Gefahr des Freisetzens nennenswerter Staubmengen. Außerdem laufen Förder- und Brechschnecken meist mit einer sehr kleinen Drehzahl, wodurch auch die Bildung von Feinststäuben und Aerosolen weitestgehend vermieden wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß innerhalb des Mantels an dem Eingaberohr ein zur Absaugung führendes Saugrohr im wesentlichen radial angeschlossen ist
Auf diese Weise wird sichergestellt daß allenfalls im Eingäb»ohr aufsteigende Stäube sich» äbgesaugt und ein Austritt in die Umgebung verhindert wird. So werden durch das Brechen der Leuchtstoffröhren im Bereich der Förder- und Brechschnecke allenfalls im Eingabeiohr hochgeschleuderten Partikel durch den über dieses angestauten Luftstrom in Verbindung mit der Schwerkraft an einem Austreten in den Aufstellungsraum der Einrichtung gehindert.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert die schematisch eine erfindungsgemäße Einrichtung zeigt
Eine in einem rohrartigen Gehäuse (1) angeadnete Förder- und Brechschnecke (2) ist mittels eines Motors (3) antreibbar. Dabei fördert die schräg nach oben verlaufende Förder- und Brechschnecke (2) in Richtung von unten nach oben.
Das Gehäuse (1) weist eine Eingabeöffhung (4) auf, an der ein im wesentlichen vertikal verlaufendes -2-
Claims (2)
- AT396756B Eingaberohr (5) angeschlossen ist. Weiters weist das Gehäuse (2) in seinem oberen Bereich eine AustragÖffhung (6) auf, an der ein nach unten gerichteter und mit einem Flansch versehener Stutzen (7) angeschlossen ist An diesen Stutzen (7) ist ein Behälter (8), der durch ein Faß gebildet sein kann, angeschlossen, sodaß die zerkleinerten Bruchstücke der Leuchtstofflampen (9), die in die stimseitige Öffnung des Eingaberohres (5) S eingegeben worden, in den abnehmbar gehaltenen Behälter (8) gelangen. Die Förder- und Brechschnecke (2) samt deren Antrieb (3) und der Behälter (8) sind in einem von einem Mantel (10) umschlossenen Raum (11) angeordnet in dem sich weiters eine Absaugung (12) befindet die druckseitig über eine Verbindungsleitung (16) mit einem Aktivkohlefilter (13) verbunden ist über das die Luft geleitet wird, die über ein den Mantel (10) durchsetzendes Abluftrohr (14) ins Freie strömt 10 Der Mantel (10) wird auch vom Eingaberohr (5) durchsetzt, in dessen freiem Endbereich eine im wesentlichen trichterförmige elastisch verformbare Dichtung (15) angeordnet ist die sich beim Einfuhren einer Leuchtstofflampe (9) dicht an diese anlegt Saugseitig ist die Absaugung über ein Saugrohr (17) mit dem Eingaberohr (5) verbunden. Beim Betrieb werden die Leuchtstofflampen (9) in das Eingaberohr (5) eingeschoben und gelangen dabei in 15 den Bereich der Förder· und Brechschnecke (2), die die Leuchtstofflampen zerbrechen und die Bruchstücke nach oben in den Behälter (8) fördern. Dabei kommt es zu einem Abplatzen des Leuchtbelages vom Glas. Die dabei entstehenden Stäube können jedoch nicht nach außen dringen, da sie durch den durch die Absaugung verursachten Unterdrück in den Teilen (8), (7), (2) und (5) zur Absaugung, z. B. einem Zyklon zur Vorreinigung und Abscheidung von Grobstaub und weiter zum Aktivkohlefilter gelangen, in dem sie sich Feinststäube ablagem 20 und Dämpfe, insbesondere Quecksilberdämpfe gebunden werden. Dabei ist durch eine kleine Bohrung (18) im Saugrohr (17) sichergestellt daß auch im Raum (11) ein geringer Unterdrück herrscht sodaß auch aus diesem keine Stäube oder Dämpfe in den Aufstellungsraum der Einrichtung gelangen können. Auf diese Bohrung (18) kann verzichtet werden, wenn z. B. die Förder- und Brechschnecke (2), bzw. deren Gehäuse genügend große Undichtheiten aufweist um einen ausreichenden Luftstrom zu ermöglichen. 25 Ist der Behälter (8) mit Bruchstücken gefüllt so kann dieser, nach Öffnen des Mantels (10), bzw. dessen nicht dargestellter Zugangsöffnung, aus dem Raum (11) herausgenommen, verschlossen und einer ordnungsgemäßen Entsorgung, z. B. einer zentralen Aufbereitungsanlage, in der z. B. das im Leuchtbelag enthaltene Quecksilber rückgewonnen werden kann, zugeführt werden. Durch die vorgeschlagene Einrichtung ist im wesentlichen zur Aufstellung im Detailhandel, 30 Elekrofachgeschäften, bei Elektroinstallateuren, Hausverwaltungen und größeren Verbrauchern, wie Industriebetrieben vorgesehen, wodurch das bisher gegebene Lagerproblem, das mit der Sammlung und Lagerung der ausgebrannten Leuchtstoffröhren verbunden ist weitgehend gelöst werden kann. So werden die Leuchtstofflampen in ihrem Volumen wesentlich verkleinert wodurch ein kostengünstiger Transport von einer Vielzahl dezentraler Stellen zu einer zentralen Entsorgungsstelle ermöglicht wird. 35. PATENTANSPRÜCHE 40 1. Einrichtung zum Zerkleinern von ausgebrannten Leuchtstofflampen u. dgl., mit einer in einem schräg nach 45 oben führenden und mit einer Eingabeöffnung für die Leuchtstofflampen od. dgl. und einer im oberen Endbereich angeordneten zu einem Behälter führenden Austragsöffnung für die Bruchstücke versehenen Gehäuse umlaufenden Förder- und Brechschnecke, wobei ein das Gehäuse der Förder- und Brechschnecke sowie den Behälter umgebender mit verschließbaren Zugangsöffhungen versehener Mantel vorgesehen ist der mit einer eine Filtereinrichtung aufweisenden Absaugung versehen ist dadurch gekennzeichnet daß an die 50 Eingabeöffnung (4) des Gehäuses (1) der Förder- und Brechschnecke (2) ein den Mantel (10) durchsetzendes Eingaberohr (5) angeschlossen ist und der Behälter (8) mit einem Verschluß versehen und betriebsmäßig abnehmbar gehalten ist
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Mantels (10) an dem 55 Eingaberohr (5) ein zur Absaugung (12) führendes Saugrohr (17) im wesentlichen radial angeschlossen ist 60 Hiezu 1 Blatt Zeichnung
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| AT86292A AT396756B (de) | 1992-04-27 | 1992-04-27 | Einrichtung zum zerkleinern von ausgebrannten leuchtstofflampen |
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| ATA86292A ATA86292A (de) | 1993-04-15 |
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|---|---|---|---|---|
| US4545540A (en) * | 1982-09-08 | 1985-10-08 | Akira Nakamura | Apparatus for storing mercury-containing used products |
| US5092527A (en) * | 1989-12-28 | 1992-03-03 | Mercury Technologies Corporation | Fluorescent tube crusher with particulate separation and recovery |
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1992
- 1992-04-27 AT AT86292A patent/AT396756B/de not_active IP Right Cessation
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| US5092527A (en) * | 1989-12-28 | 1992-03-03 | Mercury Technologies Corporation | Fluorescent tube crusher with particulate separation and recovery |
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| ATA86292A (de) | 1993-04-15 |
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