AT393031B - Waermemengenmesser - Google Patents
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Description
AT 393 031 B
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmemengenmesser mit einem Durchflußmengenmeßgerät in der Vor- oder der Rücklaufleitung und mit je einem Temperaturfühler in der Vor- und der Rücklaufleitung sowie mit einer elektronischen Schaltung, deren Eingänge mit dem Durchflußmengenmeßgerät und den beiden Temperaturfühlern verbunden sind und die die zwischen da Vor- und der Rücklaufleitung von einem Wärmetiäger abgebene oder aufgenommene Wärmmenge errechnet, sowie mit einer Anzeigeeinrichtung, die mindestens die eirechnete Wärmmenge anzeigt. Wärmemengenmesser dieser Art arbeiten entsprechend der bekannten Formel Q = v.p.c AT.t Dabei werden das Volumen V des in der Zeiteinheit durch die Leitung strömenden Wärmeträgers mit dem Durchflußmengenmeßgerät und die Temperaturdifferenz Δ T aus den Meßwerten der beiden Wärmefühler bestimmt. Die temperaturabhängige Dichte p des Wärmeträgers und dessen ebenfalls temperaturabhängige Wärmekapazität c sind in einem Teil der elektronischen Schaltung gespeichert, die aus den gemessenen und den gespeicherten Werten die abgegebene oder aufgenommene Wärmemenge errechnet. Als Durchflußmengenmeßgerät weiden einfacherweise handelsübliche Flügelradmesser mit einem elektrischen Meßwertgeber verwendet und als Temperaturfühler haben sich Pt-Widerstandsthermometer bewährt. Eine elektronische Schaltung zum Berechnen der Wärmemenge ist beispielsweise in der CH-Patentschrift Nr. 607 649 angegeben, mit welcher Schaltung eine Impulsfolge erzeugt und integriert wird, deren Impulse eine der Durchflußmenge pro Zeiteinheit entsprechende Folgefrequenz und eine der Temperaturdifferenz entsprechende Breite aufweist. Eine andere in der CH-Patentschrift Nr. 618 511 beschriebene elektronische Schaltung enthält eine Konstantstromquelle zum Speisen der Widerstandsthermometer, sowie Eichwiderstände, die anstelle dieser Thermometer mit dem Eingang der Schaltung verbunden werden können, um deren Funktion zu prüfen.
Ausgehrad davon, daß die durch die elektronische Verarbeitung der gemessenen Werte möglichen Fehler klein sind gegenüber den Meßfehlern des Durchflußmengenmeßgeräts und der aus den beiden Temperaturmessungen bestimmten Temperaturdifferenz, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Wärmemengenmesser zu schaffen, mit dem insbesondere kleine Durchflußmengen und sowohl die absolute Temperatur als auch kleine Temperaturdifferenzen mit wesentlich größerer Genauigkeit als bisher gemessen und darum die Wärmemenge mit entsprechend verbesserter Genauigkeit errechnet werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Wärmemengramesser der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß in der Rück- bzw. der Vorlaufleitung ein zweites, ebenfalls an den Eingang der elektronischen Schaltung angeschlossenes Durchflußmengenmeßgerät vorgesehen ist, daß die Signale beider Durchflußmengenmeßgeräte zur Ermittlung des Durchflußwertes der elektronischen Schaltung zugeführt sind, daß die Temperaturfühler jeweils in einem Leitungsstück angeordnet sind, das einen ersten, einem Anschluß an die Zuflußleitung benachbarten Teil, der stufenförmig erweitert ist, um einen Bereich erhöhter Turbulenz und Durchmischung für den Wärmeträger zu bilden, sowie einen zweiten, dem Anschluß an die Abflußleitung benachbarten, düsenförmig verengten Teil bzw. Düsen aufweist, um eine praktisch laminare Strömung des Wärmeträgers zu erzeugen, und daß der aktive Teil des Temperaturfühlers im Ausflußbereich der Düse angeordnet ist.
Der erfmdungsgemäße Wärmemengenmesser ermöglicht, den Absolutwert da Temperatur des Wärmeträgers in Vor- und im Rücklauf und auch die Temperaturdifferenz mit einer bisher nicht erreichbaren Genauigkeit zu bestimmen. Weiter ermöglicht die Verwendung von zwei Durchflußmengenmeßgeräten einen Meßgerätefehler zu ermitteln und damit ebenfalls zu verkleinern, sowie Störungen eines Meßgerätes, beispielsweise durch Ablagerung auf dem Flügelrad oder im Radlager oder Leckstellen in da Leitung zwischen den Meßgeräten oder im Wärmetauscher, zu akennen.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmemengenmessers zur genauen Signalauswertung ist dadurch gekennzeichnet, daß jedes Durchflußmengenmeßgerät mit einem Impulsgeber zusammenwirkt und die elektronische Schaltung zwei Zähler für die von den Impulsgebem erzeugten Impulse enthält sowie einen Temperaturmeßkreis, dessen Eingänge mit den Temperaturfühlern und dessen Ausgang mit einem Analog-Digital-Wandler verbunden sind bzw. ist, und ein Rechenwerk, dessen Eingänge an die Ausgänge der Zähler und des Analog-Digital-Wandler angeschlossen und dessen Ausgänge an die Anzeigeeinrichtung geführt sind, bzw. daß da Tempaaturmeßkreis mit einer Konstantstromquelle zusammenwirkt, die den Meßstrom durch die als Widerstandsthermometer ausgebildeten Temperaturfühler liefert und einen von dem Rechenwerk gesteuerten elektronischen Schalter enthält, der die Widerstandsthermometa zum Messen der Absolutwerte der Temperatur einzeln mit da Stromquelle verbindet und zum Messen der Tempaaturdifferenz miteinanda verknüpft und diese Verbindung bzw. Verknüpfung periodisch umpolt, um Offsetspannungen und Temperaturdrift der Kennwerte von Bauelanenten durch Umkehrung des Meßstroms zu kompensieren.
Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmemengenmessers anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 die schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmemengenmeßgerätes, Fig. 2 den schematischen Längsschnitt durch ein Leitungsstück mit einem Temperaturfühler und Fig. 3 die schematische Seitenansicht auf den Ausflußbereich des Leitungsstückes gemäß der Fig. 2.
Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wärmemengenmessers ist in eine Vorlaufund eine Rücklaufzweigleitung (11 bzw. 12) die den nicht gezeigten Primärkreislauf eines Wärmeträgers mit -2-
AT 393 031B einem Wärmetauscher (13) verbinden, eingesetzt. An den Wärmetauscher ist ein Verbraucher (14) angeschlossen, beispielsweise ein Heizkörper oder ein Warmwasserspeicher oder ein sonstig»' Verbrauch» von Wärmeenergie. Die in d» Vorlauf- und in der Rücklauf leitung eingesetzten Teile des Wärmemengenmessers sind, in der Strömungsrichtung des Wärmeträgers gesehen, je ein Leitungsstück (16 bzw. 17) und ein S Durchflußmengenmeßgerät (18 bzw. 19). Jedes Leitungsstück enthält einen Temperaturfühler, wie nachfolgend noch beschrieben werden wird. An jedes Durchflußmengenmeßgerät ist ein elektronischer Signalgeber (21 bzw. 22) angekoppelt, der für eine einstellbare Durchflußmenge einen Impuls »zeugt Weiter gehört zu dem Wärmemengenmess» eine elektronische Schaltung (23). Diese Schaltung enthält zwei Impulszähler (24,25), deren Eingänge mit den Signalgebern (21 bzw. 22) verbunden sind, sowie einen 10 Temperaturmeßkreis (27), dessen Eingänge mit jedem d» Temperaturfühler in den Leitungsstücken (16 bzw. 17) verbund»i sind, ein»i dem Temperaturmeßkreis nachgeschalteten Analog/Digital-Wandler (28) sowie ein Rechenwerk (29) für das Errechnen der Wärmemenge und die numerische Optimierung und Berichtigung der Meßwerte. Die Ausgänge des Rechenwerks (29) sind mit einer Anzeige- und Signalgebereinrichtung (31) verbunden. 15 Der Temperaturmeßkreis (27) enthält eine Konstantstromquelle, die den Meßstrom für die als Pt-Widerstandsthermometer ausgebildeten Temperaturfühler liefert, einen vom Rechenwerk gesteuerten elektronischen Schalter, der die Widerstandsthermometer mit der Stromquelle verbindet, und einen Ausgangsverstärker, der ein dem Meßstrom durch jedes der Widerstandsth»mometer bzw. der Differenz der Meßströme proportionales analoges Ausgangssignal erzeugt Der elektronische Schalter ermöglicht, zum 20 Bestimmen des Absolutwerts der Temperatur des Wärmeträgers im Vor- und im Rücklauf, die Widerstandsthermomet» einzeln und nacheinand» mit der Stromquelle zu v»binden und diese V»bindungen umzupolen. Weit» »möglicht d» elektronische Schalter zum direkten Bestimmen der Differenz d» Temperaturen des Wärmeträgers im Vor- und im Rücklauf die Widerstandsthermometer gleichzeitig mit der Stromquelle zu verbinden und auch diese Verbindung umzupolen. Durch das Umpolen können allfällige Offsetspannungen 25 und/oder eine Temperaturdrift von Kennwerten kompensiert und dadurch die Genauigkeit der Temperaturmessung wesentlich erhöht werden.
Das in Fig. 2 gezeigte Leitungsstück enthält ein Mittelrohr (41), das an seinem einen Ende über ein stufenförmiges Zwischenstück (42) mit einem Einströmrohr (43) verbunden ist, das in einem ersten Flansch (44) endet Das andere Ende des Mittelrohrs ist über ein düsenförmig veijüngtes Zwischenstück (46) (im 30 folgenden auch als Düse bezeichnet) mit einem Ausströmrohr (47) verbunden, das in einem zweiten Flansch (48) endet. In dem Leitungsstück ist ein dünnes Rohr (51) angeordnet, dessen längerer Teil (52) praktisch in der Achse des Mittelrohrs (41) und der daran anschließenden Düse (46) liegt und dessen kürzerer Teil (53) in radial» Richtung des Leitungsstücks abgebogen und am freien Ende (49) mit einem entsprechenden Loch im Mittelrohr verschweißt ist. Am freien Ende des längeren Teils (52) des dünnen Rohrs (51) sind eine Mehrzahl 35 radial abstehender Leitflächen (54) befestigt, deren äußere Kanten an der Innenfläche des Ausströmrohrs (47) anliegen. Die äußeren Kanten der Leitflächen sind vorzugsweise im Querschnitt keilförmig verjüngt, damit die Anlagefläche am Ausströmrohr möglichst klein ist, oder sie weisen eine Zwischenschicht aus einem die Wärme schlecht leitenden Material auf, das den Wärmeübergang von den Leitflächen an das Ausströmrohr behindert In das dünne Rohr (51) ist ein Widerstandsthermometer (56) eingesetzt, dessen Meßspitze (57) in den Bereich 40 zwischen den Wärmeleitflächen (54) hineinragt
Die in Fig. 3 gezeigte Seitenansicht des Leitungsstücks zeigt insbesondere die sternförmige Anordnung der Leitflächen (54) an dem dünnen Rohr (51) und die Lage d» Meßspitze (57) des Widerstandsthermometers im "Stempunkt" der Leitfläche.
Beim Betrieb des beschriebenen Wärmemengenmessers strömt ein Wärmeträger und vorzugsweise Wasser mit 45 einer Temperatur von beispielsweise 120 °C aus der Vorlaufzweigleitung (11) des Primärkreises durch das Leitungsstück (16) und das Durchflußmengenmeßgerät (18) zum Wärmetauscher (13), und nach der Abgabe von Wärme mit einer Temperatur von beispielsweise 90 °C zurück durch das Leitungsstück (17) und das Durchflußmengenmeßgerät (19) in die Rücklaufzweigleitung (12) des Primärkreises. Die Strömungsgeschwindigkeit des in das Leitungsstück (16) einströmenden Wassers wird in dem stufenförmig 50 erweiterten Zwischenstück (42) verlangsamt, wobei starke Wirbel entstehen. Diese Wirbel haben eine Durchmischung des Wassers im Mittelrohr (41) zur Folge, wobei mögliche Temperaturunterschiede zwischen dem in d» Vorlaufleitung im Bereich der Rohrwand und im B»eich der Rohrmitte fließenden Wassers praktisch vollständig ausgeglichen werden. Das weiterströmende Wasser wird dann in dem düsenförmig verengten Zwischenstück (46) wieder beschleunigt, wobei am Ende der Düse eine praktisch laminare Strömung in den 55 Ausströmbereich (47) eintritt, deren Temperatur über den gesamten Rohrquerschnitt weitgehend gleich ist. Mögliche geringe Temperaturunterschiede werden von den gut wärmeleitenden Temperaturleitplatten (54) ausgeglichen, sodaß die Temperatur des dünnen Rohrs (51) mindestens im Bereich der Meßspitze (57) des als erst» Temperaturfühler (56) verwendeten Pt-Widerstandsth»mometers sehr gut mit der mittleren Temperatur des vorlaufenden Wassers übereinstimmt und der meßbare Widerstand ein sehr genaues Maß für die Temperatur des 60 vorlaufenden Wassers bildet. Das aus dem Leitungsstück (16) ausströmende Wasser durchströmt dann den Flügelradmesser (18), dessen elektronischer Signalgeber (21) für jede durchströmte Volumeneinheit einen elektrisch»! Impuls erzeugt. Das Wasser strömt dann aus dem Flügelradmesser durch den Wärmetausch» (13) -3-
AT 393 031B und von dort durch das Leitungsstück (17) mit dem zweiten Temperaturfühler und durch den Flügelradmesser (19) zur Rücklaufzweigleitung (12) des Ftimärkreises. Dabei ist der Strömungsverlauf im Leitungsstück (17) des Rücklaufs praktisch gleich dem für das Leitungsstück (16) des Vorlaufs beschriebenen Strömungsverlauf, weshalb der Widerstand des im Leitungsstück (17) angeordneten Widerstandsthermometers ebenfalls ein sehr genaues Maß für die Temperatur des rücklaufenden Wassers bildet
Der elektronische Signalgeber (22) am Flügelradmesser (19) im Rücklauf erzeugt wie der Signalgeber (21) am Hügelradmesser (lg) im Vorlauf für jede durchgeströmte Volumeneinheit einen elektrischen Impuls.
Der im Temperaturmeßkreis (27) angeordnete Schalter ist über eine Leitung (30) mit einem Taktgeber im Rechenwerk (29) verbunden, dessen Takte die Aufeinanderfolge der Widerstandsmessungen sowie das Umpolen des Meßstroms und die Bestimmung der Widerstandsdifferenz steuern. Die Spannung über dem jeweils mit der Konstantstromquelle verbundenen Widerstandsthermometer und die durch eine geeignete Verknüpfung der Widerstandsthermometer bestimmte Differenzspannung werden verstärkt und als analoge Spannungs- bzw. Spannungsdifferenzsignale an den Analog-Digital-Wandler (28) geleitet, wo sie in entsprechende digitale Signale gewandelt werden.
Die .von den Impulsgebem (22 und 21) erzeugten Impulse werden von den Zählern (25 bzw. 24) gezählt
Der Inhalt jedes da- Zähler (24,25) und die den Widerstandswerten der Widerstandsthermometer im Vor- und im Rücklauf sowie deren Differenz entbrechenden digitalen Signale werden dann an das Rechenwerk (29) geleitet Im Rechenwerk werden die Zählerinhalte verglichen und, sofern der Unterschied in einem vorgegebenen Toleranzbereich liegt ein Mittelwert gebildet der für die weitere Verarbeitung als Durchflußvolumen verwendet wird.
Dem Rechenwerk (29) sind Speicher zugeordnet in denen Kennwerte der beiden Widerstandsthermometer eingespeichert sind. Diese Kennwerte werden für jedes Widerstandsthermometer vor dem Einbau bei zwei Referenztemperaturen experimentell bestimmt und ermöglichen, eine Parallelverschiebung und/oder unterschiedliche Neigungen der beiden Widerstandskennlinien zu berechnen. Dabei genügen die gegenseitigen Unterschiede der Kennwerte der beiden Widerstandsthermometer, weil die für die Wärmemengenmessung wichtige Größe die Temperaturdifferenz und nicht die absolute Temperatur ist Im Rechenwerk wird dann aus dem von der Konstantstromquelle gelieferten Strom und der Spannung über jedem der Widerstandsthermometer der Momentanwat des Widerstands berechnet und daraus mit Hilfe der gespeicherten Kennwerte die Temperatur im Varlauf, im Rücklauf und die Temperaturdifferenz. Die errechneten Werte werden im Rechenwerk auch numerisch aufbereitet, um deren Genauigkeit, beispielsweise durch das Bestimmen gewichteter Mittelwerte, zu erhöhen. Schließlich bestimmt das Rechenwerk aus dem gemessenen Durchflußvolumen und der gemessenen Differenz der Temperatur des Wärmeträgers im Vor- und im Rücklauf sowie mittels der eingespeicherten Kennwerte in Übereinstimmung mit der eingangs genannten Formel die abgegebene Wärmemenge.
Bei der Verwendung des Wärmemengenmessers mit Wasser als Wärmeträger werden für die Berechnung der Wärmemenge vorzugsweise nicht die Einzelwerte der temperaturabhängigen Dichte und Kapazität gespeichert, sondern deren Produkt, das für Wasser und in dem beispielsweise für Fernheizungen interessierenden Temperaturbereich annähernd linear ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsfoim des Wärmemengenmessers sind in den Mittelstücken der Vorlauf- und der Rücklaufleitung je zwei Widerstandsthermometer angeordnet. Diese Bauweise ermöglicht, die Temperatur des Wärmeträgers aus dem Mittelwert der beiden gemessenen Widerstandswerte zu bestimmen und damit die Genauigkeit der Temperaturmessung weiter zu erhöhen. Diese Bauweise erlaubt auch die gegenseitige Überwachung der beiden im gleichen Mittelstück angeordneten Widerstandsthermometer und damit das rasche Erkennen einer Änderung der temperaturabhängigen Widerstandskennlinie oder eines mechanischen Defekts.
Die dem Rechenwerk nachgeschaltete Anzeigeeinrichtung zeigt die dem Wasser des Primärkreislaufs im Wärmetauscha entzogene Wärmemenge an sowie den Momentanwert der abgegebenen oder aufgenommenen Wärmeleistung, die Temperatur des Wassers im Vor- und im Rücklauf, die Tempeiaturdifferenz und die im Vor-und im Rücklauf gemessenen Durchflußmengen. Es ist auch möglich die Fehlerzeit anzuzeigen, während der das Gerät fehlerhafte Signale erhält und verarbeitet, beispielsweise wegen eines defekten Widerstandsthermometers oder eines Ausfalls der Konstantstromquelle oder wegen einer unzulässigen Differenz der gemessenen Durchflußmengen. Weiter ist es möglich, die Netzausfallzeit anzuzeigen, während der das Gerät einen oder mehrere Netzausfälle festgestellt hat Vorzugsweise ist die Anzeigeeinrichtung mit optischen und/oder akustischen Signalgebern versehen. Diese werden erregt, sobald der Unterschied zwischen der im Vor- und im Rücklauf gemessenen Durchflußmenge einen vorgegebenen Toleranzwert übersteigt, weil dann entweder eines der Durchflußmengenmeßgeräte falsch mißt oder die Leitung des Wassers zum, im oder vom Wärmeaustauscher defekt ist. Die Signalgeber werden auch erregt, wenn der Widerstand eines der Widerstandsthermometer aus dem bei normalen Betriebsbedingungen zu erwartenden Bereich auswandert oder beim Bruch eines Widerstandsthermometers unendlich groß wird. Es ist auch möglich der Anzeigeeinrichtung ein Relais zuzuordnen, dessen Kontakte beim Auftreten einer Fehlersituation abfallen und die beispielsweise mit einer Einrichtung verbunden sind, die beim Abfallen der Kontakte die Wärmezufuhr zum Wärmemengenmesser bzw. Wärmetauscher unteibrichL
Die gesamte elektronische Schaltung und die Anzeigeeinrichtung können mit handelsüblichen Bauelementen aufgebaut werden, deren Auswahl und Verknüpfung für den beschriebenen Zweck jedem Fachmann geläufig ist, -4-
Claims (5)
- AT 393 031B weshalb auf eine detaillierte Beschreibung dieser Bauelemente und deren Verknüpfung hier ausdrücklich verzichtet wird. Es versteht sich auch, daß die Auswahl der bestgeeigneten Durchflußmengenmeßgeräte sowie die Dimensionierung der Zwischenstücke und insbesondere deren Form im Bereich des fachmännischen Könnens 5 liegen und in Abhängigkeit vom verwendeten Wärmeträger und von da* abzugebenden oder aufzunehmenden Wärmemenge bestimmt weiden. 10 PATENTANSPRÜCHE 15 1. Wärmemengenmesser mit einem Durchflußmengenmeßgerät in der Vor- oder der Rücklaufleitung und mit je einem Temperaturfühler in der Vor- und der Rücklaufleitung sowie mit einer elektronischen Schaltung, deren Eingänge mit dem Durchflußmengenmeßgerät und den beiden Temperaturfühlern verbunden sind und die die zwischen der Vor- und der Rücklaufleitung von einem Wärmeträger abgegebene oder aufgenommene 20 Wärmemenge errechnet, sowie mit einer Anzeigeeinrichtung, die mindestens die errechnete Wärmemenge anzeigt, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rück- bzw. der Vorlaufleitung ein zweites, ebenfalls an den Eingang der elektronischen Schaltung (23) angeschlossenes Durchflußmengenmeßgerät (19,18) vorgesehen ist, daß die Signale beider Durchflußmengenmeßgeräte zur Ermittlung des Durchflußwertes der elektronischen Schaltung (23) zugeführt sind, daß die Temperaturfühler jeweils in einem Leitungsstück (16,17) angeordnet sind, das 25 einen ersten, einem Anschluß (44) an die Zuflußleitung benachbarten Teil (42), der stufenförmig erweitert ist, um einen Bereich erhöhter Turbulenz und Durchmischung für den Wärmeträger zu bilden, sowie einen zweiten, dem Anschluß (48) an die Abflußleitung benachbarten, düsenförmig verengten Teil bzw. Düse (46) aufweist, um eine praktisch laminare Strömung des Wärmeträgers zu erzeugen, und daß der aktive Teil (57) des Temperaturfühlers (56) im Ausflußbereich (47) da1 Düse (46) angeordnet ist. 30
- 2. Wärmemengenmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Ausflußbereich (47) der Düse (46) mehrere parallel zur Strömungsrichtung und im Querschnitt sternförmig angeordnete Temperaturleitplatten (54) vorgesehen sind, die von einem mit der Achse der Düse (46) koaxialen Rohr ausgehen, wobei der aktive Teil (57) des Temperaturfühlers (56) in diesem Rohr angeordnet ist 35
- 3. Wärmemengenmesser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Durchflußmengenmeßgerät (18, 19) mit einem Impulsgeber (21 bzw. 22) zusammenwirkt und die elektronische Schaltung (23) zwei Zähler (24, 25) für die von den Impulsgebern erzeugten Impulse enthält sowie einen Temperaturmeßkreis (27), dessen Eingänge mit den Temperaturfühlern und dessen Ausgang mit 40 einem Analog-Digital-Wandler (28) verbunden sind bzw. ist, und ein Rechenwerk (29), dessen Eingänge an die Ausgänge der Zähler und des Analog-Digital-Wandlers angeschlossen und dessen Ausgänge an die Anzeigeeinrichtung (31) geführt sind.
- 4. Wärmemengenmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturmeßkreis (27) mit 45 einer Konstantstromquelle zusammenwirkt, die den Meßstrom durch die als Widerstandsthermometer (56) ausgebildeten Temperaturfühler liefert und einen von dem Rechenwerk (29) gesteuerten elektronischen Schalter enthält, der die Widerstandsthermometer zum Messen der Absolutwerte der Temperatur einzeln mit der Stromquelle verbindet und zum Messen der Temperaturdifferenz miteinander verknüpft und diese Verbindung bzw. Verknüpfung periodisch umpolt, um Offsetspannungen und Temperaturdrift der Kennwerte von Bauelementen 50 durch Umkehnmg des Meßstroms zu kompensieren.
- 5. Wärmemengenmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vor- und in der Rücklauf leitung je zwei Temperaturfühler angeordnet sind Hiezu 1 Blatt Zeichnung -5- 55
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