AT387582B - Verfahren zur trockenen kokskuehlung im kreislauf und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zur trockenen kokskuehlung im kreislauf und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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AT387582B
AT387582B AT0242986A AT242986A AT387582B AT 387582 B AT387582 B AT 387582B AT 0242986 A AT0242986 A AT 0242986A AT 242986 A AT242986 A AT 242986A AT 387582 B AT387582 B AT 387582B
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Georg Dipl Ing Dr Beckmann
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Waagner Biro Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/02Dry cooling outside the oven
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description


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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur trockenen Kokskühlung auf unter   200 C   und insbesondere zur automatischen Überwachung der Kühlgaszusammensetzung, bei dem der glühende Koks in einem Bunker durch ein Kühlgas gekühlt wird sowie das abströmende heisse Kühlgas rückgekühlt und entstaubt wird, sowie das abgekühlte und entstaubte Kühlgas nach einer Druckerhöhung wieder in den Kühlbunker eingeblasen wird, wobei dem Kühlbunker im Bereich der Kaltkoksabgabe Kühlgas entommen und auf der Unterdruckseite des Druckerhöhungsgebläses in den Kühlgaskreislauf wieder eingebunden wird, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. 



   Aus der DE-OS 2455496 ist ein derartiges Verfahren bekannt, bei dem bei einem Kokstrockenkühler sowohl bei der Heisskoksaufgabe als auch bei der Kaltkoksabgabe heisses bzw. warmes Kühlgas entnommen und einer Rezirkulation zugeführt wird. Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, dass das angewärmte Kühlgas, das bei der Kaltkoksentnahme abgezogen wird, mit dem zu rezirkulierenden kalten Kühlgas aus dem Gebläse gemischt wird, so dass das Kühlgas vor dem Gebläse erwärmt wird, wodurch die Gebläseleistung überproportional ansteigt. Aus der AT-PS Nr. 354989 ist es bekannt, heisses, warmes und kaltes Kühlgas aus einer Kokstrockenkühlanlage zu mischen und durch diese Dreifachmischung die Durchmischung zu verbessern. Thermodynamisch bedeutet jede Abkühlung durch Mischung einen Verlust an Grädigkeit und eine Vergrösserung der Heizflächen in der Rückkühlanlage.

   Es ist Stand der Technik, Gase vor dem Eintritt in das Gebläse zu kühlen bzw. zwischen den einzelnen Gebläsestufen Zwischenkühler vorzusehen, um die benötigte Gebläseleistung zu reduzieren. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Gebläse bei der Druckerhöhung eine Temperaturerhöung des Gases bewirken, die im Falle einer Verwendung des verdichteten Gases als Kühlgas zu einer Reduktion der Kühlleistung des Gases führen. 



   Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, diesen Nachteilen zu begegnen, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das im Bereich der Kaltkoksabgabe entnommene Kühlgas etwa bei Temperaturgleichheit dem Kühlgaskreislauf wieder zugeführt wird und dass auf der Druckseite des Druckerhöhungsgebläses dem Kühlgas Wärme in einer oder mehreren Stufen und eventuelle kondensierte Säure entzogen wird. Dieser Verfahrensschritt bewirkt, dass das von der Kaltkoksentnahmestelle entnommene warme Kühlgas gleiche Temperatur oder sogar tiefere Temperatur als das vom Rückkühler kommende Kühlgas aufweist, so dass das Gebläse nur für die entsprechende Kühlgasmenge ausgelegt werden muss.

   Darüber hinaus wird eine Entsäuerung des Kühlgases eingeleitet, indem bei Unterschreitung des Taupunktes, der sehr vom Partialdruck des   SCL   im Kühlgas abhängt, die Säure an einer spezifischen Stelle niedergeschlagen wird, so dass sich die Säurebelastung auf einen relativ kleinen Anlageteil reduziert. 



   Durch diese Massnahme wird ferner ein weiteres Ansteigen des Säuregehaltes verhindert, so dass auch Konzentrationen über ein gewisses Mass vermieden werden, wodurch es zu einer automatischen Überwachung der Kühlgaszusammensetzung kommt. Gemäss einem weiteren Verfahrensschritt erfolgt die Zumischung vor dem Feinabscheider, wodurch eine Vereinfachung der Anlage erreicht wird. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der Druckseite des Druckerhöhungsgebläses ein Gaskühler in mindestens einer Stufe vorgesehen ist. 



   Ein zusätzlicher Vorteil wird durch die Erfindung durch die Druckentlastung der Schleuse bei der Kaltkoksentnahme erreicht. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt. 



   Die Zeichnung zeigt einen   Kühlbunker-l-mit   einem   Gasverteiler --11--,   an den sich nach oben ein Gegenstromkühler, gekennzeichnet durch den Gasstrom Pfeil 2, und nach unten ein Gleichstromkühler, gekennzeichnet durch den Pfeil 3, anschliesst. Im Kühlbunker wird der heisse Koks von etwa 1100 bis etwa 1500C und tiefer am   Kaltkoksaustrag --12-- abgekühlt,   wobei im Bereich des Gasverteilers Kokstemperturen von etwa 2000 erreicht werden.

   Das Kühlgas strömt in den Gasverteiler beispielsweise mit 1300 ein und verlässt diesen über die Leitung --4-- mit etwa   145 .   Dieses Kühlgas ist staubhaltig und kann jetzt je nach Temperatur des Kühlgases im   Kühlgaskreislauf --9-- entweder   vor dem   Feinstaubabscheider --5-- über   die Leitung-4'- 
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 Druckerhöhung eine Temperaturerhöhung des Kreislaufgases um etwa 10 C, so dass das Kühlgas am Gebläseaustritt eine Temperatur von etwa   150 C   aufweist. Dieses Kühlgas wird nun durch einen   Wärmetauscher --7-- geleitet   und in diesem auf   130 C   oder darunter in einer oder mehreren Stufen abgekühlt.

   Enthält das Kühlgas S02 bzw.   SO,, so   kann bei   130 C   durchaus der Taupunkt erreicht werden, wodurch es zu Taupunktkorrosionen kommen kann. Das Schwefeloxyd kommt hauptsächlich dann in das Kreislaufgas, wenn stark schwefelhaltige Kohle verkokt wird und insbesondere noch grüner Koks in den Kühlbunker zur Kühlung aufgegeben wird.

   Die Anordnung der Wärmetauscher-7 und 8-- bringt den Vorteil gegenüber jener Bauweise, bei welcher diese Wärmetauscher im   Wärmerückgewinnungskessel --10-- angeordnet   sind, dass durch den zwischengeschalteten   Feinstaubabscheider --5-- die   Kühlgasgeschwindigkeit in den   Wärmetauschern--8   und 7-bedeutend erhöht werden kann, so dass sich die Wärmeübergangszahlen sehr erhöhen, ohne dass durch die erhöhte Geschwindigkeit Erosion an den Rohrheizflächen auftritt.

   Infolge der Zähigkeitseigenschaften des heissen Gasstromes ist es nicht zweckmässig, den   Feinstaubabscheider --5--   vor der   Wärmerückgewinnungsanlage --10-- zu   schalten, da dort der Druckverlust bei gleichem Abscheidegrad zu gross wäre. 
 EMI2.1 
 winnungsprozess eingebunden wird und nur als Wärmevernichter wirkt. Wesentlich ist, dass das Kühlgas vor dem Gebläse durch Zumischung des Kühlgases von der Kaltkoksentnahmestelle nicht erwärmt wird, so dass die Gebläseleistung nicht unnötig vergrössert wird. Wenn der Wärmetauschwer --7-- als Säureabscheider eingeschaltet ist, ist es zweckmässig, eine Umgehungsleitung vorzusehen, so dass bei Auftreten von Korrosionen am   Wärmetauscher --7-- derselbe   kurzzeitig zwecks Austausch desselben ohne Unterbrechung des Betriebes umgangen werden kann.

   Eventuell abgeschiedene Säure wird durch den   Ablass --13-- aus   dem Kreislauf abgezogen. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur trockenen Kokskühlung auf unter   200 C   und insbesondere zur automatischen Überwachung der Kühlgaszusammensetzung, bei dem der glühende Koks in einem Bunker durch ein Kühlgas gekühlt wird sowie das abströmende heisse Kühlgas rückgekühlt und entstaubt wird, sowie das abgekühlt und entstaubte Kühlgas nach einer Druckerhöhung wieder in den Kühlbunker eingeblasen wird, wobei dem Kühlbunker im Bereich der Kaltkoksabgabe Kühlgas entnommen und auf der Unterdruckseite des Druckerhöhungsgebläses in den Kühlgaskreislauf wieder eingebunden wird, dadurch gekennzeichnet,

   dass das im Bereich der Kaltkoksabgabe entnommene Kühlgas etwa bei Temperaturgleichheit dem Kühlgaskreislauf wieder zugeführt wird und dass auf der Druckseite des Druckerhöhungsgebläses dem Kühlgas Wärme in einer oder mehreren Stufen und eventuell kondensierte Säure entzogen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das im Bereich der Kaltkoksabgabe entnommene Kühlgas vor dem Feinstaubabscheider dem Kühlgaskreislauf wieder zugeführt wird.
    3. Vorrichtung mit je einem im Kühlbunker für den heissen Koks vorgesehenen Gegen- und Gleichstromkühler sowie einem gemeinsamen Druckerhöhungsgebläse für das im Kreislauf geführte Kühlgas zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Druckseite des Druckerhöhungsgebläses (6) ein Gaskühler (7) vorgesehen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaskühler (7) in mehreren Stufen vorgesehen ist, wobei die kälteste Stufe säurebeständig ausgebildet ist und insbesondere einen Ablass (13) für kondensierte Säure aufweist.
AT0242986A 1986-09-10 1986-09-10 Verfahren zur trockenen kokskuehlung im kreislauf und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens AT387582B (de)

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ATA242986A ATA242986A (de) 1988-07-15
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT354989B (de) * 1977-07-01 1980-02-11 Waagner Biro Ag Verfahren und einrichtung zur mischung zweier gasstroeme

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT354989B (de) * 1977-07-01 1980-02-11 Waagner Biro Ag Verfahren und einrichtung zur mischung zweier gasstroeme

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