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Gegenstand der Erfindung ist ein elektromagnetisch wirksames Verschlusselement für Abschirm- gehäuse, die in herkömmlicher Weise einen Türrahmen mit einer ebenen, metallisch leitenden
Anschlagfläche für eine aus einer am Rand aufgebördelten Blechplatte bestehende Tür aufweisen.
Zur Schirmung empfindlicher Einrichtungen gegenüber elektromagnetischer Beeinflussung dienen elektrisch und zum Teil magnetisch leitfähig geschlossene Schirmhüllen in Form von Gehäu- sen, Geräteschränken, Kabinen usw. Bei diesen elektromagnetisch abgeschirmten Gebilden ist die erreichbare Schirmdämpfung überwiegend von geeigneten Lösungen für die Verschlusselemente der Öffnungen und der damit in Zusammenhang stehenden Abdichtung von Spalten und Fugen abhängig. Derartige Inhomogenitäten im Aufbau des Schirmes, die durch alle beim Schliessen unvermeidlich verbleibenden Spalte entstehen, können die Schirmwirkung beträchtlich verringern.
Die Grösse dieser Spalte ist stark von den möglichen bzw. wirtschaftlichen Herstellungs- und
Montagetoleranzen sowie von unterschiedlichen mechanischen Belastungen abhängig.
Solche Spalte müssen also elektromagnetisch wirksam abgedichtet werden, wobei die verlangte Bewegbarkeit der Konstruktion möglichst nicht behindert sein darf.
Bei den bekannten schwenkbaren Verschlusselementen wird dieses Problem durch sogenannte
Kontaktfederbleche gelöst. Die für den elektrischen Kontakt nötigen Kontaktfedern werden in der Regel so gross ausgeführt, dass sie die im Aufbau zu berücksichtigenden mechanischen Toleran- zen im Spalte überbrücken. Das bedeutet grosse Federwege, grosse Konstruktionsvolumina im Arbeits- bereich der Federn und Erschwernisse bezüglich des Schutzes der Kontaktfedern gegenüber ungewoll- ter Beschädigung. Kontaktvorrichtungen dieser Art sind etwa aus der DE-OS 3404274 und aus der DE-OS 2235216 bekannt.
Der im Fall ausgenutzter magnetisch leitfähiger Schirmwände notwendige magnetische Kontakt wird entweder behelfsmässig über den Luftspalt im Bereich der Kontaktfedern hinweg erzielt, wobei zur Erhöhung der Wirksamkeit lange, mehrmals abgewinkelte Spalte vorgesehen werden, die nach mehreren Richtungen eine grosse Baulänge bedingen, oder aber durch magnetische Kontaktflächen zu realisieren versucht, die wegen des hohen magnetischen Widerstandes von Luft aufwendig mit sehr enger Toleranz hergestellt werden müssen. Kontaktvorrichtungen der beschriebenen Art sind z. B. aus der US-PS Nr. 3,055, 969 sowie aus der DE-OS 2531452 bekannt.
Durch die Erfindung wird ein Verschlusselement geschaffen, das die geschilderten Mängel nicht aufweist. Es ist gekennzeichnet durch eine ebene, oberflächlich leitende Platte, die mittels federnder Elemente senkrecht zu ihrer Ebene verschiebbar, lösbar in der Höhlung der Tür angeordnet ist, wobei die Abmessung der Platte um das Mass eines umlaufenden Spaltes kleiner ist als die innere Abmessung der Höhlung der Tür, wobei an der hinteren, der Blechplatte der Tür zugekehrten Fläche an sich bekannte Kontaktfedern vorzugsweise in Form mindestens eines Kontaktfederstreifens galvanisch leitend befestigt sind, deren abgewinkelte Endteile den Rand der Platte übergreifen, und in Ruhelage, d.
h. bei geöffneter Tür die Ebene der vorderen Fläche der Platte überragen, wobei in dieser Ruhelage die vordere Fläche der Platte die durch den Rand der Aufbördelungen definierte Berührungsebene zwischen Tür und Stirnfläche des Türrahmens um ein wählbares Mass überschreitet, wobei durch dieses Mass der Kompressionsweg der federnden Elemente und damit deren Kompressionskraft sowie als Differenz aus Kompressionskraft und Summe der Federkräfte der Kontaktfedern die verbleibende Kraft für die Anpressung der ebenen Platte an die Stirnfläche des Türrahmens festgelegt ist.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verschlusselementes liegen darin, dass zu seiner Anordnung nur geringfügige Änderungen an herkömmlichen Schränken vorgenommen werden müssen, so dass kaum ein Verlust an nutzbarem Schrankvolumen sowie an frei zugänglicher Fläche der Öffnung eintritt, dass durch die federnde Auflage der Platte am Türrahmen und den dabei entstehenden engstmöglichen Luftspalt über der Auflagebreite ohne weitere Aufwendungen ein guter Übergang der in der Wand durchzuleitenden Störmagnetfelder erzielt wird, dass die an der hinteren Plattenfläche angeordneten Kontaktfedern sehr gut vor Beschädigungen geschützt sind und bei dem geringen erforderlichen Federweg kinematisch kaum belastet werden und dass die Kontaktfedern nach einfach durchzuführender Abnahme der Platte von der Tür leicht zugänglich und damit wartbar sind.
Eine merkbare Verbesserung der Schirmwirkung durch Ausnutzung der zweiten Fläche der Platte ist dadurch zu erzielen, dass im Inneren des Abschirmgehäuses zusätzliche, im Ruhezustand
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mit ihren Enden aus der Ebene des Türrahmens herausragende, bei geschlossener Tür mit der vorderen Fläche der Platte in Kontaktverbindung tretende an sich bekannte Kontaktfedern galva- nisch leitend angeordnet sind.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Verschlusselementes wird nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt den Türrahmen --1-- eines hier nicht näher dargestellten Schirmgehäu- ses --2--, an der mittels Scharnieren --3-- die herkömmlich ausgeführte Tür --4-- angeordnet ist. Diese besteht aus einer Blechplatte --5--, die am Rande eine Aufbördelung --6-- aufweist und legt sich mit dieser, wenn sie mittels eines hier nicht gezeigten Schubstangentriebes geschlos- sen wird, an die ebene Fläche --7-- des Türrahmens --1-- an. In der Tür --4-- ist eine ebene, oberflächlich leitende Platte --8-- angeordnet, die mittels federnder Elemente --9-- senkrecht zur Ebene der Blechplatte --5-- verschieblich gehaltert ist und in Ruhelage, d. h.
bei geöffneter Tür --4-- die durch die Aufbördelungen --6-- festgelegte Berührungs- oder
Anschlagebene der Tür --4-- mit der Stirnfläche --7-- des Türrahmens --1-- überragt. Damit ist sichergestellt, dass die Vorderfläche --10-- der Platte --8-- bei geschlossener Tür --4-- durch die Wirkung der komprimierten federnden Elemente --9-- an die Stirnfläche --7-- des Türrahmens --1-- angedrückt wird. Die Abmessungen der Platte --8-- sind so gewählt, dass zwischen ihrem Rand und den Aufbördelungen --6-- ein Spalt --11-- verbleibt, durch den abgewinkelte Enden --12-- der Kontaktfedern --13-- durchtreten können.
Diese Kontaktfedern --13-- sind vorteilhaft in Form sogenannter Kontaktfederstreifen --14-- einfach oder doppelt an der hinteren Fläche --19-- der Platte --8-- befestigt. Dazu sind an der hinteren Fläche --19-- der Platte --8-- Schraubenbolzen --15-- angeordnet, vermittels derer die Kontaktfederstrei- fen --14-- unter Vorspannung der Kontaktfedern --13-- unter Zwischenlage von Winkelprofi- len --16--, die gleichzeitig zur mechanischen Versteifung der Platte --4-- dienen, durch Muttern --17-- gegen die hintere Fläche --19-- der Platte --8-- gepresst. Die Enden der Kontaktfe- dern --13-- treten dabei in Ruhelage, d. h. bei geöffneter Tür --4-- aus der durch die vordere Fläche Platte --8-- festgelegten Ebene heraus.
Die in der Zeichnung dargestellte Arbeitslage zeigt das komprimierte federnde Element --9--, durch dessen Kompressionskraft die Federkräfte der Kontaktfedern --13-- überwunden sind, wobei mit der verbleibenden Überschusskraft die Platte --4-- eng an die Stiernfläche --7-- des Türrahmens --1-- angepresst und somit die erwünschte Konstellation erzielt ist.