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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kunststoffknallpatrone, insbesondere mit einem Bodenteil aus Metall zur Aufnahme des Zündhütchens, bei der der Bodenteil in eine Kunststoffhülse eingesetzt ist, wobei der Kunststoffpatronenkörper im Heckbereich eine Innenverzahnung zur Aufnahme des Bodenteils und der Bodenteil eine korrespondierende Aussenverzahnung aufweist.
Kunststoffpatronenkörper mit eingesetztem Bodenteil sind in den verschiedensten Konstruktionen bekanntgeworden, z. B. als Scheibenstandpatrone gemäss der DE-PS Nr. 1165457. Eine andere Möglichkeit, den Bodenteil mit dem Kunststoffpatronenkörper zu verbinden, besteht darin, den Kunststoffpatronenkörper an den Botenil anzuspritzen, z. B. gemäss der CH-PS Nr. 370676, was eine sichere Verbindung der beiden Bauteile gewährleistet, aber technologisch schwieriger zu beherrschen ist, als den Bodenteil mittels Presssitz einzusetzen.
Der Presssitz zwischen Bodenteil und Kunststoffpatronenkörper hat sich bei den bisher bekannten Knallpatronen nicht als unbedingt verlässliche Verbindung erwiesen. In Abhängigkeit vom Gasdruckverlauf und von der Patronenlagerform kommt es häufig zur Aufweitung des Kunststoffpatronenkörpers mit dem Ergebnis, dass die Auszieherkralle den Bodenteil aus dem Patronenkörper herauszieht und der Patronenkörper nicht mehr ganz ausgeworfen wird oder überhaupt im Patronenlager bleibt. In beiden Fällen tritt eine Funktionshemmung an der Waffe auf, die im zweiten Fall besonders unangenehm zu beheben ist.
Es bestand somit die Aufgabe, bei Patronen mit in eine Kunststoffhülse eingesetztem Bodenteil den Sitz so auszubilden, dass die gesamte Patrone verlässlich ausgeworfen wird.
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B.vorgesehen.
Erfindungsgemäss ist zur Erzielung der angestrebten festen Verbindung zwischen Bodenteil und Kunststoffpatronenkörper vorgesehen, dass der Kunststoffpatronenkörper eine konische Innenverzahnung zur Aufnahme des Bodenteils aufweist. Der Bodenteil weist eine entsprechende Aussenverzahnung auf.
Der Ausdruck "konisch" bedeutet, dass die Einhüllfläche der Verzahnung ein Kegel ist, dessen Erzeugende in Richtung auf das Vorderende der Patrone zur Patronenachse hin geneigt ist.
Die Konizität, d. h. der Winkel zwischen der Erzeugenden und der Patronenachse, beträgt dabei vorteilhaft zwischen etwa 1 und 20, insbesondere zwischen 1 10'und 1 20'.
Weiterhin wurde gefunden, dass überraschenderweise ein festerer Sitz des Bodenteils im Kunststoffpatronenkörper erzielt wird, wenn an Stelle der üblichen Verzahnung mit grösseren Rippen bzw.
Rillen eine Feinverzahnung vorgesehen wird. Erfindungsgemäss wird eine Verzahnungstiefe im Bereich von etwa 0, 1 bis 0, 2 mm, vorzugsweise kombiniert mit einem Zahnabstand im Bereich von etwa 0, 75 bis 2 mm, vorgesehen.
Es hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäss sowohl eine bessere Entformbarkeit des Patronenkörpers bei dessen Herstellung als auch ein fester Sitz des Bodenteils im Patronenkörper erzielt werden.
Möglicherweise ist die beim Einsetzen des Bodenteils mit erfindungsgemässer Konizität und/oder Feinverzahnung in den Kunststoffpatronenkörper auftretende lediglich geringe Aufweitung des Heckteils des Patronenkörpers in diesem Zusammenhang von Bedeutung.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. In Fig. 1 ein Längsschnitt durch den Heckbereich eines erfindungsgemäss ausgebildeten Kunststoffpatronenkörper im Massstab 5 : 1 und Fig. 2 ein Längsschnitt durch den korrespondierenden Bodenteil im Massstab 10 : 1 ist.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Knallpatrone besteht aus einem Patronenkörper-l- aus Kunststoff und einem in dessen Heckabschnitt einsetzbaren Bodenteil --2-- aus Metall, der das Zündhütchen aufnimmt.
Der Bodenteil --2-- weist eine zentrale Ausnehmung --3-- zur Aufnahme des Zündhütchens, einen daran anschliessenden Zündkanal --4--, sowie eine der Innenverzahnung --5-- des Patronen- körpers --1-- entsprechende Aussenverzahnung --6-- auf. Es sind insgesamt acht Ringrippen mit eckiger Schulter und einer Rippenhöhe --7-- vorgesehen, die im dargestellten Bodenteil jeweils 1,0 mm beträgt.
Die Verzahnungstiefe beträgt etwa 0, 15 mm, die Konizität der Verzahnung, d. h. der Winkel 8 zwischen der Verzahnungseinhüllenden und der Längsachse des Bodenteils, beträgt etwas über 10017 I,
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Der Patronenkörper --1-- besteht aus einem geeigneten üblichen Kunststoff, insbesondere aus einem Thermoplast ; der Bodenteil --2-- aus Metall, z. B. einer AI-Legierung. Gegebenenfalls kann der Bodenteil --2-- aber auch aus einem Hartkunststoff, z. B. einem Polycarbonatharz, gebildet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoffknallpatrone, insbesondere mit einem Bodenteil aus Metall zur Aufnahme des Zündhütchens, bei der der Bodenteil in einen Kunststoffpatronenkörper eingesetzt ist, wobei der Kunststoffpatronenkörper im Heckbereich eine Innenverzahnung zur Aufnahme des Bodenteils und der Bodenteil eine korrespondierende Aussenverzahnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung jeweils konisch ausgeführt ist.