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Das Stammpatent Nr. 361724 betrifft einen elektromagnetischen Wandler zur Umwandlung mecha- nisch aufgezeichneter Schallereignisse in elektrische Wechselspannungen, insbesondere zur Abtastung von auf plattenförmigen Trägern aufgezeichneten Stereosignalen, welcher Wandler einen Dauermagneten und vier mit Wicklungen versehene Polstäbe aufweist, deren Achsen in einer senkrechten Ebene die Eckpunkte eines Quadrates markieren und in einem Endbereich der Polstäbe ein von einer Abtastnadel angetriebenes Weicheisenelement um einen Drehpunkt in der zentralen Achse des Wandlersystems beweglich gelagert ist, und der Dauermagnet die Gestalt eines Rohrstücks aufweist,
radial magnetisiert ist und die vier Polstäbe symmetrisch und parallel in bezug auf die zentrale Achse des Wandlersystems den vom rohrförmigen Dauermagneten umschlossenen Hohlraum durchsetzen und der von der Abtastnadel bewegbare Weicheisenanker, z. B. in Form eines Röhrchens, in einem Endbereich der Polstäbe unmittelbar in den magnetischen Kreis an einem Ende des rohrförmigen Dauermagneten einbezogen ist.
Obwohl die Herstellung eines rohrförmigen Dauermagneten beim heutigen Stand der Technik kein Problem darstellt, - lassen sich doch Ferritmagnete ohne Schwierigkeiten und hohe Kosten in jeder beliebigen Form herstellen, - so ist es aus verschiedenen Gründen zweckmässig, von der einstückigen Form des rohrförmigen Dauermagneten abzugehen. Die Erfindung betrifft daher eine Weiterbildung des im Stammpatent beschriebenen elektromagnetischen Wandlers, insbesondere hinsichtlich der Ausbildung des rohrförmigen Dauermagneten, mit dem Ziel, die Herstellung des Wandlers weiter zu vereinfachen, die Herstellungskosten herabzusetzen und die etwas aufwendige radiale Magnetisierung eines rohrförmigen Gegenstandes zu vermeiden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der rohrförmige Dauermagnet aus mehreren, vorzugsweise gleichartigen, langgestreckten Einzelteilen zusammengesetzt ist.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Massnahme liegen darin, dass sich die Einzelteile wesentlich einfacher und besser magnetisieren lassen als ein ferromagnetischer Körper in Form eines Rohrstücks. Die bessere Magnetisierbarkeit der Einzelteile ergibt wieder eine höhere Feldstärke, woraus eine höhere Empfindlichkeit resultiert. Gibt man den Einzelteilen die Form von Rohrsegmenten, so können diese nach dem Magnetisieren zu einem rohrförmigen Dauermagneten zusammengesetzt werden, wobei die Einzelteile beispielsweise durch Klebung miteinander verbunden werden können. Infolge der hohen Feldstärke und des hohen Energieproduktes neuerer Magnetmaterialien ist es jedoch nicht erforderlich, den Dauermagneten als geschlossenes zylindrisches Rohr auszubilden. Er kann aus einzelnen, stabförmigen, langgestreckten Einzelteilen mit z.
B. rechteckigem Querschnitt zusammengesetzt werden, die zueinander und achsenparallel in der geometrischen Form eines Zylindermantels angeordnet sind. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stäben können im Hinblick auf die ausserordentlichen Eigenschaften moderner Magnetwerkstoffe relativ gross gemacht werden, so dass mit vier Dauermagnetstäben das Auslangen gefunden werden kann. Diese vier Stäbe, von denen jeder je einem Polstab zugeordnet ist, können praktisch jede beliebige Lage gegenüber dem ihm zugeordneten Polstab einnehmen, soferne die Längsachsen beider parallel liegen. Dadurch wird dem Konstrukteur eines solchen Wandlers ein grosser Spielraum für die räumliche Anordnung der Bauteile gegeben.
Soferne die Einzelteile als Rohrsegmente ausgebildet werden, reichen bereits zwei gegenüberliegende Teile, die jeweils einem gegenüberliegenden Paar Polstäbe zugeordnet sind, zur Erzeugung des erforderlichen Magnetfeldes aus.
Weitere Einzelheiten der Erfindung können der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen entnommen werden, in denen Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem aus Rohrsegmenten zusammengesetzten Dauermagneten zeigt, wogegen in Fig. 2 der Dauermagnet aus einzelnen, stabförmigen Elementen besteht, Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung ist, bei dem mit vier Magnetstäben das Auslangen gefunden ist, Fig. 4 ebenfalls ein Ausführungsbeispiel mit vier Magnetstäben, jedoch in anderer Anordnung, zeigt, und Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel mit zwei gegenüberliegenden rohrsegmentartigen Einzelteilen darstellt. Die Richtung des magnetischen Feldes ist jeweils durch strichpunktierte Pfeile angegeben.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel besitzt neben den Polstäben --4-- mit den Magnetspulen --3 einen Dauermagneten --5--, der aus vier einzelnen, einander gleichen Rohrsegmenten gebildet ist. Diese vier Einzelelemente können an ihren Berührungsflächen miteinander verklebt oder aber auch in einem Kunststoffkörper eingebettet sein. Es ist leicht einzusehen,
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dass die Vorrichtung zum Magnetisieren der Einzelteile wesentlich einfacher aufgebaut sein kann als die, die für einen rohrförmigen Körper erforderlich ist.
Man darf ja nicht vergessen, dass die Abmessungen eines elektromagnetischen Wandlers zur Abnahme von Signalen von einem plattenförmigen Tonträger sehr gering sind und daher auch eine bestimmte Maximalgrösse der Magnetisierungsvorrichtung nicht überschritten werden kann, wodurch der Grad der Magnetisierung begrenzt ist. Bei der erfindungsgemässen Zerlegung des Dauermagneten --5-- in Einzelteile entfällt die-
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grössere Anzahl von stabförmigen Einzelteilen, die im wesentlichen als zweidimensionaler Gegenstand angesehen werden können, gleichzeitig zu magnetisieren, was bei dreidimensionalen Körpern, wie beispielsweise einem Rohrstück, auf Schwierigkeiten stösst.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Dauermagnet --5-- ausschliesslich durch
Magnetstäbe gebildet wird, die achsenparallel zu den Polstäben -4-- angeordnet sind und eine Art Zylinderfläche einschliessen. Die Abstände zwischen den einzelnen Stäben, die einen recht- eckigen Querschnitt aufweisen, können mit einem Kunststoffmaterial ausgefüllt sein, es ist aber auch durchaus möglich, einen die Stäbe aufnehmenden Kunststoffkörper zu verwenden.
Da die modernen Magnetmaterialien ein ausserordentlich hohes Energieprodukt aufweisen und
Werte bis zu 26 MGOe erreichbar sind, kann die Anzahl der den Dauermagneten bildenden stabförmigen Einzelteile ohne weiteres auf vier herabgesetzt werden, wie in den Fig. 3 und 4 ge- zeigt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 besteht der Dauermagnet --5-- aus vier einan- der gegenüberliegenden Einzelstäben, die je einem der Polstäbe --4-- zugeordnet sind. Soferne die Achsen der Elemente parallel zu den Achsen der Polstäbe und damit parallel zur Achse des Wandlers bleiben, können die Einzelteile in Stabform gegenüber den ihnen jeweils zugeordneten Polstäben jede beliebige Lage einnehmen, beispielsweise eine solche, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist.
Schliesslich ist es möglich, auch mit nur zwei stabförmigen Einzelteilen das Auslangen zu finden, wie dies beispielsweise in Fig. 5 gezeigt ist. Die beiden, den Dauermagnet --5-- darstellenden Einzelteile haben vorzugsweise die Gestalt eines Rohrsegmentes, könnten aber gegebenenfalls nach Art eines Flacheisen ausgebildet sein. Je ein stabförmiger Einzelteil ist einem Paar benachbarter Polstäbe -4-- zugeordnet, die einander gegenüberliegen. Bei allen Ausführungsbeispielen ist die Möglichkeit gegeben, wie bereits bei der Besprechung der Fig. 2 kurz erwähnt wurde, die Magnetstäbchen, die die Einzelteile darstellen, entweder in ein vorgefertigtes Wandlergehäuse, das entsprechende Nuten bzw.
Ausnehmungen aufweist, einzulegen bzw. einzuschieben, oder die Polstäbe --4-- mit den Einzelteilen des Dauermagneten --5-- in thermoplastischen Kunststoff einzubetten, wobei die Polstäbe und die Magnetanordnung an einem Ende in Kunststoff eingeschlossen werden und später die Magnetspulen eingesetzt werden können. Es ist auch möglich, die Einzelteile, gleichgültig ob es sich dabei um Rohrsegmente oder Flachstäbe handelt, allein mit Kunststoff zu umgeben, so dass wieder ein Rohrstück mit geschlossener Oberfläche entsteht, in dessen Hohlraum die Polstäbe untergebracht werden.
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